Ihr seid alle Feiglinge

ANZEIGE

KevinHD

Erfahrenes Mitglied
05.07.2012
3.677
2.819
FFM
ANZEIGE
meint jedenfalls dieser Autor aus dem Jahrgang 1992:


Leider hinter paywall vielleicht kann es jemand lesen.
 

FlugFragen

Aktives Mitglied
02.10.2023
146
180
Lässt sich über Archive.ph lesen. In meinen Augen ein eher dümmlicher Artikel.
Es kommt natürlich sehr drauf an wie man Urlaub macht, aber es gehört je nach Urlaubsziel schon ein gewisser Mut dazu zu reisen.
Ja, meine Arbeit macht mir Spaß - aber ich bin nicht traurig wenn ich nicht arbeiten muss sondern die Welt erkunden kann. Für ein Medium, das sich "Welt" nennt ein trauriger Artikel.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.057
1.015
... welcher Verdacht drängt sich denn nun auf?

ist es vielleicht derselbe Verdacht, den man eh schon hat ??
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.057
1.015
soll der Punkt jetzt sein, dass ständiges Urlaubmachen und Fernweh eine Art Auswandern in Raten sein soll ??!

eine Flucht aus Deutschland weg, ohne zu fliehen ?!
(weil man immer wieder zurückkommt, oder zurückkommen muss)
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.393
17.647
Ich finde den Artikel gut und habe mir diese Gedanken auch schon gemacht:

"Der Urlaub wird hier ja gar nicht mehr als Unterbrechung gedacht, sondern als in Abständen buchbares, eigentliches Leben, unterbrochen von einem womöglich gut bezahlten, aber eigentlich sinnlosen 'Bullshit-Job', für den man sich per Fernreise entschädigt. Sinnhaft aber kann diese Reise auch nicht sein, der knallrote Cocktail an der Hotelbar aber hilft, die Sinnkrise nicht zu spüren."

Kennt Ihr das nicht, diese Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses? Man schleppt sich vor lauter (unattraktivem oder unattraktiv scheinendem) Alltagsleben nur noch von Urlaub zu Urlaub? Ich schon, und immer, wenn ich Ansätze davon verspüre, versuche ich, mein "normales" Leben wieder schöner zu gestalten. Wenn einem das nicht mehr gelingt, ist das schon traurig, da stimme ich dem Autor zu.
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
2.893
3.383
Ich finde den Artikel gut und habe mir diese Gedanken auch schon gemacht:

"Der Urlaub wird hier ja gar nicht mehr als Unterbrechung gedacht, sondern als in Abständen buchbares, eigentliches Leben, unterbrochen von einem womöglich gut bezahlten, aber eigentlich sinnlosen 'Bullshit-Job', für den man sich per Fernreise entschädigt. Sinnhaft aber kann diese Reise auch nicht sein, der knallrote Cocktail an der Hotelbar aber hilft, die Sinnkrise nicht zu spüren."

Kennt Ihr das nicht, diese Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses? Man schleppt sich vor lauter (unattraktivem oder unattraktiv scheinendem) Alltagsleben nur noch von Urlaub zu Urlaub? Ich schon, und immer, wenn ich Ansätze davon verspüre, versuche ich, mein "normales" Leben wieder schöner zu gestalten. Wenn einem das nicht mehr gelingt, ist das schon traurig, da stimme ich dem Autor zu.
Ich sehe darin nichts schlimmes? Wenn ich könnte würde ich gar nicht Arbeiten und nur Reisen. Arbeit ist das Übel um zu Überleben. Gibt viele die Leben für ihren Job. Davon bin ich weit entfernt. Es gibt zu viele Bullshit Jobs und Bullshit Firmen. Mich interessiert nur das Geld damit ich damit was tolles machen kann. Der Autor darf gerne zu Hause sein und sein Leben genießen im kleinen Umkreis um sein Haus herum. Aber anderen Leuten vorschreiben dass alles andere ja komisch und eine Realitätsflucht sein soll halte ich dann doch bisschen zu arrogant.
 

Femminello

Erfahrenes Mitglied
08.05.2012
8.997
5.552
Reisen =/= Urlaub. Vielflieger werden in aller Regel bei den wenigsten ihrer Flüge in den Urlaub fliegen.

Das nervt mich bei gewissen Airlines in den Ansagen immer. Kommste zu Hause an, musst in wenigen Stunden nach kurzem Schlaf zur Arbeit und die sabbeln was von "wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub". Halt's Maul, Condor.

Der Artikel steht in der WELT, damit ist schon alles gesagt. Brauche ich gar nicht lesen.
 

berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
5.406
3.119
Reisen =/= Urlaub. Vielflieger werden in aller Regel bei den wenigsten ihrer Flüge in den Urlaub fliegen.

Das nervt mich bei gewissen Airlines in den Ansagen immer. Kommste zu Hause an, musst in wenigen Stunden nach kurzem Schlaf zur Arbeit und die sabbeln was von "wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub". Halt's Maul, Condor.

Der Artikel steht in der WELT, damit ist schon alles gesagt. Brauche ich gar nicht lesen.
Condor ist ein "Ferienflieger", siehe Livery.
 

Langstrecke

Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
11.675
10.918
LEJ
Ich bin ehrlich und mir ist nicht ganz klar, was der Artikelschreiber sagen will.
Vielleicht war es der Sinn, gerade darüber nachzudenken.
 

KevinHD

Erfahrenes Mitglied
05.07.2012
3.677
2.819
FFM
was erwartet man von einer zeitung, welche zunehmend von der bild redakteuren geschrieben wird...
Naja wenn man sich die typische Vita des Verfassers anschaut erklärt sich einiges. Dazu noch seine Studienfächer.Da dürfte auch eine Portion Sozialneid dabei sein.

Nach seinem Duktus könnte man auch alle Autofahrer als Feiglinge bezeichnen.
Nicht mutig genug für einen unzuverlässigen überfüllten mit stinkenden Menschen besetzten ÖPNV
 
Zuletzt bearbeitet:

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.375
14.556
FRA/QKL
Ich finde den Artikel gut und habe mir diese Gedanken auch schon gemacht:
Ich bin bei dir. Ich kenne auch Menschen im Umfeld die sich von Urlaub zu Urlaub hangeln und darüber definieren wo sie schon überall waren. Dann frage ich mich schon ob das der einzige Sinn der Lebens sein soll. Der Artikel ist zwar provokativ geschrieben, enthält aber sehr viel Wahrheit. Auch wenn es viele nicht zugeben wollen.
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
2.893
3.383
Ich bin bei dir. Ich kenne auch Menschen im Umfeld die sich von Urlaub zu Urlaub hangeln und darüber definieren wo sie schon überall waren. Dann frage ich mich schon ob das der einzige Sinn der Lebens sein soll. Der Artikel ist zwar provokativ geschrieben, enthält aber sehr viel Wahrheit. Auch wenn es viele nicht zugeben wollen.
Mit deiner Signatur weiß ich worüber du dich definierst :p
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.057
1.015
es kündigen halt immer mehr Menschen innerlich mit Deutschland
sie kündigen innerlich mit ihrem Job, mit ihrem Umfeld, mit der Gesellschaft, mit allem

(Einer hat (im Strang) wenigstens den Mumm gehabt, es auch mal offen zuzugeben. Die Meisten heucheln ja nur rum)

für wen aber das Geld oder sonstiges (Talent, Ausbildung, Nachfrage nach den eigenen Fähigkeiten) nicht ausreicht, diese innere Kündigung auch in eine Auswanderung umzuwandeln, der muss halt auf dem "kleinen Dienstweg" 'auswandern'

das versucht der Autor zu sagen, schwurbelt aber auch nur um den Punkt herum, weil er ebenso ein Feigling ist, und den Punkt nicht einfach klar ausdrückt, sondern drum rum schwurbelt ... hat wohl Angst vor dem Shitstorm, der dann kommen würde
 
  • Like
Reaktionen: Alfalfa

lance89

Erfahrenes Mitglied
28.01.2014
503
782
Ich finde den Artikel sehr gut geschrieben, anscheinend bring er einen auch zum Nachdenken und für dass wurde er geschrieben.
Wer dann den Fehler beim der Biografie des Verfassers sucht hat den Artikel wohl nicht verstanden...
 
  • Like
Reaktionen: SleepOverGreenland

Femminello

Erfahrenes Mitglied
08.05.2012
8.997
5.552
Blödsinn, da geht es doch nicht um "Deutschland ist doof weil nicht so wie ich die 90er verklärt in Erinnerung habe und deswegen geht es unter und ich kapiere nicht dass die Welt sich auch in anderen Ländern weiterdreht und das noch deutlich schneller"-Hetzigewäsch.
Auch wenn es die WELT ist, die sich gerne in so was ergeht.

Ich bin seit 15 Jahren weg aus Deutschland und aktuell stark am Nachdenken, wieder nach Deutschland zu gehen. So viel dazu.