Fast 9 Stunden im ÖBB Railjet oder von München mal kurz zum Massentourismus am italienischen Spiagga

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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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39.345
MUC
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Nach unserer Rückkehr aus Thailand Ende April diesen Jahres hatte sich ja ein kleiner Marriott-Brand-Run in Frankfurt und Umgebung angeschlossen, den wir per ICE erreicht hatten. Außer einem verlängerten Wochenende auf Kreta, um die letzten A3-Segmente zur A3-*G-Verlängerung einzufahren, sind wir seitdem tatsächlich nicht mehr geflogen. Ebenfalls mit der Bahn hatten wir in der Zwischenzeit jedoch u.a. Hamburg, NRW und schließlich zum CSD Berlin besucht.

So soll auch dieser kurze Reisebericht von einer Bahnreise handeln. Schon länger hatte ich den Plan, mit der ÖBB von München über den Brenner nach Italien zu reisen, da uns ein guter Freund die Brennerüberquerung mit der Bahn empfahl. Nachdem nun die Deutsche Bahn angekündigt hatte, dynamische Preise für die Einlösung von BahnBonus-Punkten für Freifahrten einzuführen, war ich voller Sorge, dass dies einer deutlichen Entwertung unserer mühsam angesparten BahnBonus-Punkte gleichkommen würde.

So recherchierte ich relativ kurzfristig, was ein möglichst guter Gegenwert für die 5.000 Punkte wäre, die für eine internationale Hin- & Rückfahrt in der 1. Klasse vor der Einführung der dynamischen Preise fällig würden. Dazu hatte ich herausgefunden, dass von München die ÖBB mit dem relativ neuen Railjet ng von München nach Italien verkehrt, was laut diverser Youtube-Videos eine recht angenehme Art zu reisen schien.

Von München steuert die ÖBB diverse Ziele in Norditalien an, wobei alle Strecken von München über Rosenheim, Kufstein, Innsbruck und Südtirol führen, bevor die verschiedenen Verbindungen sich hinter Verona aufspalten bzw. dort enden. Die weiteste Verbindung schien jene nach Ancona zu sein. Ancona schien mir jedoch nicht das ideale Ziel für ein verlängertes Wochenende zu sein. Auf dem Weg dorthin würde der Railjet jedoch u.a. auch in Rimini halten, was mir ein Begriff war.

Auch wenn mir klar war, dass Rimini Massentourismus bedeutete, fand ich die Idee nach immer mehr Recherche dennoch immer charmanter und buchte schließlich unsere internationalen Freifahrten für die Strecke München Hbf - Rimini bei der DB ein. Auf der Webseite der ÖBB reservierte ich dazu Plätze und spendierte pro Person und Strecke 20€, um so Sitzplätze in einem "Business Class"-Abteil zu erhalten, das nochmal etwas mehr Komfort versprach als die reguläre 1. Klasse des ÖBB Railjet.

Dank der Amex Platinum frisch zum Accor ALL Gold gematcht, buchte ich dann drei Nächte im Mercure Rimini Artis, dessen eigentlich exorbitanter Preis in der Hauptsaison sich dank Firmenrate halbwegs erträglich gestaltete.

Und dank des Hinweises des o.g. guten Freundes buchte ich uns direkt auch unseren Sonnenschirm inkl. zwei Strandliegen in zweiter Reihe in einem der zahllosen Strandbäder Riminis. Tatsächlich konnte man über spiagge.it in zahlreichen Strandbädern mittels einer "Seatmap" den gewünschten Strandplatz reservieren.

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Reyhan

Erfahrenes Mitglied
30.09.2017
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FMO
Ich kenne Rimini nur im Winter > trostlos. Aber man kommt von dort gut mit dem Bus nach San Marino.
Bin gespannt. Viel Vergnügen und Dankeschön
 
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jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
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CGN
Dazu hatte ich herausgefunden, dass von München die ÖBB mit dem relativ neuen Railjet ng von München nach Italien verkehrt, was laut diverser Youtube-Videos eine recht angenehme Art zu reisen schien.

Von München steuert die ÖBB diverse Ziele in Norditalien an, wobei alle Strecken von München über Rosenheim, Kufstein, Innsbruck und Südtirol
Ich bin mal gespannt, was Du berichtest. Ich kenne bisher nur NRW - München - Innsbruck als Nightjet,. Kennengelernt für Motorradtransport, inzwischen auch schon mehrmals für Termine in München mit Anreise über Nacht, zuletzt sich mit dem neuen Zugtyo in der MiniCabin. Ich mag die ÖBB, sind zwar auf deutschem Schienennetz genauso verspätet, aber vieles wirkt sympathischer und kundenfreundlicher.
 
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nutzer_1355

Aktives Mitglied
24.03.2024
203
165
Auf der Webseite der ÖBB reservierte ich dazu Plätze und spendierte pro Person und Strecke 20€, um so Sitzplätze in einem "Business Class"-Abteil zu erhalten, das nochmal etwas mehr Komfort versprach als die reguläre 1. Klasse des ÖBB Railjet.
Business Class und First Class haben im Railjet2 aber die exakt gleichen Sitze.

Und fand die Fahrt denn nunmehr statt ?
Du musst ja den Railjet2 auch erst einmal in München erreichen.
Zweitens fällt der Railjet2 auch oft aus oder wird durch abgewrackte 50 Jahre Reisezugwagen (wo alle Toiletten kaputt sind und die Klimaanlage nicht gut funktioniert) ersetzt. Da bringt Dir eine Business Class Reservierung herzlich wenig.
 
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alegens

Erfahrenes Mitglied
22.02.2020
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Ich bin dieses Jahr mit dem RJ von München nach Villach in Business gefahren und war sehr angetan - dicke Ledersessel mit ausfahrbarem Fußteil in kleinen Abteilen und angenehmer Service am Platz. Hebt sich ausdrücklich von der 1. Klasse im RJ ab.
 

alegens

Erfahrenes Mitglied
22.02.2020
489
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Eine Seatmap für Strandliegen... Sachen gibt's. 😳
Sowas wäre für mich genauso ein Horror wie eine Eco-Langstreckenflug.

In Italien gang und gäbe, hinzu kommen teils horrende Preise für die Liegen. Jahreskarten für die erste Reihe kosten gerne schnell mehrere tausend Euro (2 Liegen + Schirm).
 
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MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Da mir solche Massenveranstaltungen fremd sind und ich auch überhaupt nicht erstrebenswert finde kenne ich sowas nicht. Ich will @Nitus das nicht madig machen, wenn jemand sowas als Urlaub mag warum nicht. Und etwas zu sehen was man selber gar nicht kennt erweitert auch den Horizont und auch das ist ein Grund sich Reiseberichte anzuschauen. Bin daher schon gespannt wie er das erlebt.

Bin auch gespannt wie der neue Railjet 2 in der Businessclass ist. Bin bisher nur den Railjet 1 gefahren und mir hat bei dem der Einzelsitz mit mehr Platz wirklich gut getaugt als ich von Budapest nach München 6 Stunden damit gefahren bin.
 
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sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
7.870
3.350
LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
Ich bin dieses Jahr mit dem RJ von München nach Villach in Business gefahren und war sehr angetan - dicke Ledersessel mit ausfahrbarem Fußteil in kleinen Abteilen und angenehmer Service am Platz. Hebt sich ausdrücklich von der 1. Klasse im RJ ab.
Die Business ist in der Tat sehr nett und die 20 EUR Aufpreis in jedem Fall wert (kann man übrigens auch zu AiRail in C zubuchen).

Vorsicht ist nur geboten, wenn wieder einmal einer der neun RJ1 der "neuen" Serie zum Einsatz kommt - diese haben im Verhältnis mehr 2. Klasse und eine extrem reduzierte Business. Dort zahlt es sich mEn nicht aus, die Garnituren sollten aber nur zwischen (Prag-)Wien-Graz-Villach(-Triest/Venedig) zum Einsatz kommen, maximal außerplanmäßig in den Salzburger Raum und darüber hinaus.
 
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br403

Erfahrenes Mitglied
28.11.2016
2.037
1.072
MUC
Ich bin dieses Jahr mit dem RJ von München nach Villach in Business gefahren und war sehr angetan - dicke Ledersessel mit ausfahrbarem Fußteil in kleinen Abteilen und angenehmer Service am Platz. Hebt sich ausdrücklich von der 1. Klasse im RJ ab.
Das war aber ein RJ1, auf der Brenner Achse kommen aber die RJ2 zum Einsatz, die sind innen ganz anders wie schon beschrieben.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Bin auch gespannt wie der neue Railjet 2 in der Businessclass ist. Bin bisher nur den Railjet 1 gefahren und mir hat bei dem der Einzelsitz mit mehr Platz wirklich gut getaugt als ich von Budapest nach München 6 Stunden damit gefahren bin.
Wie geschrieben, die sind anders als die RJ1, meiner Meinung nach lohnt sich der Aufpreis beim RJ2 über den Brenner nicht. Aber bin gespannt was Du sagst.
 

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.327
3.820
ZRH / MUC
Ich bin der Ansicht, dass sich die Business im RJ2 sehr lohnt, weil es ruhige Abteile statt Grossräume sind (und da kann es in Italien fast so laut werden wie in Deutschland).

Dagegen habe ich mir die Liegen am Strand in Rimini vor 3 Wochen amüsiert angeschaut. nichts für mich. Mein Ziel war San Marino und dessen alte Eisenbahn - fährt bis Ende September Freitag, Samstag und Sonntag Morgen auf der wieder aufgebauten Länge von ca. 1km ab San Marino Hbf etwa jede Stunde.
 
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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.687
12.329
Dahoam
Ich fand den Platz 55 in der Business Class der originalen Railjet 1 am besten. Man hatte einen schönen Einzelplatz und auch viel Privatsphäre und daneben eine Abstellmöglichkeit für den Koffer gehabt. Platz 51 gegenüber war da schon deutlich beengter. Und ich bin kein Fan von Abteile außer man ist alleine darin, weil man sonst immer mit den Füssen des Gegenüber in Konflikt kommt.

Bei den Railjet 2 gibt es scheinbar nur noch Abteile in der Business Class. Da würde ich dann eher einen Einzelplatz in der First vorziehen.
 
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berlinerjunge

Erfahrenes Mitglied
07.05.2010
821
718
good old THF
Und dank des Hinweises des o.g. guten Freundes buchte ich uns direkt auch unseren Sonnenschirm inkl. zwei Strandliegen in zweiter Reihe in einem der zahllosen Strandbäder Riminis. Tatsächlich konnte man über spiagge.it in zahlreichen Strandbädern mittels einer "Seatmap" den gewünschten Strandplatz reservieren.

Anhang anzeigen 348601
Das Schema zur Nummerierung der Strandliegen ist echt.. "liebenswert" Ich hab's noch nicht verstanden :)
Auf 10C hat man/Frau direkten Blick auf den durchtrainierten Lifeuard?
 

sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
7.870
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LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
Wirklich interessant ist doch nur Platz 3. Ist das eine Legebatterie oder 2 hochexklusive Front Row (paging LH!) Liegen ohne Schirm? Wird man - wenn man die bucht - vom Salvataggio bei Auftauchen einer lokalen Größe zur Wahrnehmung seines ius primae noctis verscheucht (alles so mit einem Bier in der Hand in Apulien beobachtet, großes Kino)?
 
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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.535
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MUC
Business Class und First Class haben im Railjet2 aber die exakt gleichen Sitze.

Und fand die Fahrt denn nunmehr statt ?

Ja, wir sind sowohl nach Rimini und auch wohlbehalten wieder zurück gekommen. Geht mit dem eigentlichen Bericht nachher los. Ist halt immer viel Tipparbeit.

Du musst ja den Railjet2 auch erst einmal in München erreichen.
Zweitens fällt der Railjet2 auch oft aus oder wird durch abgewrackte 50 Jahre Reisezugwagen (wo alle Toiletten kaputt sind und die Klimaanlage nicht gut funktioniert) ersetzt. Da bringt Dir eine Business Class Reservierung herzlich wenig.

Hat bei uns glücklicherweise Alles gut geklappt.

Da mir solche Massenveranstaltungen fremd sind und ich auch überhaupt nicht erstrebenswert finde kenne ich sowas nicht. Ich will @Nitus das nicht madig machen, wenn jemand sowas als Urlaub mag warum nicht. Und etwas zu sehen was man selber gar nicht kennt erweitert auch den Horizont und auch das ist ein Grund sich Reiseberichte anzuschauen. Bin daher schon gespannt wie er das erlebt.

Ich hatte vorab auch sehr gemischte Gefühle, da ich solche Massenveranstaltungen auch nicht sonderlich mag. Einsame Strände sind mir normalerweise lieber. Aber einmal wollte ich dieses italienische Strandgefühl erleben, zumal mich diese nicht enden wollenden Massen an akurat platzierten Sonnenschirmen und -liegen in und um Rimini echt fasziniert hatten.

Ich kann nur empfehlen, bei Google Maps mal auf Satellitenfotoansicht zu schalten und sich den Strand auf Höhe von Rimini anzusehen. Ich fand das total krass und wollte das gerne mal als Strandbesucher erleben.

Tatsächlich war es für den kurzen Zeitraum, den wir vor Ort waren auch wirklich sehr interessant. Einen längeren Strandurlaub bräuchte ich dort allerdings nicht.

Wie geschrieben, die sind anders als die RJ1, meiner Meinung nach lohnt sich der Aufpreis beim RJ2 über den Brenner nicht. Aber bin gespannt was Du sagst.

Ich fand, dass sich der Aufpreis richtig gelohnt hat, denn hatten wir sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt das Abteil für uns allein. Da die 1. Klasse auf der Rückfahrt dazu ziemlich voll war, waren wir für die Ruhe in unserem Abteil und den zusätzlichen Platz sehr dankbar. Details folgen im Bericht.

Ich bin der Ansicht, dass sich die Business im RJ2 sehr lohnt, weil es ruhige Abteile statt Grossräume sind (und da kann es in Italien fast so laut werden wie in Deutschland).

Absolut!

Dagegen habe ich mir die Liegen am Strand in Rimini vor 3 Wochen amüsiert angeschaut. nichts für mich. Mein Ziel war San Marino und dessen alte Eisenbahn - fährt bis Ende September Freitag, Samstag und Sonntag Morgen auf der wieder aufgebauten Länge von ca. 1km ab San Marino Hbf etwa jede Stunde.

San Marino hatten wir leider ausgelassen, wenngleich ich den "Länderpunkt" gerne mitgenommen hätte. Aber im Endeffekt hatten wir wenig Zeit und das sehr sonnige und heiße Wetter hat uns eher zum Strand und erfrischenden Meer gezogen.

Wirklich interessant ist doch nur Platz 3. Ist das eine Legebatterie oder 2 hochexklusive Front Row (paging LH!) Liegen ohne Schirm? Wird man - wenn man die bucht - vom Salvataggio bei Auftauchen einer lokalen Größe zur Wahrnehmung seines ius primae noctis verscheucht (alles so mit einem Bier in der Hand in Apulien beobachtet, großes Kino)?

Platz 3 ist ein breiter Bereich ohne vorab aufgestellte Sonnenliegen und definitiv ohne Sonnenschirme. Dort bekommt man die Liegen etwas ungeordnet in die pralle Sonne gestellt. Also kein Front-Row-Luxus sondern eher die Budget-Klasse für Sonnenanbeter.

Ohne es nachgelesen zu haben: Auf 3 gibt's vielleicht die volle Sonnen-Dröhnung ohne den lästigen Schatten eines geschlossenen Schirms?

Korrekt!

Bis @Nitus seinen Reisebericht anfängt, sind wir hier auf Seite 10.. 🤣

Ich bemühe mich, heute noch den ersten Teil zu schreiben, damit dieser es noch auf die 1. Seite des Threads schafft. ;)
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.535
39.345
MUC
Tag 1 - Von München bis Verona oder die ersten 6 Stunden im Railjet

Ähnlich wie bei Flugreisen starteten wir zu Hause mit reichlich zeitlichem Puffer. Ebenso nahmen wir wie bei den meisten Flugreisen die S1 als erstes Verkehrsmittel, diesmal aber stadtein- und nicht -auswärts. So erreichten wir den Hauptbahnhof Münchens über eine Stunde vor der geplanten Abfahrt unseres Railjets nach Rimini, sodass wir für einen kleinen Snack im Premiumbereich der örtlichen DB-Lounge vorbei schauten.

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Gestärkt und neugierig auf den Railjet brachen wir aber nach kurzer Zeit schon wieder auf und begaben uns zum Gleis 10. Der Weg quer durch die Haupthalle und entlang am schmalen Gleis 11 zog sich, um zum vorgelagerten und seitlich gelegenen Holzkirchner Flügelbahnhof zu gelangen. Dort stand zu meiner Freude unser Railjet eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrt schon mehr oder weniger bereit.

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Im letzten Wagen vom Bahnhofskopf aus gesehen fanden wir am Ende des Wagens unsere beiden reservierten Plätze im vorletzten Business Abteil, wobei ich hier das baugleiche Abteil dahinter fotografiert hatte, um +1, der sich direkt einrichtete, für das Foto nicht wieder aus dem Abteil verscheuchen zu müssen.

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Ich hatte uns die beiden gegenüberliegenden Plätze am Fenster reserviert. Zu unserer Freude stellten wir fest, dass ein Gangplatz ohne Reservierung war und der Andere nur von Innsbruck bis Trento reserviert war. Dazu fanden wir Plätze bequem.

Ich schaute mich in dem noch relativ leeren Wagen der First Class um.

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Grundsätzlich gefiel mir das Design und die Gestaltung etwas besser als im ICE der DB. Insbesondere die Informationsanzeigen wirkten deutlich moderner.

Da es immernoch 23 Minuten bis zur geplanten Abfahrt waren, stieg ich nochmal aus, um unseren Wagen auch von außen zu fotografieren.

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Irgendwie fehlte uns für meinen Geschmack noch eine Zugmaschine.

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Dies erklärte wohl auch, warum am Bahnsteig neben dem Wagen noch Zugbegleiter bzw. Mitarbeiter der ÖBB und DB warteten.

Zurück auf meinem Platz bemerkte ich irgendwann, dass die Lüftung verstummte und die Anzeigen erloschen. Dazu gab es eine Durchsage, dass sich die Abfahrt verzögern würde, da unsere Lokomotive noch unterwegs sei. Da "die Streckensperrung" jetzt aber aufgehoben sei, rechnete man damit, dass diese bald eintreffen würde.

Ich stand auf und schaute aus dem Fenster der Tür am Wagenende und konnte noch keine Lokomotive erkennen.

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Wenige Minuten später traf sie dann ein.

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Nach noch ein paar weiteren Minuten war dann auch wieder die komplette Stromversorgung des Zuges hergestellt, denn die Klimaanlage kühlte wieder und die Anzeigen zeigten an. Mit ca. 20 Minuten Verspätung setzte sich unser Railjet dann in Bewegung und wir konnten ein erstes Mal die Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Ostbahnhof oberirdisch mit dem Zug zurücklegen. Auf dem Weg dorthin, der südlich am Stadtzentrum vorbei führte und länger als eine S-Bahn-Fahrt über die Stammstrecke zwischen diesen beiden Haltestellen dauerte, wurden unsere Tickets bereits von einem sehr freundlichen ÖBB-Zugbegleiter kontrolliert, der sowohl die 1. Klasse Fahrkarte als auch die Reservierungen der Business Class sehen wollte.

Auf der Weiterfahrt von München Ost nach Rosenheim kamen wir einmal komplett zum Stehen, aber hatte ich vorab auch gelesen, dass auf diesem Streckenabschnitt aktuell Bauarbeiten stattfinden würden. In Summe erhöhte das unsere Verspätung gegenüber dem eigentlichen Fahrplan nicht. Schon kurz hinter Rosenheim konnte man auf die Alpenausläufer blicken.

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Das Wetter war übrigens eher durchwachsen und bewölkt, auch wenn zwischendurch mal kurz etwas mehr Sonne durch die Wolken drang.

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Irgendwann erkannte ich beim Durchfahren den Bahnhof von Kiefersfelden, bevor wir wenig später mit noch einer Viertelstunde Verspätung mit Kufstein den ersten Bahnhof in Österreich auf dieser Reise erreichten, was man schon vor Einfahrt an der Festung Kufstein erkennen konnte.

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Es folgten Halte in Wörgl und Jenbach, bevor die Aussicht auf das Inntal immer besser wurde. Ich entdeckte u.a. ein Gebäude, bei dem es sich um das Schloss Ambas gehandelt haben dürfte.

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Nach in Summe ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir mit mittlerweile knapp 30 Minuten Verspätung den Bahnhof von Innsbruck. Hier stiegen einige Passagiere aus und gefühlt noch mehr zu. Zu unserem Glück wurde der in unserem Abteil von Innsbruck bis Trento reservierte Sitzplatz von niemandem eingenommen. Auch sonst blieb es im Zug eher ruhig und angenehm.

Nach dem Verlassen von Innsbruck ging es relativ schnell bergauf in Richtung des Brennerpasses. Die Aussicht von unserem Abteil (in Fahrtrichtung links) war nicht sonderlich spektakulär.

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Vom Gang vor unserem Abteil in Fahrtrichtung rechts gab es schönere Aussichten, aber ich war beim Auftauchen schöner Anblicke jedesmal zu langsam, um mich von meinem Platz zum Fenster am Gang zu begeben, bevor die Sicht wieder durch Vegetation, Hügel oder Bauwerke verdeckt wurde.

Mit 20 Minuten Verspätung erreichten wir den Brenner.

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Hier wurde planmäßig 10 Minuten gehalten, bevor wir den sich bereits auf italienischer Seite befindlichen Bahnhof für die Weiterfahrt verließen. Wenig später folgte eine längere Fahrt durch einen Tunnel, bevor wir irgendwann Blicke auf Südtirol genießen konnten.

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Um 13:05 erreichten wir knappe 3,5 Stunden seit Abfahrt in München Franzensfeste, wobei man die gleichnamige Festung kurz nach Abfahrt aus dem Bahnhof neben der Autobahn erkennen konnte.

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Von Franzensfeste sollten es nur wenige Minuten bis zum nächsten Halt in Brixen sein.

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Nach mittlerweile 3,5 Stunden Bahnfahrt waren wir einerseits durstig geworden und andererseits ließ sich regelmäßig ein Mitarbeiter des Bistros blicken, sodass wir nun zwei Obertrumer bestellten. Der grundsätzlich freundliche junge Mann brachte uns die beiden Flaschen Bier aus dem Salzburger Land nur wenige Minuten später an den Platz, allerdings ungefragt ohne Gläser. Dafür war das Bier kalt.

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Ich wollte mit Karte zahlen, zumal die ÖBB bei Kartenzahlung einen kleinen Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter erklärte jedoch, dass das Signal so schwach sei, und bat um Barzahlung. Natürlich gab es so keinen Rabatt und dazu fehlte ihm ein 5€-Schein, um mir mein komplettes Wechselgeld geben zu können. Er meinte, dass er den später vorbei bringen würde. Ich hatte den Schein schon fast abgeschrieben, aber tatsächlich sollte ich das fehlende Wechselgeld eine gute halbe Stunde später bekommen, als ich kurz Blickkontakt bei seinem nächsten Kontrollgang vor den BC-Abteilen mit ihm aufbaute.

Das Bier schmeckte dafür und wir hatten uns dazu in unserem Abteil ausgebreitet, da wir keine weiteren Fahrgäste mehr in diesem erwarteten. Den Hinweis auf das schwache Netz konnte ich dazu nachvollziehen. Mein Handy funktionierte seit dem Grenzübertritt von Österreich nach Italien auch eher schlecht als recht, was aber auch an dem konkreten italienischen Roamingpartner gelegen haben könnte, bei dem ich gelandet war.

Aber ohnehin war die Aussicht einfach zu abwechslungsreich, sodass ich lieber diese genoss als der Handynutzung zu fröhnen.

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4 Stunden nach Abfahrt in München hielten wir in Bozen, wo ich u.a. auf ein Lager von Loacker schaute, jenem südtiroler Süßwarenproduzenten, dessen Werksverkauf ich bereits mit der Familie von +1 besucht hatte.

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Hinter Bozen gefiel mir die Landschaft noch besser, von beiden Seiten durch Bergketten gesäumt und mit teils endlosen Apfelplantagen im Tal.

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Mit nur noch 15 Minuten Verspätung erreichten wir Trento.

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Knapp 5 Stunden nach Abfahrt in München erreichten wir danach Rovereto. Hinter Rovereto wurde das Wetter nach und nach immer besser und freundlicher. Bei Erreichen eines Außenbezirks von Verona war es schon richtig sonnig.

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Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Porta Nuova von Verona stockte es etwas. Nach etwas Wartezeit konnten wir dann jedoch langsam einfahren und gute 20 Minuten nach der geplanten Ankunftszeit oder 5 Stunden und 40 Minuten nach Abfahrt in München dort halten.
 

alegens

Erfahrenes Mitglied
22.02.2020
489
1.339
Tag 1 - Von München bis Verona oder die ersten 6 Stunden im Railjet

Ähnlich wie bei Flugreisen starteten wir zu Hause mit reichlich zeitlichem Puffer. Ebenso nahmen wir wie bei den meisten Flugreisen die S1 als erstes Verkehrsmittel, diesmal aber stadtein- und nicht -auswärts. So erreichten wir den Hauptbahnhof Münchens über eine Stunde vor der geplanten Abfahrt unseres Railjets nach Rimini, sodass wir für einen kleinen Snack im Premiumbereich der örtlichen DB-Lounge vorbei schauten.

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Gestärkt und neugierig auf den Railjet brachen wir aber nach kurzer Zeit schon wieder auf und begaben uns zum Gleis 10. Der Weg quer durch die Haupthalle und entlang am schmalen Gleis 11 zog sich, um zum vorgelagerten und seitlich gelegenen Holzkirchner Flügelbahnhof zu gelangen. Dort stand zu meiner Freude unser Railjet eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrt schon mehr oder weniger bereit.

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Im letzten Wagen vom Bahnhofskopf aus gesehen fanden wir am Ende des Wagens unsere beiden reservierten Plätze im vorletzten Business Abteil, wobei ich hier das baugleiche Abteil dahinter fotografiert hatte, um +1, der sich direkt einrichtete, für das Foto nicht wieder aus dem Abteil verscheuchen zu müssen.

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Ich hatte uns die beiden gegenüberliegenden Plätze am Fenster reserviert. Zu unserer Freude stellten wir fest, dass ein Gangplatz ohne Reservierung war und der Andere nur von Innsbruck bis Trento reserviert war. Dazu fanden wir Plätze bequem.

Ich schaute mich in dem noch relativ leeren Wagen der First Class um.

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Grundsätzlich gefiel mir das Design und die Gestaltung etwas besser als im ICE der DB. Insbesondere die Informationsanzeigen wirkten deutlich moderner.

Da es immernoch 23 Minuten bis zur geplanten Abfahrt waren, stieg ich nochmal aus, um unseren Wagen auch von außen zu fotografieren.

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Irgendwie fehlte uns für meinen Geschmack noch eine Zugmaschine.

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Dies erklärte wohl auch, warum am Bahnsteig neben dem Wagen noch Zugbegleiter bzw. Mitarbeiter der ÖBB und DB warteten.

Zurück auf meinem Platz bemerkte ich irgendwann, dass die Lüftung verstummte und die Anzeigen erloschen. Dazu gab es eine Durchsage, dass sich die Abfahrt verzögern würde, da unsere Lokomotive noch unterwegs sei. Da "die Streckensperrung" jetzt aber aufgehoben sei, rechnete man damit, dass diese bald eintreffen würde.

Ich stand auf und schaute aus dem Fenster der Tür am Wagenende und konnte noch keine Lokomotive erkennen.

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Wenige Minuten später traf sie dann ein.

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Nach noch ein paar weiteren Minuten war dann auch wieder die komplette Stromversorgung des Zuges hergestellt, denn die Klimaanlage kühlte wieder und die Anzeigen zeigten an. Mit ca. 20 Minuten Verspätung setzte sich unser Railjet dann in Bewegung und wir konnten ein erstes Mal die Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Ostbahnhof oberirdisch mit dem Zug zurücklegen. Auf dem Weg dorthin, der südlich am Stadtzentrum vorbei führte und länger als eine S-Bahn-Fahrt über die Stammstrecke zwischen diesen beiden Haltestellen dauerte, wurden unsere Tickets bereits von einem sehr freundlichen ÖBB-Zugbegleiter kontrolliert, der sowohl die 1. Klasse Fahrkarte als auch die Reservierungen der Business Class sehen wollte.

Auf der Weiterfahrt von München Ost nach Rosenheim kamen wir einmal komplett zum Stehen, aber hatte ich vorab auch gelesen, dass auf diesem Streckenabschnitt aktuell Bauarbeiten stattfinden würden. In Summe erhöhte das unsere Verspätung gegenüber dem eigentlichen Fahrplan nicht. Schon kurz hinter Rosenheim konnte man auf die Alpenausläufer blicken.

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Das Wetter war übrigens eher durchwachsen und bewölkt, auch wenn zwischendurch mal kurz etwas mehr Sonne durch die Wolken drang.

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Irgendwann erkannte ich beim Durchfahren den Bahnhof von Kiefersfelden, bevor wir wenig später mit noch einer Viertelstunde Verspätung mit Kufstein den ersten Bahnhof in Österreich auf dieser Reise erreichten, was man schon vor Einfahrt an der Festung Kufstein erkennen konnte.

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Es folgten Halte in Wörgl und Jenbach, bevor die Aussicht auf das Inntal immer besser wurde. Ich entdeckte u.a. ein Gebäude, bei dem es sich um das Schloss Ambas gehandelt haben dürfte.

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Nach in Summe ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir mit mittlerweile knapp 30 Minuten Verspätung den Bahnhof von Innsbruck. Hier stiegen einige Passagiere aus und gefühlt noch mehr zu. Zu unserem Glück wurde der in unserem Abteil von Innsbruck bis Trento reservierte Sitzplatz von niemandem eingenommen. Auch sonst blieb es im Zug eher ruhig und angenehm.

Nach dem Verlassen von Innsbruck ging es relativ schnell bergauf in Richtung des Brennerpasses. Die Aussicht von unserem Abteil (in Fahrtrichtung links) war nicht sonderlich spektakulär.

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Vom Gang vor unserem Abteil in Fahrtrichtung rechts gab es schönere Aussichten, aber ich war beim Auftauchen schöner Anblicke jedesmal zu langsam, um mich von meinem Platz zum Fenster am Gang zu begeben, bevor die Sicht wieder durch Vegetation, Hügel oder Bauwerke verdeckt wurde.

Mit 20 Minuten Verspätung erreichten wir den Brenner.

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Hier wurde planmäßig 10 Minuten gehalten, bevor wir den sich bereits auf italienischer Seite befindlichen Bahnhof für die Weiterfahrt verließen. Wenig später folgte eine längere Fahrt durch einen Tunnel, bevor wir irgendwann Blicke auf Südtirol genießen konnten.

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Um 13:05 erreichten wir knappe 3,5 Stunden seit Abfahrt in München Franzensfeste, wobei man die gleichnamige Festung kurz nach Abfahrt aus dem Bahnhof neben der Autobahn erkennen konnte.

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Von Franzensfeste sollten es nur wenige Minuten bis zum nächsten Halt in Brixen sein.

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Nach mittlerweile 3,5 Stunden Bahnfahrt waren wir einerseits durstig geworden und andererseits ließ sich regelmäßig ein Mitarbeiter des Bistros blicken, sodass wir nun zwei Obertrumer bestellten. Der grundsätzlich freundliche junge Mann brachte uns die beiden Flaschen Bier aus dem Salzburger Land nur wenige Minuten später an den Platz, allerdings ungefragt ohne Gläser. Dafür war das Bier kalt.

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Ich wollte mit Karte zahlen, zumal die ÖBB bei Kartenzahlung einen kleinen Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter erklärte jedoch, dass das Signal so schwach sei, und bat um Barzahlung. Natürlich gab es so keinen Rabatt und dazu fehlte ihm ein 5€-Schein, um mir mein komplettes Wechselgeld geben zu können. Er meinte, dass er den später vorbei bringen würde. Ich hatte den Schein schon fast abgeschrieben, aber tatsächlich sollte ich das fehlende Wechselgeld eine gute halbe Stunde später bekommen, als ich kurz Blickkontakt bei seinem nächsten Kontrollgang vor den BC-Abteilen mit ihm aufbaute.

Das Bier schmeckte dafür und wir hatten uns dazu in unserem Abteil ausgebreitet, da wir keine weiteren Fahrgäste mehr in diesem erwarteten. Den Hinweis auf das schwache Netz konnte ich dazu nachvollziehen. Mein Handy funktionierte seit dem Grenzübertritt von Österreich nach Italien auch eher schlecht als recht, was aber auch an dem konkreten italienischen Roamingpartner gelegen haben könnte, bei dem ich gelandet war.

Aber ohnehin war die Aussicht einfach zu abwechslungsreich, sodass ich lieber diese genoss als der Handynutzung zu fröhnen.

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4 Stunden nach Abfahrt in München hielten wir in Bozen, wo ich u.a. auf ein Lager von Loacker schaute, jenem südtiroler Süßwarenproduzenten, dessen Werksverkauf ich bereits mit der Familie von +1 besucht hatte.

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Hinter Bozen gefiel mir die Landschaft noch besser, von beiden Seiten durch Bergketten gesäumt und mit teils endlosen Apfelplantagen im Tal.

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Mit nur noch 15 Minuten Verspätung erreichten wir Trento.

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Knapp 5 Stunden nach Abfahrt in München erreichten wir danach Rovereto. Hinter Rovereto wurde das Wetter nach und nach immer besser und freundlicher. Bei Erreichen eines Außenbezirks von Verona war es schon richtig sonnig.

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Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Porta Nuova von Verona stockte es etwas. Nach etwas Wartezeit konnten wir dann jedoch langsam einfahren und gute 20 Minuten nach der geplanten Ankunftszeit oder 5 Stunden und 40 Minuten nach Abfahrt in München dort halten.

Gab es in Business kein gratis - Getränk nach Wahl mehr?
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
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MUC
Tag 1 - Ankunft in Rimini oder doch ganz schöner Strand

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Laut Fahrplan hätte der Aufenthalt in Verona 12 Minuten dauern sollen, denn wird hier die Lokomotive umgespannt, da in Verona sowohl die Ankunft aus Südtirol kommend als auch die Weiterfahrt in Richtung Bologna aus bzw. in westlicher Richtung erfolgt. So verstummte die Lüftung irgendwann wieder, wobei gefühlt eine leise Notlüftung für etwas Frischluft bei den hohen Außentemperaturen sorgte, und die Anzeigen gingen aus. Irgendwann sah man dann ein paar Gleise entfernt unsere Lokomotive an uns vorbei fahren, bevor eine ganze Weile später die Lüftung wieder auf voller Stärke blies und die Anzeigen wieder mit Strom versorgt wurden. Mit 22 Minuten dauerte der Aufenthalt in Verona zwar 10 Minuten länger als geplant, aber nachdem hier viele Fahrgäste ausgestiegen waren und es im Zug sehr ruhig wurde, sollte uns das nicht stören.

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Wobei wir mit unserem Abteil ohnehin etwas entkoppelt vom Treiben im Großraumwagen waren.

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Nachdem sich der freundliche Mitarbeiter, der uns am Platz mit Bier versorgt hatte, nicht mehr blicken ließ, organisierte +1 uns zwei weitere Obertrumer, die er diesmal im Bordbistro erfolgreich mit Karte bezahlen konnte.

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Eine Stunde nach Abfahrt von Verona erreichten wir mit nun in Summe 35 Minuten Verspätung Bologna, wo mir interessante Bauwerke oberhalb einiger Gleise auffielen.

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Mittlerweile wirkte die Aussicht dann auch so, wie ich mir die Aussicht auf einer Bahnfahrt durch Italien vorstellte.

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Kurz vor 18 Uhr erreichten wir ziemlich genau 9 Stunden nach dem Einstieg in den Railjet bzw. 8 Stunden und 12 Minuten nach Abfahrt in München unser Reiseziel Rimini.

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In der Unterführung unter den Gleisen waren sowohl der Ausgang in Richtung Innenstadt als auch Richtung Meer ausgeschildert. Da sich unser Hotel in direkter Strandnähe befand, wählten wir letzteren Ausgang.

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Von Google Maps ließen wir uns den Weg weisen.

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Nach gut 10 Fußminuten trafen wir am gebuchten Mercure Rimini Artis ein.

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Eigentlich hatte ich Accor vor einigen Jahren den Rücken gekehrt, nachdem mich Marriott als damaligen Accor ALL Diamond mit einem Statusmatch geködert hatte. Einerseits in Ermangelung anderer Kettenhotels in Rimini und andererseits aufgrund des frisch erhaltenen Accor ALL Gold durch die Amex Platinum sollte es diesmal nach langer Zeit mal wieder Accor sein. Nachdem ich die Statuswürdigung damals bei Accor außerhalb Asiens selbst für einen Diamond äußerst enttäuschend fand, waren meine Erwartungen hier sehr gering.

Am Empfang wurden wir überraschend freundlich in überraschend gutem Englisch begrüßt. Man bedankte sich für unsere Loyalität, erklärte aber auch gleich, dass wir trotz Gold-Status kein Upgrade erhalten würden, da man ausgebucht sei, was ich tatsächlich verifizieren konnte. Man hätte aber ein Zimmer auf der 4. und damit höchsten Zimmeretage des Hotels für uns reserviert, welches einen besonders schönen Ausblick hätte. Dazu erhielten wir einen Papiergutschein für 2 Welcome Drinks, welche alle Hotelgäste erhalten würden. Zusätzliche Gutscheine für Welcome Drinks für Statusgäste würden wir in der Accor-App finden. Dann gab es noch den Hinweis, dass all diese Gutscheine immer abends von 18 bis 21 Uhr an der Hotelbar eingelöst werden könnten.

Wir begaben uns neugierig auf unser Zimmer, das zwar sehr sauber schien, aber doch irgendwie eng wirkte.

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Dafür war der Balkon überraschend groß ...

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... und bot wirklich einen schönen seitlichen Meerblick.

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Ich erfreute mich direkt an den akkurat aufgestellten Sonnenschirmen.

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Wir machten uns etwas frisch und mussten leider feststellen, dass die Toilettenspülung nicht tat. Nach einem kurzen Anruf bei der Rezeption stand überraschenderweise wenige Minuten später ein Haustechniker mit Werkzeug vor unserer Zimmertür. Er schraubte an der Geberit-Spülung herum und wusste offenbar sehr genau, was er tat, denn wenige Minuten später funktionierte die Spülung ohne Probleme.

Gegen 19 Uhr verließen wir das Hotel, auf das wir kurz zurück blickten, dabei jedoch herausfanden, dass der vordere dem Strand zugewandte Gebäudeteil nicht zum Hotel gehörte sondern ein Appartmentgebäude zu sein schien.

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Nach einem kurzen Stück entlang der Strandpromenade wählten wir einen Fußweg zum Strand bzw. Meer.

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Eigentlich wollte ich mit den Ledersandalen, die ich dummerweise für diesen Spaziergang gewählt hatte, befestigte Wege nicht verlassen, aber der Sandstrand sah so einladend aus, dass ich die Sandalen kurzerhand auszog und wir hinunter zum Wasser spazierten.

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In Summe waren schon viele Menschen am Strand, aber dennoch fühlte es sich für mich gar nicht unangenehm an. Wenn man jedoch den Handyzoom nutzte, wirkte der Strand auf einmal voller, als wir diesen selbst wahrgenommen hatten.

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Nachdem wir den Tag über nur ein paar mitgebrachte Snacks in der Bahn verzehrt hatten, machte sich nach etwas Strandspaziergang definitiv Hunger breit. So versuchten wir unsere Füße zu reinigen und machten uns auf den Rückweg zur Strandpromenade.

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Auf dem Weg vom Bahnhof Rimini zum Hotel war uns mit dem La Pasceria ein Restaurant aufgefallen, das auch bei Google Maps mit 4,4 ganz ordentlich bewertet war. In dieser Touristenhochburg erwarteten wir ohnehin keine kulinarischen Hochgenüsse.

Wir schienen erst das zweite Gastpaar für diesen Abend zu sein. Wir wählten das Degustationsmenü für (in meinen Augen) günstigen 39€ pro Person und wählten einen Weißwein aus Südtirol als Begleitung.

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Als kalte Vorspeise wurden uns Garnelen, Tintenfischsalat und knuspriges Brot mit Sardinen serviert.

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Die Garnelen waren leider eher fad, der Tintenfischsalat so gar nicht meins (und auch +1 konnte und wollte ihn nicht aufessen) aber dafür gefielen uns beiden die Sardinenbrote.

Als warme Vorspeisen kamen anschließend Erbsen mit Tintenfischstücken, die uns auch nicht wirklich begeistern konnten, sowie kleine Muscheln, die uns hingegen richtig gut gefielen, an den Tisch.

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Als Primi Piatti wurden uns zwei Gerichte serviert. Lokale Nudeln, die mich sehr an Spätzle erinnerten, in einer sehr würzigen Sauce mit kleinen Fischfiletstücken waren genau meins.

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+1 hingegen war begeistert von den Bandnudeln mit Muscheln, sodass wir Beide sehr zufrieden wurden.

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Das Secondi Piatti wirkte mit allerlei frittierten Meeresfrüchten und zwei Jakobsmuscheln, die mit viel Semmelbröseln zubereitet waren, eher uninspiriert.

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Tatsächlich schmeckten die Jakobsmuscheln aber ganz ordentlich und auch der Rest war in Ordnung, wenngleich wir nicht Alles schaffen sollten.

Den im Menüpreis enthaltenen Kaffee schlugen wir aus, erfreuten uns aber erst am Zitronensorbet, das allerdings so süß war, dass wir das nicht komplett schaffen sollten bzw. wollten.

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In Summe wurden wir sehr satt und waren auch sehr zufrieden, zumal der Service sehr herzlich war. Die ältere Dame des Hauses strahlte Gastfreundschaft aus und die junge Bedienung war äußerst bemüht, sprach sogar etwas deutsch und unterhielt sich länger mit uns.

Auf dem Rückweg zum Hotel ergatterte +1 Sekunden vor dem Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken in Glasflaschen, das ab 22 Uhr in Rimini gilt, an einem Kiosk noch zwei Flaschen Bier, die wir uns auf unserem Balkon als Absacker gönnten. Dabei blickte ich wieder fasziniert auf die akurat angeordneten Schirme und Liegen.

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