Ein paar Beobachtungen zum SCHUFA-Scoring

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selaf

Erfahrenes Mitglied
24.08.2018
2.040
1.743
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Gibt es eigentlich für Schufa eine offizielle Beschwerdemöglichkeit bei einem Datenschutzbeauftragten?
Gibt es, das HBDI scheint aber die Arbeit zu verweigern. Zitat bei noyb:
Hessische Aufsichtsbehörde schlummert weiter. Eigentlich sollte die Hessische Datenschutzbehörde (HBDI) die SCHUFA kontrollieren. Und tatsächlich scheint sie bereits seit Frühjahr 2025 von der „Schattendatenbank“ zu wissen. Allerdings schützt die (notorisch inaktive) Behörde die SCHUFA offenbar weiterhin.
 
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Fox Mulder

Reguläres Mitglied
03.09.2024
78
58
Ich habe es mit einer Beschwerde per E-Mail versucht, bislang ohne Reaktion. Gibt es eigentlich für Schufa eine offizielle Beschwerdemöglichkeit bei einem Datenschutzbeauftragten?

Wie schon von jemandem erwähnt, kannst du die Ombudsfrau der Schufa kontaktieren:




Am unteren Ende der Seite ist ein Kontaktformular und eine E-Mail Adresse
 

tmmd

Erfahrenes Mitglied
24.07.2014
5.142
3.370
Magdeburg
www.euroreiseblog.de
Guten Tag,

wir entwickeln den kostenlosen SCHUFA-Account kontinuierlich weiter.

Aktuell arbeiten wir daran, Ihren Leistungsumfang um die Darstellung des Score-Verlaufs zu erweitern. Künftig können Sie damit nachvollziehen, wie sich Ihr SCHUFA-Score im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Im Zusammenhang mit dieser Leistungserweiterung haben wir die Leistungsbeschreibung des SCHUFA-Accounts angepasst. Die aktualisierte Beschreibung berücksichtigt die Funktion „Score-Verlauf“ als Bestandteil des Services „Dateneinblick“. Zudem haben wir unsere Datenschutzhinweise aktualisiert.

Die aktualisierte Leistungsbeschreibung finden Sie hier.

Ihr SCHUFA-Account bleibt selbstverständlich wie gewohnt kostenlos. Sie müssen nichts weiter veranlassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr SCHUFA-Team
 
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reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.602
1.578
Ich poste mal diesen Artikel der Tagesschau.
Im Grunde hat sich dann offensichtlich einiges nicht geändert. Vor allem die Reaktion der Schufa ist ja schon viel aussagend. Will gar nicht wissen was es sonst noch alles für Praktiken gibt über die man als Verbraucher nichts erfährt, und die nicht mal in der dsgvo Auskunft angegeben werden müssen (bzw selbst wenn vielleicht auch gar nicht werden, weil die Schufa sowieso macht was sie will bis sie vielleicht mal gerügt wird)

 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.680
1.102
Will gar nicht wissen was es sonst noch alles für Praktiken gibt über die man als Verbraucher nichts erfährt, und die nicht mal in der dsgvo Auskunft angegeben werden müssen (bzw selbst wenn vielleicht auch gar nicht werden, weil die Schufa sowieso macht was sie will bis sie vielleicht mal gerügt wird)

doch, ich würde das schon gerne wissen ...

zumal es ja ziemlich ärgerlich ist, wenn der offiziell verbreitete Score gar nicht unbedingt das gleiche aussagt, wie derjenige in der Version für die 'ganz besonderen Kunden' der SCHUFA.
 

Pfote

Reguläres Mitglied
10.01.2026
74
59
Die ganzen Schufa-Bedenken sind mir sowieso ein Rätsel.
Mein Basisscore hat sich in den letzten Jahren lediglich nach dem Komma verändert. Und zwar oberhalb von "99".
Und das trotz 4 Girokonten, 5 Kreditkarten, und auch so "Neo-Zeugs" wie N26, Trade Republic und Paisy, was man zwischendurch mal ausprobiert.

Führt Trade Republic eine Schufa-Abfrage durch?
 

Shuai

Erfahrenes Mitglied
13.10.2018
326
47
prepareforgermany.com
War jemand von euch in letzter Zeit erfolgreich mit einer Änderung der gespeicherten Daten? Ich habe vor etwas über einem Jahr ein Konto bei der BBVA eröffnet, die Schufa führt allerdings als Eröffnungsdatum Mai 2026. Seit zwei Monaten versuche ich, den Eintrag korrigieren zu lassen, aber trotz mehrerer Nachrichten passiert nichts.
 

Zeitgemäß

Erfahrenes Mitglied
16.08.2024
953
1.197
Verständnisfrage: Muss den falschen Eintrag nicht der Ersteller korrigieren (BBVA)? Ist die Schufa hier der richtige Ansprechpartner für dich?
 

xprt

Erfahrenes Mitglied
17.03.2019
322
438
Verständnisfrage: Muss den falschen Eintrag nicht der Ersteller korrigieren (BBVA)? Ist die Schufa hier der richtige Ansprechpartner für dich?

Ja, aber es ist schon der richtige Weg, das via Schufa anzustoßen - den Rest regeln die dann untereinander. Oder sollten sie zumindest :cool:
 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.680
1.102
War jemand von euch in letzter Zeit erfolgreich mit einer Änderung der gespeicherten Daten? Ich habe vor etwas über einem Jahr ein Konto bei der BBVA eröffnet, die Schufa führt allerdings als Eröffnungsdatum Mai 2026. Seit zwei Monaten versuche ich, den Eintrag korrigieren zu lassen, aber trotz mehrerer Nachrichten passiert nichts.

Nein.
Die Schufa stellt sich da offenbar ziemlich stur mittlerweile.
Bei mir hat die Comdirect den Wertpapier-Kredit als Rahmenkredit mit über einem Jahr Verspätung gemeldet. Und trotz meiner Reklamation bei der Schufa, die darauf eine Nachfrage bei der Bank gestellt hat -sagt die Schufa jedenfalls- kam von dort nur die Rückmeldung, dass der entsprechende Rahmenkredit besteht. Ohne Datums-Korrektur.
Ich habe der Schufa alle Belege für das falsche Eröffnungsdatum geschickt. Interessiert die nicht. Eigentlich müssten sie den falschen Eintrag ja löschen.

Kostet mich aktuell noch 20 Score-Punkte. Da mach' ich jetzt halt nix mehr und warte ab, bis es sich von selbst erledigt hat. Darauf spekuliert wohl auch die Schufa.

Wenn ich nicht gerade eine Modernisierung am Haus planen und dafür eine Kreditaufnahme ins Auge fassen würde, wäre es mir sowieso wurscht.
 
Zuletzt bearbeitet:

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.680
1.102
Die SCHUFA verlautbart übrigens jetzt:

"Künftig nicht nur ein Score
Künftig also nur noch ein Score? So habe man das nie gemeint, sagt inzwischen Deutschlands mächtigste Wirtschaftsauskunftei. Es gebe auch in Zukunft verschiedene Scores und kompliziertere Verfahren. Alles andere sei ein Missverständnis."


ja ja, immer diese Missverständnisse ...
 

gamer4all

Erfahrenes Mitglied
03.01.2013
402
124
Meine Sparkasse hat den Immobilienkredit nicht in die Schufa eingetragen. Macht es Sinn diesen nachzutragen um 55 Punkte mehr zu bekommen?
Oder gibt es irgendwelche Nachteile und fragt die Schufa dann bei der Sparkasse nach?
 

selaf

Erfahrenes Mitglied
24.08.2018
2.040
1.743
Verständnisfrage: Muss den falschen Eintrag nicht der Ersteller korrigieren (BBVA)? Ist die Schufa hier der richtige Ansprechpartner für dich?
Die Schufa betreibt die Datenbank selbst und ist nicht lediglich Auftragsdatenverarbeiter, daher ist sie Ansprechpartner. DSGVO Art 5 Abs 1d verlangt Datenrichtigkeit, die Schufa verstößt mit dem falschen Eintrag gegen die DSGVO.
 
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Barquero

Erfahrenes Mitglied
10.04.2020
2.957
1.377
Die Schufa betreibt die Datenbank selbst und ist nicht lediglich Auftragsdatenverarbeiter, daher ist sie Ansprechpartner. DSGVO Art 5 Abs 1d verlangt Datenrichtigkeit, die Schufa verstößt mit dem falschen Eintrag gegen die DSGVO.
Wenn dem so wäre, wäre die SCHUFA automatisch für jede Datenunrichtigkeit verantwortlich, die ein Vertragspartner meldet.
 

knauserix

Erfahrenes Mitglied
25.02.2024
1.680
1.102
Meine Sparkasse hat den Immobilienkredit nicht in die Schufa eingetragen. Macht es Sinn diesen nachzutragen um 55 Punkte mehr zu bekommen?
Oder gibt es irgendwelche Nachteile und fragt die Schufa dann bei der Sparkasse nach?

Natürlich wird die Schufa bei der Sparkasse nachfragen. Von alleine, ohne entsprechende Meldung der jeweiligen Bank, macht die Schufa sicher nichts.

Ob es Sinn macht, hängt davon ab, ob man künftig neue Girokonten, Kreditkarten, Kredite etc. beantragen möchte, für die der bessere Score relevant sein könnte.
 

selaf

Erfahrenes Mitglied
24.08.2018
2.040
1.743
Wenn dem so wäre, wäre die SCHUFA automatisch für jede Datenunrichtigkeit verantwortlich, die ein Vertragspartner meldet.
Ja sicher, sie ist zumindest mitverantwortlich. Da lässt sich leicht aus der DSGVO herauslesen:

Artikel 5.2: Der Verantwortliche ist für die Einhaltung des Absatzes 1 verantwortlich und muss dessen Einhaltung nachweisen können („Rechenschaftspflicht“).

Wer ist "Der Verantwortliche"?

Artikel 4.7: "Verantwortlicher“ die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet;
 

nkm

Erfahrenes Mitglied
11.02.2018
376
356
Ich habe im Juli 2026, als die Speicherung historischer Daten bekannt wurde, eine Anfrage nach dem Muster der im Web zu findenen DSGVO-Albtraum-Briefe an die Schufa gestellt. 2 Erinnerungen später ist heute die Antwort eingetroffen. Die Auskunft besteht aus ingesamt 2 Teilen Datenauskunft und 2 Teilen Erläuterungen dazu.

Teil 1 ist die allseits bekannte Datenkopie. Ohne es mit bisherigen Auskünften verglichen zu haben, gibt es inhaltlich kaum Veränderungen (m.E. Anfragen zur Betrugsprävention, Datum Bestätigung der Anschrift).

Teil 2 ist NEU und gibt Auskunft über den historischen (archivierten) Datenbestand, welcher angeblich nicht für Auskünfte herangezogen wird und nur noch vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken und für Analysen und Validierungen dienen soll. Meine Auskunft bestand aus 41 Seiten, über >120 (Einzel)Einträgen und >40 Geschäftsvorfällen (angefragte Scoreberechnungen nebst eingeflossene Einzelmerkmale). Diese Angaben reichen bei mir bis Anfang der 1990er Jahre zurück. Jede Anfrage, sei es von Banken, Energieversorger, Handel, Telekommunikation und sonstigen Stellen, ist vermutlich enthalten.

Ich will diese Praxis nicht weiter kommentieren, nur soviel: Es ist m.E. höchstbedenklich, dass ein Privatunternehmen einen derart detaillierten "Lebenslauf" aufbauen und vorhalten kann, und dabei selbst abgelaufene Archivdaten weiterhin personenbezogen zuordnet und speichert.
Und ein Danke an noyb, die sich der Sache angenommen haben.
 

xhar

Aktives Mitglied
17.04.2022
164
79
Ich habe im Juli 2026, als die Speicherung historischer Daten bekannt wurde, eine Anfrage nach dem Muster der im Web zu findenen DSGVO-Albtraum-Briefe an die Schufa gestellt. 2 Erinnerungen später ist heute die Antwort eingetroffen. Die Auskunft besteht aus ingesamt 2 Teilen Datenauskunft und 2 Teilen Erläuterungen dazu.

Teil 1 ist die allseits bekannte Datenkopie. Ohne es mit bisherigen Auskünften verglichen zu haben, gibt es inhaltlich kaum Veränderungen (m.E. Anfragen zur Betrugsprävention, Datum Bestätigung der Anschrift).

Teil 2 ist NEU und gibt Auskunft über den historischen (archivierten) Datenbestand, welcher angeblich nicht für Auskünfte herangezogen wird und nur noch vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken und für Analysen und Validierungen dienen soll. Meine Auskunft bestand aus 41 Seiten, über >120 (Einzel)Einträgen und >40 Geschäftsvorfällen (angefragte Scoreberechnungen nebst eingeflossene Einzelmerkmale). Diese Angaben reichen bei mir bis Anfang der 1990er Jahre zurück. Jede Anfrage, sei es von Banken, Energieversorger, Handel, Telekommunikation und sonstigen Stellen, ist vermutlich enthalten.

Ich will diese Praxis nicht weiter kommentieren, nur soviel: Es ist m.E. höchstbedenklich, dass ein Privatunternehmen einen derart detaillierten "Lebenslauf" aufbauen und vorhalten kann, und dabei selbst abgelaufene Archivdaten weiterhin personenbezogen zuordnet und speichert.
Und ein Danke an noyb, die sich der Sache angenommen haben.
Kannst du die verwendete Vorlage bitte verlinken?
 

nkm

Erfahrenes Mitglied
11.02.2018
376
356
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siehe https://www.google.com/search?q=dsgvo+horrorbrief

Ein konkretes Beispiel als Muster ist hier zu finden.
Die rechtliche Einordnung wie hier dargestellt interessiert mich dabei als Betroffener, Privatperson oder Verbraucher ggü. Unternehmen erst einmal nicht.

Nachtrag:
Inzwischen gibt es auch ein speziell auf die Schufa-Schattendatenbank gerichtetes Auskunftsersuchen unter
https://algorithmwatch.org/de/schufa-schattendatenbank-jetzt-auskunft-uber-ihre-daten-beantragen/
Entweder direkt nutzen oder als Muster verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet: