Entlastungspaket 9 Euro Ticket ÖPNV und Zeitkarten

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Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.552
4.080
Nord Europa
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In A kostet ab Jänner das Klimaticket 117 Euro/Monat.

Ich bin nicht der Meinung das das D-Ticket zu teuer ist, aber es gibt keine Alternative für Wenigfahrer oder Personen die nur in einem begrenzten Radius fahren.

- Einzeltickets sind viel zu teuer.

- Gutverdienende: Entweder gibt es dieses stark reduziert oder sogar kostenlos

Der volle Preis (ab 2026: 63 €) kann bei 100 % Übernahme durch den Arbeitgeber auf 0 € reduziert werden, ist aber auch steuerfrei und sozialabgabenfrei anbietbar.


(Meine Kinder haben alle ein Deutschlandticket und zahlen im Durchschitt aller ca. 20 Euro/Monat)
 

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geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
In manchen Gemeinden ist die Monatskarte günstiger als das Deutschlandticket. Zugegebenermaßen ist das eher selten der Fall.

Bzgl. der 20 € im Durchschnitt für die Kinder: das geht nur, wenn die Kinder minderjährig sind und in einer Gemeinde wohnen, wo sie das D-Ticket kostenlos oder vergünstigt bekommen, oder wenn sie studieren (aber selbst da sind diejenigen dann bei mehr als 20 €/Monat) oder sie für einen Arbeitgeber arbeiten, der es mehr oder weniger stark bezuschusst. In letzterem Fall ist es eben als Gehaltsbestandteil zu betrachten.
 
Zuletzt bearbeitet:

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
Das D-Ticket-Thema hat sich in ein paar Jahren allerdings sowieso erledigt. So wie die Kosten im ÖPNV aus dem Ruder laufen, wird ihnen nichts übrig bleiben, als den Ticketpreis weiterhin deutlich stärker anzuheben als die allgemeine Inflationsrate.

Dann werden allerdings die Abonnentenzahl zurückgehen und ab einem bestimmten Punkt auch die Gesamteinnahmen.

Bizarr, wenn man heute im Anfang des Threads zurückliest. Da meinten einige Phantasten doch wirklich, dass sich das Ticket von selbst finanzieren würde. Na ja, wer jung ist und nicht links, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch links ist, hat keinen Verstand.
Manchmal meint man, der Sozialismus würde in Deutschland aktuell noch stärker ausgeweitet(nur eben für manche Gruppen).
Für die 3000 €, die E-Auto-Käufer fortan in den **** geschoben bekommen sollen, ließe sich ein D-Ticket stattdessen sogar für viele Jahre komplett bezahlen.
 
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kmak

Erfahrenes Mitglied
12.03.2016
1.499
1.044
Das D-Ticket-Thema hat sich in ein paar Jahren allerdings sowieso erledigt. So wie die Kosten im ÖPNV aus dem Ruder laufen, wird ihnen nichts übrig bleiben, als den Ticketpreis weiterhin deutlich stärker anzuheben als die allgemeine Inflationsrate..
Oh glückliches Luxemburg.

Da meinten einige Phantasten doch wirklich, dass sich das Ticket von selbst finanzieren würde..
Wenn man sieht wie viel durch Betrügereien abgezweigt wird wäre da schon mehr drin.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Dann werden allerdings die Abonnentenzahl zurückgehen und ab einem bestimmten Punkt auch die Gesamteinnahmen.
Die Abonnentenzahlen gehen aber auch zurück, wenn die Leistung nicht stimmt. Und sie stimmt in vielen Verbänden absolut nicht. Und der zweite Halbsatz ist nicht praxisrelevant. Der Preis, ab dem die Umsätze zurückgehen würde, ist so hoch, das er nicht erreicht wird, das ensprâche heute sicher über 200€. Im Prinzip wärmst du nur eine abgewandelte Form der Legende, das ganze würde sich quasi selbst tragen, wieder auf.

Manchmal meint man, der Sozialismus würde in Deutschland aktuell noch stärker ausgeweitet(nur eben für manche Gruppen).
Für die 3000 €, die E-Auto-Käufer fortan in den **** geschoben bekommen sollen, ließe sich ein D-Ticket stattdessen sogar für viele Jahre komplett bezahlen.
Jetzt mache bitte nicht eine typisch deutsche Neiddebatte draus! Es geht mir um Qualität im ÖPNV. Sicher mag es punktuell Missmanagement geben, aber Qualität kostet eben Geld. Und die Kosten sollten in einer Marktwirtschaft primär vom Kunden bezahlt werden. Dass der Staat Netzinfrastruktur bezuschusst, ist für mich kein grundsätzliches Problem. Aber dass die Nutzer deutlich weniger als ein Drittel der Kosten zahlen mit dem D-Ticket aktuell find ich ungerecht. Es müssen auch keine 90% der Kosten sein, die der ÖPNV-Kunde bezahlt, aber mehr als die Hälfte fände ich schon gerecht. Ich würde das Ticket trotzdem weiter kaufen.

Wenn man sieht wie viel durch Betrügereien abgezweigt wird wäre da schon mehr drin.
Stammtisch. Natürlich wurde mit heißer Nadel gestrickt. Mittlerweile sind die gröbsten Probleme behoben.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
Es geht mir um Qualität im ÖPNV.
Nun, Du hast primär über den Preis gesprochen.
Und rein rechnerisch könnte man einem Bürger statt 3000 € für ein neues E-Auto auch für drei Jahre das Deutschlandticket bezahlen, wobei da selbst zum Preis von 2026 noch massig Luft für eventuelle Preissteigerungen drin wäre.
Ist halt eine Frage der politischen Prioritäten (ähnlich wie bei der MWSt.-Senkung für die Gastronomie, die natürlich umgehend an den Verbraucher weitergegeben wird ; zugeben eine inhaltlich etwas andere Baustelle).

Stammtisch. Natürlich wurde mit heißer Nadel gestrickt. Mittlerweile sind die gröbsten Probleme behoben.
Mittlerweile = nach 2,5 Jahren. Es gab 2024 TÜV-Gutachten, die genau auf die Schwachstellen hingewiesen haben. Passiert ist genau nichts. Die beteiligten Unternehmen haben mehrheitlich abgelehnt, etwas zu verändern. Die Protokolle der Sitzungen sind nachlesbar.
Auch die Betrugsmasche mit den Lastschriften war vor Einführung des Deutschlandtickets längst bekannt (suche bei Interesse mal nach Lidl App). Es ging durch die Allgemeinpresse. Ist es zuviel verlangt, dass bei Verkehrsunternehmen im Besitz der öffentlichen Hand mit zig Millionen Umsatz vor einer Prozesseinführung für Zahlungsvorgänge eine einfache Risikoanalyse gemacht wird? Was machen die hochbezahlten Entscheider dort eigentlich beruflich?
Wie hier schon geschrieben wurde: bei jedem Mittelständler wären bei Millionenbetrug durch eklatante Schlamperei Köpfe gerollt.
Im übrigen darf man fragen, wer an den ca. 500 Mio. € Schaden verdient hat. Wenn über Monate Tickets verkauft und ausgegeben werden. In einigen Fällen mit dem offiziellen Zertifikat eines Verkehrsunternehmens signiert. Der Verdacht liegt nahe, dass hier Leute (Insider) persönlich durch den Schwarzverkauf in großem Stile profitiert haben.
Leistet das Verkehrsunternehmen, mit dessen Zertifikat "falsche" (technisch gesehen echte) Fahrscheine ausgegeben wurde, dafür eigentlich Schadensersatz bzw. führt die entsprechenden Einnahmen ab? Technisch gesehen hat jemand "an der Buchhaltung vorbei" Fahrkarten im großen Stil verkauft.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Das ist mir zu weit hergeholt, dein Verdacht. Scamming ist mittlerweile ein 15 Billionen Dollar großer Markt, das ist größer als die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik China. Und die Politik ist nicht sinnvoll vergleichbar mit einem privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Und das Argument mit dem Betrug ist ein Scheinargument! Der Betrieb des ÖPNV in Deutschland kostet ca. 26 Mrd. Euro im Jahr. 500 Mio. Betrug verteilt über 2,5 Jahre sind da nur ein winziger Bruchteil.

So unschön der Betrug ist, bleibt das Problem going forward bestehen, dass die Erlöse aus dem D-Ticket zu gering sind relativ zu diesen Kosten von 26 Mrd. Das Ticket muss teurer werden. Bund, Länder und Kommunen werden das nicht weiter in dem Maße weiter aus anderen Mitteln finanzieren. Da bräuchte es schon einen mächtigen Aufschwung in der Wählergunst von Linken und Grünen, damit das geschieht. Wird nicht eintreten.
 

Martin.Berlin

Erfahrenes Mitglied
07.07.2010
927
725
TXL
Interessante Argumentation. 2 % Schaden durch Betrug sind OK. 3 % nicht mehr?
Machst Du das in Deinem Broterwerb auch so?
MB
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
Ja, Betrug ist ein Problem, das nichts mit den Kosten an sich zu tun hat. Dennoch ist es skandalös, durch wieviel Inkompetenz und Schludrigkeit dies ermöglicht worden ist und vor allem offenbar ohne irgendwelche Konsequenzen bleibt.
Bzgl. Verdacht in konkretem Fall: falls noch nicht geschehen, beschäftige Dich mit den Einzelheiten, was da abgelaufen ist. Entsprechende Berichte wurden hier schon vor Monaten verlinkt.
 
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alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.813
3.101
Das Ticket muss teurer werden.
Warum soll das eigentlich nur eine Richtung gehen?

Wie wäre es denn die Kosten zu drücken?

Man könnte den ganzen Vertriebs- und Marketingsunsinn eindampfen nur eine Stelle die das Ticket vertreibt und fertig, wenn man dann noch an das aufgeblasene System der Verkehrsverbünde beseitigt lassen sich dort noch massiv weitere Kosten sparen.

Aber es ist eben wie der ÖRR jeder weiß, dass System ist unnötig überteuert aber etwas dagegen tun will man nicht, aber will natürlich die deutsche Urtradition Geld in den Ofen zu werfen und sich dann an anderer Stelle zu beschweren das Geld fehlt beibehalten.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Interessante Argumentation. 2 % Schaden durch Betrug sind OK. 3 % nicht mehr?
Toll, wie du mir versuchst, mir das unterzuschieben! Die Schäden sind nicht ok, ihre Beseitigung löst aber das Finanzierungsproblem nicht.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wie wäre es denn die Kosten zu drücken?
Bringt doch auch höchstens ein paar Prozent. Es geht nicht um ein privates, gewinnorientiertes Unternehmen. Die Effizienzzuwächse von Jahr zu Jahr sind eher bescheiden.

Flixbus bietet eine Verbindung an, wenn sie sich rechnet. Beim ÖPNV geht das ganz anders
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.813
3.101
Bringt doch auch höchstens ein paar Prozent.
Interessant wo deine Zahlen herkommmen, hast du dir schon mal angeschaut was so ein Verkehrsverbund kostet?

Man hat ja schon sehr gut gesehen, welche Kostenersparnis es gibt wenn der große Nachbarverbund den kleineren gefressen hat, aber das Kernproblem ist eben, dass die Frösche auf keinen Fall ihren Sumpf austrocknen wollen.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
ÖPNV wird durch die Bundesländer bestellt.

Wieso man Einsparungen durch Effizienzsteigerungen (Reduktion) im Verwaltungsapparat und Vertrieb nicht in Angriff nehmen soll, nur weil sie "nur" ein paar Prozent bringen, erschließt sich mir nicht.
In Berlin hat die BVG offenbar Geld, großflächig die Botschaft zu plakatieren (und Inhalte zu produzieren), alles werde in Zukunft besser.
Die Frage sei erlaubt, wieso sie diese Ressourcen nicht direkt dahinein steckt, Dinge besser zu machen. Dann würden es die Kunden auch ohne Plakate merken.
Vielleicht musste ja eine Werbeagentur daran verdienen (oder die Gehaltsstufe/Dienstwagengröße des Marketingvorstands bemisst sich an dessen Budget).
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Interessant wo deine Zahlen herkommmen, hast du dir schon mal angeschaut was so ein Verkehrsverbund kostet?

Man hat ja schon sehr gut gesehen, welche Kostenersparnis es gibt wenn der große Nachbarverbund den kleineren gefressen hat, aber das Kernproblem ist eben, dass die Frösche auf keinen Fall ihren Sumpf austrocknen wollen.
Ja, habe ich und für Deine These, dass Fusionen nennenswerte Effizienzgewinne bringen, gibt es m.E. keine systematischen Belege.

Das Gros der Kosten entfällt sowieso auf Verbände, die bereits sehr groß sind wie VRR, VBB, RMW, HVV, MVV, VRS. Was schwebt Dir vor, RMW und VRN zu verheiraten sowie VRR und VRS?

Das Gros der Kosten sind Fixkosten und Personalkosten. Die wirst du durch Fusionen nicht nennenswert senken, zumal es sowieso schon Kooperationen der Verbände gibt (z.B. Westfalentarif, Übergangstarif im RMV etc.)

Ich glaube dir gerne, dass du Ineffizienzen z.B. bei der Verwaltung finden würdest, wenn du im Detail schautest bzw. Rechnungshofsberichte liest. Ändert aber nichts daran, dass die größten Kostenblöcke für Bahnen, Busse, Schieneninfrastruktur, Gebäude, Busfahrer, Straba-Fahrer usw. nicht nennenswert sinken, wenn du Verbände zusammenschließt. Das ist intuitiv, da ja Kooperationen bestehen und nicht VRR und VRN redundant/doppelt Fahrleistungen erbringen.

Großer Finanzierungsbedarf bleibt bestehen und ich stehe zu meiner Meinung, dass eine stärkere Beteiligung der Fahrgäste aus meiner Sicht am gerechtesten und am wenigsten ökonomisch verzerrend ist.
 

alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.813
3.101
Das Gros der Kosten sind Fixkosten und Personalkosten. Die wirst du durch Fusionen nicht nennenswert senken
Wenn man die Verbünde auflöst und eine schlanke Struktur in die regionale Ebene schafft spart das sehr wohl massiv Kosten.

Beim Vertrieb und Marketing genauso, wobei sich die Frage stellt warum für dieses Produkt überhaupt Marketing betrieben werden muss.

Aber wir kommen da nicht weiter, eben typisch Deutsch das System dahinter.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Wenn man die Verbünde auflöst und eine schlanke Struktur in die regionale Ebene schafft spart das sehr wohl massiv Kosten.
Das behauptest du jetzt das 2. Mal ohne nähere Begründung. Man darf nicht vergessen, dass eine Informationssymmetrie dergestalt besteht, dass lokal die meisten Informationen vorliegen. In Frankfurt weiß man besser als in Kassel, ob der Takt einer der S-Bahnen angepasst werden muss oder wo im Neubaugebiet Frankfurt Nord neue Bushaltestellen benötigt werden.
Beim Vertrieb und Marketing genauso, wobei sich die Frage stellt warum für dieses Produkt überhaupt Marketing betrieben werden muss.
Damit Leute es nutzen?
Aber wir kommen da nicht weiter, eben typisch Deutsch das System dahinter.
Sicher gibt es in Deutschland Bürokratie, es gibt in manchen Fällen Korruption usw. Aber dazu kommt es doch auch in regionalen oder bundesweiten Staatsunternehmen.

Mein Hauptargument, dass Du Land, Immobilien, Fahrzeugführer en masse, Personal für die Instandhaltung usw. brauchst und das dies den Löwenanteil der Kosten ausmacht, ist doch nicht von der Hand zu weisen.

Auch in ökonomischen Musterländern wie der Schweiz oder Singapur machen Verkehrsbetriebe Werbung.
Du wirst mir doch nicht wirklich ernsthaft verkaufen wollen, dass Vertriebskosten oder die angeblich zersplitterten Verbände der Schlüssel zu massiven Kostensenkungen sind? Das sind doch Lachnummern

Es ist ökonomisch völlig unstrittig, dass sie variablen Kosten nicht das Gros der Gesamtkosten ausmachen. Und Marketing steht unter ferner liefen bei den variablen Kosten.
 
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alinakl

Erfahrenes Mitglied
15.07.2016
5.813
3.101
In Frankfurt weiß man besser als in Kassel, ob der Takt einer der S-Bahnen angepasst werden muss oder wo im Neubaugebiet Frankfurt Nord neue Bushaltestellen benötigt werden.
Ja und? dann hat man in Frankfurt ein Team von 4 und in Kassel von 2 Leuten die sich genau darum kümmern, anstatt schon jeweils 6 leitende Verwaltungsstellen im jeweiligen Verkehrsverbund zu haben.

Das Problem ist eben, das jeder Verbund eine eigene Verwaltung hat deren Nutzen effektiv gegen null geht, während die Leute die wirklich die Arbeit machen überlastet sind.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
54
79
Das Problem ist eben, das jeder Verbund eine eigene Verwaltung hat deren Nutzen effektiv gegen null geht, während die Leute die wirklich die Arbeit machen überlastet sind.
Da ich sowieso im ICE sitzen muss, habe ich mir soeben von Google Gemini die GuV's von der VGF (Frankfurt) und SWM (München) ziehen lassen. Extra für Dich. Fast alle operativen Kosten liegen in diesen unterliegenden Gesellschaften.

Ich drösele das jetzt exemplarisch auf für die VGF; ich habe mir auf Vorschlag von Gemini auch den passenden Geschäftsbericht der Stadtwerke Frankfurt für dasselbe Jahr ziehen lassen, weil ein Anhang dort verschiedenen Positionen weiter aufdröselt.. Da liegen die Aufwendungen des VGF insgesamt bei ca. 990 Mio. in der letzten verfügbaren GuV.

Personalaufwand und Materialaufwand, der Teile, Strom und andere Energieträger beinhaltet, machen zusammen > 75% der Kosten aus. Marketing und Vertrieb finden sich im dritten und letzten großen Hauptblock "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Gesamthöhe von etwas 240 Mio. Euro.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 55 Mio. für die Stadt bestimmt, um Tunnel/Straßen etc. nutzen zu dürfen. Instandhaltung und Fremdleistungen für Gebäudereinigung, Wartung von IT/Technik und Sicherheitstechnik machen etwa 75 Mio aus.Miete und Pacht sind ca. 35 Mio. für Betriebshöfe, Leasingraten für Busse/Bahnen und andere Gebäude, die sich nicht im Eigentum der VGF befinden.

Verwaltung und Vertrieb macht ca. 25 Mio. aus, also nur 2-3 Prozent der operativen Kosten!! Das sind nicht nur die RMV-Umlage für Marketing- und Vertriebskosten, sondern beinhaltet auch Prüfungs- und Beratungskosten für Wirtschaftsprüfer, Anwälte usw.

Der letzte Block Übriges entfällt auf Versicherungen, Risikovorsorge und anderen Kleinkram.

Ich habe auch Gemini eine separate Analyse fahren lassen, er meint, man müsste dies eigentlich noch bereinigen um ein paar kleinere Posten, insb. die Umlage für die Stadt Frankfurt von 55 Mio.

Der RMV selbst hat natürlich auch Zahlen, aber das sind zu 90-95 Prozent durchlaufende Posten. Das von RMV geleistete Management (durch die Firma RMV GmbH in Hofheim) hat geschätzt nur 60-80 Mio. originär eigene Verwaltungskosten. Ebenfalls sehr gering in Ansicht von Gesamtaufwand nahe 2,5 Mrd. Euro.

Wir können im Ergebnis festhalten, dass Du mit dem Punkt der angeblich massiven Vertriebs-, Verwaltungs- und Marketingaufwendungen komplett auf dem falschen Dampfer warst.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
14.430
8.341
Die SSB versprechen jedem Neukunden, der ein Jahr lang bei ihnen das Deutschlandticket abonniert, eine Gutschrift von 60 €. Das entspricht genau der jetzt anstehenden Preiserhöhung.