Ich hab gerade ein Deja Vu...
https://www.welt.de/wirtschaft/plus256221718/geheime-vertraege-eu-kommission-bezahlte-aktivisten-fuer-klimalobbyismus.html Ich denke, der Begriff NGO ist nicht das, was z.B. ClientEarth tatsächlich ist, und sicherlich sind es keine Klimaaktivisten in der Art Letzte Generation etc. „50 Länder -...
www.vielfliegertreff.de
Wir kauen das hier jeden Sommer wieder durch, ziemlich um die gleiche Zeit.
Zeigt, dass das keine Ausnahme ist sondern regelmäßig im Sommer bei bestimmten KKW nur eingeschränkter Betrieb möglich ist.
Und weil hier immer wieder kommt, dass man die Kühltürme nur anders bauen muss... Und nein, das ist nicht KKW-spezifisch sondern gilt für alle Fälle, wo Abwärme in großen Mengen gekühlt werden muss. Ob nun Nasskühlturm oder Trocken- oder Hybrid... unterstellen wir im Sommer mal den Nassbetrieb, da die Kühlleistung deutlich besser ist als im Trockenbetrieb.
Es kommt auf die Feuchtkugeltemperatur an, die wiederum ist von der Lufttemperatur und der Luftfeuchte abhängig, zudem in geringem Maß vom Luftdruck (aber das ist untergeordnet, ich vernachlässige das in den weiteren überschlägigen Berechnungen). Bei Normal-Luftdruck (1013gibt es folgende Formel:
Tw = T * atan(0,151977 * √H + 8,313659) + atan(T+H) - atan(H-1,676331) + 0,00391838*H3/2 * atan(0,023101*H) - 4,686035
Tw = Feuchtkugeltemperatur in °C
T = Lufttemperatur in °C
H = Luftfeuchtigkeit in Prozent
Bei 40 Grad Lufttemperatur wie bei der letzten Hitzewelle und nur 20% Luftfeuchte sind wir bei ca. 22,7 Grad Feuchtkugeltemperatur und könne damit Wasser auf max. 27 Grad halten (und dann bitte sofort abgeben sonst erwärmt sich das im Auffangbecken allein wegen der Lufttemperatur wieder. Wir sind aber nicht in der Steppe, wo es die 20% gibt, mein Hydrometer in Bremerhaven (draußen trocken) zeigt gerade 60% falls jemandem die üblichen Wertebereiche nicht bekannt sind (das wären 32,98 Grad Feuchtkugeltemperatur und 38-40 Grad des sog. gekühlten Wassers).
Bei 50% Luftfeuchte sind wir bereits bei 30,89 Grad Feuchtkugeltemperatur und liegen bei 35-36 Grad Wassertemperatur - das ist zu viel für die Fische.
Insbesondere in Meeresnähe sind wir nicht in der trockenen Steppe...
Ein technischer Ansatz ist daher ein Luftfeuchtigkeitsmanagement im Kühlturm, d.h. Trocknung der Luft, eine Kühlzone im obeeren Teil mit trockener Luft im Kühlturm und dann absaugen der zum Boden hin nach Kühlung feuchteren Luft. Ob das allerdings hinsichtlich der Netto-Energieerzeugung des KKW nützt und damit auch wirtschaftlich irgendeinen Sinn macht darf durchaus bezweifelt werden.
Es übrigens auch nicht unüblich, das Wasser - wenn es kühl genug ist - schlicht wiederzuverwenden und eben nicht einzuleiten.
Aber auch da hängt die Kühlung (hier: Sekundärkreislauf) letztlich auch am Temperaturunterschied, d.h. Wärmetauscher etc. sind da auch auf eine maximale Temperatur des Kühlwassers dimensioniert. Da braucht man dann auch die relative Kühle des Flusses.
Da wären wird dann wieder bei Thermodynamik. Es spielen eine Rolle: Wärmestrom (kg/s) , spezifische Wärmekapazität (J/(kg*K), Temperaturdifferenz (°C), V = Volumenstrom (m³/s), Dichte (kg/m³), Wärmestrom warme Seite abzuführende Wärme, Wärmestrom kalte Seite aufzunehmende Wärme.
Spezifische Wärmekapaztität und Dichte liegen an der Wahl des Mediums (hier Wasser), sind also fix. Temperaturdifferenz ist Auslegungskriterium, ebenso die Wärmeströme auf kalter und warmer Seite.