Currywurst-SEN-Run: 24 Stunden in Dubai

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derkulp

Erfahrenes Mitglied
03.04.2013
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Vorwort

Nach dem Ausflug nach Riad Mitte Dezember, der als Schnapsidee geboren wurde, stand ich vor dem Scheideweg: mit dem über-erreichten FTL ins nächste Jahr gehen oder mal so richtig Dick auftragen und den ersten SEN meines Lebens erfliegen? Es fehlten noch 598 Points.

Die Antwort ist klar: Machen!

Die Lösung war schnell gefunden, mit Eurowings von Düsseldorf (DUS) nach Dubai (DWC). Noch vor Jahresfrist. Zu einem guten Preis (leider nicht Bestpreis).

Es wird am 17.12. gebucht:

29.12.2025 DUS-DWC EW1178
30.12.2025 DWC-DUS EW1179


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Copyright © 1996-2026 Karl L. Swartz. All rights reserved.
Distanz: 6.249 Meilen


Folgende Hypothesen stellte ich auf und werde sie im Nachgang prüfen:

1. Die Sitze der BizClass im A320neo erzeugen nach 6+ Stunden Rückenschmerzen
2. Der Service und das Softprodukt werden die Nachteile des Hartprodukts ausgleichen
3. Der Flug im Narrowbody ist eine echte Alternative zu einem Flug im Widebody auf der Mittelstrecke

Übernachten werde ich vor Ort im Hampton Al Barsha.

Mir ist klar, dass es bereits einen sehr guten Reisebericht zu der Tour ab CGN als Direct Return gibt (von @meinaccount ), ich möchte jedoch auch gern ein aktuelles Bild vom Service zwischen DUS und DWC zeigen und mein Reiseerlebnis mit Euch teilen :cool:
 

derkulp

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03.04.2013
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Montag, 29.12.2025
EW1178 DUS-DWC
09:02 - 18:02 Uhr

(08:35 - 18:15 Uhr)

Der Tag ist noch jung und gegen 5:30 Uhr starte ich den Elektrohobel mit Ziel P7, DUS. Erfreulich leer sind die Straßen an diesem Wintermorgen. Kein Stau, nur Müdigkeit bestimmt den ersten Teil des Weges in die Sonne. Um 6:28 Uhr öffnen sich dank Reservierung und Kennzeichenerkennung die Schranken des Parkhauses. Bis ins 6. OG muss ich fahren, um einen freien Stellplatz zu belegen.

Der eiskalte Wind pfeift durch Gebälk der Brücke zum Terminalgebäude, der Flugbetrieb ist gerade erst erwacht. Leichte Minusgrade herrschen.

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Die Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle für die C-Gates werden mit 15-20 Minuten angezeigt, an B sollen es 5-10 Minuten sein. Wahrscheinlich der Schlaftrunkenheit geschuldet stelle ich mich bei C an, da die Schlangen dort vor den kürzlich aufgebauten Sichtschutzwänden nicht so lang erscheinen. Trotzdem dauert es gut 15 Minuten, bis ich dort durch bin. Urlauber lassen sich intensiv zu den Handgepäckregeln durch das geschulte Personal beraten. Trotz Abkürzung, die mir der furchteinflößende und sichtlich gestresste Einlass-Drachen ermöglichte, dauerte es so lang, wie es dauern sollte. Wäre ich mal bei B reingegangen.

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Um kurz vor sieben Uhr bin ich in der OpenSky Lounge angekommen. Hier bestätigt sich mein Eindruck der letzten Besuche, es ist alles da, aber es fehlt irgendwie das gewisse Etwas. Neben Crackern oder Süßem zum Frühstück ist es vor allem Charme. Aber keine Angst, hungrig und durstig bleibt hier niemand.

Und es gibt Bockwurst, ein Kulturerbe deutscher Loungekultur, die auf vorangegangenen Reisen nicht aufzufinden war (bei Hansens).

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Um kurz vor acht Uhr gibt es einen letzten Kaffee und das Klatschblatt auf die Hand.

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Geboarded wird heute von C57, natürlich in Bus-Priority-Boarding-Logik. Die Mitarbeiter am Gate lernen voneinander, wie man den Bus bestellt und wann die Tür geöffnet wird. Geht auch schon 2 Minuten vor Eintreffen des Busses, aber dann muss man die Passagierhorde eben nochmal von Hand aufhalten.

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Ja, das Flugzeug steht auf dem Vorfeld. Glücklicherweise ist es umgehend einsteigebereit, als der erste Bus eintrifft.

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Die Farben harmonieren.

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Ich nehme Platz auf 1A, mein Sitz für die nächsten 6 1/2 Stunden. Genug Beinfreiheit gibt es, allerdings beengen die Tische, die zwischen den Sitzen verstaut werden, die Bewegungsfreiheit. Das ist auf den hinteren Sitzreihen bequemer, dort wo sich die Armlehnen hochstellen lassen und die Tische im Vordersitz verstaut sind. Aber einen Tod muss der Vielflieger sterben. Die Füße ausstrecken und hochlegen zu können ist wertvoller.

Am Platz liegt ein weisses kleines Kissen. Ich erkundige mich, was mit Decken sei - gäbe es nicht (hatte ich in einem Video von/nach BER gesehen). Amenity Kit: auch nein. Nun gut, notfalls muss meine Jacke herhalten, wenn es frisch wird auf diesem 6-stündigen Flug.

Das Bordpersonal begrüßt die Mitreisenden und ist teils sehr professionell, gut gelaunt und umsorgend unterwegs, teils reserviert.

Des Wetters wegen gehts vor dem Start zum Enteisen.

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Um 8 Uhr rollen wir auf die Startbahn 05R. Über der dichten Wolkendecke sehen wir schnell die Sonne :)

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Kurz nach dem Start wird ein heißes Tuch gereicht.

Es gibt keine Menükarten, daher wird jeder Gast mündlich befragt, was er gern frühstücken möchte. Zur Auswahl stehen: Chicken Tikka Masala oder Pasta "mit Basilikum". Wohlgemerkt, es ist kurz nach neu Uhr morgens und alle erwarten Frühstück. Dann eben Mittagessen. Der Purser teilt mit, dass Frühstück logisch wäre, man aber eben Mittagessen geladen hätte. Man könne sich jederzeit aber auch einen Sandwich oder Alternatives aus der Bistrokarte kommen lassen.

E voila, hier das Chicken:

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Die Portion ist recht klein, aber sehr lecker. Ebenso das Schokomousse mit Crumble und Kirschen.

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Dazu gibt es natürlich die freie Auswahl an Getränken, Coke Zero und statt Winzersekt den leckeren Scavi & Ray Prosecco Frizzante.

Nach dem vorzüglichen Frühstücks- Mittagsmahl widme ich mich dem selbstmitgebrachten Entertainment in Form von Netflix-Downloads. Es gibt ja kein Internet an Bord. Die D-AENG ist erst drei Jahre alt, ein A320neo. Aber wer sie ohne Internet bestellt oder ausgestattet hat und dann Mittelstrecke fliegen lässt, der ist wohl noch im Papierzeitalter hängengeblieben. Ein Unterscheidungs- oder sagen wir mal: Mindestausstattungsmerkmal, das hier fehlt. Schade.

Kommen wir dann mal zum Punkt "Loo review", was ich sonst nicht mache. Aber in diesem Falle schon, denn es ist nötig.

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Die vordere Toilette sieht ziemlich dreckig aus. Wohlbemerkt ist es der erste Flug des Tages, wir sind gerade einmal eine Stunde in der Luft und das Fluggerät ist 3 Jahre alt. Wie zur Hölle schafft man es, es in so einem Zustand abheben zu lassen? Sauberkeit ist ja nun wirklich kein Ding der Unmöglichkeit und relativ einfach herzustellen. Und der Dreck hier ist nicht oberflächlich, das ist hartnäckiger Langzeitdreck. Ekelig. Da sind die Toiletten im A340 im Gegensatz ja schon so gut wie klinisch rein...

So, harter Übergang nun zur nächsten Getränkerunde. Die Hände habe ich mir gründlich gewaschen und desinfiziert.

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Wir überqueren das Taurusgebirge mit einem frisch gebrühten Lavazza Kaffee, dazu gibts den Triple Chocolate Cookie.

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Nach einer weiteren Folge der Serie auf meinem iPad darf es noch mehr aus dem Bistro sein.

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Diese Pappbecher mit Holzstäbchen sind gewöhnungsbedürftig. Dennoch darf Gewohntes daraus getrunken werden. Mit Eis, aber ohne Zitrone.

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Den Riesling vom Motzenbäcker bestelle ich parallel mit dem Mittagessen, den Maccheroncini Colorati aus der L´Osteria. Diese brauchen ihre Zeit im Ofen, der vorn in der Galley die ganze Zeit durchläuft.

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Die Nudeln sind lecker, nicht matschig. Es schmeckt (mir) genauso gut wie am Boden. Dazu gibts Gutscheine für ein Heißgetränk am Boden beim Besuch einer L´Osteria.

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Kurze Zeit später bricht schon die Abenddämmerung herein.

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Um 17:40 Uhr Ortszeit überfliegen wir Dubai Downtown.

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Das geübte Auge erkennt hier vielleicht den Burj Khalifa. Es geht dann weiter in den Landeanflug und in einer großen Runde südlich von Dubai erst über den DWC und dann zur Landung auf den DWC, Runway 30.

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Wenige Moment nach uns landet der Flug CGN-DWC.

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Wir sind die ersten im Bus und an der Einreise. Die Wieder-Einreisenden können Smartgates benutzen. Ersteinreiser wie ich müssen sich persönlich bei einem Einreisebeamten vorstellen. Das geht schnell und problemlos, Visa on arrival wird vergeben und in den Pass gestempelt. Fragen werden nicht gestellt.

Dazu gibt es eine kostenlose Simkarte mit 10GB Datenvolumen für 24 Stunden:

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Um 18:30 Uhr bin ich eingereist, dann suche ich die Schlange mit den offiziellen Dubai-Taxis. Wenige Minuten später wird mir ein Taxi zugewiesen, mit dem ich in knapp 45 Minuten vom Flughafen zu meinem Hotel im Bezirk Al Barsha fahre.

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Mein Fahrer ist Ägypter und seit 4 Jahren in Dubai ansässig, er erzählt mir ein wenig etwas über das Zusammenleben von über 200 Nationalitäten in Dubai. Er ist erstaunt, wie kalt es aktuell in Deutschland ist und rät mir, nicht in den Sommermonaten hierherzukommen, denn die Temperaturen seien nicht auszuhalten.

Der erste Reisetag endet mit einem Abendessen an der Hotelbar, dazu in Kürze mehr.
 

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derkulp

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03.04.2013
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Hampton by Hilton Dubai Al Barsha

Da ein direct return ab DUS nicht möglich war und ich ehrlich gesagt auch wenig Bock auf den Ritt an einem Kalendertag hatte, benötigte ich noch ein Hotel vor Ort für eine Nacht. Die Preise sind ja schon ordentlich, es scheint keine günstigen Ecken in Dubai zu geben (Überraschung :) ) und so war die Entscheidung nur zu treffen zwischen a) direkt am Flughafen oder b) recht zentral, um an einem halben Tag noch Downtown zu sehen.

Das Hotel liegt - und jetzt bitte nicht mit dem Entfernungsmesser genau nachmessen - "mittig" zwischen DWC und Dubai. Zwischen der Palm Jumeirah und Burj Al Arab gelegen sollte es bei der richtigen Zimmerwahl auch einen guten Ausblick geben.

Die King Rooms im Hampton Al Barsha lagen so bei knapp über 200 Euro. Da ich noch einen kleinen Vorrat an Punkten hatte, füllte ich mit "Buy Points" und 80% Bonus mein Punktekonto auf und buchte für 66.000 Honors Points eine Übernachtung.

Per Chat bestellte ich beim Front Desk schonmal Late Checkout bis 14h vor, was binnen Minuten von Nelson bestätigt wurde. Zum Checkin wählte ich Zimmer 1017 aus, welches sowohl einen Blick auf den Burj Al Arab und auch den Burj Khalifa bieten sollte. Wie es der Zufall will, treffe ich Nelson auch persönlich beim Check-In am Montagabend. Mir fällt es erst gar nicht auf, aber er erinnert sich direkt an den Late-Checkout. Da im Zimmer meiner Wahl der Wasserspender defekt ist, weist er mir ein Zimmer an der gleichen Stelle im Haus, lediglich ein Stockwerk tiefer, zu.

Es gibt noch ein Begrüßungswasser, ein Bounty und einen Voucher.

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Hier ein paar Eindrücke aus dem sehr sauberen und geräumigen King Room 917:

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Hier die Aussicht auf Burj al Arab:

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...und Burj Khalifa:
(Die Scheibe war super dreckig, der Fokus spielte wieder verrückt. Mit bloßem Auge konnte man das Ding aber gut erkennen)

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Zum Dinner geht es in die Hotelbar, wo ich den Honors Gold Member 20% Voucher direkt einlöse. Die Cocktails sind sehr gut, es gibt Amstel oder Heineken vom Faß und auch der Burger samt Pommes und Salat sind sehr gut.


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Das Frühstücksbüffet war reichhaltig und nach Hampton-Standard. An der Waffelstation stand immer ein Mitarbeiter, der die Waffeln für die Gäste zubereitet hat (hätte ich auch gern selbst gemacht).

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Es wurde immer wieder aufgefüllt, auch von dem Frittierten.


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derkulp

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03.04.2013
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Dubai Sightseeing
Burj Khalifa und Dubai Mall


Nach dem Frühstück fahre ich mit einem Uber für 17 Euro zur Dubai Mall. Entlang des Weges wird überall gebaut.

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Ich lasse mich an einer Ecke absetzen, die nah am Burj Khalifa liegt. Oder liegen soll. Da der Fahrer dort nicht halten darf, fährt er ins Parkhaus der Mall und lässt mich an einem Uber Pickup Point raus (Fashion).

Von dort aus fahre ich über Rolltreppen aus dem Parkhaus in die Mall und bin echt geflasht: Ich bin in der größten Mall, die ich je gesehen habe.

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Vollkommen naiv denke ich: Sie wird wie jede andere Mall sein, nur eben ein wenig größer. Ich erinnere mich an die Worte des ägyptischen Taxifahrers von gestern Abend, der mir beiläufig erzählte, er habe sich bereits einige Mal in der Mall verlaufen und ewig gebraucht, um wieder herauszufinden... ;-)

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Ich folge der Beschildung "NYE" (New years eve) in Richtung Burj-Aussichtspunkt. Ich komme an einem ganz anderen Punkt raus, als erwartet, und bin gefühlt einmal durch die ganze Mall gelatscht. Hier schieße ich ein paar Touri-Fotos. Der Turm ist schon beeindruckend hoch. Aber hochfahren möchte ich da jetzt nicht. Hab ja eh keine Zeit.

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Dann geht es wieder rein, ich schlendere ein wenig umher und verliere die Orientierung. Zum Glück gibt es an jeder Ecke Kioske, die einem helfen, inhouse zu navigieren. Das klappt ganz gut... bis zur nächsten Abbiegung. OK, long story short, ich brauche ein paar Iterationen um den Uber-Pickup-Point "The Village" zu finden.

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Leider scheint es auch den Uber-Fahrern ein wenig zu kompliziert zu sein in dieser Mall, denn erst der dritte zugewiesene Fahrer holt mich tatsächlich auch an dem dortigen Pickup ab. Das kostet eine knappe halbe Stunde Zeit.

Auf der Rückfahrt zum Hampton biegt der Uber-Fahrer eine Straße zu früh ab und landet direkt im Parkhaus einer weiteren Mall. Das Parkhaus muss einmal komplett durchquert werden, damit wir auf die "richtige" Straße zurückfinden. Das kostete 10 Minuten mehr.

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Gegen 12:30 Uhr komme ich wieder am Hotel an, packe meine sieben Sachen und lege noch einmal die Füße hoch, bevor es um 14 Uhr zum DWC gehen soll.
 

Eastside

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21.03.2009
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DRS, ALC
200€ für ein HI ist schon fett. Allerdings ist die Zeit gerade in Dubai generell teuer.
Gerade geschaut, vom 6-7.1. heute gebucht wäre der Preis die Hälfte deiner Rate im gleichen Hotel.
 
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GFX

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03.07.2012
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ZRH
Das mit dem fehlenden Frühstück ist echt komisch. Vielleicht kalkuliert EW bei Abflug 8.35 Uhr mit ca. 1h bis Essensauslieferung, dann noch +3 in die UAE und Schwupps - Zeit fürs Mittagessen :D
Die Sauberkeit ist mir auf der CGN Route bei der Maschine auch negativ aufgefallen, verstehe nicht, was man sich dabei denkt. Kosten spart das ja am Ende nicht.
 
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derkulp

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03.04.2013
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Dienstag, 30.12.2025
EW1179
DWC-DUS
18:17-22:41 Uhr


Für 14 Uhr habe ich den Uber bestellt, der pünktlich eintrifft. Um 14:25 Uhr bin ich bereits am Flughafen. Von aussen sieht es so aus, als wäre nix los. Von innen auch. Der Charme einer Wartehalle empfängt die Reisenden und ist wohl für Größeres bestimmt. Heute jedoch noch nicht, so gehe ich ohne Wartezeit durch die Bordkarten- und Sicherheitskontrolle.

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Vorab wird noch ausgereist, an einem eGate. Das klappt nun nach der erfolgreichen Ersteinreise problemlos. Die Sicherheitskontrolle (mit alten Scannern) geht super schnell. Das Band ist auf "high speed" eingestellt, sodass ich Mühen habe, all meinen Kram abzulegen. Zwischen meinen zwei Wannen haben sich schon die drei nachfolgenden Passagiere gequetscht und ich zweifle an, dass es hier gründlich zugeht. Gefühlt geht es hier hauptsächlich um Geschwindigkeit statt Gründlichkeit. Nunja, ich habe nichts zu verheimlichen, aber ein mulmiges Gefühl bleibt bei dieser eher oberflächlichen Kontrolle.

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Gleich hinter der Kontrolle wartet der Dutyfree-Shop auf, nebenan ein Souvenir- und Süßigkeitenladen, in dem ich fast Kamelmilch-Schokolade gekauft hätte. Über eine Rolltreppe geht es dann ins Obergeschoss zur Marhaba-Lounge.

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Vor der Lounge betreibt ein Herr Einlasskontrolle, offensichtlich werden Priority Pass - Karteninhaber hier im Zugang reglementiert. Ein Blick auf meine Bordkarte und schon erhalte ich - begleitend des Aufrufes "Business Class, Business Class!" - Eingang zur halbvollen Lounge. Es scheint, als freue man sich über Vollzahler (Airlines), als hätte man da eine Quote zu erfüllen.

Die Lounge hat weder Fenster noch irgendwas Spezielles, das warme essen ist okay (es gibt Pasta mit Tomatensosse, Chicken Biryani und eine vegetarische Option), aber der Rest nicht der Rede wert. Es gibt Wasser, Tee, Kaffee, Softrdinks und alkoholische Getränke. Kein Grund, hier auch nur einen Moment mehr als nötig abzuhängen. Steckdosen sind Mangelware, aber ich finde eine hinter einem Sessel und lade mein Telefon auf, bevor es gleich wieder in die Luft geht.

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Das Abfluggate ist ein abgegrenzter Bereich. Bordkarten und Pässe werden kontrolliert, dahinter findet eine selektive Handgepäckkontrolle statt. Dann sitzen alle Passagiere im (nicht-exklusiven) Wartebereich und warten auf die Busse. Hier findet auch kein Prio-Boarding statt.

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Gegen 17:15 Uhr öffnen sich die Türen, erst die linke, dann die rechte, dann wieder die linke. Die Passagiertraube rennt von links nach rechts und dann wieder nach links, wie ein Haufen wilder Hühner.

10 Minuten später besteige ich den A320neo, nehme die letzte Stufe vom FTL zum SEN, den ich beim Aussteigen in der Tasche haben werde.

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Ich nehme Platz auf 4F, ein Ort der Glückseligkeit für die nächsten 7 Stunden.

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Als Amenities für die BizClass-Reisenden warten hier auf: der Europasitz, ein weisses Kissen, der Blick aus dem Fenster und ein Klapptisch.

Um kurz nach 18 Uhr sind wir auf dem Weg zur Startbahn. Bye Bye, Dubai World Central!

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20 Minuten später überfliegen wir Dubai und die Palm, bevor wir durch die Wolkendecke verschwinden.

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Das Cockpit gibt heute eine längere Flugzeit an, 7 Stunden und 40 Minuten auf Grund von heavy Headwind. Dagegen könne man nichts tun, das wäre Physik :) und die Anschnallzeichen noch eine Stunden eingeschaltet lassen, denn es kann wackelig werden. Wird es auch, aber sehr moderat.

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Unte der Wolken im Golf sieht man beleuchtete Schiffe fahren. Über den Wolken startet dann gegen 20 Uhr (local) der Service. Ich bestellte vorab zu der Getränkerunde den Salami-Kohlenhydrate-Teller, der auf Grund der während der Anschnallzeichen-Stunde vorbereiteten Hauptmahlzeit fast zeitgleich aufgetischt wird. Dann gibts den Salamisnack halt danach zum Film (vom eigenen iPad).


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Die Weinbegleitung darf natürlich auch nicht fehlen, es gibt Scavi & Ray Prosecco Frizzante und einen Pinot Noir vom Weingut Motzenbäcker. Beides sehr gut trinkbar.

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Mangels Speisekarte hier die Vermutung, dass es sich um Ravioli mit Gemüse-Riccotta-Füllung in Sahnesosse gehandelt hat. Geschmacklich sehr gut, Portion überschaubar. Zum Dessert wird wieder Schokomousse mit Streuseln und Kirschen gereicht. Beides wurde in Hannover mit dem Hinflug verladen und ist tiefgekühlt nach Dubai gebracht wurden.

Nach dem Essen gönne ich mir ein wenig Fernsehzeit. Dazu gibts noch einen leichten Snack hinterher. Der Platz ist arg begrenzt, wie gut, dass die BizClass mit dem Mittelsitz ja noch einen Abfalltisch bereithält.


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Kurz vor 22 Uhr (local) gibts noch einen Schlummertrunk, danach verabschiede ich mich in ein Nickerchen.

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Aus dem Fenster gibt es einen interessanten Blick auf die Welt unten.

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Nun war es aber auch an der Zeit, knapp 1,5 Stunden vor der Landung in Düsseldorf die Currywurst zu bestellen. Der freundliche Purser hatte mir die letzten Portion zurückgelegt. Die Wurst ist übrigens auf vielfachen Kundenwunsch von einer Geflügelfleisch-Wurst wieder auf Schweinefleisch umgesetellt worden. Da haben die vielen Beschwerden ja wohl doch Wirkung gezeigt.

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Da es leider keine Pommes mehr gab (die Passagiere auf dem Hinflug haben bis auf 4 Portionen alles verspeist, schämt Euch!), müssen Pringles als Ersatz herhalten. Ich lasse mir zudem noch die letzte Laugenecke reichen. Und dann reichte es aber auch mit Essen.

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Um 23 Uhr landen wir dann wohlbehalten in Düsseldorf. Hier brennt noch Licht!
Nach 7 Stunden und 40 Minuten reicht es mir dann jetzt aber auch.
Wir laufen einmal des C- und dann das A-Gate ab, um im Non-Schengen-Bereich des Terminal A einzureisen.

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Vorbei laufe ich auch an den Türen zur Sen-Loung A in DUS, hier schaue ich nächste Woche mal vorbei :)

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Mein Auto hole ich bei eisigen Minusgraden aus dem P7 ab und fahre noch 50 Minuten heim.

Gespannt checke ich am nächsten Tag meine M&M App, ohne große Erwartungen der umgehenden Punktegutschrift. Aber - es geschehen noch Zeichen und Wunder - der Flug ist gutgeschrieben, die erwarteten 300 Points sind da und man beglückwünscht mich zum neuen Senator-Status!

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Tadaaa - das muss nun in den nächsten 14 Minuten ordentlich maximiert werden :)