Lufthansa nach der Rettung - Diskussion zu Zukunft, Sparmaßnahmen und Firmenpolitik

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aib

Erfahrenes Mitglied
18.01.2015
1.713
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MZ
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Das kann uns jemand mit Abo sagen..

Kannst du das erläutern?

Bei Google findet man Stellenanzeigen:
Anhang anzeigen 321527
Ok ich hatte die Hoffnung, dass der eventuell anfangs frei verfügbar war und Du (oder anderen) ein paar Keyfacts beisteuern könnten.

Die LHG hat entschieden zum Jahresende die Zusammenarbeit mit HF Human Factors, die aus der Stiftung Mayday entstand zu beenden (oder nur reduzieren). Die Betreuung wird in den psychosozialen Dienstes und den Health Hub verlagert. Dem Peer Support wurde wohl auch angeboten von HF zur LHG zu wechseln. Ich bin aber was die Auswirkungen dessen angeht und auch die Leistungen, mangels Bedarf (zum Glück!) nicht besonders im Thema. Insofern alles wertneutral.
 

Batman

Erfahrenes Mitglied
18.11.2017
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Hamburg
Was steht denn im Artikel hinter der Paywall? So als grobe Zusammenfassung.
Es ist nicht so, dass nur aus dem bisherigen Programm ausgestiegen wird, sondern ein Shift zum internen LHG Health Hub stattfindet.
... Stattdessen möchte sie ein alternatives Hilfsangebot für Pilotinnen und Piloten mit angegriffener mentaler Gesundheit im Konzern selbst verankern. Bei der Stiftung Mayday und in großen Teilen der Belegschaft herrscht Fassungslosigkeit über diesen Schritt ...

»Wir haben versucht, mit dem Flugbetrieb darüber zu sprechen«, sagt Stiftungsvorstand Gerhard Fahnenbruck, 64, »aber wir bekamen keine Antwort.« ... Am 6. Oktober aber sei diese per E-Mail ohne Begründung beendet worden .... Der Berufsverband Vereinigung Cockpit bemängelt in einem Schreiben an seine Mitglieder, dass das neue System »nicht unabhängig vom Arbeitgeber« sei. Im Vorfeld sei er nicht über diese Entscheidung informiert worden.
 
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juliuscaesar

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12.06.2014
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FRA
"Wir werden jetzt noch stärker in unser Hub-System integrieren, was es uns ermöglicht, das Wachstum auf der Kurzstrecke begrenzt zu halten und dennoch auf der Langstrecke zu expandieren", sagte Spohr der Nachrichtenagentur. "Wir müssen nicht mehr jeden einzelnen Hub mit jedem einzelnen Kurzstreckenziel verbinden."

Lufthansa unterhält fünf Langstreckendrehkreuze: Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel. Rom wird das System 2026 - nach der Mehrheitsübernahme von ITA Airways in den Konzern - als sechstes Lufthansa-Interkontdrehkreuz verstärken. Lufthansa spult ITA Airways sowohl in die Star Alliance als auch ins Transatlantik-Joint-Venture A++ ein.

Die Lufthansa-Führung sieht die Langstrecke als wichtigsten Hebel zu höheren Gewinnen. Ab 2030 will Lufthansa mit acht bis zehn Prozent operativer Marge fliegen - ein Vielfaches des derzeitigen Werts:


 

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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so was funktioniert doch nur rudimentär - bei FRA-MUC-ZRH--BRU-VIE noch okay, aber FCO sind 1000km südlich

Wer zukünftig nach Südafrika will, muss über Rom fliegen - liegt doch auf dem Weg.... LOL

Dann kann ich gleich QR nehmen!
 
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juliuscaesar

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12.06.2014
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FRA
so was funktioniert doch nur rudimentär - bei FRA-MUC-ZRH--BRU-VIE noch okay, aber FCO sind 1000km südlich

Wer zukünftig nach Südafrika will, muss über Rom fliegen - liegt doch auf dem Weg.... LOL

Dann kann ich gleich QR nehmen!
Alle LHG-Hubs sind stern49förmig um das Schwabenland angeordnet. Das macht Sinn.

IMG_3278.jpeg
 

SkyIsTheLimit

Erfahrenes Mitglied
10.01.2013
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BER
Das „Multi-Hub“-Konzept führt ab einer gewissen Anzahl das Hub-Konzept ad absurdum. Ich benötige viel mehr Feeder-Flüge bzw. kann flink vielen Fällen gar nicht die Frequenzen bereitstellen, die ich bei nur einem Hub hätte. Auch Langstrecken-Unsteiger haben schlechtere Verbindungen bzw. weniger Auswahl / Kombinationsmöglichkeiten.
Ist halt eine Notlösung (begrenztes Wachstum in FRA) + halbherzige Integration der übernommenen Airlines. Man versucht es als Stärke darzustellen, obwohl es bis auf eine höhere Resilienz nur Nachteile hat.
 

geminy007

Erfahrenes Mitglied
30.12.2019
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Ein Potenzial ist für mich bei Multi - Hub bislang bei LHG nur in wenigen Fällen wirklich effizient umgesetzt: Frequenzen verteilen. Warum fliegen die Flüge bspw an den Langstrecken Destinationen quasi zeitgleich? Kann man hier nicht innerhalb der Gruppe streuen? JNB / DXB als Beispiele. Ja, die Nachtflüge sind die (vermeintlich) beliebtesten, aber auch die Tagflüge haben ihr Publikum. Ich habe zusätzliche Verbindungen, mehr Alternativen im Störungsfall, höhere Flexibilität für den Kunden.... (Gilt gleichermaßen auch für Mittelstrecken, wo es mit LHG jeweils Paar mal am Tag aber quasi zeitgleich geht).
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Das „Multi-Hub“-Konzept führt ab einer gewissen Anzahl das Hub-Konzept ad absurdum. Ich benötige viel mehr Feeder-Flüge bzw. kann flink vielen Fällen gar nicht die Frequenzen bereitstellen, die ich bei nur einem Hub hätte. Auch Langstrecken-Unsteiger haben schlechtere Verbindungen bzw. weniger Auswahl / Kombinationsmöglichkeiten.
Ist halt eine Notlösung (begrenztes Wachstum in FRA) + halbherzige Integration der übernommenen Airlines. Man versucht es als Stärke darzustellen, obwohl es bis auf eine höhere Resilienz nur Nachteile hat.
Der Vorteil davon ist theoretisch, dass man seine Langstreckenpassagiere an unterschiedliche Hubs steuern kann. so dass man lokal schwache Flüge auffüllen kann. Ein Berliner nach NYC kann über FRA oder ZUE geleitet werden oder auch via Rom und dann nach JFK oder Newark. (so in der Art)
Das angekündigte weitere Ausdünnen von Kurzstrecken und Zubringern verstehe ich aber auch nicht. Damit geht doch das Netzwerk kaputt und keineswegs jeder kommt per ICE schnell zu einem Drehkreuz?
 
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juliuscaesar

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12.06.2014
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FRA
Als Krüger vor knapp drei Jahren als Chief Marketing Officer die Verantwortung für Marke und Markenportfolio von Lufthansa Group übernahm, stand für ihn allerdings zunächst weniger eine gestalterische als eine strukturelle Frage im Raum. «Ich musste mir erst einmal ein Bild machen: Wie viele Marken haben wir eigentlich in diesem Konzern – und sind das wirklich alles Marken oder eher Brandings?», sagt er im Gespräch mit aeroTELEGRPAH. Juristisch gebe es mehr als 300 Gesellschaften, dazu kämen «ein paar Hundert» Brandings, also Markenidentitäten, die sich historisch in Projekten und Einheiten entwickelt hätten:


 
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CarlD

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03.04.2022
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und keineswegs jeder kommt per ICE schnell zu einem Drehkreuz?
ICE und schnell - das ist ein offensichtliches Oxymoron. Muss man also, wie es alle Bahnfahrer mit Terminen tun (hier schreibt ein vielfahrender und leidgeplagter BC-Gold-Kunde) gleich immer noch einen früheren Zug buchen.....

Und von Airports wie BER (oder auch noch DUS oder HAM) kann man für Interkontinentalflüge ja Gott sei Dank genug andere Hubs erreichen, so dass der ganze LH-Laden (fast) problemlos zu meiden ist. Einstweilen können die mich kreuzweise mit ihrem tollen Konzept.
 
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LINDRS

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03.04.2013
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DRS
Das habe ich hier schon vor Jahren bemängelt: An solchen Provinzairports wie meinem Heimatflughafen DRS gibt es ab nächstem Sommer genau noch vier tägliche Flüge nach FRA und maximal drei, meistens aber eher zwei tägliche Flüge nach MUC.

Was nutzt mir das also, wenn ich 19 Uhr aus CDG am MUC ankomme, der einzig verbliebene Zubringer aber dann ab FRA startet? Von ZRH mit fünf bis sechs wöchentlichen (!) Flügen sprechen wir gar nicht, das bringt ja schon gleich überhaupt nichts. Von BRU, VIE, und FCO ist schon gar keine Rede.

Würden die ca. 45-50 wöchentlichen Verbindungen an die verschiedenen Hubs stattdessen an genau einen Hub gehen, hätte man je nach Verteilung ca. 7-8 Flüge pro Tag zur Auswahl, mit denen man zwischen 6 und 20 Uhr alle zwei Stunden bequem jeden Langstreckenflug erreichen könnte. Stattdessen fliegt man dann sinnlos in der Gegend herum (LAX - MUC - FRA - DRS und solche Scherze) oder fährt das nächste Mal gleich nach PRG und fliegt mit einer anderen Airline.
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
718
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Das habe ich hier schon vor Jahren bemängelt: An solchen Provinzairports wie meinem Heimatflughafen DRS gibt es ab nächstem Sommer genau noch vier tägliche Flüge nach FRA und maximal drei, meistens aber eher zwei tägliche Flüge nach MUC.

Was nutzt mir das also, wenn ich 19 Uhr aus CDG am MUC ankomme, der einzig verbliebene Zubringer aber dann ab FRA startet? Von ZRH mit fünf bis sechs wöchentlichen (!) Flügen sprechen wir gar nicht, das bringt ja schon gleich überhaupt nichts. Von BRU, VIE, und FCO ist schon gar keine Rede.

Würden die ca. 45-50 wöchentlichen Verbindungen an die verschiedenen Hubs stattdessen an genau einen Hub gehen, hätte man je nach Verteilung ca. 7-8 Flüge pro Tag zur Auswahl, mit denen man zwischen 6 und 20 Uhr alle zwei Stunden bequem jeden Langstreckenflug erreichen könnte. Stattdessen fliegt man dann sinnlos in der Gegend herum (LAX - MUC - FRA - DRS und solche Scherze) oder fährt das nächste Mal gleich nach PRG und fliegt mit einer anderen Airline.
Dafür braucht es aber dann auch einen geeigneten Hub mit mindestens 3, besser 4 uneingeschränkt nutzbaren Pisten, am besten ohne Nachtflugverbot.
Ist in DACH weder vorhanden noch mehrheitsfähig.