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Airport Berlin - Hauptstadtflughafen BER

OK, da die Presse ja wieder mal einen schlechten Job gemacht hat:

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Also ist 632 tatsächlich die korrekte Lösung, die zu 1 Punkt führt.
 
So viel Inkompetenz ertrage ich langsam nicht mehr. Mir ist es mittlerweile egal, ob dieser Flughafen überhaupt jemals öffnen wird. Zum Glück kann ich die nächsten Jahre noch von TXL abfliegen.
 
Der Politik in Berlin und Brandenburg ist ein Vorwurf zu machen: Sie lassen sich durch Medien und kochende Volkesseele ein ums andere Mal zur Angabe von Eröffnungsterminen pressen. Jeder Baupraktiker hat im präsenten Wissen, dass für Großbauvorhaben oder insbesondere Sanierungsbauvorhaben - BER ist ein solches, auch vor seiner erstmaligen Fertigstellung - möglichst niemals frühzeitig Termine öffentlich genannt werden.

Und zum wiederholten und nochmals wiederholten Male: User Anne und dessen Fans plaudern unverändert und unablässig jenseits jeder baurechtlichen und baupraktischen Kompetenz. Schon mehrere Male durfte ich nachweisen, dass bei diesen Postern keinerlei Kenntnisse über das Vergabe- und Baurecht (VOB/A und VOB/B) vorhanden sind. Das bitte nicht als persönlichen Vorwurf, sondern als schlichte Feststellung.

Ja, freilich, das derzeitige Ergebnis des Bauvorhabens ist ein Trauerspiel hoch drei. Verursachungs- und Verschuldensanteile werden aber ganz sicher nicht hier von einer noch so engagierten Laientruppe bestimmt werden können.

Vorbildhaft ist dagegen die Vorgehensweise von MUC: Dort wurden bei dem Bau von T1 und T2 und zuletzt von T2Sat im Vorfeld niemals präzise Termine angegeben und bei den wenigen angegebenen "ca. 2015"-Terminen zum T2Sat wurde offengelassen, ob es sich um Baufertigstellung oder Publikumsinbetriebnahme handelte. Erst nach Baufertigstellung und erfolgversprechendem Beginn der ersten internen Probeläufe wurden exakte Termine genannt. Dadurch blieb verschleiert, dass MUC T1 und T2 und auch T2Sat jeweils mit erheblicher, teilweise mehrjähriger Verspätung (gegenüber den interen Planungen mit bis zu 8 Jahren Verspätung) eröffnet wurden. So macht man das!
 
Abgesehen davon konnte man die Aussagen Mühlenfelds schon sehr lange so verstehen, dass 2017 nicht machbar ist, er allerdings den Druck hochhalten möchte, um das Projekt schnellstmöglich fertig zu kriegen.
 
Ganz ehrlich - das ganze ist so eine Frechheit gegenüber jedem der seine Steuern ehrlich verdient und pünktlich bezahlt das man wirklich nicht darüber nachdenken will. Projekte wie dieses und der Umgang damit führen doch zu der zunehmenden Politikverdrossenheit - das Gefühl "die da oben" wird irgendwann übermächtig.
 
Zur Politikverdrossenheit?

Ich denke eher, zur Protestwahl am 18. September in Berlin, auch, wenn der 20%-Bürgermeister Müller von der SPD weiterhin so tut, als hätten er und sein Vorgänger nichts mit dem BER-Desaster zu tun.
 
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