Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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2.396
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Hätte nicht zumindest die Flughafenfeuerwehr erreichbar sein müssen und für die sichere Evakuierung der Flugzeuge sorgen können?
Die ist verfügbar.
Nur kommst du an diese Kapazitäten auf dem normalen Wege nicht unbedingt ran, weil's im Normalfall Sache der Airline und der Handling Agents ist.
In dem Moment wo ne Luftnotlage erklärt wird, was eine Notlage ist, ist nicht näher definiert, werden Airline und Handling Agents komplett ausgekoppelt und Seitens des Flughafens definierte Notfallpläne abgefahren.
MUC ist 24/7 offen für Diversions und hat dementsprechende Pläne in der Schublade.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wieso man hier allerdings als FMG nicht die eigene und damit zum Unternehmen gehörende Flughafenfeuerwehr aktiviert, ist fraglich.
Weil der Flughafen und FMG nicht unbedingt Kenntnis von der Situation haben bis es zu ihnen eskaliert wird. - Im Normalfall wird das zwischen Airlines und Handling Agents geregelt.

Ein Eskalationsweg ist "Mayday.... " oder "Pan, ..." und dann beginnt das Uhrwerk zu laufen und die Ressourcen werden verfügbar.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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16.653
IAH & HAM
Und der Handling Agent für die Busse ist die FMG Tochter Aeroground.
Und da schließt sich der Kreis. Das ganze wurde auf dem “working level” belassen anstatt FMG / LH Management zu “alarmieren”. Und am Ende ist es so für alle Beteiligten deutlich mehr Arbeit/ Recovery als wenn jan es gleich richtig gemacht haette.
 

GFX

Erfahrenes Mitglied
03.07.2012
1.272
1.172
ZRH
Und da schließt sich der Kreis. Das ganze wurde auf dem “working level” belassen anstatt FMG / LH Management zu “alarmieren”. Und am Ende ist es so für alle Beteiligten deutlich mehr Arbeit/ Recovery als wenn jan es gleich richtig gemacht haette.
Ich frage mich jedoch warum von 5 (?) Fliegern keiner Alarm geschlagen hat? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Ein Flieger, ja. Aber bei der Menge. Und nicht nur LH.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.944
16.653
IAH & HAM
Sprich CEO und COO müssen nicht gehen. Unglaublich. Man belässt es bei Papier und Erklärungen.
Das steht da noch nicht einmal ansatzweise. Ich sehe allerdings, bei aller Aufregung, keinen Grund dass der CEO / COO geschasst werden muesste. Das ist nun wirklich uebertrieben.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich frage mich jedoch warum von 5 (?) Fliegern keiner Alarm geschlagen hat? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Ein Flieger, ja. Aber bei der Menge. Und nicht nur LH.
Wie ich oben geschrieben habe, da sehe ich das Versagen.

Als jemand, der 30 Jahre in einem Grossunternehmen arbeitet hat. Wenn da mitten in der Nacht ein L1/L2 zum Hörer greif, dann kann der so ziemlich alles bewegen, was nur erdenklich ist.....
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.260
2.396
Hast Du nicht die Telefonnummer Deines Chefs nicht? Und wenn Du sie nicht hast, dann kennst Du jemanden der sie hat. Und spätestens Dein der Chef hat die Nummer von seinem Chef. Einer der Piloten war der eine A350 Pilot. Das ist ziemlich sicher jemand mit langer Betriebszugehörigkeit, der ist ohne Frage gut vernetzt ist.....
Selbst wenn du keine der Nummern haben solltest oder sie organisieren kannst, gibt's über den Tower vorgesehene und beprobte Eskalationswege.
 
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Papua

Reguläres Mitglied
31.12.2025
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Das steht da noch nicht einmal ansatzweise. Ich sehe allerdings, bei aller Aufregung, keinen Grund dass der CEO / COO geschasst werden muesste. Das ist nun wirklich uebertrieben.
Nach so einer Aktion, so einem handfesten Skandal, können die keinesfalls im Amt bleiben. Aber man belässt es bei den üblichen „wird lückenlos aufgearbeitet“ Lippenbekenntnissen. Sprich man macht exakt gar nix.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.260
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Und der Handling Agent für die Busse ist die FMG Tochter Aeroground.
Schon.
Aber die eskaliert das nicht zwingend selbst nach oben. Die Antwort wird vermutlich "wir schauen Mal" oder "keiner mehr da" gewesen.
Falls zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch wer von Aeroground erreichbar war.

Nur weil's ne Firmentochter ist heißt es nicht zwingend, dass die Mutter von soetwas Kenntnis erhält.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Könnte es sein, daß jedenfalls die LH-Kapitäne "Dienst nach Vorschrift" gemacht haben?
Nicht eskaliert, sondern ausgesessen?
Das wäre nicht "beruhigend".
Das ist so nen bisschen mein Eindruck.
Oder sie haben sich viel zu lange hinhalten lassen.
 
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Rennip

Erfahrenes Mitglied
28.02.2016
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Wäre so etwas


heute noch möglich?

ich fürchte nicht.

 
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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
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Dahoam
Die Antwort ist einfach: Vorschriften und Regeln und an die muss man sich ums verrecken halten. Sicherlich hat das
Thema „Lenkzeit“ auch eine Rolle gespielt, damit kann man wie mit Datenschutz alles tot kriegen.
Früher hätten erfahrene und langgediente Mitarbeiter kreative (und zwar sicher nicht Regelkonforme, aber dennoch sichere) Lösungen gefunden um das Problem zu lösen. Da hätte man halt jemand gefunden mit Busschein, dann von der Abteilung mit den Bussen jemand der die Schlüssel hat und dann wäre halt der mit Schein in Absprache mit dem Tower halt den Bus hin- und hergefahren. Bei einem Vorfeld ohne Betrieb sollte da ja keine allzugroßen Busfahrkünste notwendig sein. Evtl. hättest noch einen Followme- oder die Feuerwehr zur Absicherung bekommen und die Flieger wären in recht überschaubarer Zeit evakuiert.

Aber jetzt kommt halt jeder daher dass es gleich Abmahnungen oder sonstetwas gibt weil man sich nicht an vorgegebene Prozesse, (In-)Kompetenzen und Regeln gehalten hat. Das lähmt halt alles. Die Erfahrenen (wenn sie nicht eh schon den Betrieb verlassen haben) halten sich raus weil man außer Ärger eh nichts mehr bekommt und die anderen Mitarbeiter sind eh von einem Dienstleister und haben keine Ahnung wie der ganze Betrieb abläuft und auch keinerlei Kontakte über die man vieles auf kurzem Weg regeln kann. Am Ende kommt dann eh wieder irgendein wichtigtuender Controller und verbietet einem alles.

Aber die eskaliert das nicht zwingend selbst nach oben. Die Antwort wird vermutlich "wir schauen Mal" oder "keiner mehr da" gewesen.
Falls zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch wer von Aeroground erreichbar war.

Nur weil's ne Firmentochter ist heißt es nicht zwingend, dass die Mutter von soetwas Kenntnis erhält.
Sobald man Firmentöchter hat gibt's wieder kleine Fürstentümer in denen irgendwelche Narzissten sich ihr Reich aufgebaut haben, aber denen jegliche Kompetenz fehlt. An solchen Stellen enden häufig Eskalationsketten. Nach oben will man ja nichts Negatives weitergeben, weil man ja sein glänzenden Elfenbeinturm nicht verschmutzen will. Bei Probleme wird dumm daher geredet, Ausreden und Schuldige gesucht, hinter Prozesse, Regelungen und Datenschutz verbarrikadiert und brav nach unten getreten.
 

Rennip

Erfahrenes Mitglied
28.02.2016
1.506
447
"Heute" scheitern "wir" schon an 5 Schutzhelmen.
Armes Land.
P.S.
"Schade", daß keine "wichtige" Politikerin an Bord war.
Die wäre sicher irgendwie dringend rausgeholt worden.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Da hätte man halt jemand gefunden mit Busschein, dann von der Abteilung mit den Bussen jemand der die Schlüssel hat und dann wäre halt der mit Schein in Absprache mit dem Tower halt den Bus hin- und hergefahren.
Das sollte eigentlich geregelt sein.
Da es ein Werksgelände ist, gelten hier abweichende Regelungen.
Ich kenne die Konzepte hinter MUC (und dessen Betriebserlaubnis und ICAO Konzepten) jetzt nicht genau genug, aber einige Flughäfen regeln es so, dass alles was nen LKW fahren darf auch einen Bus fahren darf.

Schlüssel hängen teilweise in elektronischen Schlüsseltresoren zu denen die Service/Sicherheits Leitstelle Zugang verschaffen kann oder Security Duty Manager sowieso schon Zugriff haben.
Einige Flughäfen haben in ihren Abfertigungslizenzen durchaus auch nen Durchgriffsrecht drin über das sie Busse und Geräte bei außergewöhnlichen Umständen nutzen können. - Aber da gibt's verschiedene Konzepte. - Allen gemein ist aber, dass sie Bestandteil der Betriebserlaubnis sind, von der ICAO gefordert werden und dadurch auch beprobt werden müssen.

Aber wie gesagt: an diese Ressourcen kommst du nur, wenn du den dafür vorgesehenen Eskalationsweg gehst.
 
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Münsterländer

Erfahrenes Mitglied
16.12.2018
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MUC / FMO
Könnte es sein, daß jedenfalls die LH-Kapitäne "Dienst nach Vorschrift" gemacht haben?
Nicht eskaliert, sondern ausgesessen?
Das wäre nicht "beruhigend".
Ich finde es beruhigend das keine kurzuschlussentscheidungen getroffen wurden vom Kapitän wie die Passagiere einfach aufs Vorfeld rauszulassen sondern gewartet wurde bis ein sicherer Weg bestand. Ich bezweifele stark das wie hier von manchen behauptet die Kapitäne und Crew es einfach ausgesessen haben. Mit so vielen Pax in so einer Lage im Flieger ist kein Zuckerschlecken. Und einfach einen fiktiven Notruf abzusetzen damit dann die Feuerwehr/Polizei kommt und am Ende auch keinen Bus hat ist aus meiner Sicht auch keine Lösung.

Und zum Thema Vorgesetzte. Der Pilot dürfte schon die Nummer vom Teamleiter / Flottenleiter / etc. haben aber wer von denen ist um 02:00 morgens wach und erreichbar? Wahrscheinlich keiner.
 
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MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Das Problem war ja auch nicht der Pilot, sondern dass ab 1 Uhr nachts nur noch ein Busfahrer da war und der nach zwei Flugzeugen eine Pause gemacht hat (machen musste?). Da können die Piloten nichts dafür. Das Problem ist dass der Flughafen scheinbar null Reserven vorhält in solchen Situationen.

Im MUCforum ist auch ein der das recht gut erklärt wie das abgelaufen ist (vermute mal ein Insider):

Denjenigen die aktiv vor Ort gemacht haben kann man wohl nur schwer einen Vorwurf machen, die haben getan was sie machen konnten. Für mich ist das Managementversagen, dass man so einen Fall scheinbar nicht vorgesehen hat und nicht mal an so einem Tag, bei dem die Schneefälle schon Tage vorher angekündigt waren, ausreichend Reserven bereithält. Daher sollten wenn in den oberen Etagen die Köpfe rollen.
 

taenkas

Erfahrenes Mitglied
26.08.2013
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Manal wr schneller - das bezog sich noch auf den Post von Münsterländer drüber.

Eine international operierende Fluglinie hat doch wohl ein Operations Center, das rund um die Uhr erreichbar ist. Nur weil MUC ein Nachtflugverbot hat, schlafen dort ja nicht alle ab Mitternacht an der Homebase.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Crewss auch alle hingehalten wurden. Und solange es in der Kabine ruhig ist, wird wahrscheinlich auch kein Grund bestehen, es künstlich zu eskalieren. Kann ja gut sein, dass Piloten und Purser sich ausmachen - wir machen so lange es geht, sobald die erste Toilette kaputt ist, ein Passagier Panik hat, usw. erklären wir einen Notfall und evakuieren.

War aber eben scheinbar nix - hab bis jetzt auch nix von randalierenden Paxen usw gehört/gelesen.

Das macht es um keinen Deut besser, würde aber für mich erklären, warum die Crews hier auch nix eskaliert haben.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.944
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IAH & HAM
Und zum Thema Vorgesetzte. Der Pilot dürfte schon die Nummer vom Teamleiter / Flottenleiter / etc. haben aber wer von denen ist um 02:00 morgens wach und erreichbar? Wahrscheinlich keiner.
Wach vermutlich nicht, aber erreichbar sollte er/sie sein. Das gehört zum Beruf. Ich habe in meiner Karriere auch mehrfach von Mitarbeitern mitten in der Nacht Anrufe wegen eines “Notfalls” bekommen, und auch 3 oder 4 mal meinen Boss zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt. Das gehoert wenn man in Global Operations arbeitet einfach mit dazu. Niemand macht das leichtfertig, aber manchmal ist das notwendig.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
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Dahoam
Was will die Crew auch machen. Tatsache ist halt, dass es nur einen einzigen Bus samt Fahrer gab und insgesamt 5 Flugzeuge. Dazu braucht dann noch jedes Flugzeug zum Aussteigen auch eine Treppe samt Personal die man auch erst bekommen muss. Ohne Reserven geht halt nichts. Da braucht auch die Crew den armen Schweinen auf dem Vorfeld nicht auch noch zusätzlich Ärger machen. Schneller wird es dann auch nicht. Und solange keine Notsituation an Bord entsteht wird man das auch nicht missbrauchen. So viel Verantwortungsgefühl haben die Crews sicher.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.944
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IAH & HAM
Was will die Crew auch machen. Tatsache ist halt, dass es nur einen einzigen Bus samt Fahrer gab und insgesamt 5 Flugzeuge. Dazu braucht dann noch jedes Flugzeug zum Aussteigen auch eine Treppe samt Personal die man auch erst bekommen muss. Ohne Reserven geht halt nichts. Da braucht auch die Crew den armen Schweinen auf dem Vorfeld nicht auch noch zusätzlich Ärger machen. Schneller wird es dann auch nicht. Und solange keine Notsituation an Bord entsteht wird man das auch nicht missbrauchen. So viel Verantwortungsgefühl haben die Crews sicher.

Nein die Leute auf dem Vorfeld haben keine Schuld. Aber dass nicht noch ein paar Fahrer aus dem Bett geklingelt wurden, und zum Flughafen beordert wurden, ist das Problem.
 

conaly

Erfahrenes Mitglied
16.10.2016
492
300
NUE
www.anisearch.de

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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einige Flughäfen regeln es so, dass alles was nen LKW fahren darf auch einen Bus fahren darf.
In MUC ist der Vorfeldführerschein auch recht weit gefasst. Man darf auf jeden Fall auf dem Flugplatz (nach Einweisung) größere FZG fahren als mit dem FS auf der Straße.

Bus ist aber wahrscheinlich wieder eine andere Geschichte (gewerblich Personenbeförderung).

Auf der Straße darf man mit einem LKW FS auch Busse ohne Fahrgäste fahren.
 
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Papua

Reguläres Mitglied
31.12.2025
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In MUC ist der Vorfeldführerschein auch recht weit gefasst. Man darf auf jeden Fall auf dem Flugplatz (nach Einweisung) größere FZG fahren als mit dem FS auf der Straße.

Bus ist aber wahrscheinlich wieder eine andere Geschichte (gewerblich Personenbeförderung).

Auf der Straße darf man mit einem LKW FS auch Busse ohne Fahrgäste fahren.
Schlimm dass man in der Situation Lenkzeiten, Führerscheine, Arbeitszeitgesetzt,…diskutiert wird anstelle den Leuten zu helfen.