Naja, an touristisch attraktiven Orten wird sich sicher noch viel bewegen, z.B. im Berliner Stadtzentrum.
Burger gibt's bei Burger de Ville am Zoo,
Frozen Yogurt bei Wonderpots in der Friedrichstraße,
ansonsten hat man in Berlin Hbf auch eine große Auswahl jenseits von McDoof (Currywurst Express, Gosch, Kamps, Upper Crust usw.)
"Richtige" Gastronomie (im Gegensatz zu den ach so hippen Imbissen) nimmt an vielen Orten Kreditkarten, die Chance ist 50:50 oder sogar etwas besser, würde ich sagen.
Trinken kann man in der urbanen Monkey Bar in der City-West genauso wie im verrauchten Lerchen & Eulen in Kreuzberg.
Hemden waschen und bügeln lassen bei Pinguin am Zoo.
Wenn man noch eine Apotheke braucht, die in Berlin Hbf ist eher teuer, aber 24/7 offen und nimmt Karte auch mal für 2-3 Euro.
Das sind alles nicht die billigsten Anbieter. Aber hier gehen Visa und Mastercard, und auch kleinere Beträge konnte ich schon zahlen.
Es ist nicht mehr so trostlos wie vor 5-10 Jahren, auch wenn das britische oder skandinavische Niveau noch nicht erreicht ist. Man muss eben bestimmte Ziele ansteuern und Reviews wälzen und kann nicht davon ausgehen, dass irgendein Laden, der nicht gerade McDonald's oder Starbucks heißt, einen Kartenleser hat. Der mit Euro-Bargeld nicht sehr bewandte Tourist ist im Zweifel etwas aufsässiger, der braucht sich auch nicht wieder blicken lassen, der kann voting with the wallet offen praktizieren.
Und mir gefällt auch, dass auf Facebook bei Backwerk sich nicht bloß ein, zwei Hansel darüber beklagt haben, dass man heute noch eine lahme Kantinenkarte einführt statt einer kreditwirtschaftlichen Lösung.
Und mir gefällt auch, dass sich girocard endlich aus der Deckung traut und sagt, auch für kleine Beträge sind wir zu gebrauchen. (Wobei mir nicht gefällt, dass eigentlich branchenintern zu lösende Probleme wie hohe Buchungspostengebühren über die Kunden geführt werden sollen, die sollen das also mit dem Händler austragen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.)