Zoll - Frankfurt vs. Amsterdam

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Frab

Reguläres Mitglied
07.01.2022
66
64
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Ich fliege in ein paar Wochen von Johannesburg via Frankfurt nach Amsterdam - ich habe hier in Johannesburg Schmuck gekauft für knapp €7k und möchte den bei Einreise dann beim Zoll angeben (vorausgesetzt er überlebt die kommenden Wochen in Südafrika (y)).

Hat jemand Erfahrungswerte wo ich das machen muss und ggf. auch wo das empfehlenswerter ist zwischen Frankfurt oder Amsterdam? Eigentlich wohne ich in Deutschland aber wir fliegen ja via Frankfurt nach Amsterdam um da noch ein paar Tage dran zu hängen, also wäre wohl Amsterdam der richtige Ankunftsort? Andererseits haben wir in Frankfurt über 3h Umsteigezeit, ggf. könnte ich also auch einfach in Frankfurt durch den Ausgang, verzollen und danach wieder in die Security rein um nach Amsterdam weiterzufliegen.

Meine Erfahrung beim deutschen Zoll war bislang, dass die sich sogar freuen wenn man proaktiv reinkommt um etwas zu verzollen und diese dann etwas wohlwollender auftreten, vielleicht ist das in Amsterdam nicht so?
 

morepp

Erfahrenes Mitglied
13.09.2010
309
239
Müsste doch bei Handgepäck in FRA und bei Aufgabegepäck in AMS sein.
 

cas_de

Erfahrenes Mitglied
Ich weiß nicht, wie das in FRA ist aber in MUC ist der Zoll erst beim Verlassen des Sicherheitsbereiches - nicht aber bei der Einreise.

das ist so nicht korrekt. Im T2 gibt es auf H hinter der Passkontrolle eine (meistens nicht besetzte) Zollkontrolle für Transitpassagiere. Wenn die nicht besetzt ist, kann man via Telefon jemanden vom Zoll erreichen um etwas anzumelden. Ähnlich auch in FRA.
 
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Japandi

Erfahrenes Mitglied
06.04.2014
1.539
1.007
BRN
Müsste doch bei Handgepäck in FRA und bei Aufgabegepäck in AMS sein.
Meines Wissens ist das so und verpflichtend, d.h. beim Handgepäck muss man die Sachen in FRA anmelden - AMS wäre zu spät.

Wenn die Sachen im Aufgabegepäck sind, hat sich das Thema ja eh erledigt - dann kommt der Koffer etwas leichter in AMS an und es gibt nichts mehr zum anmelden...
 

Frab

Reguläres Mitglied
07.01.2022
66
64
Danke euch, das mit dem Unterschied in der Mehrwertsteuer (19% vs. 21%) war mir dann auch erst im Nachgang aufgefallen - aber dann mache ich das in Frankfurt vorausgesetzt ich habe keine längere Verspätung.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Da 21% UST in den Niederlanden empfiehlt sich FRA.
Man hat da aber keine Wahl, Aber ohne Erklärung durch den Zoll in den Niederlanden zu gehen ist illegal. In dem Moment wo sich vor dir eine rote und eine grüne Tür zeigen musst du durch die rote gehen. Wenn du durch die grüne gehst ist es wie gesagt illegal, aber dann kannst du in DE auch durch die grüne gehen.

Meine Erfahrung, bevor man durch den Zoll geht, die Zöllner ansprechen und fragen wie sie sich das wünschen. Führt in DE sehr oft dazu das man durch den grünen Ausgang darf, wenn man die richtige Story erzählt.
 
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Hauptmann Fuchs

Erfahrenes Mitglied
06.04.2011
5.386
4.785
GRQ
Meine Erfahrung beim deutschen Zoll war bislang, dass die sich sogar freuen wenn man proaktiv reinkommt um etwas zu verzollen und diese dann etwas wohlwollender auftreten, vielleicht ist das in Amsterdam nicht so?
Die werden doch noch verwunderter schauen. Sowieso: wenn man rausgefischt wird und sagt dann dass man noch etwas verzollen muss, dann bleibt es bei den 21%. Wenn nicht, denn gilt eben... GESPART!

Natürlich sollem meinen Zeilen hier oben nicht als Beratung bzw. die Wahrheit angesehen werden, vielleicht ist man bei Gold etwas sensibler als bei Elektronik. Jeder ist verantwortlich für das eigene Verhalten.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.052
6.260
Man hat da aber keine Wahl, Aber ohne Erklärung durch den Zoll in den Niederlanden zu gehen ist illegal. In dem Moment wo sich vor dir eine rote und eine grüne Tür zeigen musst du durch die rote gehen. Wenn du durch die grüne gehst ist es wie gesagt illegal, aber dann kannst du in DE auch durch die grüne gehen.

Meine Erfahrung, bevor man durch den Zoll geht, die Zöllner ansprechen und fragen wie sie sich das wünschen. Führt in DE sehr oft dazu das man durch den grünen Ausgang darf, wenn man die richtige Story erzählt.

Er fliegt aber JNB-FRA-AMS. Da muss er in FRA deklarieren. - Was auch besser ist.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die werden doch noch verwunderter schauen. Sowieso: wenn man rausgefischt wird und sagt dann dass man noch etwas verzollen muss, dann bleibt es bei den 21%. Wenn nicht, denn gilt eben... GESPART!

Natürlich sollem meinen Zeilen hier oben nicht als Beratung bzw. die Wahrheit angesehen werden, vielleicht ist man bei Gold etwas sensibler als bei Elektronik. Jeder ist verantwortlich für das eigene Verhalten.

Frag dazu mal den, hierdurch vorbestraften, Rummenigge...
 
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brummi

Erfahrenes Mitglied
21.12.2010
3.150
262
FRA
Wenn du durch "grün" gets, wirst gefragt, ob was zu verzollen (richtig: anzumelden) und Du ja sagst, ist es schon zu spät. Durch den Gang durch "grün" wurde defacto eine Zollanmeldung ("nichts anzumelden") vorgenommen - nicht mehr zu reparieren, ausser durch Entgegenkommen der Beamten.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.165
5.902
Z´Sdugärd
Die werden doch noch verwunderter schauen.
Und noch lustiger rechnen...In den USA als es sich noch gelohnt hat mit ein paar Klamotten aufgeschlagen Rechnungen über ca 800€ dabei gehabt und einfach "blöd" geklingelt beim Zoll in STR weil am roten keiner gestanden ist. Absolut unmotivierte Zöllner (vermutlich kurz vor Feierabend?) gesehen der solange irgendwelche Zahlen auf seinem Rechner getippt hat (und auch auf Nachfragen die Klamotten nicht sehen wollte) und zum Schluss gesagt hat: "Na da hamse Gläück gehabt, sind sie knapp unter der Freimenge. Könnese gehen, guten Tach!"...

Oder wenn ich mal wieder mit irgendwelchem "Temporär eingeführtem" durch die Weltgeschichte tingele...Zoll ist teilweise echt zum Kopf schütteln.
 
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meilenfreund

Erfahrenes Mitglied
10.03.2009
7.005
6.131
Entgegenkommen beim Zoll funktioniert nach meinen wenigen Erfahrungen mit dem Zoll immer, wenn man offen auftritt und es um geringe Abgabenbeträge geht oder halt nichts zu bezahlen ist.

Vor etlichen Jahren habe ich in der Türkei mal Kleidung > Reisefreibetrag gekauft. Im Transit in MUC beim Zoll angemeldet. Es wurde dann erstmal herumgerechnet, um den für die Einfuhr relevanten Betrag auf irgendeinen Pauschalsatz zu drücken. Kam dann ein zweistelliger Euro-Betrag heraus. Ich hatte aber nicht genug Bargeld dabei. Formal hätte die Kleidung dann, glaube ich, bis zur Bezahlung zurückbehalten werden müssen. Kurzes Nachdenken: "Ich schreibe Ihnen jetzt mal X Tage Zahlungsfrist auf."

Bei einer anderen Reise hatte ich bei den Rückkehr aus einem Non-EU-Land im Duty-Free-Shop eine Stange Zigaretten gekauft, aber auch noch 2-3 vor Ort gekaufte Packungen dabei. Habe dann vor dem Passieren des grünen Kanals einen Zollbeamten angesprochen, der dort stand. Antwort so ungefähr: "Danke für den Hinweis, schönen Tag noch."

Vor ein paar Jahren habe ich nach dem Besuch bei einer langjährigen Freundin, die seinerzeit im Begriff war, aus dem Non-EU-Ausland nach Deutschland zurückzukehren, einen Koffer mitgenommen (also inhaltlich alles safe, nicht mit der Problematik behaftet, keine Sachen für unbekannte Dritte mitzunehmen; formal war es Umzugsgut im zollrechtlichen Sinne). Bin dann durch den roten Kanal: "Ich möchte den Inhalt aus diesem Koffer als Umzugsgut anmelden." Frage: "Was ist denn im Koffer?" Antwort: "Kleidungsstücke." Ergebnis: "Das haben Sie hiermit ordnungsgemäß angemeldet, vielen Dank und schönen Tag noch."

Letztes Jahr komme ich aus DXB über CDG in DUS an. Zollbeamter fragt mich dann beim im grünen Kanal, wo ich war und ob ich etwas gekauft habe. Einkäufe aufgezählt, mit Zusatz "liegt unter 430 EUR." Zollbeamter: "Woher wissen Sie das mit den 430 EUR, das ist wenigen Reisenden bekannt?" Ich: "Ich bin Beamter, da macht man sich über sowas Gedanken." Zollbeamter: "Wo arbeiten Sie denn?" Ich: "Ich bin Jurist bei *** in Bremen, meine Eltern wohnen hier in der Nähe und in ein paar Tagen fahre ich wieder nach Bremen." Zollbeamter: "So ein Zufall, ich komme auch aus Bremen, vielen Dank und schönen Tag noch!"
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.052
6.260
Entgegenkommen beim Zoll funktioniert nach meinen wenigen Erfahrungen mit dem Zoll immer, wenn man offen auftritt und es um geringe Abgabenbeträge geht oder halt nichts zu bezahlen ist.

Vor etlichen Jahren habe ich in der Türkei mal Kleidung > Reisefreibetrag gekauft. Im Transit in MUC beim Zoll angemeldet. Es wurde dann erstmal herumgerechnet, um den für die Einfuhr relevanten Betrag auf irgendeinen Pauschalsatz zu drücken. Kam dann ein zweistelliger Euro-Betrag heraus. Ich hatte aber nicht genug Bargeld dabei. Formal hätte die Kleidung dann, glaube ich, bis zur Bezahlung zurückbehalten werden müssen. Kurzes Nachdenken: "Ich schreibe Ihnen jetzt mal X Tage Zahlungsfrist auf."

Bei einer anderen Reise hatte ich bei den Rückkehr aus einem Non-EU-Land im Duty-Free-Shop eine Stange Zigaretten gekauft, aber auch noch 2-3 vor Ort gekaufte Packungen dabei. Habe dann vor dem Passieren des grünen Kanals einen Zollbeamten angesprochen, der dort stand. Antwort so ungefähr: "Danke für den Hinweis, schönen Tag noch."

Vor ein paar Jahren habe ich nach dem Besuch bei einer langjährigen Freundin, die seinerzeit im Begriff war, aus dem Non-EU-Ausland nach Deutschland zurückzukehren, einen Koffer mitgenommen (also inhaltlich alles safe, nicht mit der Problematik behaftet, keine Sachen für unbekannte Dritte mitzunehmen; formal war es Umzugsgut im zollrechtlichen Sinne). Bin dann durch den roten Kanal: "Ich möchte den Inhalt aus diesem Koffer als Umzugsgut anmelden." Frage: "Was ist denn im Koffer?" Antwort: "Kleidungsstücke." Ergebnis: "Das haben Sie hiermit ordnungsgemäß angemeldet, vielen Dank und schönen Tag noch."

Letztes Jahr komme ich aus DXB über CDG in DUS an. Zollbeamter fragt mich dann beim im grünen Kanal, wo ich war und ob ich etwas gekauft habe. Einkäufe aufgezählt, mit Zusatz "liegt unter 430 EUR." Zollbeamter: "Woher wissen Sie das mit den 430 EUR, das ist wenigen Reisenden bekannt?" Ich: "Ich bin Beamter, da macht man sich über sowas Gedanken." Zollbeamter: "Wo arbeiten Sie denn?" Ich: "Ich bin Jurist bei *** in Bremen, meine Eltern wohnen hier in der Nähe und in ein paar Tagen fahre ich wieder nach Bremen." Zollbeamter: "So ein Zufall, ich komme auch aus Bremen, vielen Dank und schönen Tag noch!"

Das kann ich zu 100% bestätigen. Ich habe auch schon ein paar Mal Sachen angemeldet und es war immer völlig unproblematisch.
 

Frab

Reguläres Mitglied
07.01.2022
66
64
Noch als kurzes Feedback wie es dann abgelaufen ist: Wir sind morgens aus JNB zurück in FRA gelandet und waren wohl laut Security im Transit der erste Flieger im Z-Bereich. Nach der Security für den Transit habe ich ein Zollbüro gefunden an dem ein rotes Telefon hing, dass man abnehmen soll wenn das Büro nicht besetzt ist (war um 05:30 Uhr morgens der Fall). Ansonsten war niemand vor Ort. Ich wurde dann abgeholt von zwei jungen Männern vom Zoll und wir sind dann 10 Minuten durch das gesamte Terminal und durch alle Sicherheitskontrollen gelaufen zu der Hauptzollstelle im B-Bereich. So viel also zum Thema "Zoll im Transitbereich machen". Mit der doppelten Eskorte kam ich mir fast schon wie ein Schwerverbrecher vor der jetzt abgeführt wird. Ich durfte danach dann wieder komplett durch die Security zurücklaufen. Der deutsche Zoll selbst war diesmal nicht sonderlich freundlich, über ein knappes "Danke" hätte ich mich schon gefreut nachdem ich €1500 an den Zoll abgetreten habe, aber das war wohl zu der Morgenzeit nicht drin.

Danach bin ich dann wie gesagt wieder zurück und konnte wenigstens noch die First Class-Lounge am Frankfurter Flughafen genießen, die ich bis dato noch nicht kannte und wirklich toll fand (besser als den F-Flug von JNB nach FRA). Danach noch der Weiterflug nach Amsterdam und dort ganz normal mit Gepäck durch den dortigen "grünen" Ausgang. Der holländische Zoll hat hier am Ausgang gewartet und stichprobenartig Reisende rausgezogen, uns nicht, insofern sind wir normal raus.