Von Las Vegas nach Denver

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fixekiste

Erfahrenes Mitglied
08.03.2013
586
942
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Liebe Mitforisten,

ich habe im Januar 3 Tage Zeit, um mit dem Auto von Las Vegas nach Denver zu fahren. Kennt sich jemand in der Gegend aus und hat ein paar Tipps für das Routing? Rund um Las Vegas habe ich schon ziemlich viel gesehen, alle Klassiker wie Hoover Dam sind abgehakt. So richtig tief in den Grand Canyon habe ich mich allerdings noch nicht vorgewagt, so dass ich eine schöne Route suche, bei der man spannende Einblicke bekommt. Hier die Rahmenbedingungen:

  • 3 Tage (2 Nächte) Zeit stehen zur Verfügung, um von Las Vegas nach Denver zu kommen
  • Im Januar ist vermutlich eine südliche Route besser?
  • Die schönsten Einblicke in den Grand Canyon sind gesucht
  • Es dürfen gerne auch 1-2 Wanderungen dabei sein (keine Tagestrips, da sonst die Strecke nicht zu schaffen ist)
  • Orte für die Zwischenübernachtungen sind flexibel. Ich hatte mal an Flagstaff (AZ) und Grand Junction (CO) gedacht
Würde mich über Tipps freuen!
 

Andie007

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
4.227
3.732
New York & DUS
Wie wäre es über Zion, Bryce und Monument Valley... kleine Kurve - aber Bryce hat mir persönlich sogar besser gefallen als Grand Canyon.
 
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Hwy93

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29.08.2011
4.449
1.445
Also wirklich auf der Route von Las Vegas nach Denver liegt der Grand Canyon nicht.
Wenn der GC zwingendes Ziel ist, hast Du keine andere Wahl den South Rim anzufahren, da der Zugang zum North Rim im Winter geschlossen ist. Also Las Vegas - Williams/Flagstaff - Grand Canyon. Bedenke, dass die Kante des Canyons auf ca. 2000 m NN liegt - da ist das Risiko massiven Schneefalls um die Jahreszeit gegeben. Zur restlichen Route nach Denver kann ich nichts sagen.

Persönliche Anmerkung: Finde die Idee, im Januar mit dem Auto von Las Vegas nach Denver zu fahren, nur so semigut.
 

madger

Erfahrenes Mitglied
26.04.2014
1.518
1.621
Bonn
Ich finde, dass das im Winter eine schwierige Strecke ist (und zeitlich knapp bemessen). Das liegt alles im Wesentlichen auf einem Hochplateau mit entsprechendem Wetter. I-70 durch Colorado kann auch mit unter ziemlich mit Schnee dicht sein.

Am meisten würde mich Bryce Canyon im Winter reizen, aber der liegt sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Zufahrtsstraße gesperrt ist.

Grand Canyon North Rim ist zu weit ab und auch hier würde ich checken, ob überhaupt geöffnet ist.

Wenn die Strecke gefahren werden soll/muss, dann würde ich Moab als Zwischenstopp ins Auge fassen und hier ggf. 2 Nächte bleiben, so dass evtl. Arches oder Canyonlands eine Alternative ist. Alternativ Grand Junction und dann in einem Skiort etwas Spaß im Schnee (geht ja auch Schneeschuhwandern)
 
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deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.009
3.971
HAM, LBC
Wir sind die Strecke vor drei Jahren umgekehrt gefahren, allerdings "nur" zwischen Grand Junction und Las Vegas. Mein Routenvorschlag (falls fahrbar): Las Vegas, Flaggstaff, GC South, Kayenta (Monument Valley), über Moki Dugway nach Moab, Grand Junction, Denver. Allerdings waren wir allein schon für dieses Teilstück vier (zu kurze) Tage unterwegs.

Moki Dugway ist sehr spannend! Rund um Moab gibt es mehrere Parks und tolle Aussichtspunkte (Horseshoe Canyon, Arches Nationalpark und und und).
 

fixekiste

Erfahrenes Mitglied
08.03.2013
586
942
Danke für eure Antworten! Ziel der Reise ist nicht ganz Denver, sondern Vail/Beaver Creek. In den Schnee soll es also durchaus gehen.

Mit dem Auto unterwegs bin ich, weil ich vorher und nachher ein Auto brauche. Die Alternative wäre ein Flug zwischen LAS und DEN.

Dass es nur drei Tage sind, ist wirklich doof, aber geht nicht anders. Reicht eben nicht für eine sehr entspannte Fahrt mit dem Auto. Der Flug hätte den Nachteil, dann ein paar Tage zu früh in Denver zu sein.
 

fixekiste

Erfahrenes Mitglied
08.03.2013
586
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Da bleibe ich immer nur so lange wie es unbedingt sein muss. 😉 Lieber versinke ich im Schnee von Colorado
 
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marcus67

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17.01.2015
5.051
6.257
Wow, im Winter ist das eine recht Krasse Tour. In der ganzen Gegend schneit es richtig ordentlich im Winter.

Der Bryce Canyon geht bis 2700m hoch. Da wird viel Schnee liegen. Im Winter ist die Zufahrt zum NP häufig komplett gesperrt.

Wir waren mal im Oktober da - da lag morgens schon der erste Schnee.
 
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berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
5.407
3.120
Ich hoffe, es ist nicht nur irgendein "Auto", sondern hat 4-Rad-Antrieb und ggf. Ketten. Selbst nach Tahoe durfte ich oft nur mit 4-Rad und die vorgebuchten Ketten sind bei den Autoverleihern dann oft doch nicht vorrätig, auch wenn es vorher versichert wurde.
 
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deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.009
3.971
HAM, LBC
Ob ich mich im Winter und ggfs Schnee an den Rim von Horseshoe Bend stellen würde... empfand den vor 2 Wochen im Hochsommer schon ziemlich nervenaufreibend. :)
Ich fand's dort einfach nur sehr schön! ;)
Und richtig: Alles andere hängt von den Witterungsbedingungen ab, die von mir "angedachte" Tour ist – wie geschrieben – bei winterlichen Bedingungen fraglich...
 

deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.009
3.971
HAM, LBC
Wir sind die Strecke aus #5 (natürlich mit MV) im späten November von SLC aus gefahren – nur dort in den Bergen gab es das einzige Mal Schnee, ansonsten tatsächlich nur Sonne und überall um 10-15°C (tagsüber). In Flaggstaff haben wir das DoubleTree am Morgen allerdings bei -10°C verlassen... LOL
 
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Strolf

Erfahrenes Mitglied
27.03.2020
2.829
2.258
Ich bin die Strecke gefahren, im Dezember. Bis Colorado Springs.
Trotz Ford F150 4WD war das innsen Höhenlagen kein Spass. Was vermutlich auch an den nicht existierenden Winterreifen bei den Amis liegt.

Weiter tiefer im Matsch natürlich großes Kino, die Trails im Canyonland, Zufahrt White Pocket etc…

Monument Valley übrigens bei mir sehr nass, kalt und unansehnlich. Bin auch nicht in 3 Tagen durchgeheizt, sondern 6 Tage.

Also ich würde fliegen!
 
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Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.041
1.139
Das ist schon sportlich, die Strecke im Januar mit zwei Übernachtungen machen zu wollen und dabei noch ordentlich was sehen zu wollen. Selbst auf dem Interstate bei Flagstaff kann man im Winter auch mal komplett stecken bleiben für ein oder zwei Tage....
Die reine Netto-Fahrzeit von Las Vegas nach Beaver Creek stumpf über I15 und I70 dürfte locker 10 Stunden sein, wenn alles frei ist. Und wenn man irgendwas sehen will, geht es ja ordentlich in die Walachei. Grand Canyon würde ich da gar nicht machen, sondern nur Dinge, die wirklich auf dem Weg liegen. Zion und Arches NP wurden ja schon genannt. Wobei ich nicht weiß, wie gut die im Winter zugänglich sind. Grand Canyon north rim ist ja im Winter komplett gesperrt.

Aus meiner Sicht lohnt das nicht, außer man muss halt zwingend die Strecke fahren mit zwei Übernachtungen und will sich die Tortur mit einigen netten Eindrücken aufhübschen.
 
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Hwy93

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29.08.2011
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Danke für eure Antworten! Ziel der Reise ist nicht ganz Denver, sondern Vail/Beaver Creek. In den Schnee soll es also durchaus gehen.

Mit dem Auto unterwegs bin ich, weil ich vorher und nachher ein Auto brauche. Die Alternative wäre ein Flug zwischen LAS und DEN.

Dass es nur drei Tage sind, ist wirklich doof, aber geht nicht anders. Reicht eben nicht für eine sehr entspannte Fahrt mit dem Auto. Der Flug hätte den Nachteil, dann ein paar Tage zu früh in Denver zu sein.
Mein Tipp wäre: Wenn der Abstecher zum GC unbedingt sein muss und die Bedingungen es zulassen, fahre von Las Vegas zum South Rim des GC. Die Straßen sind gut, der South Rim und die dortige Infrastruktur ist auch im Winter normalerweise offen. Und dann fahre zurück nach LV und fliege nach Denver. Gibts evtl. sogar Flüge direkt nach Vail?

Falls Du Dich noch nicht mit dem aktuellen Mietwagenpreisen befasst hast, solltest Du das vielleicht auch noch tun 😖
 
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fixekiste

Erfahrenes Mitglied
08.03.2013
586
942
Der Mietwagen ist schon länger gebucht und war in der Tat deutlich teurer als sonst. Ich hatte allerdings vermutet, dass es an der Einwegmiete liegt.

Würde jetzt dazu tendieren, zwei Nächte in Flagstaff zu verbringen, von dort aus so viel Grand Canyon wie möglich zu machen und dann wieder zurück nach Las Vegas, um nach Denver (oder Vail) zu fliegen.

Alternative könnte auch sein, nur eine Nacht in Flagstaff zu machen und dann noch eine Nacht in Albuquerque zu verbringen. Das werden dann aber so viele Kilometer im Auto, dass das irgendwann auch keinen Spaß mehr macht.
 

Hwy93

Erfahrenes Mitglied
29.08.2011
4.449
1.445
Flagstaff = lauteste Stadt ever. Ohrstöpsel mitnehmen!
Würde als Tor zum Grand Canyon ebenfalls von Flagstaff abraten und eher Williams empfehlen. Ist auch nochmal etwas näher und de facto eine reine Touristenstadt um in der Nähe des Canyons zu nächtigen samt aller zugehöriger Infrastruktur.
 
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AlexFly

Reguläres Mitglied
07.08.2020
71
10
Liebe Mitforisten,

ich habe im Januar 3 Tage Zeit, um mit dem Auto von Las Vegas nach Denver zu fahren. Kennt sich jemand in der Gegend aus und hat ein paar Tipps für das Routing? Rund um Las Vegas habe ich schon ziemlich viel gesehen, alle Klassiker wie Hoover Dam sind abgehakt. So richtig tief in den Grand Canyon habe ich mich allerdings noch nicht vorgewagt, so dass ich eine schöne Route suche, bei der man spannende Einblicke bekommt. Hier die Rahmenbedingungen:

  • 3 Tage (2 Nächte) Zeit stehen zur Verfügung, um von Las Vegas nach Denver zu kommen
  • Im Januar ist vermutlich eine südliche Route besser?
  • Die schönsten Einblicke in den Grand Canyon sind gesucht
  • Es dürfen gerne auch 1-2 Wanderungen dabei sein (keine Tagestrips, da sonst die Strecke nicht zu schaffen ist)
  • Orte für die Zwischenübernachtungen sind flexibel. Ich hatte mal an Flagstaff (AZ) und Grand Junction (CO) gedacht
Würde mich über Tipps freuen!
Hallo, plane ebenfalls eine ähnliche Tour Ende November - wo warst Du dann letztendlich ?
 

fixekiste

Erfahrenes Mitglied
08.03.2013
586
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Hallo, plane ebenfalls eine ähnliche Tour Ende November - wo warst Du dann letztendlich ?
Wir sind morgens von Las Vegas nach Flagstaff gefahren. Unterwegs haben wir uns auf der alten Route 66 treiben lassen zwischen Kingman und Seligman. Übernachtung in einem der üblichen Kettenhotels (Doubletree glaube ich) und Abendessen asiatisch unspektakulär.

Am nächsten Tag haben wir uns zum Grand Canyon (South Rim, Grand Canyon Village) aufgemacht und dort den ganzen Tag verbracht. Das war das spektakulärste Highlight der Tour und da könnte man auch noch mehr Zeit verbringen. Von dort aus haben wir uns nach Sonnenuntergang über Cameron nach Tuba City aufgemacht. Dort Übernachtung in einem von Natives betriebenen Hotel und Abendessen bei Denny's (meines Erachtens der beste Denny's, den ich bisher besucht habe).

Tag drei hat uns von Tuba City nach Moab (Utah) geführt. Wir sind durchs Monument Valley gefahren. Die Steinformationen dort kann man gegen Zahlung einer kleinen Gebühr auf einem Rundkurs mit dem Auto erkunden. Angesehen haben wir uns auf der Route auch noch den Newspaper Rock. Beides waren nette Zwischenstopps, aber am Tag nach dem Grand Canyon kommt einem wahrscheinlich alles ein bisschen fad vor. In Moab wieder Kettenhotel und Abendessen in einem netten Burger/Bier-Restaurant.

Ab Moab sind wir über Grand Junction bis zu unserem Apartment nach Avon gefahren. Da wir noch am gleichen Tag das Ski-Equipment ausleihen wollten, sind wir zügig durchgefahren. Die Straßenverhältnisse waren völlig unproblematisch. Wir hatten in Las Vegas extra einen Allrad-SUV ausgeliehen, den wir aber in diesem Januar nirgendwo gebraucht hätten. Die Locals haben uns aber berichtet, dass diese Vorsorgemaßnahme gut war, denn die I70 ist nicht zu Unrecht berüchtigt.

Nach den Ski-Tagen in Vail/Beaver Creek sind wir noch für einen Tag nach Denver gefahren. Relativ unspektakuläre Stadt. Eine kostenlose Führung im State Capitol kann man machen, wenn man sich für Geschichte und Politik interessiert. Man hat außerdem einen guten Ausblick von der Kuppel.
 
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