02 - 2020 Italien: Livorno, Pisa und Florenz
Um das erhöhte Cashback für Accor bei Shoop noch mit zu nehmen, habe ich nun Luxemburg im März und Bukarest im Mai eingeloggt. Flüge werde ich dann die Tage buchen.
Prolog
Der anstehende Besuch von Livorno stand schon Jahre im Voraus fest, genauso wie die kommenden Besuche von Warna, Nantes und Monfalcone. Nur die Terminierung findet beim jeweils vorherigen Treffen statt und im Schnitt mit 6 Monaten Vorlauf.
Durch unsere Reiserichtlinie besteht die Möglichkeit den Rückflug zu einem späteren Zeitpunkt zu verlegen und die Route, so lange es für das Unternehmen und den Steuerzahler günstiger ist, oder die Kosten gleich bleiben. Theoretisch ist auch eine Differenz zahlbar durch uns möglich. Macht es aber nur unnötig kompliziert und musste von mir bis jetzt nicht wahrgenommen werden.
So ergab sich die Möglichkeit den Rückflug auf einen Sonntag zu legen und sich noch die Städte Pisa und Florenz anzusehen. Das Ticket war so sogar 20 Euro günstiger. Das Routing sollte dementsprechend HAM-MUC-PSA und FLR-FRA-HAM sein.
Dienstag, Anfang Februar
Am morgen packte ich, wie fast immer, meinen Koffer. Wenn ich gut vorbereitet bin, liegt alles am Vorabend bereit. Aus verschiedenen Gründen, war es diesmal nicht der Fall. Der Abflug vom Helmut Schmidt sollte aber erst mittags sein. Insofern, kein Problem.
Free Now bescherte mir wieder kurzfristig ein Taxi, welches mich dann auch flott zum Flughafen fuhr. Hier ging es dann wieder zum Business Schalter der Hansa, Koffer abgeben (irgendwie immer voll, aber nie schwerer als 15 Kg bei Geschäftsreisen), Bordkarten für die Dokumentation nochmal geben lassen und dann ab durch die Sicherheitskontrolle. Wie immer kurz und schmerzlos.
Auf der anderen Seite angekommen ging ich mal wieder zu Heinemann. Letztes Mal auf dem Weg nach Budapest war mein Gutschein noch nicht erfasst und ich hatte erst die Preise verglichen. Nun lohnte es mit dem Gutschein. So kaufte ich etwas und ging zur Business Lounge, wo ich dann noch etwas frühstückte und arbeitete. Auf dem Weg nach draußen nahm ich noch eine Zeitung und ein Franzbrötchen mit.
Vor dem Gate C16 stand der A321 mit der Flugnummer LH2067, die D-AIRC, schon bereit und die ersten nutzten das Wilma Boarding. Da ich wie immer Gang in der Economy hatte, war ich in Gruppe 5. Also viel Zeit. Ich traf einen Kollegen und unterhielt mich ein paar Minuten, bis wir dann zu den quick boarding gates gingen. Im Flieger nahm ich dann auf 14D platz und nickte noch den Kollegen der Behörde zu, die in Reihe 16 und 18 saßen. Sitzend stellte ich fest, dass die Bestuhlung mal wieder nett eng ist. Ich nahm mein Ipad raus “quetschte” meine Leidertasche in die Overhead Bins. Hier bin ich immer wieder froh, das es nur die kleine Tasche ist und ich die immer irgendwie unterkriege. Einen Handgepäckkoffer zu den Füßen, bei der schon vorhandenen Enge, ist nicht gerade ein Traum.
Die D-AIRC
Hinter mir saß eine junge Familie mit 0,5. Das Kind schrie etwas am Anfang. Es stellte sich heraus dass es seinen ersten Flug hatte. Dafür fand ich es recht entspannt. Ich habe mir sagen lassen, ich sei nicht so entspannt gewesen als Kleinkind

. Die Crew verteilte Kitkat als “Snack”. Ich lehnte ab und nahm stattdessen Coke Zero und Kaffee mit Milch. Meine Standart Koffein Dosis auf Geschäftsreisen. Ansonsten war der Flug ereignislos. Am Gate in München einparkend, konnten wir schon unseren Air Dolomiti (aus irgendeinem Grund will ich immer Adria Airways schreiben) Flieger sehen.
In München angekommen wartete ich draußen auf die 3 Kollegen und wies auf das nächste Gate hin, 8 weiter Richtung ende des Terminals, um dann noch mal in die Lounge zu gehen und nach einer Weißwurst ausschau zu halten. Gab es leider dieses Mal nicht. Es wurden stattdessen 3 weitere 0,4 L Gläser Coke Zero und einer Käselaugenbrezel. Nach kurzem Telefon aufladen und Zwischenstop auf dem Weg nach draußen, bummelte ich kurz noch und guckte nach einem Geldautomaten der Cashgroup. Erfolglos. Egal.
Air Dolomiti
Vor dem Gate saßen die Kollegen und laßen Zeitung und sprachen über die bevorstehende Wahl (morgen wird in Hamburg gewählt). Das Boarding war leicht verzögert, obwohl der E195 mit der Flugnummer EN8292 und Kennung I-ADJX ja schon seit gut 60 Minuten dort stand.
Als wir dann einstiegen, gab es leichten Schneeregen. Ich nahm in Reihe 4 platz und merkte gleich, dass es mehr Platz gab als im vorherigen Flieger. Der Pilot sagte noch das wir ein neues Slot bekämen auf Grund der leichten Verspätung und rollte dann schon richtung Startbahn. In Pisa sollten 17 Grad sein und der Flug sollte von relativ vielen Turbulenzen begleitet werden.
Kurze Zeit später kamen wir bei der Startbahn an, wo es hieß, das wir noch 10 Minuten wegen Verkehr warten müssten. Neben uns stand die A6-EE0, die wohl kurz vorher enteist wurde, zumindest fuhr gerade ein solches Fahrzeug weg. Wir warteten auf ein landendes Flugzeug und dann war der Emirates Flieger drann. Von unserer Position bei der Markierung CAT II / II, B13 konnten wir sehen wie der A380 orentlich Feuchtigkeit der Startbahn aufwirbelte. Diesen Wal smit seinen riesigen Flügeln tarten zu sehen, finde ich immer wieder faszinierend. Nach dem noch eine Lufthansa Cityline landete und ein A320 der Hansa startete, waren wir endlich dran.
Wie angekündigt, kamen die Turbulenzen. Schon faszinierend. Trotz klarem Himmel über den Wolen wird man, wie aus dem Nichts durchgeschüttelt. Nach 40 Minuten hieß es dann das der Service auf Grund der Turbulenzen nicht statt finden würde. Für mich waren weder die Turbulenzen, noch der Wegfall des Services tragisch. Im Landeanflug wurden wir dann doch noch etwas kräftiger durchgeschüttelt. Dies ist aber nicht verwunderlich, da man einen wunderschönen Anflug über die Bergkette, dann aufs Meer hinaus fliegt und dann wieder in Richtung Land dreht. So fühlte es sich fast wie ein Rundflug an. Ich habe es sehr genossen. Man merkte aber, das die weniger oft Flieger, oder nicht so begeisterten, den festen Boden doch langsam herbei sehnten.
Dann ging alles wieder recht flott. Ist ein kleiner Flughafen. Wir machten alle noch einen Pitstop und dann waren auch schon unsere Koffer da. Wir folgten der gelben Linie zum “Pisa Mover” und lösten ein Ticket. Oder versuchten es. Meine MasterCard wollte er nicht. Ich fand die Handhabung, trotz der multilingualen Menüführung nicht intuitiv. Am Ende fuhr der erste Zug weg und ich nahm den Automaten daneben. Hier ging es sofort… 5 Euro ärmer ging es dann durch die Schranke zum Bahnsteig. Kurze Zeit später kam der Zug. Erinnert etwas an die Bahn in Frankfurt oder in Zürich. Innerhalb von ein paar Minuten ist man am Parkplatz und dann am Pisa Hauptbahnhof.
Dort mussten wir wieder ein neues Ticket lösen. Trenitalia dieses Mal. Da die Kollegen unbedingt den nächsten Zug erwischen wollten und wir noch eine Besprechung abends hatten, vor der wir noch ins Hotel wollten usw., löste ich 4 Tickets a 10,50 Euro. Die Bedienung war wieder in Deutsch möglich, aber auch nicht intuitiv und langsam.
Bei den Schnellzügen wird automatisch ein Sitzplatz vergeben, den man auch einnehmen sollte. Der Zug nach Rom war leicht verspätet. Also umsonst beeilt. Aber, wie das in Gruppen so ist, muss man ja auch immer gucken das man alle Schäffchen beisammen hat. Dann kam der Zug und natürlich war unser Wagen der erste. Wir liefen also über den halben Bahnsteig und fanden dann unsere Plätze. Bis wir alles verstaut hatten und jeder seinen Platz hatte, war gefühlt die Hälfte der 15 Minuten Fahrt schon vorbei.
In Livorno am Hauptbahnhof angekommen, mussten wir vor der Tür die LAM Blu Linie nehmen. Alle zu einer anderen Station. Ich hatte gefühlt die Endstation. Aber für 1,50 kann man nicht meckern. Nur der Verkehr am Abend war eine Katastrophe. Nach und nach stiegen die Kollegen aus und dann war ich auch irgendwann am Mgallery Hotel Grand Palazzo Livorno.
Ich checkte ein. Man bekam einen albernen Muffin als Willkommensgruß. Ich hatte ein Upgrade bekommen und Meerblick. Das Hotel ist recht abgewohnt. Aber das einzige 5* Hotel in Livorno. Ein anderer Kollege war schon dort, da er über Florenz reingeflogen kam und aus dem Pott kommt. Er wartete auf mich und wir trafen uns nach 5 Minuten.
Das Hotel:
Livorno 2020 by
Batman, auf Flickr
Wir liefen zum Restaurant, wo wir eine Vorbesprechung angesetzt hatten. Hier trafen wir die Kollegen von der Behörde wieder und später stieß der andere Kollege aus Hamburg auch hinzu. Nur die restlichen Kollegen nicht. Es stellte sich heraus, dass der Gastgeber die Agenda geändert hatte und den Punkt der Vorbesprechung gestrichen hatte. Okay.
Das Restaurant
Cantina Senese war sehr urig und ein Nachbarschaftstreff. Es hieß später, das es in Livorno auch einen guten Ruf hatte. Wir mussten ja noch die Stunde bis zum eigentlichen Essen überbrücken, hatten aber hunger. Also bestellten wir Hauswein und Antipasti. Sehr lecker.
Dann kamen die anderen Kollegen und nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen der vielen Auswahlmöglichkeiten und der Eigenheit bis zu vier verschiedene Gänge zu essen, aßen wir sehr lecker. Es gab Antipasti, Muscheln, gebratenen Fisch und Krabben. Und mehr Rotwein und Wasser gab es auch. Am Ende teilten wir die Rechnung und wir hatten exzellent gegessen und getrunken und unter 25 Euro bezahlt. Dann liefen wir wieder zum Hotel.
Im Hotel angekommen, machten wir beide die Bekanntschaft mit einer Klimaanlage die nicht unter 24 Grad gestellt werden wollte. So stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass wir beide mit offenem Fenster zum Meer schliefen. Eine Seite wohl temperiert, die andere gefühlt gegrillt.
Mittwoch, Anfang Februar
Es sollte ein langer Tag werden… Der Kollege und ich tranken Cappuccino beim Frühstück und aßen beide ein Müsli. Wir waren beide noch gut satt vom vorabend. Wir gingen dann beide noch kurz auf unser Zimmer und holten unsere Taschen. Dann liefen wir gut 4500 Schritte zum Veranstaltungsort.
Wie immer dauerten die Präsentationen länger als gedacht. Kaffeepausen wurden gekürzt und so schaften wir es halbwegs pünktlich in die Mittagspause. Alle gingen vor die Tür um ein bisschen Sonne zu genießen. Ist ja in Hamburg derzeit noch Mangelware. Nach italienischen Speisen vom Buffet ging die Besprechung weiter. Verschiedene italienische Stakeholder, wie es so schön neudeutsch heißt, stellten Ihre Themen vor. Leider überwiegend auf italienisch und ein extra organisierter Übersetzer durfte dann immer alles auf Englisch wieder geben. Lustiger Weise waren die Hälfte der Präsentationen an der Wand in Englisch. Egal. Der Übersetzer hatte sich sein Einkommen auf jedem Falle redlich verdient. Sauerstoff wurde knapp, Kaffeepausen gekürzt und das Treffen mit einer Stunde Verspätung um 18 Uhr beendet. Wir waren alle recht geschaft.
Wir hatten noch zwei Stunden bis zum Abendessen. Also liefen wir wieder zum Hotel zurück, packten unsere Sachen ins Zimmer und gingen ins Hotel Restaurant auf dem Dach. Wir tranken ein Bier und knabberten ein paar Snacks, bis wir dann wieder in die Stadt zum “Gala Dinner” gingen.
Im
Ristorante L’ Ancora gab es dann wieder mehrere Gänge wirklich leckerem Essens und diesmal weißem Hauswein. Gegen 23 Uhr wurden wir höfflich rausgeschmissen und ein paar von uns gingen noch in die Kneipe neben an. Dort gab es noch ein paar “Kurze” und Bier. Um 0130 Uhr gingen wir wieder die 4500 Schritte zu unerem Hotel und um 7 stand ich dann auch schon wieder auf. Ich traf mich wieder zum Frühstück mit dem Kollegen und es gab wieder Kaffee und Müsli. Danach packte der Kollege seinen Koffer und ich ging auch kurz auf das Zimmer.
Wir nahmen seinen Mietwagen und fuhren zum Veranstaltungsort. Dort ging es dann mit dem Bus in den Hafen, wo wir uns 2 Terminals anschauten und gestern vorgestellte Themen Vorort erörterten.
Alles mit italienischer Gelassenheit. Da Trenitalia mal wieder streikte, verabschiedeten Sich die Kollegen aus Warna früher, um Ihren Flieger noch zu bekommen. Dann ging es für die anderen noch weiter zum Intermodal Terminal und GVZ in der Nähe, wo wir uns dies dann auch noch anschauten. Die Veranstaltung endete, wie soll es anders sein, wieder mit einem Essen und Wein. Auch hier wieder mehrere Gänge und alles leckere italienische Spezialitäten. Dannach fuhr uns der Bus wieder zum Ausgangspunkt und man verabschiedete sich. Nur ein kleiner Kern war noch auf einen kleinen Stadtrundgang und einen Kaffee mit der Leitung einer der lokalen Behörden zurück geblieben. Für mich gab es doppelten Espresso. Die Italiener nahmen eine lokale Spezialität. Kaffee und Rum bei gefühlt 50/50 Mischung. Matürlich fuhr man noch Auto danach

.
Eine Italienerin nahm meinen einen Behörden Kollegen noch mit nach Pisa, von wo er weiter nach Lucca wollte. Mein anderer Kollege musste nach Florenz. Er flog dort am nächsten Morgen heim. Die andere Kollegin aus der Behörde und ich wollten noch ein bisschen spazieren gehen und früh ins Bett.
Ich ging noch etwas umher um wenigstens ein paar Eindrücke von der Stadt zu gewinnen. Es ist jetzt nicht die schönste Stadt. Aber wie jede Stadt, hat auch Livorno seine schönen Ecken. Auf dem Weg ins Hotel holte ich mir noch eine Coke Zero und ein paar Weingummi.
Livorno 2020 by
Batman, auf Flickr
Livorno 2020 by
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Livorno 2020 by
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Ich ruhte mich etwas aus und ging dann noch hoch ins Restaurant um meinen Gutschein einzulösen und wenigstens mal die Terasse und den Pool zu sehen. Im Sommer bestimmt nett, so aber recht kühl und es war eh schon dunkel.
