Schalut schuschammen. Gibtsch hier wasch schu...

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cas_de

Erfahrenes Mitglied
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...essen?

Fast richtig, denn das Originalzitat endet ja auf "trinken". Zu trinken wird es sicherlich auch ein, zwei Gläser Wein geben, aber die Grundidee dieser Reise ist ein bisschen das savoir-vivre in der Provence und an der Côte d'Azur zu genießen. Damit man das in vollen Zügen tun kann, sind wir dieses Mal "oKoH" unterwegs, also ohne Kind und ohne Hund. Dafür haben wir unsere beiden Reisebegleiter aus Island mit an Bord (siehe: https://www.vielfliegertreff.de/for...-wo-zum-geier-ist-der-lekastraumsrofi.165975/). Unser letzter Besuch in der Gegend datiert auf 2014, damals ebenfalls (noch) ohne Kind. Daher ist es jetzt mal wieder an der Zeit in diese Ecke Galliens zu reisen. Hier der grobe Plan:

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Maps generated using the Great Circle Mapper - copyright © Karl L. Swartz.


Start- und Endpunkt wird der Großraum Stuttgart sein, dort wo der Junior und der Hund Zeit bei und mit der Oma verbringen dürfen. Für die Madame und mich (plus KuH) kommt noch die An- und Abreise aus der bayerischen Landeshauptstadt dazu.

03JUN STR-MUC LH2145 0930-1015 32A
03JUN MUC-MRS LH2262 1120-1305 32A
06JUN NCE-FRA LH1065 1910-2050 321

Geplant sind, nach der Landung in Massilia, 1 Nacht in Aquae Sextiae und 2 Nächte in Castronovum Calcernarium zu verbringen. Auf dem Weg zum Heimflug wollen wir noch eine alte Freundin der beiden Mesdames in der Nähe von Nicaea besuchen. Kulinarisch haben wir uns von den Nachfahren des bekannten Räderfabrikanten Lucius Keuchhustus aus Nemossus inspirieren lassen, die ja jedes Jahr ein rotes Büchlein auflegen, worin für besuchenswert eingestufte kulinarische Destinationen aufgelistet sind. Fünf ist Trümpf ist hier das Motto, wobei der Fokus klar auf der Kategorie für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liegt. Wer also auf der Suche nach Schweinebauch jeglicher Zubereitungsart, nordischer Küche mit Müsliwettbewerben, oder nach systemgastronomischen Schmankerln sein sollte, der ist hier wahrscheinlich im falschen Reisebericht gelandet. Ich verweise hier auf die jeweiligen literarischen Werke anderer Mitinsassen dieser Anstalt. Neben den kulinarischen Highlights wollen wir noch ein bisschen durch Provence fahren und es uns einfach mal 4 Tage lang gut gehen lassen.

Hier schon mal ein kleines Amuse-Bouche ein paar Eindrücke aus vergangen Reisen in die Gegend...

2012:

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2014:

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In diesem Sinne:

Schalut schuschammen!

PS: Nachdem eh keiner weiß wo Alesia liegt, werden wir es erst gar nicht versuchen, dieses Rätsel vor Ort zu lösen.
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.790
18.672
So eine Tour de France ist immer gut. Ich war im März zuletzt da, und neben einem Flug mit dem seltenen von Harbin gebauten ERJ 145 von Lutetia nach Palum konnte ich auch in Aremorica vorbeischauen.

Denk dir nix. Der Bod'n is' net so guat. D'Leut sag'n, da wachserten Stoa.

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cas_de

Erfahrenes Mitglied
Schalut schuschammen!

Nachdem wir seit letzten Sonntag wieder zurück in München sind, langsam alles Essen verdaut ist und neben einem beruflich bedingten Ausflug nach FRA vorgestern die letzten halben Platten gekehrt wurden, können wir hier mit dem eigentlichen Thema beginnen.

Dienstag, 2. Juni

Die Abfahrt nach Stuttgart verzögerte sich leicht, da ich noch spontan meiner Augenärztin die Aufwartung machen musste. Gut mit Medikamenten versorgt konnten wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg machen. Die Fahrt und der Rest des Tages verliefen unspektakulär. Lediglich der für 6 Uhr am Folgetag gestellte Wecker sorgte einerseits für Vorfreude, andererseits für Schauder.

Mittwoch, 3. Juni

Nachdem wir uns alle, inkl. Hund, das Gästezimmer bei meiner Schwiegermutter teilen und der Junior von der Aussicht nicht mit auf große Fahrt gehen zu können, sagen wir es mal so, nicht mega begeistert war, verlief die Nacht eher unruhig und war um 4:20 Uhr dann ungeplant beendet, denn der junge Mann konnte nicht mehr schlafen. Hurra!

Um 7:15 Uhr wurden wir von unseren Mitreisenden mit dem Taxi abgeholt und ich habe die Fahrt zum Flughafen STR noch für einen Powernap genutzt. Check in und Sicherheitskontrolle verliefen kurz und schmerzlos (kleiner Tip - nicht die buchbare Security nehmen, dort gibt es keine CT Scanner) und wir waren mehr als rechtzeitig Airside. Die Zeit bis zum Boarding haben wir uns noch bei einer Runde Kaffee im Terminal vertrieben und ich hab den "The Länd" Automaten entdeckt. Ich hab mich schon immer gefragt, wo die Aufkleber herkamen.

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In MUC angekommen ereilte uns die frohe Kunde, dass wir keinen weiten Weg zum Anschlussgate hatten.

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Beim Einsteigen erblickten wir vertraute Gesichter, denn - große Überraschung:

Gleiches Gate = gleiches Flugzeug (und in diesem Fall) = gleiche Crew

Eine Rückfrage beim Captain ergab, dass wir eine schöne Route über die Alpen und dann an der Mittelmeerküste entlang vor uns hatten. Jedoch mussten wir es rechtzeitig vor den aufziehenden Gewittern aus MUC raus schaffen. Die an der Startbahn bereits wartende B787-9 von All Nippon Airways haben wir noch schnell überholt und dann ging es los.

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Der Blick auf Fréjus aus FL230:

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Massilia voraus! Im Hintergrund ist bereits der Flughafen erkennbar.

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Nach Übernahme des Mietwagens und dessen Beladung, wollten wir den Nachmittag noch an der Küste verbringen. So zog es uns nach Cassis.

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Ein Blick auf das gastronomische Angebot am Hafen ließ mich zusammenzucken. In der Gastwirtschaft "LE FRANCE" rief man auf der Mittagskarte irgendwas nördlich von €30 für ein räudiges Risotto auf. Frei nach dem Motto dieser Reise verging mir der (noch nicht vorhandene) Appetit. Als kleinen Snack zur Überbrückung der Zeit bis zum Abendessen gab es dann noch einen Croque Monsieur und später noch ein Affogato, bzw. den Versuch eines solchen, den die junge Servicekraft leider komplett versemmelt hat. Der Auftritt fiel in die Kategorie "stets bemüht" und hätte bei der römischen Legion zum Strafkehren des Kasernenhofs geführt. Schwamm drüber.

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Unser Weg führte uns dann in unserer Herberge in Aquae Sextiae, wo noch genug Zeit für einen Sprung in den Swimming Pool war.

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So konnte die Reise beginnen...

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Gegen 18:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt, wo wir für 20 Uhr einen Tisch fürs Abendessen reserviert hatten.
 
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Fee44

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22.04.2022
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Risotto für +30 Euro: Da hätte ich mich erst einmal auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht ... :ROFLMAO:

Ich mag Frankreich, aber frei nach Asterix: Die spinnen, die Gallier!
 
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cas_de

Erfahrenes Mitglied
Memo an mich: nicht hungrig hier reinschauen.

Gern geschehen. Noch ist aber nichts wirklich Spektakuläres aufgetischt worden.

Risotto für +30 Euro: Da hätte ich mich erst einmal auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht ... :ROFLMAO:

Ich mag Frankreich, aber frei nach Asterix: Die spinnen, die Gallier!

Das oben genannten räudige Risotto mit dazugehörigem Preis war sicherlich der Lage des Etablissements und der Tatsache geschuldet, dass das eine ziemliche Tourifalle war. Ich hab das ja nur im Vorbeigehen gesehen. Die von uns gewählte Alternative war ja der erwähnte, geschmacklich und preislich ordentliche Croque Monsieur.

Dran bleiben... der Teil wo es ums Essen geht folgt noch.

Zuerst aber einmal ein paar Eindrücke aus der tollen Altstadt von Aix, die ich sehr mag. Beginnend an der Fontaine de la Rotonde haben wir uns durch die Gassen treiben lassen.

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Am Place des Trois Ormeaux kamen wir auch an dem Springbrunnen vorbei, der bei unserem letzten Besuch in Aix zur Kühlung des Roséweins genutzt wurde (siehe hier). Dieses Mal, leider ohne den Wein.

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Wieder zurück am Place Richelme war noch Zeit für einen Aperó in Form von 2 Negroni und 2 Aperol Spritz in der Bar L'Unic.

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Die Brasserie de la Mairie gibt es auch noch. Man hat aber - seit unserem letzten Besuch - in neue Schirme und eine neue Markise investiert (siehe ebenfalls hier).

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Und dann war es so weit, dass es so weit war (frei nach Gerhard Polt)...
 

cas_de

Erfahrenes Mitglied
Nun denn...

Essen, Kapitel 1:

Reserviert hatten wir einen Tisch im Les Galinas, welches im roten Keuchhustus Führer mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet wurde.

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Auf dem Tisch fanden wir das folgende Büchlein - zur Inspiration - vor...

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Kommen wir nun zu den Köstlichkeiten des Tages.

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In Summe hatten wir vier (meine Gerichte markiere ich mit *) die Oeufs mimosa...

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...den Salade Petite Pois*...

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...den Salade d'Asperges...

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...und als Hauptgänge den Poulpe...

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...eine gigantische Bourride (nicht zu verwechseln mit einer Bouillabaisse), begleitet von einer sagenhaft leckeren Rouille...

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...den Pâtes au Pesto...

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...und dem Lapin*.

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Dazu gab ein gutes Fläschchen Weißwein.

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Bevor es zum großen Finale, bestehend aus der Tarte aux Fraises und der Petit épeautre* kam.

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Glücklich und vollgefressen hissten wir die weiße Fahne und zogen sehr zufrieden zurück in die laue Nacht von Aix.

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Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich (am darauffolgenden Tag).
 

cas_de

Erfahrenes Mitglied
Donnerstag, 4. Juni

Wir konnten ausschlafen und es langsam angehen lassen - schließlich waren wir ja im Urlaub. Unserer erster gebuchter Anlaufpunkt war das Restaurant für unser Mittagessen. Daher haben wir den Vormittag bis zur Abfahrt aus Aix für einen Besuch in einer in der Nähe befindlichen Boulangerie genutzt und den Tag ganz klassisch mit Café au lait und einem Croissant begonnen (das Frühstück im Hotel war für unseren Geschmack mit €21 p.P. etwas zu sportlich bepreist), denn der Hunger hielt sich nach den kulinarischen Genüssen des Vorabends noch in Grenzen. Dafür kamen wir an einem Ortsschild von Aix auf Okzitanisch vorbei. Hatte ich bisher auch noch nicht gesehen.

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Da der Tisch für 12 Uhr reserviert war konnten wir gemütlich in Richtung Sénas (wo wir hinwollten) fahren. Ein spontaner Stop an einem Weingut lieferte das französische Pendant zu Don Ede's "Laptop & Lederhosen" Credo: TGV Trasse & Weingut.

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Unser Ziel war das Restaurant Le Bon Temps:

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Das Restaurant ist ein unscheinbarer Bau, direkt an der stark befahrenen (ehem.) Route Nationale 7 gelegen. Anfänglich wussten wir nicht, ob wir hier wirklich richtig waren.

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Die diversen Insignien der üblichen Verdächtigen (u.a. die runden roten Aufkleber) wiesen uns den Weg und zerstreuten unsere Zweifel. Drinnen angekommen empfingen uns amerikanische Country Music und ein sehr nett gestalteter Gastraum, inklusive Bar.

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Die Karte mit den Spezialitäten des Hauses ließ nicht lange auf sich warten und wir konnten zügig unsere Bestellung aufgeben.

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Auf unsere individuellen Sonderwünsche wurde eingegangen und so lief es auf die gleich folgenden Speisen hinaus. Es war übrigens kein Problem eine Vorspeise auch als Hauptspeise (entsprechend) größer zu bekommen. Begleitet wurden die Leckereien von einer Flasche Rosé, die wir uns zu dritt geteilt haben. Ich übergab den Autoschlüssel an die neue Fahrerin, die keinen Wein trinkt (Pech für sie, Glück für uns drei).

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Als Vorspeisen wählten wir 2x die Courgettes fleurs (Zucchiniblüten) und die Tarte tatin* mit konfierten Zwiebeln. Dieses Gericht wählte die Mrs. in entsprechender Größe als Hauptgang, während ich die Courgettes fleurs* als Hauptgericht hatte. Unsere beiden Mitreisenden entschieden sich beide für das Paleron de Cochon (Oink oink).

Die Tarte tatin als Vorspeise...

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...bzw. als Hauptgericht...

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...die Courgette fleurs, gefüllt mit Ricotta (als Hauptgericht, die Vorspeisenversion war ein bisschen kleiner)...

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...und - last but not least - die Schweinereien:

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Auf den Nachtisch verzichtete ich, meine Mitreisenden wählten den Käse, den Flan bzw. Baba au rhum. Ein leckerer Espresso rundete das extrem gute Mittagessen ab. Alle gewählten Speisen waren Volltreffer, aber die Tarte tatin mit den Zwiebeln oben drauf war einfach himmlisch. Die Auszeichnung mit dem Bib Gourmand ist aus meiner Sicht in jedem Fall mehr als gerechtfertigt. Gleichzeitig präferieren wir die ungezwungene und enspannte Atmosphäre und das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis und sind somit froh, dass das Restaurant nicht mit einem Stern ausgezeichnet versehen worden ist.

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Gut gesättigt und zufrieden wurden wir vom Michelin-Männchen verabschiedet. Wie schreibt der Guide so passend: "this inconspicuous little restaurant serves as a reminder not to judge a book by its cover!" - und da hat er recht.

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Die anschließende Fahrt führte uns in Richtung Westen. Gerüchterweise sollen 1-2 Fahrzeuginsassen die Zeit für ein Verdauungsschläfchen genutzt haben.

Anschließend wollte die folgende essentielle Frage, frei nach Monty Python, geklärt werden:

Was haben die Römer je für uns getan?


Richtig - den Aquädukt [gebaut]!

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Als wir zurück zum Parkplatz liefen wurde der Pont du Gard gerade für eine Veranstaltung des französischen Militärs abgesperrt. Die Fremdenlegion war auch vor Ort und hat ihren "Képi blanc" Pastis verkauft. Wahrscheinlich hätte man auch probieren können und ggfs. wären die Anwerbungsformulare direkt neben dem Schnaps vorausgefüllt bereit gelegen. Wer weiß, aber auf die Fremdenlegion hatte (und habe) ich keine Lust. Ich hatte in der Vergangenheit bereits bei und mit Y-Tours gebucht.

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Pünktlich mit Erreichen des Mietwagens begann es zu regnen, pardon wie aus Eimern zu schütten.
 
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cas_de

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Im strömenden Regen machten wir uns auf den Weg nach Châteauneuf-du-Pape. Unterwegs gab es einen kurzen Boxenstop um für das Frühstück an den nächsten beiden Tagen gerüstet zu sein (Müsli, Milch, Beeren und Orangensaft - in Sachen Tee und Kaffee waren wir Selbstversorger und hatten alles aus München mitgebracht) und einen kleinen Abstecher, um die Location für unser Abendessen in Roquemaure zu erkunden.

In Châteauneuf-du-Pape angekommen parkten wir unseren Wagen auf dem öffentlichen Parkplatz, der sich nur 100 m von unserer Ferienwohnung entfernt befand. Es regnete immer noch stark.

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Der Blick von der Dachterrasse auf Châteauneuf-du-Pape, Schlechtwetteredition, plus ein repräsentatives Foto aus unserer Ferienwohnung, bitteschön:

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Zurück zum Thema - Essen:

Was ist besser als einmal Bib Gourmand am Tag genießen zu dürfen? Richtig, zweimal Keuchhustus spezial. Die Wahl fiel auf das Restaurant Tribu, welches sich - wie schon gesagt - im benachbarten Roquemaure befindet.

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Das war übrigens das einzige Restaurant unserer Reise, welches die rote Plakette vor uns und den anderen Gästen versteckt hat. Ein schneller Blick auf die Karte...

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Für uns Männer gab es eine Flasche Châteauneuf-du-Pape (quelle surprise, nech), meine Madame entschied sich für ein Glas Rosé und die Fahrerin (merci beaucoup!) bestellte die hausgemachte Limonade.

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Rechts im Bild: der Rosé

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Als Vorspeise gab es einmal Rillette de Truite (Blini mit Forelle)...

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...den Poulpe...

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...und 2x die sensationelle Tomate, mit Ratatouille* gefüllt und einer klaren Reduktion vom Tomatensaft:

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Als Hauptgang gab es 1x das Tagesgericht (welches mir entfallen ist) und 3x Bavette (Steak mit konfierter Schalotte und Pfeffersauce)*, dazu 2x Frites maison und 2x die überbackene Aubergine*, die ebenfalls sensationell lecker war. Das Steak war auch sehr gut, aber eigentlich hätte eine vierfache Portion der Aubergine vollauf gereicht.

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Hinterher gab es noch 2x den Kirschkuchen (Clafoutis aux cerises) mit Joghurteis und 2x das hammermäßig leckere Mousse au chocolat* mit Fleur de sel Kruste, plus ein Glas Desertwein.

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Pappsatt, mit einem Grinsen im Gesicht, verließen wir diesen schönen Ort und machten uns wieder auf den Heimweg nach Châteauneuf-du-Pape. Es hatte mittlerweile auch wieder aufgehört zu regnen und die Sterne zeigten sich schon wieder am Nachthimmel. Leider hatte der Regen zur Folge, dass wir nicht draußen auf dem zentralen Place de la Marie speisen konnten.

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Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein paar Eindrücke aus dem nächtlichen Châteauneuf-du-Pape.

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