Bali - Einreise nur nach Prüfung der Einkommensverhältnisse geplant...

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globetrotter11

Erfahrenes Mitglied
07.10.2015
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CPT / DTM
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Unter dem Titel «Regionale Verordnung zur Umsetzung von Qualitätstourismus» arbeitet die Provinzverwaltung derzeit an einem Regelwerk, das die Einreisehürden massiv erhöhen könnte. Kernstück der Verordnung: Ein Blick in die privaten Finanzen der Reisenden.

Balis Gouverneur Wayan Koster stellte klar, dass die wirtschaftliche Potenz der Gäste künftig ein entscheidendes Einreisekriterium sein wird. Konkret soll die «Höhe der Ersparnisse in den letzten drei Monaten» geprüft werden. Damit will die Regierung sicherstellen, dass internationale Feriengäste über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um nicht nur die lokale Wirtschaft zu stützen, sondern auch um Phänomene wie das «Begpacking» (betteln für die Weiterreise) zu unterbinden.

Doch das Geld allein reicht nicht aus. Um das Prädikat «Qualitätstourist» zu erhalten, sollen Reisende künftig auch detaillierte Angaben zu ihren geplanten Reiserouten und der genauen Aufenthaltsdauer machen müssen.

 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Schon nachdem diese Trottel angefangen haben, zur Pcr Pandemie ihre Einreisebedingungen zu verschärfen mit Anmeldung, Gebühr etc. nicht einmal mehr auf Bali gewesen und das wird sich nicht ändern. Hoffentlich sehen hundertausende es auch so.
 

bonkers

Erfahrenes Mitglied
19.03.2011
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881
Bei wem kann ich die Daten über Vermögen, Abwesenheitsdauer und Anschrift erwerben? Wahrscheinlich muss man da aber jemand kennen.
Es geht mir natürlich nur um ein entsprechendes Sicherheitsangebot
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
Wirklich eine tolle Insel, aber es ist mir ein Rätsel wie man so blauäugig sein kann und ein Hotel nach dem anderen hoch zieht, aber nicht an die zugehörige Infrastruktur denkt.
Man das Problem nach den Örtlichkeiten betrachten. Da sind zunächst die Orte Kurs und Legian, also die australische Biertheke. Es folgen Ubud mit seinen 10€ Unterkünften, in Teilen auch Sanur. Der Rest der Insel ist erträglich bis ziemlich angenehm. So sehe ich das zumindest.
 

Turbo-Lenz

Reguläres Mitglied
31.12.2025
63
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Wie das wird kannst Du Dir gerade in Portugal anschauen, USA kauft leer (und es wird dadurch gar nivcht besser, nur teurer). Aber gut nach Malle gibt es wohl erst einen täglichen Direktflug, saisonabhängig.
Im Gegensatz zur deutschen oder englischen Sparliesel lässt der Ami wenigstens reichlich Umsatz auf der Insel. Und ob die Immobilien von Deutschen, Skandinaviern oder Amerikanern den Einheimischen weg gekauft werden, dürfte wohl egal sein.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
7.328
5.684
Im Gegensatz zur deutschen oder englischen Sparliesel lässt der Ami wenigstens reichlich Umsatz auf der Insel. Und ob die Immobilien von Deutschen, Skandinaviern oder Amerikanern den Einheimischen weg gekauft werden, dürfte wohl egal sein.
Wessen Dritt Account bist du?
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Gab es schon mal für Visa zu Covid-Zeiten, da wollte man schlicht Kontoauszüge.
Das damals geforderte Level waren 2000 USD pro Person und Monat, d.h. man musste soviel über die letzten Monate auf irgendeinem Kontoauszug vorzeigen. Ich hab damals ganz datensparsam ein Konto genommen, worüber die Zahlungen einer privaten Immobilie abgewickelt werden, d.h. Nebenkosten, Hausgelder, Rücklagen, Versicherung und Steuern und das daher immer ausreichend Futter hat aber nicht dazu geeignet ist, den Kaffeekonsum zu prognostizieren.

Und offenbar ist auch das auch eine Gegenreaktion auf Einreiseanforderungen anderer Länder für Indonesier:

Ich hoppel nun schon ja seit 2019 über Bali nach Timor-Leste (nach Timor schon seit 2001, aber lange Zeit halt über SIN direkt), auch im letzten Jahr wieder 6mal hin und zurück, d.h. 12mal DPS. Kürzester Aufenthalt in Dili waren 2024 mal 3 Übernachtungen, d.h. dann habe ich dieses Einreiseprozedere mit den Formularen schon nach 3 Tagen wieder vor mir und ich hab es ehrlich gesagt so satt - trotz aller Routine.

Der Transit dort kostet mich - da jeweils eine Einreise nötig ist - hin und zurück mittlerweile jeweils 35 USD + 10 USD love bali fee (nach dem mich noch niemand gefragt hat) und am liebesten würde ich wieder KUL (gabs zu Covid-Zeiten als Charter) oder SIN (gab es vor 2019 als Air Timor op. by Silk Air oder begrenzte Zeit zu unmöglichen Zeiten noch mittels Drukair/Bhutan) nach DIL fliegen. Dann bräuchte ich das alles erstmal nicht mehr.

Auf dem Hinweg geht es i.d.R. an der Abholergalerie vorbei geradeaus ins Novotel am Flughafen und am nächsten Morgen um 7:00 Uhr direkt von dort ins Terminal. Bezahlt wurde im letzten Jahr im Novotel fast ausschließlich mit Accor-Punkten, d.h. dadurch bleibt nur noch der Restbetrag im Gegenwert unter 20 Euro beim Hotel - irgendwie müssen ja die 2x45 USD ja kompensiert werden. Ist halt der Nachteil für Bali, wenn man Kettenhotels mit Kundenbindungsprogrammen zulässt. Dazu kommt: lokale Verrechnungspreise der selben Hotels sind auf einem deutlich niedrigeren Level als über den Vertrieb im Ausland aufgerufene Preise. Auch dieses Geld landet nicht in Indonesien. D.h. man vertreibt in Europa Luxusreisen, in Australien Mallorca-Pauschalreisen und in Indonesien das Familienwochenende wenn in anderen Landesteilen gerade muslimischer Feiertag ist - und alles mit derselben Infrastruktur.

Auf dem Rückweg dauert dieses Vergnügen, für das ich mich nun als Qualitätstourist qualifizieren soll, im Dezember zuletzt 48 Minuten, bis ich von Landung über Einreise - Gepäck - Zoll - raus - Fahrstuhl hoch - Flughafensicherheit - Checkin - Siko - Ausreise in der Lounge sitze. Das ist schneller, als das die eGates auf Level 2 bei der Ausreise überhaupt meine Einreise bei den eGates im Erdgeschoss registriert hätten.
Dabei wäre ein funktionierender Transfercounter die richtige Lösung - aber so werde ich für diesen Weg von wenigen 100m halt jedesmal Tourist im Land.

Anyway, alle 7 Jahre gibts was Neues.
Dann wird es halt erstmal AeroDili ab SIN ab 473 Euro hin&zurück statt allein 345 Euro DPS-DIL-DPS, auch wenn es die Flüge derzeit nur max. 2mal pro Woche (Mo/Do ab SIN) gibt und der liebe Josh Cahill seine Probleme damit hatte. Aber immerhin ein Segment weniger, ein smoother Umstieg in SIN mit Durchlabeln des Gepäcks und durchaus preislich erheblich attraktiver, weil der Anschluss SIN-DPS-SIN nicht notwendig ist. Ist natürlich abzuwägen bzgl. ggf. längeren Aufenthalt in Dili (auch meine Zeit ist Geld…)
 

bonkers

Erfahrenes Mitglied
19.03.2011
1.663
881
Im Gegensatz zur deutschen oder englischen Sparliesel lässt der Ami wenigstens reichlich Umsatz auf der Insel. Und ob die Immobilien von Deutschen, Skandinaviern oder Amerikanern den Einheimischen weg gekauft werden, dürfte wohl egal sein.
Nein ist es nicht, wenn auch nur graduell. Einfach mal die Marktzugangsmöglichkeiten vergleichen. Und wenn man Umsatz “da lässt„, kommt das nicht unbedingt den Bewohner zu Gute. Sieht man in Portugal.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Auch in Indonesien, oder gerade dort, wird die Suppe nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde. Also vorerst mal locker bleiben.
Du hast Recht, was allgemeine Einreiseregelungen angeht. Da liegt eigentlich die Zuständigkeit auf der Ebene der Republik Indonesia.
Dem Gubernur bleibt eigentlich nur sowas wie eine lokale Steuer wie i love bali zu erheben.

Allerdings hat man es bzgl. Touristen auch zu Covid-Zeiten unter demselben Gubernur (H.E. I Wayan Koster), Mitglied der eher populistischen PDI Perjuangan (für den geneigten VFT-Leser: auch aktuell die Partei mit dem größten Stimmanteil aber nicht an der Regierung beteiligt, nationalistisch und säkular, eher eine Partei der Mitte), geschafft, Bali separat zu betrachten, d.h. mit VOA kam man nur als Tourist nach Bali aber nicht woanders hin und für alle anderen Visa musste man auch Kontoauszüge plus diverse andere Unterlagen vorlegen. Aber da war auch noch Parteifreund Joko Widodo Präsident der RI.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.306
1.764
Die bisher mehr oder weniger freiwillig ist.
Freiwillig eigentlich nicht, aber ich hab noch nicht von einer einzigen Kontrolle gehört. Ggf. bei sog. Touristenattraktionen…

Der Spiegel schreibt dazu:

Also man möchte sich nun nicht fixe Summen sondern einen Aktivitätenplan für den Aufenthalt, der dann von Beamten bewertet werden soll und mit den nachgewiesenen Ersparnissen gedeckt werden soll.
Das wiederum öffnet Tür und Tor, das wenn die Aktivitäten (sprich: der zu erwartende Umsatz - z.B. beim faul am Pool liegen) nicht ausreichen, dass entweder der Aufenthalt verkürzt oder der Aktivitätenplan (bei vorhandenen Mitteln) erweitert wird. Und vor allem muss vorab geplant werden, was wohl kaum jemand in dieser Form macht.

Meine Prognose: das wird - selbst wenn das beschlossen wird - genau so nicht passieren.
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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5.684
Die stecken ganz tief bei G20 und sonstigen "exklusiven Clubs" mit drin. Deshalb die ganzen Testballone.
 

pumuckel

Erfahrenes Mitglied
22.08.2010
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1.112
Ich glaube noch nicht daran, dass das so kommen wird. Wie soll das auch kontrolliert werden? Soll sich dann jeder vor einem Immigrationsmenschen in sein Bankkonto einloggen? Wenn das so kontrolliert werden würde, wie im Spiegel geschrieben, wäre das ja eine offene Tür zurück zur Korruption, wenn der Immigrationsmensch nach seinem Gutdünken entscheiden kann, ob das Geld für drei Wochen reiche oder nicht.

Ausserdem wäre das ja eine komplette Rückkehr zu den menschenbesetzten Schaltern. Aktuell hat man bei der Einreise in Bali, sofern man das Visum schon online gekauft hat, gar keinen Kontakt zu Menschen.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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Ich glaube noch nicht daran, dass das so kommen wird. Wie soll das auch kontrolliert werden? Soll sich dann jeder vor einem Immigrationsmenschen in sein Bankkonto einloggen?
Das passiert ja nicht bei Ankunft sondern schon bei der Visa-Beantragung, das eVOA vor Ort dürfte sich damit aber auf Ausnahmen beschränken.
Das Problem ist nicht, die Kontoauszüge zu überprüfen bzw. dort Zahlen auszulesen.
Zu Covid-Zeiten hat man zur Beantragung des Visums bereits Kontoauszüge als PDF hochladen dürfen.
Ich denke, da kann mittlerweile viel maschinell ausgewertet werden.
Wie man dort allerdings feststellen will, ob das echte Kontoauszüge sind, erschließt sich mir nicht.

Wenn das so kontrolliert werden würde, wie im Spiegel geschrieben, wäre das ja eine offene Tür zurück zur Korruption, wenn der Immigrationsmensch nach seinem Gutdünken entscheiden kann, ob das Geld für drei Wochen reiche oder nicht.
Ich bin mir sicher, du bekommst keinen Beamten bei einer Visabeantragung aus dem Ausland zu Gesicht.
Ausserdem wäre das ja eine komplette Rückkehr zu den menschenbesetzten Schaltern. Aktuell hat man bei der Einreise in Bali, sofern man das Visum schon online gekauft hat, gar keinen Kontakt zu Menschen.
Diese Rückkehr wird es so nicht geben. Was eGates angeht, so funktioniert mittlerweile I.d.R. gut, aber es gibt gelegentlich noch technische Probleme.

Das eigentliche Problem dürfte die angedachte Bewertung des Aktivitätenplans (sprich Ausgabeverhalten) darstellen.
Ich kann nämlich auch meine Aktivitäten auf Warung, Billighotel und Strand aufbauen, das ganze für weit weniger als 500K IDR pro Tag. Ob das der gewünschte Qualitätstourist ist?
Der durchschnittliche Bali-Tourist lässt übrigens nur 391 USD pro Person und Aufenthalt auf der Insel.

Ich kann zu indonesischen Preisen im Direktverkauf (prepaid auf indonesisches Konto) auch für 90 Euro/Nacht all-In mit Transfer, Essen und Massage in der 1-Bedroom-Private-Pool-Villa in Sanur nächtigen, die in Deutschland für mehr als das 4fache room-only verkauft wird. Und das selbst dann, wenn das Hotel angeblich ausgebucht ist.

Wie will man auf dieser Basis überhaupt irgendeine Bewertung vornehmen?

Ich denke, es wird deutlich wo das Problem liegt - das meiste Geld bleibt gleich beim Vertrieb im Ausland und Bali ist eine der ärmeren Regionen Indonesiens.

Aber vielleicht setzt man auch einfach die im Inland versteuerten Zimmerpreise als Maßstab für die Bewertung der Qualitätstouristen an und zieht eine Linie.

Dazu kommt: 7 Mio internationale Touristen sind tatsächlich der kleinere Teil der Bali-Besucher, der Großteil ist mit über 10 Mio innerindonesisch. Da gibt es aber das Problem nicht - da bleibt die Wertschöpfung innerindonesisch.

Daher glaube ich, dass der Aktivitätenplan eher die Vorlage von Hotelbuchungen meint.
 

pumuckel

Erfahrenes Mitglied
22.08.2010
2.407
1.112
Ach so, das soll schon beim Visum überprüft werden. Das Problem bleibt, dass ich sowohl beim Kontostand lügen kann, wie auch bei der Behauptung, dass ich jeden Tag Nasi Tulang im Warung essen würde.
Dazu müsste das Visa on arrival abgeschafft oder stark eingeschränkt werden.

Bali ist eine der ärmeren Regionen Indonesiens

Ich kenne dazu zwar keine Zahlen, aber würde eher das Gegenteil behaupten, am einfachsten wohl bei der Anzahl Mopeds und Privatautos pro Bewohner zu sehen.