Von der Grenzregion zum Jemen wird schon jahrelang abgeraten.
??? Die Grenzregion meint einen Streifen von 30 km.
Von Reisen in das Grenzgebiet zu Jemen in den Provinzen Nadschran, Asir und Dschaizan (30 km Grenzstreifen) wird dringend abgeraten.
Letzte Änderungen: Aktuelles – Sicherheitslage in der Region Redaktionelle Änderungen
www.auswaertiges-amt.de
Manchmal sah man das, oft hat man nur zwei dumpfe "Bumms" gehört.
Das kommt davon, dass zum Abfangen (bei genug Raketenvorrat) immer 2 Luftabwehrraketen gestartet werden.
Nimmt man irgendwann schulterzuckend hin.
Hin und wieder hat LH für ein paar Tage die Flüge ausgesetzt, aber ist ansonsten hat man nichts gemerkt.
Die LH als Konfliktindikator weil man es sonst nicht merkt…
Die (unbewohnten) Distanzen vom Jemen bis zu den Ballungszentren sind halt riesig.
Von Riyadh bis zur Grenze sind >1,5 Flugstunden. Die Ukraine ist näher an Berlin.
Das ist zwar richtig (Berlin - Kyiv ist dennoch etwas weiter als Sanaa - Riyadh), aber fahr mal nach Abha, da ist Riyadh knapp 900 km weg und die jemenitische Grenze 120 km entfernt - das ist noch kein Grenzgebiet. Dort leben auch mehr als 300.000 Menschen, ein ziemlich großer Teil Ausländer…
Ich wurde da aber wegen den Ansar-Allah nicht in den Jemen einreisen, besser via Oman in den Südjemen wenn es schon Jemen sein soll.
Ansonsten bildet sich im Jemen letztlich wieder Nord- und Südjemen heraus.
Man
zoome mal heraus...
Normalerweise gab/gibt es in der Rub in Grenznähe pistenartige Militärstraßen, die werden vom Sand ein wenig freigehalten, man hat dann links und rechts der Piste immer einen kleinen Sandwall. Die Saudis haben aber nun ihre Grenzstraße asphaltiert, da gab es früher auch nur Grenzschutz, z.T. sieht man parallel noch die alte Pisten, die dafür genutzt wurden.
Bis Al-Kharkir gibt es auch die Route 180 als Fernstraße offiziell, danach entlang der gesamten Grenze in Asphalt ohne Straßennummer. Nördlich Al- Kharkir (traditionell ein Ort mit einer Wasserquelle) steht auch noch nicht sehr lange eine Kaserne/Militärbasis, die gibt es vermutlich auch nur wegen dem Jemen. Der nächste Stützpunkt findet sich erst am Tripoint Saudi-Arabien/Jemen/Oman - das sind also ziemlich große Entfernungen. Früher auf Piste Tagesreisen von einander entfernt, heute eher morgens in die eine Richtung, abends nach Hause.
Auch Umm-Al-Melh ist offiziell ein Flughafen für den Grenzschutz, kein ziviler Airport.
Solche Flughäfen hat man für den Grenzschutz dort eigentlich nie gebraucht und sowas findet sich auch nicht ein zweites Mal entlang der Grenze zum Oman, obwohl er angeblich Teil eines zukünftigen Netzwerks von Flughäfen für den Grenzschutz in Saudi-Arabien sein soll.
Wenn man über die Grenze fahren möchte kann man das sicher tun, aber mit Piste / asphaltierter Straße ist der Grenzschutz immer schneller als man sich abseits der Straße/Piste bewegen könnte und ich gehe davon aus, dass genauestens bekannt ist, wer auf Route 180 fährt. Es gibt dort auch - abgesehen von der Grenzstraße - nichts, was von der Grenze weg ins Landesinnere führt.
Die 3000 m x 45 m Landebahn braucht man praktisch auch kaum für militärische Luftfahrt - wenn man dort keine strategischen Lufttransportkapazitäten, KC-135, B-52 oder B-1/B-2 oder auch AWACS E3 stationieren/abfertigen möchte - sondern ist eher saudi-arabische Großzügigkeit, möglicherweise durch die Amerikaner co-finanziert und sich für Predator-Dronen-Einsätze in Nahost genutzt (die brauchen aber auch nicht eine solche Landebahn)
Es gibt dort auch einen zweiten großen Rollweg von der Landbahn für ein extra gesichertes Gelände mit 3 Hangars und Unterkünften, die Zufahrtsstraßen zu dem Gelände scheinen nur zum Bau genutzt worden zu sein und sind mit Mauer versperrt, es gibt wohl noch einen Fußgängerzugang und einen großen Zugang zur SLB. Die Versorgung dieser Anlage dürfte damit ausschließlich aus der Luft stattfinden. Dafür macht dann die Landebahn wieder Sinn.
Richtige Orte gibt es in der Rub praktisch nicht. Nördlich der Flughafenzufahrt gibt es direkt gegenüber dem Flughafen neu errichtete Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude für öffentliche Dienste, das ist üblicherweise ein standardisiertes Design mit Schutzmauer vor der Wüste, Moschee, Schule, Supermarkt, Polizei, Tankstelle etc. - die Omanis machen das so ähnlich - auch ohne Flughafen.