LH (und Konzern) "Woher kommt das Flugzeug?"

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freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
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Auf der Seite von LH, OS und LX kann man den Flugstatus der nächsten Tage prüfen. In vielen, wenn auch nicht in allen Fällen, lässt sich das Flugzeug mit einem Klick auf "Woher kommt das Flugzeug?" nachverfolgen. Die Funktion kannte ich bisher nicht, sie bringt mich gleich zu zwei Fragen:
  • Mit der Funktion kann man maximal 5 Tage in die Zukunft sehen, und das betreffende Flugzeug von dort ausgehend bis heute verfolgen. Wo ein Flugzeug, das heute eine gewisse Route fliegt in 5 Tagen sein wird, kann man nicht in Erfahrung bringen. Es muss allerdings eine Datenbank geben, ist der Zugriff darauf irgendwie möglich?
  • Wie zuverlässig ist diese Funktion? Alle FRA-MUC-Rotationen mit B789 vom 26.03. bzw. 23.03. lassen sich bis heute zurückverfolgen. Und siehe da, es sollte die D-ABPU werden. Darf man sich darauf einigermaßen verlassen?
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
Ich hatte in der Vergangenheit mehrmals, dass das Flugzeug die Route wie in der App angezeigt wurde geflogen ist.
Aber die Reg trotzdem mehrfach getauscht wurde. Betraf aber shorthaul.
Subjektiv: Je "austauschbarer" das Flugzeug ist, desto austauschbarer ist die Reg.

Bei FR24 sind je nach Airline die Flüge ja auch mehr oder weniger früh bereits mit Reg angezeigt.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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  • Mit der Funktion kann man maximal 5 Tage in die Zukunft sehen, und das betreffende Flugzeug von dort ausgehend bis heute verfolgen. Wo ein Flugzeug, das heute eine gewisse Route fliegt in 5 Tagen sein wird, kann man nicht in Erfahrung bringen. Es muss allerdings eine Datenbank geben, ist der Zugriff darauf irgendwie möglich?

Nein, die ist intern. Wobei "Woher kommt das Flugzeug" da schon ein ziemlich genialer Workaround ist.

  • Wie zuverlässig ist diese Funktion? Alle FRA-MUC-Rotationen mit B789 vom 26.03. bzw. 23.03. lassen sich bis heute zurückverfolgen. Und siehe da, es sollte die D-ABPU werden. Darf man sich darauf einigermaßen verlassen?

Das bildet den aktuellen und vor allem echten Planungsstand ab, das sind keine Platzhalter. Wenn noch kein Flugzeug geplant ist, steht da nichts. Wenn da etwas steht und nichts dazwischenkommt, ist das dann auch das Flugzeug, das fliegt. Klar ist natürlich auch, dass je weiter ein Flug entfernt ist, je volatiler die Lage ist (Wetter, Streik...) und je größer die Teilflotte ist (sprich: LH wird eher umplanen als VL oder EN), desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Veränderungen kommt. Swiss ist z.B. ziemlich notorisch, die sind gerade bei den CSeries sehr schnell bei der Hand mit dem Tauschen.
 

B727—230

Erfahrenes Mitglied
30.11.2019
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  • Wie zuverlässig ist diese Funktion? Alle FRA-MUC-Rotationen mit B789 vom 26.03. bzw. 23.03. lassen sich bis heute zurückverfolgen. Und siehe da, es sollte die D-ABPU werden. Darf man sich darauf einigermaßen verlassen?
Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit bis ungefähr 2 Tage im Voraus bei den FRA-MUC-Rotationen bei der 787 bei ca 50 Prozent für ein bestimmtes Reg ist. Ein Tag im Voraus bei ca 80 Prozent. Und generell bis zum aktuellen Tag noch zu etwa 10 Prozent die Möglichkeit besteht, dass kurzfristig auf A320/321 getauscht wird. Ich wollte auch einmal mit der PU fliegen und habe erst am aktuellen Tag auf Meilen gebucht.
 
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freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
7.559
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Was mir gerade aufgefallen ist: Am 23.03. wird für LH104 nur eine "Boeing 787-9" genannt. Geht man einen Flug zurück, steht da bei LH757 eine "Boeing 787-9 | LH 100 years". Warum steht der Hinweis auf die Lackierung am 23.03. nicht dabei? Am 24.03. wird auf LH88 ein "Airbus A320 | Star Alliance" angezeigt, und das ist 3 Tage in der Zukunft.

Nette Spielerei, aber vermutlich auch nicht mehr.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nachtrag: Am 25.03. fliegt LH93 ein "Airbus A321 | Star Alliance". Nur gibt es den leider gar nicht.

Wie es scheint, kann man das Fluggerät auch aus Hühnerinnereien herauslesen, das ist wohl ähnlich zuverlässig.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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Ist aber doch auch völlig Wurscht mit welcher Reg geflogen wird.

Ich würde echt gerne mal mit der HB-JBA fliegen, weil das die einzige noch von Bombardier gebaute CSeries ist. Alle weiteren wurden von der dann neu (aus)gegründeten CSALP hergestellt, die später zu Airbus Canada wurde. Glasperlenspiel, klar, aber irgendwie fände ich es halt witzig. Nur bei LX ist es unheimlich schwierig, da hilft nur Schrotschuss :LOL: Hatte neulich CS3 beim Buchen, dann umgestellt auf CS1, sobald das Kennzeichen geplant war, war es JBE, und irgendwann mittags wurde dann (Abendflug) auf JBB umgeplant. Die wurde es dann auch, aber knapp daneben ist auch vorbei ;)
 

TAPulator

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25.12.2011
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Ich würde echt gerne mal mit der HB-JBA fliegen, weil das die einzige noch von Bombardier gebaute CSeries ist. Alle weiteren wurden von der dann neu (aus)gegründeten CSALP hergestellt, die später zu Airbus Canada wurde. Glasperlenspiel, klar, aber irgendwie fände ich es halt witzig. Nur bei LX ist es unheimlich schwierig, da hilft nur Schrotschuss :LOL: Hatte neulich CS3 beim Buchen, dann umgestellt auf CS1, sobald das Kennzeichen geplant war, war es JBE, und irgendwann mittags wurde dann (Abendflug) auf JBB umgeplant. Die wurde es dann auch, aber knapp daneben ist auch vorbei ;)

Die Chancen, überhaupt noch eine 100er C-Serie bei LX zu bekommen, schwinden ja leider zunehmend.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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Ich bin fünfmal LX CSeries geflogen, davon viermal CS100. Dreimal wurde von CS300 auf CS100 getauscht, einmal von CS100 auf CS300 und einmal blieb die CS100 von Buchung bis Flug bestehen.

Ich bin sechsmal ERJ bei Helvetic geflogen. Der Typ als solcher blieb sechsmal unverändert von Buchung bis Flug, und auch das Kennzeichen wurde, wenn es einmal in den Systemen (FR24, "Woher kommt mein Flugzeug?") war, nie getauscht.
 
Zuletzt bearbeitet:

freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
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Auf der Seite von LH, OS und LX kann man den Flugstatus der nächsten Tage prüfen. In vielen, wenn auch nicht in allen Fällen, lässt sich das Flugzeug mit einem Klick auf "Woher kommt das Flugzeug?" nachverfolgen. Die Funktion kannte ich bisher nicht, sie bringt mich gleich zu zwei Fragen:
  • Mit der Funktion kann man maximal 5 Tage in die Zukunft sehen, und das betreffende Flugzeug von dort ausgehend bis heute verfolgen. Wo ein Flugzeug, das heute eine gewisse Route fliegt in 5 Tagen sein wird, kann man nicht in Erfahrung bringen. Es muss allerdings eine Datenbank geben, ist der Zugriff darauf irgendwie möglich?
  • Wie zuverlässig ist diese Funktion? Alle FRA-MUC-Rotationen mit B789 vom 26.03. bzw. 23.03. lassen sich bis heute zurückverfolgen. Und siehe da, es sollte die D-ABPU werden. Darf man sich darauf einigermaßen verlassen?
Jetzt wissen wir ein Bisschen mehr: Die D-ABPU war am 23.03. nicht im Einsatz. Am 26.03. hingegen schon. In meinem Fall ist auch tatsächlich die OE-LPA von VIE nach FRA geflogen.
 

Volume

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01.06.2018
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  • Wie zuverlässig ist diese Funktion?
So zuverlässig wie die Airline inflexibel...

Hatte letztlich einen Flug ab MUC der mit 15 Minuten Verspätung angekündigt war, das "Woher kommt das Flugzeug?" kam aus EDI und war laut FR24 gerade über der Nordsee, also nix mit 15 Minuten, also zurück in die Lounge und da noch mal am Schalter gefragt, Auskunft "das wird sich in wenigen Minuten ändern", dann Umzug an ein anderes Gate und Nutzung eines anderen Flugzeugs.
Für mich natürlich praktisch, aber es macht die Angaben natürlich zur Makulatur.

Ich gehe davon aus das passeiert mehrmals täglich, die eigentlich wegen Kapazität, Crewverfügbarkeitr, Wartung etc. optimierte Planung wird kurzfristig umgeworfen, und ankommende Flugzeuge auf andere als die geplanten Routen geschickt, um keinen Flug absagen oder keine Ausgleichszahlung leisten zu müssen.

Das ganze Zeugs ist Nix wert, da permanent getauscht und optimiert wird.
Das ist dann aber eher in etwas größeren Zeiträumen nach Buchungssituation geplant und Teil des Yield-Managements. Meist bekommt man die "Ihr Sitzplatz hat sich geändert" Mails schon 3-5 Tage vor dem Flug. Zu dem Zeitpunkt gibt es vermutlich noch gar keinen "Woher kommt das Flugzeug?" Button beim Flugstatus.
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
22.714
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Meist bekommt man die "Ihr Sitzplatz hat sich geändert" Mails schon 3-5 Tage vor dem Flug. Zu dem Zeitpunkt gibt es vermutlich noch gar keinen "Woher kommt das Flugzeug?" Button beim Flugstatus.

Den gibt es von Anfang an, wenn das Flugzeug geplant ist. Und "von Anfang an" heißt in dem Fall, sobald der Flugstatus verfügbar ist, also fünf Tage vor Abflug.

Ich habe jetzt spaßeshalber immer mal wieder reingeguckt, aber sechs Tage vor Abflug (mein Flug war der erst Flug morgens nach einem Nightstop an einer Außenstation, insofern stand die Planung für den Outbound standardmäßig fünf Tage vor Abflug im System, was für meinen Inbound sechs Tage bedeutete. Das blieb bis zum Nachmittag des Abflugtages stabil, und dann wurde auf eine andere Maschine des selben Typs gewechselt.

So zuverlässig wie die Airline inflexibel...

Da sagst Du was. Ich bin ja immer überrascht (negativ überrascht, muss ich sagen), wie LH schon Monate im voraus weiß, ob sie einen A320 mit oder ohne Bretter einsetzt. Und das ist dann noch nicht einmal ein Platzhalter, meistens stimmt es sogar.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.031
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meistens stimmt es sogar.
Also für letztes Jahr bin ich bei einer über 50% Quote mit geändertem Fluggerät. Was mich bisweilen überraschend in eine Notausgangsreihe geschoben hat, oder Sitzwechsel bedeutet. Gerade vorletzten Sonntag war mein geplanter A320 am Ende ein A321, und letzten Freitag der geplante klassische A321 einer mit ACF und den großen Bins (und den harten Sitzen, die für einen 3 Stunden Flug echt nicht gemacht sind).
 

Jk1304

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03.10.2014
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Gibt es eigentlich gute TV Dokus (oder YT Videos) die sich mit dem Blick hinter die Kulissen der Flottenplanung beschäftigen? Finde das logistisch äußerst faszinierend. Frage mich schon länger inwieweit diese entscheidungen (fliegt jetzt D-ABPB, C oder D oder wann ein A344 statt A343?) wirklich händisch getroffen werden oder nur Algorithmen die Fäden ziehen.

Ein ähnliches Feld ist die Erstellung von Stundenplänen an Schulen, wo auch viele Variablen (Stundenzahl u -Fächer Lehrer, Bedarf der Schulklassen, Restriktionen wie Raumnutzung (zb. Chemieraum), Stundenzahl Personal) jongliert werden. Dort werden in der Regel Algorithmen eingesetzt, aber ohne händisches Justieren geht es nie. Stelle mir das bei der Flottenplanung ähnlich vor.
 
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Rampenkasper

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20.06.2019
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MUC
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300x250
Dokus sind mir keine bekannt. Wenn überhaupt mal bei einer Airline im OCC gefilmt wird, geht es ja leider meistens um Dispatcher, weil deren Job in den Augen von Fußgängern noch der spannendste ist.

Grundsätzlich ist es aber so, dass es zwei Planungsstufen gibt. Am Anfang steht die langfristige Netzwerkplanung, die das Network Management einer Airline übernimmt. Die haben mit der Flottenplanung selbst nichts am Hut, kriegen aber gesagt, ihr habt für die kommende Flugplanperiode X Flugzeuge vom Typ Y verfügbar. Üblich ist da bei den Flottengrößen, die LH auf der Langstrecke hat, ein Muster wie 24 von 26 sind fliegend, eins auf einem Wartungsereignis, eins operative Reserve. Gerade diese langfristige Planung - auf welcher Route fliegt welches Muster - erfolgt tatsächlich von Hand, da entscheidet kein Algorithmus.

Die zweite Planungsstufe, die tagesaktuelle Planung, übernimmt dann das Operations Control Center. Da gibts auch für die Planung bestimmte Prinzipien:

Zuallererst operative Gegebenheiten. Nicht jedes Flugzeug der gleichen Subflotte ist auch technisch gleich. Bei LH haben manche A321 ein höheres MTOW und können dadurch auf längeren Routen eingesetzt werden als andere. Bei 4Y gleiches Thema mit den A330, die von EDW können mehr Gewicht bewegen als die von LH.

Bei anderen Airlines sind an einzelnen Flugzeugen die Triebwerke stärker motorisiert, die plant man dann priorisiert auf perfomancekritische Plätze wie beispielsweise ACE. Bei Air Berlin früher war auf der A320-Flotte Containerisierung ein großes Thema, weil die beide Varianten (also lose Verladung und ULD-System) in der Flotte hatten. Da hat man natürlich die lose verladenen zuerst auf Plätze geplant, die keine ULDs abfertigen können (jede zweite griechische Insel) und die containerisierten bevorzugt in die Hubwellen in TXL und DUS, wo ULDs ein echter Vorteil sein können.

Dann gibt es schon auch in der tagesaktuellen Planung bestimmte Abhängigkeiten, die seitens des Network Management schon mehr oder minder fest in den Flugplan eingebacken wurden. Beispielsweise wechseln sowohl bei DE als auch bei LH Flugzeuge gerne täglich zwischen Ost- und Westküstenumläufen, weil ein Westküstenumlauf nicht in 24h schaffbar ist und das A/C dadurch nicht einfach (wie bei MIA oder ORD, das sind perfekte Stage Lengths dafür) immer hin und her pendeln kann. Da kompensiert dann die kurze Ostküste den langen Westküstenumlauf. Ähnliche Prinzipien gelten auch für andere Langstrecken, die deutlich unter 24h Umlaufzeit sind, beispielsweise Indien oder DXB.

Wenn man dann noch Wiggle Room hat, gilt im Sinne der On Time Performance first in first out. Also wenn es sich ergibt, dass man eh zwei Flugzeuge hat, die technisch gleich qualifiziert sind und beide von der Umlaufstruktur her passen, verkettet man bei spontanen kleineren Verspätungen die Umläufe natürlich so, dass die frühere Ankunft auch den früheren Abflug macht. Verteilt die Verspätung "fair" und kann gerne mal einen Gesamtdelay (über beide Abflüge gerechnet) von 60 auf 30 Minuten reduzieren.

Demgegenüber steht natürlich die Frage, ob man auf der Gegenseite auch in einen Hub fliegt. Wenn man eine Menge Outbound Connections auf dem Flieger sitzen hat, priorisiert man natürlich einen EWR/ORD/SFO gegenüber einem RDU oder LAX, wo auch 60 Minuten Verspätung nicht so weh tun.

Wenn man dann immer noch die freie Wahl hat, kommt man schlussendlich bei Themen der ausgeglichenen Benutzung an. Bei Flugzeugen im Ownership versucht man, die Lebenszeit möglichst gleichmäßig optimal auszureizen. Weil wenn ich einen A320 nur auf der Ultrakurzstrecke fliege, den anderen nur auf Kanaren, erreiche ich bei dem einen wesentlich früher das Cycle-Limit als das Flugstunden-Limit und vice versa. Am Ende habe ich beide Röhren nicht optimal abgeflogen.