KE 480: unruly man / FA hilflos - Richard Marx hilft aus

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Geby86

Erfahrenes Mitglied
21.07.2011
391
138
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Singer Richard Marx 'restrains unruly man' on Korean Air flight - BBC News

Bin gerade auf diesen Vorfall gestossen.
Auf youtube sind auch schon einige Filme dazu.

Das passiert zwar täglich irgendwo: Was mich aber als häufiger Kunde von KE und OZ beunruhigt hat sich hier bestätigt: Die vorwiegend weibliche Crew ist zwar nett anzuschauen, in Notsituationen aber überfordert.
"The all female crew was clueless and not trained as to how to restrain this psycho and he was only initially subdued when I and a couple other male passengers intervened... Korean Air should be sanctioned for not knowing how to handle a situation like this without passenger interference"

Ich hatte leider auch immer wieder auf meinen Flügen von OZ und KE beobachtet, wie unbeholfen die Crew sein kann, wenn es "draufgängerische" (meist koreanische) Passagiere hat. Da ich ein paar Brocken koreanisch verstehe, fällt es mir vielleicht auch mehr auf. Es kam zum Glück nie zu einer wahren Eskalation, aber leider fühle ich mich nach so einem Vorfall nicht sicherer.
 

Sunchaser

Erfahrenes Mitglied
12.09.2011
746
0
ZRH
Naja, ganz ehrlich, da gibt es halt auch körperliche Grenzen wenn nur weibliche crew members an Bord sind und kein air marshall.

Wie gut KE CCM für solche Situationen ausgebildet sind kann ich nicht sagen, aber grundsätzlich hat man als F/A keine Polizei- oder Nahkampfausbildung.
 
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BjoernSOAD

Erfahrenes Mitglied
31.12.2014
884
0
MUC
Wird in Korea nicht an jeder Schule Taekwondo im Schulsport gelehrt?
Gab es keine anderen Passagiere, die helfen konnten/wollten?
Wieso hat man diesen "Kunden" nicht irgendwo unterwegs abgeladen?
 

Geby86

Erfahrenes Mitglied
21.07.2011
391
138
Wie gut KE CCM für solche Situationen ausgebildet sind kann ich nicht sagen, aber grundsätzlich hat man als F/A keine Polizei- oder Nahkampfausbildung.

Das stimmt natürlich absolut.
Wenn ich aber an eine ähnliche Situation in den USA denke, in der 2 selbstsichere FA einen betrunkenen Passagier in Schach hielten, dann geht es mir hier nicht um die Nahkampffähigkeit.
Vielmehr ist es die fehlende selbstsichere/überzeugende Ausstrahlung der koreanischen FA. Das Sicherheitsgefühl wird dadurch nicht gerade erhöht.

Auch ist die koreanische (und wohl viele andere asiatischen) Kultur(en) immer noch stark von Tradition geprägt. Tradition, welche es einer jungen Frau nicht erlaubt, einem älteren Herr zu widersprechen. Solche Grundvoraussetzungen machen das Abwickeln von solchen Konfliktsituationen, in denen eine Flugbegleiterin autoritär auftreten müsste nicht einfach.
 

Trinick

Erfahrenes Mitglied
07.07.2010
650
69
DUS, neuerdings: ARN
Ich glaube so generell kann man das nicht sagen. "Alle FAs aus Asien sind schwach" oder wie auch immer man das sagt. DIESE Crew hat nicht richtig reagiert. Keine Frage!

Aber es waren auch (weibliche) koreanische FAs die nach der Crashlandung der Asiana 777 in SFO verletzte Passagiere Huckepack zum Ausgang getragen haben. In einem brennenden Flugzeug! Hier hätten Crews aus anderen Ländern sich selbst gerettet (was ok ist!) und sich nicht bis zum Schluss um die Passagiere gekümmert. Und auf YouTube gibt es dieses Video wo eine chinesische FA einen Passagier dermaßen zusammenstaucht und anschreit das andere FAs sie zurückhalten weil es so aussieht als würde sie den Passagier gleich schlagen. Er hatte wohl einen blöden Spruch gemacht, aber war sonst nicht gewalttätig oder so.
 
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Tipene

Aktives Mitglied
15.08.2014
222
749
TXL
Ich habe mir das Video auf Youtube angeschaut. In der Tat waren die FA's in der Situation hilflos. Allerdings bezweifle ich, dass mit selbstsicherer Ausstrahlung der Fa's die Renitenz des Pax bezwungen werden hätte können. In diesem Fall hat nur Gewalt geholfen. Diesen Richard Marx hatte ich im Video nur im Hintergrund sehen können. Gefesselt wurde der Pax von einem männlichen Koreaner. Schlimm genug alles. Ist mir zum Glück noch nie passiert.
 

Sunchaser

Erfahrenes Mitglied
12.09.2011
746
0
ZRH
Mann muss hier aber schon auch noch dazu sagen: Korea ist nicht gleich China.
Diesbezüglich hat Geby86 schon Recht, ich kenne die koreanische Kultur selbst sehr gut und es gibt schon Situationen in denen die kulturellen Gewohnheiten potentiell zu Problemen führen können.
In der Kabine sehe ich das aber als weniger kritisch an als im Cockpit.

Obschon sich das auch stetig verändert ist Korea meiner Meinung nach in dieser Hinsicht um einiges konservativer als andere asiatische Länder und das wiederspiegelt sich auch in der Arbeitskultur.
 

chuan

Reguläres Mitglied
06.05.2016
60
10
FRA
Ich kann mich an einen Artikel in der South China Morning Post erinnern, wo die Flugbegleiterinnen einer in Hongkong beheimateten Fluglinie (Hongkong Airways oder Dragon Airways (jetzt: Cathay Dragon)) Wingchun Unterricht erhielten, um sich gegen problematische Passagiere (meist aus Mainland China) zur Wehr zu setzen. Ist schon paar Jahre her.

High-kicking cabin crew using wing chun to defend against aggressive passengers | South China Morning Post
Chinese airlines teach air stewardess kung fu - Telegraph
 

Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
4.492
20
Farewell City
Es gibt imho nur Mittel: Abschreckung, Black-List und Verbot von harten Alkoholika an Bord.

Abschreckung durch

- eine globale Gesetzesinitiative im Sinne "gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr"

- eine konsequente "Offload" at nearest suitable airport policy

- eine konsequente "Zero tolerance" Policy bei "threatening or unruly" behaviour on board

- eine globale "Black List" (No fly List) auf die jeder Pax kommt der sich den UK Regeln folgende

Category 1:Aggressive or abusive but possible to influence. Compliance after staff intervention.

Category 2:Aggressive and not easily influenced. The passenger refuses to follow the instructions of staff and thus interferes with and hinders them in their duties

Category 3: Physical violence, threats and other punishable behaviour.

- Kein "Liquor" mehr an Bord (auch kein Duty Free!)

Das hilft alles nicht im Krisenfalls (dann finden sich hoffentlich die geeigneten Paxe,
die Initiativ werden) aber langfristig werden diese Vollidioten dadurch sicher "weniger".
 
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Fremder

Erfahrenes Mitglied
28.04.2012
501
193
- Kein "Liquor" mehr an Bord (auch kein Duty Free!)
".

Das wäre auch aus anderen Gründen sinnvoll. Erinnere mich dunkel an eine "Mayday"-Sendung, wo der hochprozentige Alkohol in den Gepäckfächern bei einem Unfall wie Brandbeschleuniger gewirkt haben.

Die folgende Initiative zum Verbot von hochprozentigen Alk in Flugzeugen scheiterte dann an der entsprechenden Lobby - der Duty-free-Verkauf an den Airports und an Bord ist doch ein wesentlicher Umsatz/Margen-Faktor.