AI171 Dreamliner Absturz in Ahmedabad | 12.06.25

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Loungepotato

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02.12.2016
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Flugunfalluntersuchungen sind nicht für das Wohlbefinden der Hinterbliebenen da, sondern einzig und alleine zur Verbesserung der Flugsicherheit in der Zukunft.
Natürlich sind sie offiziell nur dazu da, eine Wiederholung möglichst zu verhindern.

In der Realität ist das aber zu kurz gesprungen. Natürlich spielen andere Belange auch immer eine Rolle, von politischen Interessen, Druck durch die Medien bis zur Erwartung der Angehörigen. Und letztere wird auch häufig z.B. in Pressekonferenzen der NTSB thematisiert, etwa im Sinne von "eure Angehörigen sind nicht völlig umsonst gestorben und wir werden alles tun, damit nicht andere das gleiche Leid erfahren ..."
 
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01.06.2018
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Natürlich sind sie offiziell nur dazu da, eine Wiederholung möglichst zu verhindern.
Das ist sogar noch etwas zu kurz gedacht, es geht auch darum Muster zu erkennen die genauso andere Arten von Unfällen verhindern können, z.B. wenn es um Cockpitergonomie oder Pilotentraining geht. Da geht es weit über die Wiederholung eines spezifischen Szenarios hinaus.

Und zeigt auch hier wieder ziemlich deutlich die Genzen der verfügbaren Daten. Was nicht aufgezeichnet wurde muss durch Hypothesen und spekulative Szenarien ersetzt werden. Videoaufzeichnungen haben natürlich ihre Probleme, aber die heutige Vorstellung von Privatsphäre und Datenschutz ist dank Smartphone, Alexa, Smart-TV und social Media ja eine ganz andere als vor 20 Jahren...
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
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Das ist sogar noch etwas zu kurz gedacht, es geht auch darum Muster zu erkennen die genauso andere Arten von Unfällen verhindern können, z.B. wenn es um Cockpitergonomie oder Pilotentraining geht. Da geht es weit über die Wiederholung eines spezifischen Szenarios hinaus.
Das ist aus meiner Sicht eingeschlossen: Unfälle in der Luftfahrt sind i.d.R. sehr einzigartig, d.h. die Untersuchung dient immer auch zur Vorhersage und Verhinderung ähnlicher Szenarien sowie der Einführung grundsätzlicher Verbesserungen. Manchmal werden im Rahmen einer Untersuchung auch Empfehlungen entwickelt, die mit dam aktuell vorliegenden Unfall eigentlich recht wenig zu tun haben.
 

Loungepotato

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02.12.2016
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Wie erwartet, gab es zum Jahrestag leider nur ein recht substanzarmes „interim statement“:

https://aaib.gov.in/What's%20New%20Assets/AAIB%20Interim%20Statement.pdf

Nach den ICAO SARPs geht das, aber natürlich warten die Angehörigen auf Ergebnisse, obwohl ihnen das ihre Liebsten nicht zurück gibt:

6.6 If the report cannot be made publicly available within twelve months, the State conducting the investigation shall make an interim statement publicly available on each anniversary of the occurrence, detailing the progress of the investigation and any safety issues raised. (Annex 13 page 6-2)
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Das baldige Erscheinen des ICAO-konformen Berichts wurde ja nun nochmals versprochen und bekräftigt. Die ausländischen Partner erhalten den auch, um Stellung beziehen zu können.
 

Loungepotato

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02.12.2016
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Das baldige Erscheinen des ICAO-konformen Berichts wurde ja nun nochmals versprochen und bekräftigt. Die ausländischen Partner erhalten den auch, um Stellung beziehen zu können.
Mal sehen. „Bald“ ist ja dehnbar.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die FIP is vor Gericht und zum Indischen PM gegangen um weitere detaillierte zwischenberichte zu verhindern .
Das wird leider noch sehr hässlich.

Das ist alles nicht im Sinne der Sicherheit der Luftfahrt, aber passt ins Weltklima.
 

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01.06.2018
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In jeder Hinsicht mit viel Vorsicht zu geniessen...

AvHerald Crash: India B788 at Ahmedabad on Jun 12th 2025, lost height shortly after takeoff, no thrust reported
Engineering Simulator Tests conducted in an investigation by a US based lawyer representing the families of 135 victims show that after moving the fuel switches to CUTOFF it takes between 14 and 18 seconds until the RAT would be able to supply hydraulic power - the results of these tests would put the time of the RAT receiving the signal to extend to or before 08:08:33Z (V1 speed achieved) and thus way before the fuel switch signals transitioned to CUTOFF at 08:08:42Z, thus disproving the RAT deployed in response to the fuel switches. The lawyer stated: "The RAT deployment is a symptom of something else going on. In order for it to be out, something has happened … if it is out prior to the fuel switch allegation, our question still is: why? It is a symptom of something that has gone wrong."
Zum einen ist ein Simulator nicht dazu gedacht, sowas zu simulieren (er berechnet nicht was in der Ratte passiert, sondern setzt daten des Herstellers um), zum anderen ist unklar was für ein Simulator und von welcher Interessensgruppe geführt.
Es zeigt aber eben auch, warum sich die AAIB mit einem Bericht nicht völlig blamieren will, wenn so fundamentale Dinge noch nicht zueinander passen.
 

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01.06.2018
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Klingt komisch, die müssten es doch der FAA melden und dürften nichts verändern? AA ist auch nicht irgendeine Chaos-Airline?
 

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01.06.2018
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Und die defekten Schalter wurden sofort entsorgt....
OK, wenn man davon ausgeht dass es kein meldepflichtiger Zwischenfall war, ist das das regelkonforme Vorgehen zur Vermeidung von Bogus Parts.
Im Interesse der Flugsicherheit besser, als wenn Schalter mit unklarem, nicht offensichtlichem Defekt zurück ins Lager und in andere Flugzeuge wandern.

AA ist auch nicht irgendeine Chaos-Airline?
Die einen sagen so...
American Airlines fined $7.1 million for safety violations
The FAA believes the large total amount of the fine for these violations is appropriate because American Airlines was aware that appropriate repairs were needed, and instead deferred maintenance,

Die Airline die frei von dieser Sünde ist werfe den ersten Stein...
 
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17.01.2015
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Es gab doch beim A320 schon mal eine ähnliche Geschichte mit mechanisch beschädigten Fire Buttons.
 

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01.06.2018
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Die Schalter sind bei allen Airbussen seit dem A300 die gleichen.
Vereinzelte Fehler sind auch in anderen Flotten aufgetreten, aber die meisten bei A320 (OK, davon fliegen auch die meisten...)

Wie schon weiter oben gesagt, die typischen Schalter nach Militärnorm haben je nach Typ deutlich unter 50.000 mechanische Schaltzyklen Lebensdauer, das wird in einem Flugzeugleben durchaus erreicht. Zum Beispiel gibt Honeywell für die MIL-DTL-3950 Schalter 40.000 mechanische/20.000 elektrische Scahltzyklen Lebensdauer an.
Schalterfehler sind keinesfalls höchst unwahrscheinlich. Ein natürlicher Fehler von zwei Schaltern im Sekundenabstand hingegen schon.
 
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17.01.2015
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Schalterfehler sind keinesfalls höchst unwahrscheinlich. Ein natürlicher Fehler von zwei Schaltern im Sekundenabstand hingegen schon.
Bei der Geschichte mit den Firebuttons war es so, dass das Panel bei unvorsichtiger Handhabung verbogen sein konnte. Dadurch haben sich die Schalter verklemmt.
Das kann natürlich mehrere Schalter betreffen. - Nicht gerade beruhigend.
 

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01.06.2018
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Die Wahrscheinlichkeit, dass du das Fire Panel auf zwei (oder gar 4 bei A340/A380) Schalter gleichzeitig fallen lässt ist auch höchst unwahrscheinlich ;)

Die Wahrscheinlichkeit dass du etwas auf zwei Fuel Switches auf der Mittelkonsole fallen lässt (oder Kaffee in zwei nebeneinander liegende Schalter verschüttest) ist da schon höher.
 

marcus67

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17.01.2015
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Die Wahrscheinlichkeit, dass du das Fire Panel auf zwei (oder gar 4 bei A340/A380) Schalter gleichzeitig fallen lässt ist auch höchst unwahrscheinlich ;)
Es muss gar nicht auf die Schalter selbst fallen. Es reicht, wenn das Panel selbst leicht verbogen ist.

Das ist aber kein Thema im Betrieb sondern ein Maintenance Problem.
 

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01.06.2018
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Das ist aber kein Thema im Betrieb sondern ein Maintenance Problem.
Bzw. ein Herstellungsproblem, es ist auch schon bei Flugzeugen aufgetreten bei denen das Panel nie gewechselt wurde.

Und wenn es unentdeckt bleibt (um es vorsichtig zu formulieren...), wird es irgendwann im Betrieb ein Thema.