Expedition Nr. 29 oder Thailand, wie ich es schon kenne

ANZEIGE

HU+

Reguläres Mitglied
26.10.2016
82
25
HAM
ANZEIGE
Und? Gingen die beiden noch Abendessen? 😁
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.331
35.801
MUC
Tag 21 1/2 - Idyllischster Wasserfall

Nach den diversen Problemen am Vortag war ich sehr gespannt, wie das Frühstück sein würde, für das ich uns mit dem Anmeldebogen für 8 Uhr avisiert hatte. Kurz nach 8 Uhr trafen ArFr und ich dann in dem Café vor dem Hotel ein, das dann wohl tatsächlich zum Hotel gehörte. Ein freundlicher älterer Herr begrüßte uns und erklärte uns auf thailändisch, dass es Brot, Suppe und Instantkaffee am Tresen gäbe. Das eigentliche Frühstück würde er nun frisch für uns zubereiten.

Wenig später kamen zwei Teller an unseren Tisch, die ich tatsächlich als das schlechteste Frühstück in Thailand bezeichnen würde, das mir jemals angeboten wurde.

i2602014001.jpg


Wie dem regelmäßigen Leser auffallen dürfte, sind Fleisch und Wurstwaren durchaus Bestandteil meiner Ernährung, aber dies hier ging gar nicht. Der Hähnchenschenkel war kalt und offenbar am Vortag frittiert worden. Die beiden Würstchen hatten eine breiige Konsistenz und dürften allerbilligste Industrieware gewesen sein, ebenso wie der Pressfleischkochschinken, der unnötigerweise gebraten wurde. Dass dann noch die Spiegeleier nicht komplett gar gebraten waren, sondern noch nicht gestocktes Eiklar aufwiesen, schien dann wohl nur konsistent.

Wenigstens gab es noch eine Etagere, wobei auch hier nicht alle Bestandteile überzeugen konnten. Die Sandwiches waren mit undefinierbarer Masse belegt. Das thailändische Dessert daneben war dann das Highlight des Frühstücks neben den thailändischen Mandarinen.

i2602014002.jpg


Nachdem uns dann der Instantkaffee auch nicht so ganz glücklich machte, wir aber eine Siebträgermaschine am Tresen entdeckten, fragten wir nach richtigem Kaffee, der uns freundlicherweise kostenlos wenig später serviert wurde, aber der auch irgendwie nicht so richtig gut schmeckte.

Nein, mit diesem Hotel wurde ich nicht so recht warm, wenngleich der ältere Herr sehr freundlich war. Aufgrund der ansonsten sehr positiven Bewertungen des Hotels vermutete ich, dass hier aktuell Urlaubsvertretungen am Werk waren. In Thailand ist es während der Urlaubszeit nicht unüblich, dass das Stammpersonal sich in seinen wohlverdienten Urlaub verabschiedet und man statt einer Schließung von Hotel, Café oder Restaurant weniger erfahrene Familienmitglieder und/oder Freunde bittet, den Betrieb dennoch aufrecht zu erhalten. Genau dies schien mir hier der Fall zu sein, denn die Rezensionen suggerierten, dass es hier sonst besser wäre.

Nachdem ich in Ermangelung von Handtüchern noch ungeduscht war, hatte ich beim Eintreffen im Café direkt um Handtücher gebeten, die tatsächlich bei Rückkehr zu meinem Bungalow vor diesem auf einem Campingstuhl auf der Terrasse lagen. So gönnte ich mir endlich eine Dusche, bei der ich feststellte, dass das Badezimmer eine Fehlkonstruktion war. Es gab keine Duschabtrennung und die Toilette lag direkt neben Dusche und Waschbecken. Durch das Duschen setzte man somit das gesamte Badezimmer unter Wasser, sodass man nach dem Duschen weder das Waschbacken noch die Toilette trockenen Fußes erreichen konnte.

Der erste Ausflug des Tages sollte uns heute in die Nachbarprovinz Chiang Rai führen. Nach einer längeren Autofahrt ging es kurz nach Überqueren der Provinzgrenze zwischen Phayao und Chiang Rai links ab, um zum Phu Kaeng Wasserfall zu gelangen.

Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang fanden wir den Ort sehr idyllisch.

i2602014003.jpg


Wenig später betraten wir den offiziellen Zugang und konnten uns zwischen dem normalen Weg am Wasserfall entlang oder dem Naturpfad entscheiden, wobei wir Ersteren wählten.

i2602014004.jpg


i2602014006.jpg


i2602014007.jpg


Es sollte neun Stationen (bzw. im thailändischen Etagen genannt) geben, wobei die Letzte ca. einen Kilometer entfernt sein sollte.

i2602014005.jpg


Auf dem Weg wurden wir nochmal daran erinnert, wo wir waren.

i2602014008.jpg


Es gab noch ein paar Sicherheitsinformationen, bevor es endlich losgehen sollte und wir einen tollen Blick auf den untersten Teil des Wasserfalles erhaschen sollten.

i2602014009.jpg


i2602014010.jpg


Wir spazierten weiter und befanden, dass dieser Wasserfall einer der Idyllischsten war.

i2602014011.jpg


i2602014012.jpg


i2602014013.jpg


i2602014014.jpg


i2602014015.jpg


Wir erreichten die "4. Etage".

i2602014016.jpg


Der Aufstieg hierher war schon etwas kräftezehrend und es hatte reichlich Insekten, sodass wir Anti-Mücken-Mittel nachlegten. Aber das, was man hier sehen und erleben konnte, war das schon sehr wert.

i2602014017.jpg


i2602014018.jpg


i2602014019.jpg


Bei der nächsten Etappe haderte ich eine Weile. ArFr kletterte den steilen Weg nach oben. Eigentlich waren hier irgendwann mal Stufen angelegt worden, jedoch hatte der Zahn der Zeit an diesen massiv genagt bzw. Regen diese weggewachen. Leider habe ich aufgrund meiner Anspannung keine Fotos gemacht, aber war es schon etwas abenteuerlich zur nächsten "Etage" aufzusteigen. Nachdem ArFr diese gemeistert hatte, half mir mein Ehrgeiz dabei, es ihm gleich zu tun.

i2602014020.jpg


i2602014021.jpg


Der weitere Aufstieg war nun wieder deutlich leichter.

i2602014022.jpg


i2602014023.jpg


Leider wurde der Weg abrupt deutlich schlechter, sodass wir die Erkundung nicht bis zur "9. Etage" fortsetzen wollten. Wir drehten um, was ich leider trotz der diversen Herausforderungen auf dem Weg nicht weiter fotografisch dokumentiert hatte.

Als nächstes Ziel stoppten wir am chinesischen Tempel San Phra Jikong Nam Phing Hong.

i2602014024.jpg


i2602014025.jpg


So richtig einladend wirkte der Tempel nicht auf uns, sodass wir uns direkt zum nächsten Tempel begaben, der nicht sonderlich weit entfernt auf einem Hügel lag. Aber auch der Wat Phra That Chom Chaeng schien noch im Bau zu sein.

i2602014026.jpg


i2602014027.jpg


i2602014028.jpg


Auch wenn das Chedi noch eingerüstet war, konnte man in dessen Innerem eine Buddhafigur bewundern.

i2602014030.jpg


i2602014029.jpg


i2602014031.jpg


Die Aussicht von hier oben war dazu wirklich schön.

i2602014032.jpg


i2602014033.jpg
 

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.331
35.801
MUC
Tag 21 2/2 - Wasserfall und ein Abend am Seeufer Phayaos

Wir beschlossen, so langsam wieder zurück in Richtung der Provinzhauptstadt Phayao zu fahren. Etwas hungrig suchten wir nach einem Restaurant auf dem Weg, was sich als gar nicht so leicht herausstellen sollte, denn die Gegend hier war schon ziemlich dünn besiedelt. In einer kleinen Ortschaft fiel die Wahl auf das Aqua Cafe, das bei Google Maps sehr gut bewertet war.

Die Speisekarte war nicht sonderlich umfangreich und bestand eher aus einfachen Gerichten. So wählte ArFr gebratenen Reis und ich Schweinefleisch mit Knoblauch an Reis.

i2602021001.jpg


Wir wurden satt und dazu war die Inhaberin des Cafés äußerst freundlich und bemüht. Anschließend sollte der Champa Thong Wasserfall unser nächstes Ziel sein.

i2602021002.jpg


i2602021003.jpg


Wir spazierten bergauf in Erwartung, den Wasserfall sehen zu können, da wiesen uns zwei Schilder darauf hin, nicht laut zu sein, da es giftige Honigbienen gäbe, mit denen wir trotz einiger Unterhaltungen glücklicherweise keine Bekanntschaft machen sollten.

i2602021004.jpg


Uns kam eine Thailänderin entgegen, die erklärte, dass sie den Weg zum Wasserfall nicht geschafft hätte, aber wir wären ja starke Männer. Ich musste innerlich etwas kichern und erwartete schon, dass zumindest ich es auch nicht schaffen würde. Der weitere Weg verlief sich irgendwann und wir fragten uns, wo es denn nun zum Wasserfall gehen sollte.

i2602021005.jpg


Man hätte wohl hier beherzt durch das Wasser auf die andere Seite wechseln und weiter über die Felsen kraxeln sollen.

i2602022001.jpg


Wir entschieden uns Beide, die Erkundung des Wasserfalls an dieser Stelle abzubrechen.

ArFr lenkte uns zurück Richtung Phayao. Ich entdeckte einen angeblichen Strand am Westufer des Sees von Phayao, wo uns Google Maps hin lotsen sollte. Tatsächlich gab es hier nicht viel außer einer riesigen Straßenbaustelle und einem Ausblick auf die Hauptstadt auf der anderen Seeseite.

i2602021006.jpg


i2602021007.jpg


i2602021008.jpg


So begaben wir uns zurück zum Hotel, um uns dort ein wenig auszuruhen. Gegen Abend spazierten wir zu Fuß vom Hotel zum östlichen Seeufer. Hier konnten wir dann beobachten, wie man zum Neujahr Himmelslaternen aufstiegen ließ.

i2602021009.jpg


i2602021010.jpg



i2602021011.jpg


i2602021012.jpg


i2602021013.jpg


i2602021014.jpg


Die Himmelslaternen konnten an diesem zentralen Platz für kleines Geld gekauft werden und es war wirklich schön, deren Start mit zu verfolgen, wenngleich dies bei ArFr als aktueller und mir als ehemaligem Einwohner Krefelds für ein wenig Unbehagen sorgte.

Wir spazierten weiter und bewunderten die schön beleuchteten Springbrunnen im See.

i2602021015.jpg


Entlang des Seeufers gab es zahllose Installationen und Attraktionen, unter anderem ein Hasendorf, das ein sehr beliebtes Fotomotiv zu sein schien.

i2602021016.jpg


Ein Stück weiter standen LED-Leucht-Palmen nicht weniger hoch im Kurs.

i2602021017.jpg


Auch diverse Blumenarrangements waren ebenfalls sehr beliebt.

i2602021018.jpg


i2602021019.jpg


i2602021020.jpg


i2602021021.jpg


i2602021022.jpg


Zum Abendessen kehrten wir schließlich in einem Restaurant unweit des Seeufers ein. Es sollte u.a. eine klare Suppe mit Hackfleischklößchen und Seetang geben:

i2602021023.jpg


Dazu Rindfleisch mit Gemüse und viel Schärfe:

i2602021024.jpg


Und schließlich hatten wir uns noch für mit Glasnudeln gebackenen Garnelen entschieden:

i2602021025.jpg


Satt aber nicht sonderlich entzückt von der gebotenen Qualität spazierten wir am Seeufer zurück in Richtung Hotel.

i2602021026.jpg


i2602021027.jpg


i2602021028.jpg


Als wir an einer Bar mit Live-Musik vorbei kamen, konnten wir natürlich nicht anders, als auch hier nochmal einzukehren, zumal uns das Motto "Drink - Music - Friend" ansprach.

i2602021029.jpg


Gegen 23:30 ließen wir Vernunft walten, zahlten und begaben uns zu Fuß zurück zum Hotel.