Island? Irland? Im Winter? Wo zum Geier ist der Lekastraumsrofi?

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cas_de

Erfahrenes Mitglied
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In Island wurde ja schon Sport(schau)geschichte geschrieben, wo wir alle gelernt haben, dass es vor Ort - zumindest damals, gar kein Weißbier gab.

Bevor wir hier aber von einem Tiefpunkt zum nächsten niedrigen Tiefpunkt kommen, versuch ich die Kurve zu kriegen und hier loszulegen. Auf Waldis und Rudis Spuren wollten wir aber nicht wandeln, es stand einfach nur eine Woche Island im Winter auf der Agenda, was ich ja schon hier letzten November angekündigt hatte:


Wir waren zu fünft unterwegs, das übliche 3er Gespann bestehend aus der Mrs., dem Junior und mir, begleitet wurden wir von der besten Freundin der Mrs. samt Gatten (Gruß an @shauri für den Formulierungsvorschlag). Das Basislager war ein Haus in Garðabær, einem Vorort südlich von Reykjavík, gebucht via AirBnB. Das Haus war kein reines Ferienhaus, sondern wird von einer Familie mit 3 Kindern bewohnt und nur wenn sie sich im Urlaub befinden, kann man dort buchen. Just in dieser Woche hatte die Familie keine Lust auf den isländischen Winter (Flucht nach Teneriffa) und die 5 verrückten Deutschen konnten vorübergehend in das Haus einziehen - Deal!

1. Akt, die Flugbuchung:

Die Anreise war von langer Hand geplant (M&M Awards, gebucht vor der Einführung der dynamischen Preise), in Verbindung mit dem Masterplan, dass unser Hund während der Abwesenheit Urlaub bei der Schwiegermutter im Großraum Stuttgart machen soll. So zumindest der Plan. Gebucht war

14FEB STR LH MUC 4Y KEF
21FEB KEF LX(WK) ZRH LH FRA LH STR

alles in "I". Unsere Mitreisenden haben den Hinweg auch mit einem M&M Award in "I" gebucht, sie mussten nur, aufgrund privater Verpflichtungen, einen Tag früher heim nach Stuttgart zurück fliegen, was mit einem O/W Ticket in "Y" unter Verwendung meines AMEX Reiseguthabens erfolgen sollte:

20FEB KEF FI CPH SK FRA (und den Rest dann per Mietwagen)

2. Akt, die Umbuchung:

Irgendwann im Herbst hat LX(WK) angefangen am Flugplan zu schrauben, mit dem Ergebnis, dass wir in Zürich unseren Anschlussflug nach FRA nicht mehr erwischt hätten. Ergo wurde das ursprüngliche Routing (s.o.), folgendermaßen geändert

KEF 4Y MUC

denn auch die Sache mit dem Hund und der Schwiegermutter kam anders als geplant.

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Maps generated using the Great Circle Mapper - copyright © Karl L. Swartz.


3. Akt, die Planung der Zeit vor Ort:

Geplant war eigentlich nicht viel, da wir - abhängig vom Wetter - von Garðabær aus den Westen und Süden Islands mit dem Mietwagen erkunden wollten. Daher war nicht viel "neues" geplant, sondern altbekannte Ziele standen auf der Agenda, was vielleicht für den einen oder anderen ganz interessant sein könnte, wenn man die Orte zu unterschiedlichen Jahreszeiten besucht und die Bilder im Anschluss vergleicht. Wer das tun möchte, den verweise ich auf meine anderen Reiseberichte über Island:

Pfingsten 2023
Ostern 2024
Allerheiligen 2025

Wie üblich, serviere ich, bevor es los geht, einen kleinen Gruß aus der Küche, bestehend aus drei Bildern, die den Grundtenor der Woche vor Ort sehr gut zusammenfassen.

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(Þingvellir Nationalpark: Þingvallavatn)

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(Kleifarvatn)

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(Reynisfjara)
 

cas_de

Erfahrenes Mitglied
Freitag, 13. Februar

Freitag der 13. - so what? Die Anreise nach STR war uneventful und da der Abflug am nächsten Morgen bereits um 06:00 Uhr war, fiel die Wahl auf ein Hotel am Flughafen, in Laufweite vom Terminal. Da wir mittlerweile bequem sind und das Wyndham keine Familienzimmer hat, buchten wir einfach 2 Zimmer, eines für die Madame und das andere für den Junior und mich. Nachdem ich am Flughafen Stuttgart "Auswärtsspiel" habe und die Schnelligkeit (Gschwind würde der Schwabe hier wohl sagen - das meines Erachtens fürchterlichste Wort im deutschen Sprachraum) der lokalen Sicherheitskontrolle nicht kenne, hieß es früh aufstehen...

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Gegen 22 Uhr war dann zumindest im Herrenzimmer Licht aus und Ruhe im Schiff angesagt. Unser Gepäck hatten wir bereits in MUC als "Vortages Check in" direkt nach KEF aufgegeben.

Samstag, 14. Februar

Derjenige, der Abflüge um 6 Uhr bucht gehört auf den Mond geschossen! Moment, gebucht hatte das alles ja ich. Ähm.

14FEB STR-MUC LH2153 0600-0645 319 D-AIBM
14FEB MUC-KEF 4Y1330 1110-1415 32S D-AIWB

Zum Zeitpunkt der Buchung war nur der frühe Flug nach MUC verfügbar, also musste ich diesen buchen. Sämtliche Versuche auf den späteren Flug umzubuchen scheiterten an mangelnder Verfügbarkeit für Prämienflüge...

Die Sicherheitskontrolle war das bereits befürchtete Drama in mehreren Akten: alles ausräumen, Sprengstofftests bei jedem, alles sehr langsam und unfreundlich und ohne die schönen neuen CT Scanner - und das obwohl ich extra noch den Fast Track reserviert hatte. Da ist man von anderen Flughäfen in DE schon verwöhnt...

Um Punkt 5 Uhr öffnete dann die neue SEN Lounge, der wir einen ersten (und letzten) Besuch abstatteten. Ich muss sagen, die Lounge ist echt nett geworden.

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Der 25 Minuten Hüpfer an der A8 entlang war unspektakulär und wir bezogen direkt nach der Ankunft in K Lager in der dortigen SEN Lounge um die knapp 4 1/2 Stunden bis zum Weiterflug zu überbrücken. Um Kurz nach 7 Uhr war es dann aber vorbei mit der Langeweile:

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Was nun? Auf 10 zusätzliche Stunden in der Lounge / am Flughafen hatte ich keine Lust und so habe ich schnell versucht zu recherchieren, wie denn mögliche Alternativpläne aussehen könnten... Im worst Case wären wir einfach zu fünft zu uns nach Hause gefahren und hätten dort abgewartet bis der Flug abends endlich abfliegt. Auf die logistischen Folgeaktivitäten hatten wir aber keine Böcke (Mietwagen umbuchen, Schwägerin der Vermieterin bescheid geben, dass wir erst gegen 2 Uhr nachts ankommen, usw.). Das Schicksal und die Flugverfügbarkeiten meinten es gut mit uns und innerhalb von 10 Minuten hatten wir in Summe 10 neue Bordkarten in den Händen, neue Tickets und mussten uns sputen, um den umgebuchten Flug nicht zu verpassen...

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und so kam Irland in den Titel dieses Reiseberichts (nein, das war kein Schreibfehler!), denn das neue Routing lautete:

14FEB MUC-DUB LH2516 0835-1005 32N D-AINR
14FEB DUB-KEF FI417 1130-1410 21N TF-IAC

Also schnell ein Stockwerk nach oben (L Gates), dort durch die Passkontrolle. Stop: Computer muss neu gestartet werden, bitte warten. Die eGates konnten wir ja aufgrund der Reise mit Kind nicht nutzen. Der Computer lief wieder, runter in die Bimmelbahn rüber zu den H Gates und dort direkt zum Gate H20.

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Nach dem Boarding durften wir sogar der Lieferung des nachbestellten Caterings (wir waren ja 5 zusätzliche Pax in der Business Class) beiwohnen. Die Crew hatte sich schon gewundert warum nochmal Essen nachgeliefert wurde.

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Und dann ging es los Richtung Island, pardon Irland. Die Crew war phantastisch, wir wurden gut und aufmerksam umsorgt, lediglich das Prickelwasser bzw. den Avionic, der uns morgens um 9 Uhr angeboten wurde, nachdem wir bzgl. unseres ungewöhnlichen Anschlussfluges angesprochen wurden, haben wir dankend abgelehnt.

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Der nächste Akt: umsteigen nach Island in Irland.

Als Umsteigeflughafen (US Preclearance mal außen vor gelassen) kann man Dublin wahrlich nicht empfehlen. Passkontrolle, dann haben wir durch Zufall unsere Koffer auf dem Band gesehen, die dann manuell weiterverfrachtet wurden, Siko die sich lange hingezogen hatte und ein langer Marsch zu unserem Gate nahmen die komplette Transitzeit in Anspruch.

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Als Belohnung gab es dann 5 Plätze in der Saga Class eines neuen A321neo LR für den zweistündigen Flug von Irland nach Island.

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Für den Junior gab es sogar ein warmes CHML - Chapeau und für uns alle eine Apron Position, gefolgt von einer Busfahrt zum Terminal in KEF. Dort durchliefen wir dann die dritte Passkontrolle des Tages und waren wieder zurück im Schengen Raum.

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Sogar das Gepäck kam mit uns zusammen in Island an und schlussendlich waren wir sogar 5 Minuten vor der ursprünglich geplanten Ankunftszeit des Discover Flugs in KEF. Für das IRROPS Handling und die schnelle Umbuchung ziehe ich meinen Hut und danke dem Lounge Staff in MUC! Im Nachhinein hat uns der frühe Flug STR-MUC somit den Tag gerettet.

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Nachdem die beiden Mietwägen von Hertz bzw. Europcar übernommen wurden ging es direkt zu unserem Haus in Garðabær um dort erst einmal durchzuschnaufen. Abends sind wir dann noch nach Reykjavík gefahren um dem Wunsch des Juniors nach einem Ramensüppchen nachzukommen. Ich gebe zu, da sage auch ich nicht nein und weil ja Valentinstag war, konnten wir von dem V-Day Special bei Momo profitieren.

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Wieder daheim angekommen genügte ein Blick aus dem Küchenfenster um das letzte Highlight dieses ereignisreichen Tages zu erblicken.

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Unser ursprünglich gebuchter Flug erreichte KEF dann mit über 10 Stunden Verspätung - da lagen wir aber schon lange im Bett.

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