Endet das Visumsende (Indien) am 4.12 bei der Passkontrolle am 4.12 oder beim Abflug am 5.12

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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
3.091
3.383
BOM-DEL mit Air India um 21:00 Uhr
DEL-MUC mit Lufthansa A380

Anhang anzeigen 352215
Wär das aber nicht unterm Strich noch schlechter weil du zusätzlich noch das Risiko eingehst dass auf BOM-DEL irgendetwas schief gehen könnte und du dann in der Nacht gar nicht mehr weg kommst?

Ich würde jetzt nicht davon ausgehen, dass ein "aber, aber, aber die Airline ..." bei den indischen Behörden ziehen würde.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Das eigentliche Risiko ist nicht unbedingt, dass es bei der Ausreise Ärger gibt.
Indien kann einen Overstay im Nachgang als Blacklist-/Sperrgrund erfassen, ohne dass der Betroffene darüber bei der Ausreise informiert wird.
Wie soll das gehen? Im Gegensatz zu Deutschland, wo so eine Trennschärfe mit Hilfe des Nachtflugverbotes realisierbar ist, arbeiten die großen indischen Flughäfen 24/7, ein delay kommt auch in der Nacht vor.
Alles was nicht rechtzeitig in der Luft ist Einreisesperre? Umbuchung - warum auch immer - am Gate? Man steht urplötzlich auf einer Warteliste weil Equipment Change oder überbucht? Schriftliches Verfahren, inwiefern der einzelne Passagier dafür verantwortlich war dass kein Flugzeug am Gate steht oder zum Boarden bereit ist? Lass doch mal bitte die Kirche im Dorf.

Kein Beamter mit halbwegs Verstand rennt Ausländern hinterher, die Last-Minute _aber on time_ durch die Passkontrolle _ausreisen_ bzw. zum Zeitpunkt eines verspäteten Abflugs schon ausgereist sind.
Im Zweifelsfall: Nächste Reise, nächste Passnummer - und schon bist Du ein neuer Mensch in den allermeisten Ländern.
Das Angeben ehemaliger Passnummern und ehemaliger Visanummern für ein Visum habe ich zuletzt nur noch in China vor visafrei erlebt.

Ich kann Dir auch aus eigener Erfahrung sagen, dass an einem deutschen Regionalflughafen auch kein deutsche Beamter hinterher läuft, wenn man aus IST kommend mit als Erster aussteigt und zur Gepäckausgabe geht und dabei die nicht abgesperrte/nicht geschlossene, aber komplett unbesetzte Passkontrolle passiert. Die ist zwar zwingend im Laufweg, wird aber nur bei internationalen Flügen besetzt - und dort halt zu spät. Die Eco-Passagiere haben dann deutlich länger gebraucht…Also: C Buchen, Zeit bei der Passkontrolle sparen (keine Gelingensgarantie ;-) ).
Man staunt manchmal, was bei all dem Brimborium, dass weltweit ums Aufenthaltsrecht getrieben wird, möglich ist. Das scheitert an der verlängerten Pause oder dem Toilettenbesuch und dann ist halt niemand da der kontrolliert. Aber zur Ehrenrettung: Das ist nicht der Standard.

Im Extremfall erfährt man davon erst beim nächsten Visum oder bei der nächsten Einreise. Genau solche Fälle sind durch indische Gerichtsentscheidungen dokumentiert.
Da würde mich jetzt tatsächlich ein Link interessieren.

Ich denke, da ist immer noch ein besonderer Anlass hinzugekommen oder diejenigen haben nicht rechtzeitig den Stempel bekommen, waren vielleicht schon eingecheckt aber noch in der Schlange vor Siko und Passkontrolle. DAS ist das Risiko. Und dann wird in Indien am Schalter zurückgewiesen sobald da 0:00+ auf der Uhr steht. Dann darf man erstmal eine Extension beantragen, was - ohne eigene Erfahrung - Tage (!) dauern kann.

Wenn der Checkin 4 h vor Abflug (IMHO Standard in Indien) - z.B. 1:45 Uhr Abflugzeit - stehst Du dann schon 21:45 oder früher vor dem Checkin, am Besten als Erster in der Reihe. Peak hour ist ab 23:00 Uhr vor den internationalen Abflügen, d.h. mit Schlangen ist zu rechnen. Checkin 15 min. Siko 15 min. Pass 15 min ist vermutlich zu optimistisch. 22:30 Uhr frühestens Ausreise - und das erzeugt schon Puls wenn dann vor Dir eine Diskussionsrunde beginnt. Aber wir sind nicht an einer Schengen-Einreise mit rekordverdächtigen Warteschlangen sondern bei einer Ausreise. Tipp: Als Ausländer in Indien idealerweise nur hinter Ausländern anstellen.
In meinem Fall Oman war die planmäßige Ankunft um 23:10 (war etwas verspätet, dazu Geld wechseln um Visum in RO bar zu bezahlen, ggf. geht man noch auf die Toilette - Ergebnis: Einreise nach Mitternacht), der planmäßige Rückflug war 00:10, d.h. Boarding bereits vor Mitternacht.

An diesen Zeiten hängt dann, ob das funktioniert. Ich glaube gerne, dass das schiefgehen kann - mit allen Folgen.

Natürlich kannst du meine Infos in den Wind schlagen. Bitte. Gern.
Ich denke, es ist deutlich, dass es grenzwertig ist.

Die Airline prüft auf dem Hinflug, ob man die Einreisevoraussetzungen erfüllt. Eine davon ist ein Rückflug während er Visumgültigkeit. Und da befürchte ich, dass sie auf das Datum des Fluges gucken werden und nicht auf das Datum der Passkontrolle (auf das sie keinen Einfluss haben) - und somit die Beförderung verweigern werden.
Mag ja sein, dass die Airline da was prüft.
Das löst aber nicht ein Problem sondern schafft nur schlechte Sitzladefaktoren bzw. Umsatz für onwardticket.com (es geht ein Ticket nach irgendwo).

Ich würde auf alle Fälle versuchen, einen Flug vor Mitternacht zu bekommen - und das dürfte nur über den Golf möglich sein.
Das ist sicherlich der beste Weg.
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Ist das nicht ein Transfer (airside)? Werden da nochmal die Visum-/Ausreiseformulare gecheckt?

Die Ausreise aus Indien würde erst in DEL stattfinden, daher wahrscheinlich wirklich eine schlechtere Option.

Das wäre früher sogar gegangen: Air India flog nicht im Inland, nur Indian Airlines. Die wenigen Inlandsflüge von Air India waren Teil von internationalen Routings, z.B. BOM-DEL-HKG (bin ich 2005 mal geflogen, Flugnummer AI 310, Fluggerät A310, auch witzig, aber das ist eine andere Geschichte ;)). Man konnte die Inlandssegmente separat buchen, allerdings gingen die Flüge vom internationalen Bereich ab. Es war ein riesiger bürokratischer Aufwand, mit ganz vielen strengen Kontrollen und bunten Stempeln, an beiden Enden des Inlandsfluges durch die Passkontrolle zu gehen, ohne aus- und wieder einreisen zu müssen. Mit so einem Flug wäre es gegangen, am 4. BOM-DEL und am 5. DEL-MUC zu fliegen, weil man dabei schon in BOM ausgereist wäre und beim Umstieg in DEL rein im internationalen Bereich geblieben wäre, aber das Konzept gibt es m.W. so nicht mehr.

Das Angeben ehemaliger Passnummern und ehemaliger Visanummern für ein Visum habe ich zuletzt nur noch in China vor visafrei erlebt.

Indien (=;) verlangt das doch auch, oder?
 

RON_Muc

Erfahrenes Mitglied
02.10.2012
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München
Ich habe auch noch ein bisschen gesucht und ab BOM nichts nach Europa vor Mitternacht gefunden. Was ja auch verständlich ist, da man ja irgendwann morgens um 4 oder 5 ankäme. Aktuell hat AI einen BOM-FCO-JFK, aber den gibt es im Dezember nicht, und scheint auch für BOM-FCO nicht verkauft zu werden.

Ethiad / Qatar fliegen vor 12PM von BOM ab.
 

RON_Muc

Erfahrenes Mitglied
02.10.2012
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München
Wenn der Checkin 4 h vor Abflug (IMHO Standard in Indien) - z.B. 1:45 Uhr Abflugzeit - stehst Du dann schon 21:45 oder früher vor dem Checkin, am Besten als Erster in der Reihe. Peak hour ist ab 23:00 Uhr vor den internationalen Abflügen, d.h. mit Schlangen ist zu rechnen. Checkin 15 min. Siko 15 min. Pass 15 min ist vermutlich zu optimistisch. 22:30 Uhr frühestens Ausreise - und das erzeugt schon Puls wenn dann vor Dir eine Diskussionsrunde beginnt. Aber wir sind nicht an einer Schengen-Einreise mit rekordverdächtigen Warteschlangen sondern bei einer Ausreise. Tipp: Als Ausländer in Indien idealerweise nur hinter Ausländern anstellen.
In meinem Fall Oman war die planmäßige Ankunft um 23:10 (war etwas verspätet, dazu Geld wechseln um Visum in RO bar zu bezahlen, ggf. geht man noch auf die Toilette - Ergebnis: Einreise nach Mitternacht), der planmäßige Rückflug war 00:10, d.h. Boarding bereits vor Mitternacht.

An diesen Zeiten hängt dann, ob das funktioniert. Ich glaube gerne, dass das schiefgehen kann - mit allen Folgen.
So kenne ich das auch, ich war immer locker vor Mitternacht durch weil ich schon zeitig am Flughafen war,
und in der Lounge bis zum Abflug.
 
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Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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Wie soll das gehen? Im Gegensatz zu Deutschland, wo so eine Trennschärfe mit Hilfe des Nachtflugverbotes realisierbar ist, arbeiten die großen indischen Flughäfen 24/7, ein delay kommt auch in der Nacht vor.
Alles was nicht rechtzeitig in der Luft ist Einreisesperre? Umbuchung - warum auch immer - am Gate? Man steht urplötzlich auf einer Warteliste weil Equipment Change oder überbucht? Schriftliches Verfahren, inwiefern der einzelne Passagier dafür verantwortlich war dass kein Flugzeug am Gate steht oder zum Boarden bereit ist? Lass doch mal bitte die Kirche im Dorf.

Kein Beamter mit halbwegs Verstand rennt Ausländern hinterher, die Last-Minute _aber on time_ durch die Passkontrolle _ausreisen_ bzw. zum Zeitpunkt eines verspäteten Abflugs schon ausgereist sind.
Im Zweifelsfall: Nächste Reise, nächste Passnummer - und schon bist Du ein neuer Mensch in den allermeisten Ländern.
Das Angeben ehemaliger Passnummern und ehemaliger Visanummern für ein Visum habe ich zuletzt nur noch in China vor visafrei erlebt.

Ich kann Dir auch aus eigener Erfahrung sagen, dass an einem deutschen Regionalflughafen auch kein deutsche Beamter hinterher läuft, wenn man aus IST kommend mit als Erster aussteigt und zur Gepäckausgabe geht und dabei die nicht abgesperrte/nicht geschlossene, aber komplett unbesetzte Passkontrolle passiert. Die ist zwar zwingend im Laufweg, wird aber nur bei internationalen Flügen besetzt - und dort halt zu spät. Die Eco-Passagiere haben dann deutlich länger gebraucht…Also: C Buchen, Zeit bei der Passkontrolle sparen (keine Gelingensgarantie ;-) ).
Man staunt manchmal, was bei all dem Brimborium, dass weltweit ums Aufenthaltsrecht getrieben wird, möglich ist. Das scheitert an der verlängerten Pause oder dem Toilettenbesuch und dann ist halt niemand da der kontrolliert. Aber zur Ehrenrettung: Das ist nicht der Standard.


Da würde mich jetzt tatsächlich ein Link interessieren.

Ich denke, da ist immer noch ein besonderer Anlass hinzugekommen oder diejenigen haben nicht rechtzeitig den Stempel bekommen, waren vielleicht schon eingecheckt aber noch in der Schlange vor Siko und Passkontrolle. DAS ist das Risiko. Und dann wird in Indien am Schalter zurückgewiesen sobald da 0:00+ auf der Uhr steht. Dann darf man erstmal eine Extension beantragen, was - ohne eigene Erfahrung - Tage (!) dauern kann.

Wenn der Checkin 4 h vor Abflug (IMHO Standard in Indien) - z.B. 1:45 Uhr Abflugzeit - stehst Du dann schon 21:45 oder früher vor dem Checkin, am Besten als Erster in der Reihe. Peak hour ist ab 23:00 Uhr vor den internationalen Abflügen, d.h. mit Schlangen ist zu rechnen. Checkin 15 min. Siko 15 min. Pass 15 min ist vermutlich zu optimistisch. 22:30 Uhr frühestens Ausreise - und das erzeugt schon Puls wenn dann vor Dir eine Diskussionsrunde beginnt. Aber wir sind nicht an einer Schengen-Einreise mit rekordverdächtigen Warteschlangen sondern bei einer Ausreise. Tipp: Als Ausländer in Indien idealerweise nur hinter Ausländern anstellen.
In meinem Fall Oman war die planmäßige Ankunft um 23:10 (war etwas verspätet, dazu Geld wechseln um Visum in RO bar zu bezahlen, ggf. geht man noch auf die Toilette - Ergebnis: Einreise nach Mitternacht), der planmäßige Rückflug war 00:10, d.h. Boarding bereits vor Mitternacht.

An diesen Zeiten hängt dann, ob das funktioniert. Ich glaube gerne, dass das schiefgehen kann - mit allen Folgen.


Ich denke, es ist deutlich, dass es grenzwertig ist.


Mag ja sein, dass die Airline da was prüft.
Das löst aber nicht ein Problem sondern schafft nur schlechte Sitzladefaktoren bzw. Umsatz für onwardticket.com (es geht ein Ticket nach irgendwo).


Das ist sicherlich der beste Weg.
Ich sag ja. Gesetze lesen und die indische Verwaltung kennen. Aber hinterher bitte nicht heulen. Krethi und Plethi wissen es doch besser. Wer hätte das erwartet.
Was weiß ich schon🤷‍♀️🤷‍♂️😚


Für die gewöhnliche Gruppe ausländischer Staatsangehöriger beträgt der dafür vorgesehene Compounding-Betrag derzeit ₹10.000.


 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Indien (=;) verlangt das doch auch, oder?
Ja, ich schrieb doch nur: wo mir das zuletzt begegnet ist.
Aber wenn Pass abgelaufen und ein neuer Pass da ist kommt da doch ein NA rein, dazu besuchte Städte rein - fertig. In China war ich relativ häufig, auch mal mehrmals einen Monat im Jahr - dafür habe ich dann immer den Pass durchforstet…
Aber merk ich mir Visanummern, wann und wo ausgestellt? Wenn ich einen neuen Pass vor Ende der Gültigkeit des alten abgeben muss wird der mittlerweile offiziell eingezogen und nicht nur ungültig gemacht.

Ich sag ja. Gesetze lesen und die indische Verwaltung kennen.
Das sind aber tatsächlich auch 2 verschiedene Dinge ;)

Wichtig ist: Ermessensspielräume in Indien sind weit granularer geregelt als in Deutschland, die Hierarchie und der mit höheren Rängen zunehmende Ermessensspielraum ist in Indien ausgeprägter. Aber: es gibt speziell bei den Passkontrollen auch eine Hierarchie der beteiligten Einheiten, da das Personal aus Intelligence Bureau (Inlandsgeheimdienst), Indian Police Service und Grenztruppen zusammengesetzt ist. Dreimal darfst Du raten, wer operativ wem folgt.
Ich weiß zumindest, dass ich dort zum Vorgesetzten muss, der meistens noch ein paar Verordnungen mehr kennt, weniger Scheuklappen hat und allein vom Dienstgrad kompetenter ist. In Deutschland ist das dagegen meist nicht erfolgversprechend. Ist aber auch eine kulturelle Frage.

Aber hinterher bitte nicht heulen. Krethi und Plethi wissen es doch besser. Wer hätte das erwartet.
Was weiß ich schon🤷‍♀️🤷‍♂️😚
Die Haltung kenne ich irgendwoher, ich will hier aber nicht pauschalieren:
AA-Mitarbeiterin in B, die entrüstet war, dass ICH sie auf geänderte Einreisebestimmungen eines Landes (aufgrund einer Regelung für die gesamte EU) hinwies. Wer ich denn wäre… Man hat das dann ohne weitere Rückmeldung so übernommen.

Jupp.

Für die gewöhnliche Gruppe ausländischer Staatsangehöriger beträgt der dafür vorgesehene Compounding-Betrag derzeit ₹10.000.
Korrekt. Wenn man noch nicht bis Mitternacht letzter Tag den Ausreisestempel hat. Sind dann knapp 100 Euro. Und neuer Flug + Hotelnachweis.

Nach kurzem Lesen: Das betrifft OCI (Oversea Citizen of India), das meint Ausländer indischer Herkunft (samt Verwandter) - keine gewöhnlichen Ausländer. Die OCI Card ist ein lebenslanges multiple-entry Visum für Indien, um dort zu leben, zu arbeiten (!) oder zu studieren. Das ist daher mitnichten ein Fall, wo die Aufenthaltsdauer überschritten wurde (das ist geradezu ausgeschlossen bei OCI) und dann ein Blacklisting stattfand.
Der Fall geht um OCI, die blacklisted wurden was defakto ein Visa-Entzug ist. Und man ist der Meinung, dass das zulässig ist, der Entscheidung Indiens unterliegt und nicht unbedingt mitgeteilt werden muss.
Klartext: Dahinter stecken Entscheidungen der Indischen Sicherheitsbehörden, sowas passiert nicht wegen einer Ordnungswidrigkeit wie 30 min zu spät durch die Passkontrolle.
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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Die Haltung kenne ich irgendwoher, ich will hier aber nicht pauschalieren:
AA-Mitarbeiterin in B, die entrüstet war, dass ICH sie auf geänderte Einreisebestimmungen eines Landes (aufgrund einer Regelung für die gesamte EU) hinwies. Wer ich denn wäre… Man hat das dann ohne weitere Rückmeldung so übernommen.
Ich diene dort, allerdings nicht im Bürgerkontakt. Zugegeben, es gibt auch hier schwierige Mitarbeiter, die immer die Möglichkeit hätten, in der Fachabteilung nachzufragen.

Der Fall geht um OCI, die blacklisted wurden was defakto ein Visa-Entzug ist. Und man ist der Meinung, dass das zulässig ist, der Entscheidung Indiens unterliegt und nicht unbedingt mitgeteilt werden muss.
Klartext: Dahinter stecken Entscheidungen der Indischen Sicherheitsbehörden, sowas passiert nicht wegen einer Ordnungswidrigkeit wie 30 min zu spät durch die Passkontrolle.

Ich würde mich genau darauf nicht verlassen.
Wenn du mal im Gesetz lesen möchtest. Schon der Einfache Grenzbeamte kann dir die 10k aufdrücken. In den Akten steht dann Overstay. In dem Urteil von oben sind die Folgen 1:1 übertragbar und du wirst eine Sperre erst beim nächsten Einreiseversuch bemerken.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Ich diene dort, allerdings nicht im Bürgerkontakt. Zugegeben, es gibt auch hier schwierige Mitarbeiter, die immer die Möglichkeit hätten, in der Fachabteilung nachzufragen.
Zugegeben, war mit der Bürgerkontakt-Abteilung vermutlich bei der für mich falschen Adresse, denn die verstehen sich eher als Auskunft.
Ich hätte das über die Botschaft spielen müssen. Ich hab halt 20 Jahre keine deutsche diplomatische Vertretung im Land gehabt, nur eine zuständige Botschaft mit 2 h Zeitverschiebung im Nachbarland 2500 km entfernt. Da kann man halt nicht viel aus dem Land berichten.

Ich würde mich genau darauf nicht verlassen.
Wenn du mal im Gesetz lesen möchtest. Schon der Einfache Grenzbeamte kann dir die 10k aufdrücken. In den Akten steht dann Overstay. In dem Urteil von oben sind die Folgen 1:1 übertragbar und du wirst eine Sperre erst beim nächsten Einreiseversuch bemerken.
Dem Vernehmen nach: Die Rupees-Strafe macht nicht der AIO (Assistant Immigration Officer) an der Passkontrolle, der darf das nicht - der muss dich bei der Ausreise zurückweisen.
Du musst dann zum FFRO-Office, bezahlen und brauchst dann ein Exit-Permit, dessen Bearbeitung angeblich 5-10 Tage dauert.
Dazu schreibst Du noch einen Abbitte-Brief, worin der erklärst, warum du Overstay hattest.
Für diese Dauer brauchst Du Nachweis Hotel und natürlich einen neuen Flug.
Die 10.000 Rupees sind da eher ein Witz…


was machste denn, wenn der Flug gestrichen wird?
Umbuchen lassen. Ansprechpartner Airline. Entweder im Transit zu einem anderen internationalen Ziel oder via neuem Transit-Visa (gute Airlines organisieren das sogar) dort für max. 72h wieder einreisen.
Wenn noch nicht ausgereist und erst gar kein Checkin offen - mit Hinweis auf Ablauf des Visums umbuchen lassen, ansonsten mit Schreiben/Email zum FFRO-Office, damit overstay begründen und schauen, wie schnell die ein Exit-Permit ausspucken.
 
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Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
3.455
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Dem Vernehmen nach: Die Rupees-Strafe macht nicht der AIO (Assistant Immigration Officer) an der Passkontrolle, der darf das nicht - der muss dich bei der Ausreise zurückweisen.
Du musst dann zum FFRO-Office, bezahlen und brauchst dann ein Exit-Permit, dessen Bearbeitung angeblich 5-10 Tage dauert.
Dazu schreibst Du noch einen Abbitte-Brief, worin der erklärst, warum du Overstay hattest.
Für diese Dauer brauchst Du Nachweis Hotel und natürlich einen neuen Flug.
Die 10.000 Rupees sind da eher ein Witz…
Das ist leider falsch. Bitte richtig lesen.

(i) Overstay by foreigners beyond
the validity of visa period. Duration of
overstay.
Sum (amount) to be
compounded.
(A) In case of foreigners other than those
mentioned in (B) and (C) below:
1 day up to 30
days

In case of
overstay up to
thirty days, the
Foreigners
Regional
Registration
Officer or the
Immigration
Officer at the
immigration
post.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.656
2.249
Das ist leider falsch. Bitte richtig lesen.
Gibt offenbar lt. Gesetz auch in diesem einen Fall _die Möglichkeit_, dass den Kleinkram ein Grenzbeamter am Grenzposten macht.
Ist aber mit Sicherheit in der Realität von der Organisation am Airport abhängig.

Am Cochin International Airport gibt es dafür extra ein FRRO-Office im Airport, dorthin wird verwiesen und es geht an der Passkontrolle weiter.
Das mag an anderen Flughäfen anders sein.

Ich wüsste jetzt trotzdem nicht, wie man um das Exit-Permit und dessen Bearbeitung drumrum kommt und in welcher Geschwindigkeit das geht.
Das Gesetz beschreibt doch nicht die Variante, diskret 10.000 Rupees für den Grenzbeamten in den Pass zu legen und dann einfach auszureisen,, oder?
 

Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
3.455
3.855
Gibt offenbar lt. Gesetz auch in diesem einen Fall _die Möglichkeit_, dass den Kleinkram ein Grenzbeamter am Grenzposten macht.
Ist aber mit Sicherheit in der Realität von der Organisation am Airport abhängig.

Am Cochin International Airport gibt es dafür extra ein FRRO-Office im Airport, dorthin wird verwiesen und es geht an der Passkontrolle weiter.
Das mag an anderen Flughäfen anders sein.

Ich wüsste jetzt trotzdem nicht, wie man um das Exit-Permit und dessen Bearbeitung drumrum kommt und in welcher Geschwindigkeit das geht.
Das Gesetz beschreibt doch nicht die Variante, diskret 10.000 Rupees für den Grenzbeamten in den Pass zu legen und dann einfach auszureisen,, oder?
Stell es dir so vor:

Du bekommst am Airport im schlechtesten Fall die Wahl zwischen

-10k Rupien, natürlich offiziell gegen Quittung, reist mit möglichen Konsequenzen und dem Bekenntnis zum Overstay aus,

-oder Zurückweisung und dem Weg zum Frro, ebenfalls mit möglichen Konsequenzen.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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2.249
Stell es dir so vor:

Du bekommst am Airport im schlechtesten Fall die Wahl zwischen

-10k Rupien, natürlich offiziell gegen Quittung, reist mit möglichen Konsequenzen und dem Bekenntnis zum Overstay aus,

-oder Zurückweisung und dem Weg zum Frro, ebenfalls mit möglichen Konsequenzen.
Du meinst, das läuft mit der Wahl wie Bussgeld wegen zu schnellem Fahren (dann durch Zahlung ohne individuelles Schuldeingeständnis)) - und wenn man nicht zahlt gehts erst ins Bussgeldverfahren?

Ich denke tatsächlich, über den Ablauf entscheidet nicht der Ausreisepflichtige, sondern die für die Grenzkontrollen Zuständigen. Eine echte Wahlfreiheit für mich kann ich mir hier nicht vorstellen, zumal die Ermittlung des Sachverhaltes mit Blick auf das Ausreisedatum und die Uhrzeit bei der Ausreisekontrolle simpel und eindeutig ist und man genau deshalb auch keine Boarding-Zeiten etc. einbezieht.

Oder meinst Du, für die 10.000 Rupees machen die _am Schalter_ in aller Seelenruhe den kompletten Verwaltungsvorgang mit Kassieren und Quittung, vorformulierter Bekenntnis/Ursache und Bescheid samt Exit-Permit? Viel zu komplex - und Entscheiden und Kassieren werden aus gutem Grund auch in deutschen Ämtern auf Amtsstube und Kasse verteilt.

Wenn vor Ort am Schalter nicht kassiert wird, geht es nach meinem Verständnis mindestens zurück zum FRRO-Office im Airport, wenn nicht in der Stadt zum FFRO zu den üblichen Öffnungszeiten. So realistisch bin ich schon…
 
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Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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3.855
Das Gesetz sagt ausdrücklich, dass nach einem Compounding vor Einleitung eines Strafverfahrens wegen genau dieses Verstoßes keine Strafverfolgung mehr eingeleitet werden darf.
Zahlst du nicht, wirst du nicht ausreisen.

Oder meinst Du, für die 10.000 Rupees machen die _am Schalter_ in aller Seelenruhe den kompletten Verwaltungsvorgang mit Kassieren und Quittung, vorformulierter Bekenntnis/Ursache und Bescheid samt Exit-Permit? Viel zu komplex - und Entscheiden und Kassieren werden aus gutem Grund auch in deutschen Ämtern auf Amtsstube und Kasse verteilt.


Genau das kann passieren und es wird dich Stunden kosten. Der Flug dürfte ohne dich weg sein.
 

deralex2985

Erfahrenes Mitglied
09.12.2011
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Umbuchen lassen. Ansprechpartner Airline. Entweder im Transit zu einem anderen internationalen Ziel oder via neuem Transit-Visa (gute Airlines organisieren das sogar) dort für max. 72h wieder einreisen.
Wenn noch nicht ausgereist und erst gar kein Checkin offen - mit Hinweis auf Ablauf des Visums umbuchen lassen, ansonsten mit Schreiben/Email zum FFRO-Office, damit overstay begründen und schauen, wie schnell die ein Exit-Permit ausspucken.

Dann fällt aber auf das es schon geplant einen Übergang gab