Es tut sich was bei der Bahn (u.a. mehr Angebote, kostenlose Sitzplatzreservierungen etc.)

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Allererste Reihe

Erfahrenes Mitglied
07.05.2012
1.719
4
Süddeutschland
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Was gegen einen Automaten im ICE spricht? Kosten!

Ich z.B. habe keine Lust so einen Automaten über meine Ticketkosten mitzutragen.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
12.566
6.697
Ich finde das richtig. Man kann auch noch bei Einfahrt des Zuges mit dem eigenen Handy ein Ticket lösen. Wer digital nicht entsprechend fit ist, muss halt 10 min früher am Bahnhof sein und ein Ticket old school lösen. Digitale Kompetenz wird heute einfach vorausgesetzt -

vielleicht gibt es ja Leute, die "digital fit" sind, aber (oder eher gerade deswegen) eben ihre Daten nicht an Apple oder Google ausliefern wollen und daher die Bahn App nicht nutzen.
 

schlepper

Erfahrenes Mitglied
31.08.2016
4.026
4.036
FRA
Corona-Absenkung des FV-Angebots ist wohl erstmal vom Tisch. Am Wochenende werden Unregelmäßigkeiten in Norddeutschland erwartet (50 cm Neuschnee angekündigt)
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
24.414
10.293
irdisch
Das Geschäftsmodell der Bahn ist, Tickets für Eisenbahnfahrten zu verkaufen. Wenn man Schalter und Reisezentren schließt und selbst Automaten aus Kostengründen zu teuer sind, oder deren Wartung, stimmt was nicht. So gewinnt man keine zahlenden Kunden. Das ist leider noch das angeblich überwundene Behördendenken. Für den Kunden muss es bequem sein, nicht für die Bahn.
 
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Allererste Reihe

Erfahrenes Mitglied
07.05.2012
1.719
4
Süddeutschland
Ganz im Ernst, es gibt die App, es gibt die Homepage, beides funktioniert super. Wenn das Kaff nicht all zu klein ist gibt es noch Automaten, in größeren Städten sogar noch Reisezentren.
Wer das alles nicht will kann telefonisch buchen und sich die Tickets (mit der Post) zuschicken lassen.

Wenn dann jemand aus Gründen des Datenschutzes oder weiß der Geier weshalb die App nicht mag, trotzdem aber nicht in der Lage ist mehr als eine Minute vor Abfahrt sein (Flex)Ticket zu buchen, der soll es dann halt sein lassen und Auto fahren.

Und das man einen Sparpreis nicht bis sieben Sekunden vor Abfahrt des Zuges kaufen kann ist doch bestenfalls logisch. Wer flexibel sein will kauft halt ein Flexticket.
 

Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
10.866
3.528
Wenn dann jemand aus Gründen des Datenschutzes oder weiß der Geier weshalb die App nicht mag, trotzdem aber nicht in der Lage ist mehr als eine Minute vor Abfahrt sein (Flex)Ticket zu buchen, der soll es dann halt sein lassen und Auto fahren.

Schön griffig formuliert, aber wie bereits beschrieben ist genau das, die Buchung eines passenden Flex-Tickets eine Minute vor Abfahrt, nicht immer möglich.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
24.414
10.293
irdisch
Ich habe selber mein Ticket immer schon vorher.
Diese Tonlage der Kundenverachtung passt mir aber gar nicht. Es gibt viele alte Leute ohne Smartphones. Wer öfter Bahnkarten kauft, kann das. Die Bahn ist aber für die vielen Wenigfahrer viel zu teuer und undurchsichtig.

Nachlösen können finde ich einen Basisservice. Die Fahrgäste kann man doch nicht einfach hintenrum "kriminalisieren", nur weil die Bahn offenbar mittelfristig alle Schaffner einsparen will? Die wollen einfach alle schön bequem elektronisch in ihrem System haben, deshalb gibt es auch das tolle selber Anmelden am Platz "Angebot".
 
Zuletzt bearbeitet:

Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
3.674
1.055
noch TXL
Ich habe selber mein Ticket immer schon vorher.
Diese Tonlage der Kundenverachtung passt mir aber gar nicht. Es gibt viele alte Leute ohne Smartphones. Wer öfter Bahnkarten kauft, kann das. Die Bahn ist aber für die vielen Wenigfahrer viel zu teuer und undurchsichtig.

Nachlösen können finde ich einen Basisservice. Die Fahrgäste kann man doch nicht einfach hintenrum "kriminalisieren", nur weil die Bahn offenbar mittelfristig alle Schaffner einsparen will? Die wollen einfach alle schön bequem elektronisch in ihrem System haben, deshalb gibt es auch das tolle selber Anmelden am Platz "Angebot".

Genau das, wenn man sich dann noch proaktiv - nach dem Einsteigen beim Zugbegleiter meldet - sollte ein Nachlösen (zum akzeptablen Bordpreis) weiterhin möglich sein.

Weltenbummler
 
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Goofy

Erfahrenes Mitglied
09.05.2010
326
386
Genau das, wenn man sich dann noch proaktiv - nach dem Einsteigen beim Zugbegleiter meldet - sollte ein Nachlösen (zum akzeptablen Bordpreis) weiterhin möglich sein.

Weltenbummler

Wenn es denn auch Reisende gibt, die das wirklich "proaktiv" machen - ich habe bisher eher Fälle gesehen, die darauf gehofft hatten, nicht kontrolliert zu werden - manche stellen sich schlafend, bekommen die Frage "noch jemand zugestiegen?" komischerweise nie mit, etc.
 

Der blanke Hon

Erfahrenes Mitglied
08.10.2020
399
4
DUS
welche Zielgruppe kaufte bisher Tickets im Zug? Werden wohl die wenigsten 70+ gewesen sein.
WORD!



Es gibt im Fernverkehr mehr Missbrauch, als man denkt. Es ist einfach ne andere Situation als im Nahverkehr. Sehr viele Fahrgäste reisen nur sehr sporadisch im Fernverkehr. Und viele kapieren die Regeln nicht, zumindest punktuell nicht. Schaffner sind mehrmals täglich in der Situation, wo jemand eine Regel verletzt. Die haben gar nicht die Zeit, jeden Verstoß zu sanktionieren. Oftmals beschränken sie sich auf eine Belehrung des Fahrgasts, gerade weil oft der Eindruck entsteht, es handelt sich um einen ehrlichen Fehler eines Gelegenheitsfahrers. Als Vielfahrer (früher mit schwarzer Mamba) habe ich es mehrfach erlebt, dass Einzelne das Wohlwollen der Schaffner für sich ausnutzen. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, so die Rechtsfloskel. In der Praxis schützt sie meist doch im Zug der DB. Und Dreistigkeit siegt auch.


Die Leute, die nicht internet-affin sind, kaufen in seltensten Fällen im Zug (sondern lösen vorab am Schalter oder bitten das Enkelkind um Onlinebuchung...). Und der Geschäftsreisende, der in letzter Sekunde zum Zug hechtet, sollte sich in Zukunft halt bereits in der Straßenbahn oder im Taxi per Handy die Fahrkarte kaufen. Wenn er das nicht will, soll er gefälligst den Flexpreis zahlen. So what?
 
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Luftikus

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08.01.2010
24.414
10.293
irdisch
Ich halte den Ansatz für kundenfeindlich. Die Bahn möchte ja mehr Kunden. Die erreicht man nicht mit weniger Service.

Vermutlich sollte hier lieber mal ein Schaffner erzählen, in welchen dringenden Fällen Reisende beim ihm noch Fahrkarten kaufen konnten? Da kommt bestimmt auch einiges zusammen.
 

Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
3.674
1.055
noch TXL
WORD!



Es gibt im Fernverkehr mehr Missbrauch, als man denkt. Es ist einfach ne andere Situation als im Nahverkehr. Sehr viele Fahrgäste reisen nur sehr sporadisch im Fernverkehr. Und viele kapieren die Regeln nicht, zumindest punktuell nicht. Schaffner sind mehrmals täglich in der Situation, wo jemand eine Regel verletzt. Die haben gar nicht die Zeit, jeden Verstoß zu sanktionieren. Oftmals beschränken sie sich auf eine Belehrung des Fahrgasts, gerade weil oft der Eindruck entsteht, es handelt sich um einen ehrlichen Fehler eines Gelegenheitsfahrers. Als Vielfahrer (früher mit schwarzer Mamba) habe ich es mehrfach erlebt, dass Einzelne das Wohlwollen der Schaffner für sich ausnutzen. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, so die Rechtsfloskel. In der Praxis schützt sie meist doch im Zug der DB. Und Dreistigkeit siegt auch.


Die Leute, die nicht internet-affin sind, kaufen in seltensten Fällen im Zug (sondern lösen vorab am Schalter oder bitten das Enkelkind um Onlinebuchung...). Und der Geschäftsreisende, der in letzter Sekunde zum Zug hechtet, sollte sich in Zukunft halt bereits in der Straßenbahn oder im Taxi per Handy die Fahrkarte kaufen. Wenn er das nicht will, soll er gefälligst den Flexpreis zahlen. So what?

Wir reden aneinander vorbei. Natürlich gibt es auch Deine genannten ( man nennt sie wohl in der eisenbahnersprache Grau-)Fälle.

Ich meinte bei einem proaktiven bemühen sollte es auch weiterhin einen bordpreis ( Flexticket) geben.
Immer mehr Bahnzentren schliessen und es hat auch vor Corona länger gedauert als gelegenheitsfahrer (ohne Comfortstatus) eine Fahrkarte zu erstehen.
Wie schon gesagt, nicht jeder kauft digital seine Fahrkarte.
Und auch lange im Vorverkauf erstandene Fahrkarte verlieren bei sich kurzfristig ändernden rückfahrtstermin
leider ihre Gültigkeit.
Es gibt die einen Fälle und es gibt die anderen Fälle.
Aber wer sich sofort nach Einstieg beim Zugpersonal meldet, sollte hier dann auch zukünftig kulant behandelt werden und z.b..ein Flexticket erstehen können.

Wb
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
24.414
10.293
irdisch
Es gibt ja auch Züge die ausfallen, verpasste Verbindungen und dann hechtet man in den nächsten Zug, vielleicht über eine andere Route, ohne vielleicht das passende Ticket. Das muss noch gehen. Nicht alle sind unehrlich.
 

Der blanke Hon

Erfahrenes Mitglied
08.10.2020
399
4
DUS
Ich halte den Ansatz für kundenfeindlich. Die Bahn möchte ja mehr Kunden. Die erreicht man nicht mit weniger Service.
Die Feststellung, dass man mit weniger Service bei sonst gleichem Produkt nicht zusätzliche Kunden gewinnt, ist ja nun sehr banal.

Aber mach hier bitte nicht eine Mücke zum Elefanten. Du kannst doch nicht wirklich so naiv sein, zu glauben, dass die Ausgestaltung des Bordverkaufs von Fahrkarten von irgendeiner zahlenmäßigen Bedeutung beim Plan zur Gewinnung von Millionen neuer Fahrgäste ist? Mit der Neuregelung wird ein kleiner Fehlanreiz korrigiert, nicht mehr, nicht weniger.

Ergänzung: Gleiche Replik an airsicknessbag. Mücke und Elefant bzw. Kirche und Dorf.
 
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red_travels

Reisender
16.09.2016
25.542
15.418
www.red-travels.com
Wäre vielleicht an der Zeit, dass die Bahn eine Reservierungspflicht macht und für Flexpreise eine flexiblere Umbuchung der Reservierung ermöglicht, in Zukunft kann man ja auch die Comfort Sitze genauer kontrollieren.
 

Lutz1

Erfahrenes Mitglied
21.12.2016
1.238
820
Wenn es denn auch Reisende gibt, die das wirklich "proaktiv" machen - ich habe bisher eher Fälle gesehen, die darauf gehofft hatten, nicht kontrolliert zu werden - manche stellen sich schlafend, bekommen die Frage "noch jemand zugestiegen?" komischerweise nie mit, etc.


Mit NC Kopförer kann man den Schaffner schon mal überhören:)
 

Luftikus

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08.01.2010
24.414
10.293
irdisch
Für Norddeutschland ist am Wochenende ein Wintereinbruch angekündigt, der sich wohl sehr stark auf die Bahn auswirkt.
Es wird bereits intern "Stufe 0" angekündigt, was immer das bedeutet. Aber nach "alles rollt unbeschwert weiter" klingt es nicht.

Die NLZ ruft die Stufe 0 in den Regionalbereichen Nord, Ost, West, Südost, Mitte nach Störungsmanagement Ril. 420.1000 ab Samstag, 06.02.2021 06:00 Uhr bis Montag, 08.02.2021 12:00 Uhr aus.
Erwartet werden starke Schneefälle und Eisregen in den genannten Regionalbereichen mit entsprechend zu erwartenden möglichen Einschränkungen im Bereich der DB Netz.
Die weitere Kommunikation und notwendige Anpassungen wurden gesondert bekanntgegeben.
(NLZ ist die Netzleitzentrale)

https://nlz-live.dbnetze.com/content/news/article/601bfbec9049f61d40b17ad7

https://www.mfk-frankfurt.de/werbekampagnen-die-geschichte-machten/alle-reden-vom-wetter/
 
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trawler

Erfahrenes Mitglied
22.12.2015
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BRE HAM BER
Wäre vielleicht an der Zeit, dass die Bahn eine Reservierungspflicht macht und für Flexpreise eine flexiblere Umbuchung der Reservierung ermöglicht, in Zukunft kann man ja auch die Comfort Sitze genauer kontrollieren.


Ich finde diese Diskussion nach einer Reservierungspflicht einfach nur noch nervig. Wenn es wirklich politisch und gesellschaftlich gewollt ist, dass mehr Menschen mit der Bahn fahren, dann steht eine Reservierungspflicht dem gegenüber. Es sollte weiterhin jedem Fahrgast frei gestellt sein, ob er einen sicheren Platz will oder eben nicht. Im Falle eines Falles stehe ich halt im Gang, wenn ich dadurch doch noch spontan von A nach B komme, dann kann ich darüber mit Leichtigkeit hinweg schauen.
Und ich frage mich gerade ernsthaft, was das eine hier mit dem anderen zu tun hat.
 

red_travels

Reisender
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www.red-travels.com
Wir reden hier im Bordverkauf immer vom Flexpreis.

dann kauft der ihn halt im Voraus, Bordpreiszuschlag lag bei 19€, Storno wäre nach 1. Geltungstag auch bei 19€, oder man hat einen Business Account und kann eben kostenlos stornieren.

Zur Reservierungspflicht: Ließe sich doch einfach ins Ticket inkludieren wie in unseren Nachbarländern auch (geht ja schon bei 1. Kl.), ist ein Zug ausgebucht ist dieser doch heute schon nicht mehr buchbar auch für Flextickets. Niemand steht gerne im Gang von München bis Berlin im übervollen ICE und der nachfolgende ist dann komplett leer. Natürlich könnte die Bahn die Auslastung auch besser steuern und bei entsprechender Buchungslage größere oder kleinere ICE einsetzen.
 
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Goofy

Erfahrenes Mitglied
09.05.2010
326
386
Ich finde diese Diskussion nach einer Reservierungspflicht einfach nur noch nervig. Wenn es wirklich politisch und gesellschaftlich gewollt ist, dass mehr Menschen mit der Bahn fahren, dann steht eine Reservierungspflicht dem gegenüber. Es sollte weiterhin jedem Fahrgast frei gestellt sein, ob er einen sicheren Platz will oder eben nicht. Im Falle eines Falles stehe ich halt im Gang, wenn ich dadurch doch noch spontan von A nach B komme, dann kann ich darüber mit Leichtigkeit hinweg schauen.
Und ich frage mich gerade ernsthaft, was das eine hier mit dem anderen zu tun hat.

Die Meinungen und Geschmäcker sind verschieden - aber meiner Meinung nach ist eine Reservierungspflicht für IC / ICE schon lange überfällig, wenn man nachhaltig den Bahnverkehr attraktiver machen will - das klappt in vielen Ländern fast perfekt - nur in Deutschland meinen einige Leute, es sei ein Grundrecht, jeder Zeit in jeden Zug einsteigen zu können. Das genau hält mich oft vom Bahnfahren ab - ich hasse überfüllte Züge und manchmal wurde dann einfach aus Bequemlichkeit des Personals auch die erste Klasse freigegeben. Manchmal konnte der Zug wegen Überfüllung nicht losfahren - das kenne ich aus Frankreich, Japan, Italien und Spanien nicht - höchstens aus Indien.... Ich fahre gern Bahn, vor allem wenn es gute Verbindungen gibt, was in Deutschland leider nur auf wenigen Strecken der Fall ist, weil man seit Jahrzehnten verpennt hat, ein leistungsfähiges HGV Netz aufzubauen - selbst die neue Strecke München - Berlin ist eine deutsche Fehlplanung mit überflüssigen Schlenker nach Erfurt, der > 20 Minuten kostet, statt direkt oder via Jena zu bauen. Ich finde es auch widerlich, wenn man ständig diskutieren muss, wenn wieder andere auf dem eigenen reservierten Platz hocken und sich dann erst langsam trollen ....
Gerade nach Corona kann kein normaler Mensch die alten Zustönde in den Zügen wieder wollen und daher müsste man halt eine Reservierungspflicht haben - und als ich letztes Jahr mit einem ausgebuchten TGV von Paris nach Aix fahren wollte, war dieser auch ausgebucht - kein Problem - etwas Leckeres essen gehen und eine Stunde später reisen.... - das kann auch Lebensqualität sein