British Airways Abend Service Frankfurt London Heathrow an einem Juli Sonntag 2026 out of Terminal 3.
Da liegt es nahe das Brandneue Terminal in Operation zu erkunden und natürlich die Contract Lounge zu checken.
Im April hatte ich ja an einem Probetag teilnehmen dürfen, von den Lounges war da leider noch nichts zu berichten.
Die 3 existierenden Lounges (Emirates, Skyteam und Priority sind 2 Stockwerke höher als die Gates im Terminal platziert.
Der Zugang ist etwas „halbseiden“, am Beginn des Flugsteigs J ausgewiesen und erweist sich als Odysee der langen Wege.

Da One World (noch) keine eigene Lounge am brandneuen Terminal betreibt, ist die Priority Lounge der Contract Partner für BA.
Übrigens noch nichtmal am Eingang ausgewiesen.
Zugang erhalte ich via meinem Royal Jordanian Gold Sparrow Status, der als Sapphire den Oneworld Gold abbildet.
Erster Eindruck nach Betreten der Lounge, welche in voller Breite nach vorne Ausblick auf Gates und Vorfeld gewährt, modern-bunt, relaxed.
Zweiter Eindruck nach genauerem Hinsehen, ein Fall für den Antidesign und Convinience Anwalt. Weil?
Ein billig zusammen gewürfelter Plunderhaufen von Möbelstücken in unpraktischer Anordnung.
Das Food& Beverage Konzept, schlicht billigst.
Eine Lounge im Trockenbau, so billig zusammen geschustert, das wenige Monate nach Eröffnung bereits heftige Gebrauchspuren sichtbar sind.
Zu den Fakten und eindrücken;
- Es gibt keinerlei Anzeigen zum Flugbetrieb aber jede Menge langwierige Ansagen "Mister xy möge sich bitte am Empfang melden" …absolut aus der Zeit gefallen.
- Um die Chillout Sessel auf der linken Seite herum verteilt, befinden sich nur wenige Lademöglichkeiten. Diese befinden sich zudem in nicht gekennzeichneten Bodenklappen, welche nicht nur Stolperfallen ergeben, sie wirken auch wie Baustellenanschlüsse mit wirr lose hängenden Würfelsteckern. USB Stecker oder gar touchless Points - Fehlanzeige.
- Die Anzahl der Toiletten ist zu gering, zudem miserabel ausgestattet ( es stinkt, weil ohne Ausreichende Entlüftung oder Perfümierung)
Auf Grund zentimeter breiter Spalte zwischen Tür und Rahmen, kann man in den Herrenkabinen bis zur Schüssel von aussen durchblicken.
- Für mich erkennbar gab es im Bereich der Damen Toiletten 2 Duschen, von denen eine gesperrt war.
Die verbliebene Dusche hat keine Toilette, noch nichtmal einen Spiegel. Die Tür wird via Rezeption geöffnet, der Mitarbeiter dort belehrte mich noch das nur Business Gäste bestimmter Airlines Zugang erhalten, weil nicht alle Airlines Duschbenutzung frei geben ergo bezahlen. Absoluter Humbug und wir wollen die Lufthansa Premium Strategen nicht anfixen.
Entertainment Faktor? Es existiert ein TV Screen, auf welchem die Deutsche Welle lief, tonlos, und unütz gehängt.
Der TV hängt zur Hälfte von den Clubsesseln verdeckt stirnseitig, niemand! kann jemals den vollen Bildschirm einsehen.
Das Printangebot besteht aus der Gazette "Markt" und dem Forbes Interview mit „Donald T.“
- 6. Man hofft der Tiefpunkt ist erreicht, doch kommen wir zum; Catering
Es besteht aus dem simpelsten Fastfood, das Metro & Co. anbieten.
Lieblos präsentiert, mit von Kinderhand beschriebenen Tafeln deklariert, unfassbar BILLIG.
Zum Beispiel, Asia-Nudelpfanne ala "Sebastian Lege", Aldi Frikadellen( kalt), Chicken Wings (einigermassen ok), Dosentomatensuppe und Tricatel verdächtigem Industrie-Rührkuchen unter der Kunststoff-Cloche. Obwohl es tageszeitlich bereits 18:30 Uhr ist noch immer als Lunch Buffet ausgewiesen.
Es gibt 4 Bier-Zapfhähne die mit Dymo zur Sorte aufklären, von denen aber nur 2 Flüssigkeit hatten.
Es gibt Weiss & Rosewein sowie Martini Frizzante semisecco (also Plörre) in billen Punchbowls, daher warm weil nicht (im Ice), eine Sorte Rot und ein paar Spirits. Gläser, Crashice-Behälter, einfach alles Merch der Lieferanten, ohne erkennbaren Sinn für Funktionalität, zusammen gestellt.
- Neben dem Herren WC lädt eine laminierte Info dazu ein, den Schrein in eine imaginäre Relax-Lounge zu öffnen. Sozusagen die Lounge in der Lounge.Der Raum stellt sich als Gruppensarg heraus. Ausgestattet mit einer Anzahl Liegen und einer unsinnigen Kunstrasenfläche, welche wohl den Natureffekt einbringen soll.
Das vorherschende Grau der übergrossen Telefonzelle hat die Anmutung des Check in zur letzten Reise, es ist alles hinter sich gebracht und Bedarf keines Stylings mehr.
- Eine letzte Überaschung mit höchster Exklusivität hält die Priority Group für die Lounge in T3 doch noch bereit.
Eine weitere selbst ernannte Executive Lounge. Diese befindet sich versteckt am rechten Ende.
Der Weg dorthin führt durch einen Gang in welchem auch die Abräum Roboter geladen werden. Äusserst einladend also.
Es handelt sich um einen weiteren Raum ohne Tageslicht. Speisen und Getränke sind um 50% reduziert mit identischem Sortiment (ohne Zapfanlage).
Der Raum mit dunklem Mobiliar, voll verspiegelt, designmässig ein Alptraum mit Suizidpotential.
Die Vorstellung sich ständig selbst bespiegelt zu betrachten wie man Mini-Köttbular mit billigem Fusel verzehrt legt den Verdacht einfach nahe.
- Zuguterletzt, es war viel zu warm, daher auch die Suche nach einer Dusche.
Fazit? Safe your Money, die Lounge ist eine Enttäuschung, gmessen am Potential und dem Hype zu Terminal 3. Priority Pass Geldschneiderei.
Vermutlich ein Franchise Modell. Symbolisch wird man auf das Lounge Erlebnis bereits im Marketplace vorbereitet. Der Germany on my mind Store wirbt mit einem MANNER Aufbau, die ja in Österreich ansässig ist.
