Diskussionen zu Kernenergie (aus "Elektromobilität")

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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
4.700
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Von der Leyen gibt Fehler zu: Das hat uns der Atomausstieg gekostet!

Zitat:

Das hat uns der Atomausstieg gekostet


Der zweite der vier Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerkes Biblis fällt planmäßig beim Abriss in sich zusammen


Der zweite Kühlturm des stillgelegten Kernkraftwerkes Gundremmingen stürzt im Oktober 2025 nach der Sprengung zusammen

Berlin/Brüssel – War der Atomausstieg ein „großer strategischer Fehler“? So urteilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das deutsche Lebewohl zur Kernkraft. Auch Energieökonom Prof. Manuel Frondel (61, Leibniz-Institut) spricht vom „größten energiepolitischen Fehler der vergangenen Jahrzehnte“ – für den der Steuerzahler bis heute blecht. Frondel zu BILD: „Wir sprechen hier von dreistelligen Milliardenbeträgen, die Deutschland volkswirtschaftlich verloren hat.“

Bereits die Energieprognose 2009 – eine Studie der Bundesregierung, an der Frondel mitarbeitete – kam zu dem Ergebnis: Eine Laufzeitverlängerung von nur zwölf Jahren hätte einen volkswirtschaftlichen Nutzen von mehr als 100 Milliarden Euro gebracht.

Auch Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing (82) sagt BILD: „Eine Tatsache ist, dass das Bruttonationaleinkommen etwa proportional zum Energieverbrauch eines Staates ist und unser Wohlstand von billiger Energie abhängt. Insofern war es Wahnsinn, funktionierende Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten.“

Ausstieg kostet fast 4000 Euro für jeden Deutschen

Statt weiter auf Kernkraft zu setzen, muss der Staat nun zahlreiche Erdgaskraftwerke subventionieren. „Allein deren Bau kostet zweistellige Milliardensummen – der Betrieb noch gar nicht eingerechnet.“ Finanziert werde das am Ende vom Steuerzahler und den Stromkunden. Auch erneuerbare Energien werden inzwischen wieder vom Staat bezuschusst, hinzu kommen Kosten für CO₂-Zertifikate.

In einer Studie vergleicht der norwegische Wirtschaftsprofessor Jan Emblemsvåg die Kosten der Energiewende mit einem Szenario, in dem Deutschland weiter auf Kernkraft gesetzt hätte. Aus Investitionen, Betriebskosten und staatlichen Fördergeldern errechnet er rund 330 Milliarden Euro Mehrkosten. Das entspricht etwa 3900 Euro pro Bürger – für eine vierköpfige Familie rund 15.600 Euro. Damit ließe sich – je nach Verbrauch – zwischen neun und 16 Jahre lang der Strom bezahlen. Auch die Abhängigkeit vom Ausland sei bei Atomstrom deutlich geringer als bei fossilen oder erneuerbaren Energien, sagt Professor André Thess (62, Uni Stuttgart): „Zu Letzterem erlaube ich mir die Bemerkung, dass Solarmodule und Windkraftanlagen nicht vom Himmel fallen, sondern aus China importiert werden.“

Auch Strompreis vom Atomausstieg betroffen?

Auch der Strom wäre laut Thess heute günstiger: „Nach dem Atomausstieg ist Deutschland vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden. Wir kaufen regelmäßig Strom aus dem Ausland zu hohen Preisen, darunter französischen Atomstrom.“ Frondel geht dagegen nur von „ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde weniger“ aus. Ein Grund: Mehr als die Hälfte des Strompreises besteht aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten. Der Atomausstieg bremse zudem das Wirtschaftswachstum: Digitalisierung und neue KI-Rechenzentren bräuchten „sehr zuverlässigen, kostengünstigen Strom“. Mit wetterabhängigen Erneuerbaren allein sei das laut Frondel kaum machbar.

Zu den Personen
Dr. Klaus von Klitzing
ist ein deutscher Physiker. Er erhielt 1985 den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts, der für hochpräzise Messungen des elektrischen Widerstands genutzt wird.
Dr. Manuel Frondel ist Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2003 leitet er den Bereich „Umwelt und Ressourcen“ am RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.
Dr. André Thess ist Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart. Zuvor lehrte er in Stanford (USA), Nagoya (Japan) und Shanghai (China). Im Jahr 2023 forderte er mit 19 weiteren renommierten Wissenschaftlern Olaf Scholz zum Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke auf.
Dr. Jan Emblemsvåg ist norwegischer Wirtschafts- und Energieingenieur und Professor an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Ålesund. Er forscht zu Energieökonomie und den langfristigen Gesamtkosten von Technologien.




In Deutschland fordern ja immer alle, dass man beim Klima und der Wirtschaft auf die Wissenschaft hören sollte. Nun, bitte.
 

br33s

Erfahrenes Mitglied
19.11.2010
3.353
645
lej, sxf, txl

Was sagen unsere „Hobby-Physiologen“ die meinen das hat was mit Physik zu tun, zum aktuellen Statement des Astrophysikers?

also gibt es doch keine neuen wirtschaftlichen AKW‘s in Europa und/oder Frankreich. Bleibt es nun eine sterbende Industrie Weltweit?
 
Zuletzt bearbeitet:

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.410
1.940

Von der Leyen gibt Fehler zu: Das hat uns der Atomausstieg gekostet!

Zitat:

Das hat uns der Atomausstieg gekostet


Der zweite der vier Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerkes Biblis fällt planmäßig beim Abriss in sich zusammen


Der zweite Kühlturm des stillgelegten Kernkraftwerkes Gundremmingen stürzt im Oktober 2025 nach der Sprengung zusammen

Berlin/Brüssel – War der Atomausstieg ein „großer strategischer Fehler“? So urteilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das deutsche Lebewohl zur Kernkraft. Auch Energieökonom Prof. Manuel Frondel (61, Leibniz-Institut) spricht vom „größten energiepolitischen Fehler der vergangenen Jahrzehnte“ – für den der Steuerzahler bis heute blecht. Frondel zu BILD: „Wir sprechen hier von dreistelligen Milliardenbeträgen, die Deutschland volkswirtschaftlich verloren hat.“

Bereits die Energieprognose 2009 – eine Studie der Bundesregierung, an der Frondel mitarbeitete – kam zu dem Ergebnis: Eine Laufzeitverlängerung von nur zwölf Jahren hätte einen volkswirtschaftlichen Nutzen von mehr als 100 Milliarden Euro gebracht.

Auch Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing (82) sagt BILD: „Eine Tatsache ist, dass das Bruttonationaleinkommen etwa proportional zum Energieverbrauch eines Staates ist und unser Wohlstand von billiger Energie abhängt. Insofern war es Wahnsinn, funktionierende Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten.“

Ausstieg kostet fast 4000 Euro für jeden Deutschen

Statt weiter auf Kernkraft zu setzen, muss der Staat nun zahlreiche Erdgaskraftwerke subventionieren. „Allein deren Bau kostet zweistellige Milliardensummen – der Betrieb noch gar nicht eingerechnet.“ Finanziert werde das am Ende vom Steuerzahler und den Stromkunden. Auch erneuerbare Energien werden inzwischen wieder vom Staat bezuschusst, hinzu kommen Kosten für CO₂-Zertifikate.

In einer Studie vergleicht der norwegische Wirtschaftsprofessor Jan Emblemsvåg die Kosten der Energiewende mit einem Szenario, in dem Deutschland weiter auf Kernkraft gesetzt hätte. Aus Investitionen, Betriebskosten und staatlichen Fördergeldern errechnet er rund 330 Milliarden Euro Mehrkosten. Das entspricht etwa 3900 Euro pro Bürger – für eine vierköpfige Familie rund 15.600 Euro. Damit ließe sich – je nach Verbrauch – zwischen neun und 16 Jahre lang der Strom bezahlen. Auch die Abhängigkeit vom Ausland sei bei Atomstrom deutlich geringer als bei fossilen oder erneuerbaren Energien, sagt Professor André Thess (62, Uni Stuttgart): „Zu Letzterem erlaube ich mir die Bemerkung, dass Solarmodule und Windkraftanlagen nicht vom Himmel fallen, sondern aus China importiert werden.“

Auch Strompreis vom Atomausstieg betroffen?

Auch der Strom wäre laut Thess heute günstiger: „Nach dem Atomausstieg ist Deutschland vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden. Wir kaufen regelmäßig Strom aus dem Ausland zu hohen Preisen, darunter französischen Atomstrom.“ Frondel geht dagegen nur von „ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde weniger“ aus. Ein Grund: Mehr als die Hälfte des Strompreises besteht aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten. Der Atomausstieg bremse zudem das Wirtschaftswachstum: Digitalisierung und neue KI-Rechenzentren bräuchten „sehr zuverlässigen, kostengünstigen Strom“. Mit wetterabhängigen Erneuerbaren allein sei das laut Frondel kaum machbar.

Zu den Personen
Dr. Klaus von Klitzing
ist ein deutscher Physiker. Er erhielt 1985 den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts, der für hochpräzise Messungen des elektrischen Widerstands genutzt wird.
Dr. Manuel Frondel ist Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2003 leitet er den Bereich „Umwelt und Ressourcen“ am RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.
Dr. André Thess ist Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart. Zuvor lehrte er in Stanford (USA), Nagoya (Japan) und Shanghai (China). Im Jahr 2023 forderte er mit 19 weiteren renommierten Wissenschaftlern Olaf Scholz zum Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke auf.
Dr. Jan Emblemsvåg ist norwegischer Wirtschafts- und Energieingenieur und Professor an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Ålesund. Er forscht zu Energieökonomie und den langfristigen Gesamtkosten von Technologien.




In Deutschland fordern ja immer alle, dass man beim Klima und der Wirtschaft auf die Wissenschaft hören sollte. Nun, bitte.
Nun, Dir wird hoffentlich nicht entgangen sein, dass Wissenschaftler (so wie DIE oder die Deutschen etc.) nicht eine homogene Gruppe sind und durchaus unterschiedliche Ergebnisse in den wissenschaftlichen Diskurs einfliessen.
Ich kann nicht auf die Schnelle prüfen, was die einzelnen Personen wie genau in welchem Kontext publiziert haben, bei der WELT ist da Skepsis angesagt, weil dort mitunter Aussagen ausgewählt werden und andere weggelassen werden. Zudem fehlt weitestgehend der zeitliche Kontext, wann wer was gesagt haben will (2023 ist zumindest genannt - das ist also mehr Geschichte). Und dazu kommen noch die 3900 Euro woraus in der Schlagzeile gar 4000 Euro werden, allein weil man sich das besser merken kann.

Übrigens: Selbst wenn die Ursprungsdaten in dieser Milchmädchenrechnung stimmen sollten, ein kleiner Faktencheck, den jeder durchführen kann:
Mit 3900 Euro lassen sich nicht 9-16 Jahre Strom bezahlen.. Bei mir (Single-Haushalt, also pro Person) sind das mit E-Auto etwa 2 Jahre, ohne käme ich vielleicht auf 4 Jahre (ich hab da ein wenig EDV im Dauerbetrieb). Selbst bei den Standard-Werten bei Check24 (1500 kWh) fängt der Jahrespreis beim billigsten Anbieter (ohne Werbebonus - sonst alles egal) bei 528 Euro pro Jahr an, womit man bei 7-8 Jahren landet. Ich käme bei der Grundversorgung bei 1500 kWh wohl auf 669 Euro, das wären etwa 6 Jahre.

Über Menschen, die ohne Lobbyregister-Eintrag (Thess) irgendwelche Forderungen gegenüber Vertretern der Bundesregierung oder des Bundestages postulieren, mache ich mir erstmal nicht so sehr Gedanken. Da fehlt die Transparenz im Politikbetrieb. Wir hatten das Thema hier gerade.
Message: nur wer mit offenem Visier kämpft und seine Interessen transparent dokumentiert hat Relevanz. Und das genau ist der Sinn der Lobbyregister.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.057
12.930
irdisch
Uschi hat das gar nicht zu entscheiden.

Ungeachtet der Risikobewertung und Endlagerungskosten sieht man in Frankreich, wie teuer deren Atom-Infrastruktur und die Renovierung tatsächlich ist, und dann ist man sogar noch klimaabhängig im Sommer, wegen der Kühlwassertemperaturen in den Flüssen.

Man wird wieder eine bessere Balance zwischen den Kraftwerksarten brauchen. Die modernsten Verbrennungskraftwerke zu sprengen, ist jedenfalls verkehrt.
Das Problem ist wieder mal die Klimaschutz-Hysterie mit ihren selektiv und subjektiv bekämpften "Treibhausgasen", statt sich insgesamt dem besseren Umweltschutz zu verpflichten. Da muss die EU eine Kehrtwende machen und Uschi gleich mit.
 
Zuletzt bearbeitet:

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.792
4.217
Nord Europa
Man wird wieder eine bessere Balance zwischen den Kraftwerksarten brauchen. Die modernsten Verbrennungskraftwerke zu sprengen, ist jedenfalls verkehrt.
Finde den Fehler.
... war jedenfalls verkehrt.
Das Problem ist wieder mal die Klimaschutz-Hysterie mit ihren selektiv und subjektiv bekämpften "Treibhausgasen", statt sich insgesamt dem besseren Umweltschutz zu verpflichten.
Plastic in den Weltmeeren ist überhaupt kein Thema mehr.
und dann ist man sogar noch klimaabhängig im Sommer, wegen der Kühlwassertemperaturen in den Flüssen.
Warum gibt es neben jeden Kraftwerk keine Terme für die Bevölkerung?
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.410
1.940
Abenteuerlicher Beitrag.
Hier verwechselt man offenbar Strommengenhandel (kWh/MWh/GWh) mit Redispatch-Maßnahmen (MW).

Grundsätzlich ist es nicht ganz einfach, denn was unter dem Begriff Redispatch zusammengefasst wurde hat sich im Laufe der Jahre auch verändert.
Redispatch erfolgt in erster Linie in der jeweiligen Regelzone der Übertragungsnetzbetreiber.
Grenzüberschreitender Redispatch erfolgt über die (Strom-)Börse, da werden aber keine Kraftwerke „geregelt“, weil anderer Netzbetreiber/andere Regelzone.

Redispatch wird übrigens gemeldet und ist transparent abrufbar. Wer es sich mal anschauen möchte:

Grenzüberschreitenden Redispatch gibt es übrigens tatsächlich, nur Frankreich habe ich da kaum gesehen (eher Dänemark DE-DK1/DE-DK2).

Wenn das, was in dem Beitrag steht, richtig sein sollte, hieße das:
- französische AKW eignen sich offenbar als Bedarfskraftwerke
- man braucht und nutzt französische AKW offenbar dortzulande nicht für die Grundlast
- wir brauchen keine Bedarfskraftwerk mehr bauen
- man Kann AKW wie einen Tauchsieder benutzen (das ging schonmal vor knapp 40 Jahren fürchterlich schief)
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.225
6.120
FRA
Wenn das, was in dem Beitrag steht, richtig sein sollte, hieße das:
- französische AKW eignen sich offenbar als Bedarfskraftwerke
- man braucht und nutzt französische AKW offenbar dortzulande nicht für die Grundlast
- wir brauchen keine Bedarfskraftwerk mehr bauen
- man Kann AKW wie einen Tauchsieder benutzen (das ging schonmal vor knapp 40 Jahren fürchterlich schief)
Sollte ein Astralphysiker, der behauptet, sich mit allem und jeden bestens auszukennen, nicht diese Schwachpunkte selber herausfinden können und ansprechen können ?
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.057
12.930
irdisch
Das sind ja wohl übergeordnete und sehr langfristige Prozesse. Die Man-Made-Kampagne versucht das aber einseitig und kurzfristig für irgendwelche Lobby-Interessen wirtschaftlich für sich zu instrumentalisieren. Das muss man erstmal wieder gedanklich wieder entkoppeln und die Kampagnen beenden. Man könnte auch gegen KI und deren Strombedarf Kampagnen starten. Viele ist reine Show. E-Autos für alle aber gerne auch als SUV und ohne Tempolimit, lachhaft. Rettet die Welt ganz bestimmt.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
4.700
Das sind ja wohl übergeordnete und sehr langfristige Prozesse. Die Man-Made-Kampagne versucht das aber einseitig und kurzfristig für irgendwelche Lobby-Interessen wirtschaftlich für sich zu instrumentalisieren. Das muss man erstmal wieder gedanklich wieder entkoppeln und die Kampagnen beenden. Man könnte auch gegen KI und deren Strombedarf Kampagnen starten. Viele ist reine Show. E-Autos für alle aber gerne auch als SUV und ohne Tempolimit, lachhaft. Rettet die Welt ganz bestimmt.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.410
1.940
Kriege sind kurzfristige Krisen. Worüber soll es nun gehen? Klima oder Kriege?
Heute gilt: Klima ist out, Kriege sind in. Selbst Greta macht heutzutage in Gaza. Es braucht halt in jeder Zeit die passenden Argumente.

Idealerweise nützt der Verzicht auf fossile Rohstoffe nicht nur der Unabhängigkeit von extern zu beschaffenden fossilen Rohstoffen sondern nützt - wenn man das nicht mit heimischer Förderung (teil-)kompensiert - auch dem Klima und ist damit dem Frieden dienlich. Ich will garnicht wissen, was fossile Rohstoffe kosten müssten, wenn man die Kriegskosten, Wiederaufbaukosten mit einberechnet.

Den Tagesspiegel liegt mit seinen durchaus logischen 4 Punkten im Prinzip richtig, nur das Thema Transferzahlungen würde ich auf Transferleistungsempfänger begrenzen.
Da mir Unabhängigkeit ein hohes Gut ist will ich jedenfalls kein solcher sein.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
4.700
Aber die Umwelt vielleicht.
Nicht wirklich. Eure Gas- und Kohlekraftwerke viel mehr, und da ihr gerade wieder Spitzenverbräuche habt, schädigt ihr damit eure Umwelt und Menschen viel mehr, Stichwort Lungen-, Herz-, Gefäß- und Hauterkrankungen. Es sterben nachweisliche Millionen pro Jahr an Kohlenmonoxide, Dioxide, Feinstaub, Kohlestaub, sonstige Verbrennungsgase, Asche.

Dazu wird bei der Verbrennung von Kohle auch Radioaktivität frei. Und zwar deutlich mehr in der direkten Umgebung eines normal operierenden Kohlekraftwerkes als bei einem KKW im Normalbetrieb. Wusstet du das?

Deswegen bin auch ein entschiedener Gegner von Holzöfen, Pelettheizungen oder private Kaminen. Oder Biogas (Methan, der Klimakiller)
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.410
1.940
Der Kernkraft wäre beides egal. Deutschland hat eigene Uranvorkommen und Verarbeitungsindustrie für Brennstäbe und Behandlung. Kernkraft schädigt nicht das Klima.
Kernkraft schädigt Zellen, wenn radioaktive Partikel zu nah an die Zellen kommen.

Ist so wie mit Klimaschutz / Umweltschutz / Landschaftsschutz / Naturschutz - klingt alles ähnlich positiv, meint verschiedene Aspekte und birgt Zielkonflikte.
Castoren-Bau fällt übrigens im Marketing-Sprech unter Umwelttechnologie (hab mal eine Firma beraten, die mechanische Bearbeitung u.a. für Castor-Behältern machte, was mit Klimaschutz nichts zu tun hat - aber die Umwelt schützen soll.

Und im Krieg sind AKW von allen Parteien so gefürchtet, dass die Raketen/Drohnen, abgeschossen von halbwegs intelligenten Einheiten, freiwillig einen Bogen drumrum fliegen. Nur russische Infanterie gräbt sich im Roten Wald ein.
Allerdings klappt auch das Drumrumfliegen nicht immer, weshalb die Membran des sog. New Safe Containments in Tschernobyl abgegrannt ist und nicht mehr dichthält.

Zu nah sein können da auch - aus eigener Erfahrung 85 km Luftlinie sein…

Oder Biogas (Methan, der Klimakiller)
Klimakiller ist Methan nur wenn es frei (und im Übermass) in die Atmosphäre kommt.
Ansonsten: bitte an die neue Sprachregelung halten.
Das heißt bei Frau Reiche jetzt „Grüngas“ und soll Erdgas beigemischt werden um die Klimabilanz zu verbessern..
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
4.700
Kernkraft schädigt Zellen, wenn radioaktive Partikel zu nah an die Zellen kommen.
Genau genommen schädigt nicht die starke Wechselwirkung Zellen, sondern die Radioaktivität, die beim Zerfall entsteht. Aber das nur am Rande.
Ist so wie mit Klimaschutz / Umweltschutz / Landschaftsschutz / Naturschutz - klingt alles ähnlich positiv, meint verschiedene Aspekte und birgt Zielkonflikte.
Ach, Klimaschutz ist plötzlich nicht mehr positiv?
Castoren-Bau fällt übrigens im Marketing-Sprech unter Umwelttechnologie
Warum auch nicht, sie schützen die Umwelt.
(hab mal eine Firma beraten, die mechanische Bearbeitung u.a. für Castor-Behältern machte, was mit Klimaschutz nichts zu tun hat - aber die Umwelt schützen soll.
Eben. Umweltschutz. Der Wahlspruch der Grünen lautet: Klimaschutz ist Umweltschutz.
Und im Krieg sind AKW von allen Parteien so gefürchtet, dass die Raketen/Drohnen, abgeschossen von halbwegs intelligenten Einheiten, freiwillig einen Bogen drumrum fliegen. Nur russische Infanterie gräbt sich im Roten Wald ein.
Nun, vom Iran offensichtlich nicht. Die USA und Israel haben das KKW nicht angegriffen. Südkorea in Nordkorea auch nicht. Usw...
Allerdings klappt auch das Drumrumfliegen nicht immer, weshalb die Membran des sog. New Safe Containments in Tschernobyl abgegrannt ist und nicht mehr dichthält.
Wir halten mal an der Stelle fest, das Chernobyl aufgrund von menschlichen Versagen, menschlicher Überheblichkeit bei einem Sicherheitstest (welch Ironie!), schlechtem technischen Design, schlampigen Aufbau und Wartung sowie politischen Entscheidungen ein SGAU verursacht wurde.
Zu nah sein können da auch - aus eigener Erfahrung 85 km Luftlinie sein…
Nun, dieses Ereignis war einzigartig aufgrund der oben beschrieben (politischen) Gründe. Andere KKW funktionieren problemlos. Die deutschen KKW waren die sichersten der Welt.

Klimakiller ist Methan nur wenn es frei (und im Übermass) in die Atmosphäre kommt.
Falsch. Es wirkt über eine 20-Jahre-Periode achtzig (80) mal stärker, danach baut es ab. CO2 bleibt länger, aber weit weniger aggressiv. UND: kann mittels CCS abgeschieden/entzogen werden.
Ansonsten: bitte an die neue Sprachregelung halten.
Das heißt bei Frau Reiche jetzt „Grüngas“ und soll Erdgas beigemischt werden um die Klimabilanz zu verbessern..
Bislang waren es er die Grünen, die Methan aka Biogas aka Bioenergie favorisiert haben:

 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
4.700
Es ist eben doch eurer Krieg (zumindest eure Folgen):


Zitat:
„Ich habe nicht den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger die Tragweite des Problems, in dem wir uns befinden, schon verstanden haben“, sagt Birol. Er spart nicht mit Superlativen. Man stehe vor der „größten Bedrohung der Energiesicherheit in der Geschichte der Menschheit“.


Zitat:
"Derweil kritisierte Birol Deutschland angesichts des Iran-Krieges für den Atomausstieg. „Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kernkraftwerke noch hätte“, sagte Birol der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Bundesrepublik habe mit der Abkehr von der Kernenergie einen riesigen strategischen Fehler begangen. Birol betonte: „Ich habe nicht den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger die Tragweite des Problems, in dem wir uns befinden, schon verstanden haben"

Und eure Preise werden steigen: Energie grundsätzlich wird knapp, Diesel/Benzin/Erdöl wird knapp, Dünger wird weltweit knapp (und Dünger aus Russland kauft ihr nicht) und bald auch Lebensmittel, Medikamente, Plastik und chemische Vorprodukte.
 
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ThoPBe

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16.09.2018
6.082
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Wer sagts denn den rythmisch klatschenden Weltbeglückern in ihren Stuhlkreisen,
dass sie aufhören können, sich weiter der Lächerlichkeit preiszugeben?

Anhang anzeigen 332732
Quelle?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Kernkraft nein! Kohlekraft ja!


Weil:

 
Zuletzt bearbeitet:

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.410
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Wer sagts denn den rythmisch klatschenden Weltbeglückern in ihren Stuhlkreisen,
dass sie aufhören können, sich weiter der Lächerlichkeit preiszugeben?

Anhang anzeigen 332732
Du hast schon verstanden, dass Strom derzeit nur 20-21% am Endenergiebedarf Deutschlands ist… also nur auf Strommengen bezogen alles mal 5. Und nur dafür gibt es Abnehmer, alles andere wird und muss abgeregelt werden (die installierte Kapa ist bereits mehrfach größer).
Und dann bleiben immer noch Themen wie Heizen, Mobilität, industrielle Prozesse aller Art etc., was erst noch Ersatz-/Zusatz-Energieerzeugung SOWIE strombasierte Ersatzanlagen braucht um überhaupt umstellen und davon wegkommen zu können. Das sind Ersatzinvestitionen…

Für Richtung 2050 heißt es auch nicht CO2-frei sondern CO2-neutral. Aber auch das wird bei dem derzeitigen Tempo nicht funktionieren.
Die Preisentwicklung bei fossilen Primärenergieträgern kann beschleunigend wirken, andererseits lohnt sich auch (eher kurzfristig) die Ausbeutung teurerer Förderstätten.

Entscheiden wird sein, wie weit Politik Mikromanagement betreiben will bzw. wie einfach es ist Genehmigungen für tatsächliche Umsetzungen zu bekommen.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.082
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Sendung vom 01.04.26


Lanz ist mit Peter Altmaier und Julia Löhr einer heißen Sache auf der Spur: der Kernenergieausstieg unter Rot-Grün, später unter Schwarz-Gelb bzw. Schwarz-Rot war ein Fehler, 600 Milliarden Schaden alleine durch teuren Strom und Energiewende wurden bisher erzeugt (+Aufbaukosten der EE), hätte Deutschland seine 13 (17) KKW noch, wärt ihr CO2-neutral und könntet Zertifikate von Solar und Wind verkaufen und halb Europa mit grundlastfähigem Strom beliefern.

8% eures Primärenergiebedarfs sind aus ungesicherten EE. 8%! Buahahahhaa.

KI-Rechenzentren könnt ihr vergessen, Cloud-Dienst? Buahahah. Große Internetbuden? Buhahhha. Stahl/Alu/Batterieherstellung? Buahhaha, Schwerindustrie? Buahahha, Cracker? Buahhahah und Chemieindustrie? Bhhuahhhahahah. Alles zu Energieintensiv.

Und die kommenden Kosten der EE erdrücken euch.

Tja.....
 
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