Nein, es geht um die App SecureGo+ und darum, ob man allein durch den Besitz eines Android-Smartphones mit dieser App gezwungen wird, ständig Daten an Google zu liefern.
Also, alles runter vom Phone, außer diejenigen Teile des Betriebssystemns, die für ein Funktionieren von SecureGo+ unerlässlich sind.
dazu gehören leider auch Google Play Services, wie hier ja heute jemand getestet hat. Dazu siehe z.B.
https://www.kuketz-blog.de/google-play-services-die-ueberwachungswanze-von-google/
App-Berechtigung "Standort": Nicht zugelassen
Ich weiß nicht, ob sich das auch auf Google Play Services auswirkt bzw. of diese Einstellung ausreicht. Die App an sich ist ja nicht das Problem.
Generell wird einem das Abschalten solcher Standort-Berechtigungen unnötig schwer gemacht; vergl. z.B.
Smartphones sind perfekte Spionagegeräte – sie ermitteln konstant den Standort ihrer Nutzer und übermitteln ihn an Google, Facebook und Co. – trotz Deaktivierung. Wir verraten, wie Sie das dauerhaft abstellen.
www.welt.de
Die Google Play Services sind closed source von Google. Sobald man sie installiert (oder ein Telefon mit erwirbst, auf dem sie vorinstalliert sind), muss also Google vertrauen, dass wenn man dort die Lokalisierung abschaltet (was wie gesagt an sich schon sehr intransparent ist), auch kein Tracking stattfindet.
Leider zeigte sich jüngst, dass solch ein Vertrauen nicht angebraucht ist:
Jahrelang hat Google Aufenthaltsorte von Android-Nutzern für Werbezwecke gespeichert, obwohl die User das abgeschaltet wähnten. 40 US-Staaten geben billig bei.
www.heise.de
Standort sowieso generell: Aus
Internetverbindung nur herstellen, um bei einer Banktransaktion eine Push-Nachricht empfangen zu können. Fertig.
Wenn das Telefon nur als TAN-Generator und zu sonst nichts verwendet wird, ist das Tracking-Potenzial natürlich arg überschaubar.
Wie jetzt allgemeine Nutzerdaten, mit denen mein Leben nachvollziehbar wird wie ein offenes Buch, an Google gehen sollen, ist mir schleierhaft. Das ginge nur noch über die Auswertung der Funkzellen- bzw. Wlan-Daten, was aber erstens (bei ausgeschaltetem Standort) kein Google-Thema ist und zweitens sowieso nichts Aufschlussreiches liefern würde, wenn man nur alle paar Tage für etwa 30 Sekunden eine Internetverbindung aufbaut. Noch Fragen?
Wie gesagt; bei ausschließlicher Nutzung als TAN-Generator kann natürlich auch nur diese Nutzung getrackt werden (allerdings sehe ich auch keinen Grund dafür, dass Google erfahren muss, wann ich meine Überweisungen tätige oder mich im Online-Banking anmelde).
Das kann man so machen. Für viele Nutzer dürfte die Nutzung eines ChipTAN-Generators allerdings dann die transparentere und kostengünstigere Alternative zu einem dedizierten Telefon darstellen.
(und wem das alles sowieso egal ist, der belaste sich nicht mit diesem Thema)