Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.396
13.257
irdisch
Gemein, da es eben die kleineren Einkommensgruppen trifft. Viele Stationen sind aufgelöst worden und die Leute pendeln entsprechend weit. Damit killt sich die Luftfahrt hintenrum selbst. Warum merkt das keiner vorher?
 

Münsterländer

Erfahrenes Mitglied
16.12.2018
9.916
11.734
MUC / FMO
Überraschend insofern, dass die Regelung im November getroffen wurde und seit Januar gilt, während es jahrzentelang anders gehandhabt wurde.
Es war schon immer so, nur günstiger.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Gemein, da es eben die kleineren Einkommensgruppen trifft. Viele Stationen sind aufgelöst worden und die Leute pendeln entsprechend weit. Damit killt sich die Luftfahrt hintenrum selbst. Warum merkt das keiner vorher?
Weil es eben scheinbar nicht so ist. Airlines wie FR oder so bieten so etwas auch nicht an und haben ausreichend Personal.
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
823
1.527
Gemein, da es eben die kleineren Einkommensgruppen trifft. Viele Stationen sind aufgelöst worden und die Leute pendeln entsprechend weit. Damit killt sich die Luftfahrt hintenrum selbst. Warum merkt das keiner vorher?
Warum killt sich die Luftfahrt selbst wenn die BRD entscheidet, die Regelung zum GWV anzupassen?
 

Stern49

Erfahrenes Mitglied
03.06.2023
695
996
Die LH-Group möchte aber eigentlich nicht mit FR verglichen werden.Dieses ständige Downgrading aus hochdotierten Frankfurter Chefetagen bei gleichzeitiger Preiserhöhung kann nur in der Bedeutungslosigkeit enden.Bei KLM gibt es auf Europastrecken in der Eco zwei kostenfreie Getränke(sogar Bier und Wein),ein Kaasbrodje und Kuchen.So fliegt man ab Amsterdam. Bei der deutsch-schroffen LH gibt es eigentlich nur noch Rumgeheule,zweifelhafte Rechtfertigungen und Streichungen auf breiter Front.Weil sich alles (wie immer) nicht lohnt.Vielleicht lohnt sich einfach die LH nicht mehr.
 

HAM76

Erfahrenes Mitglied
21.09.2009
4.784
4.166
HAM
Versteh ich das richtig dass solche Positionierungsflüge nicht als Reisekosten sondern als geldwerter Vorteil gelten? :eek:

Das ist beim Firmenwagen ja nicht anders. Ohne Fahrtenbuch zahlst du für den Weg mit dem Auto zum Arbeitsplatz, egal ob du fährst, zu Fuß gehst, weil der Weg ohne Auto deutlich kürzer ist oder du im HomeOffice arbeitest. Immerhin gibt es seit ein paar Jahren mehr Freiheiten bei der Festlegung, was deine erste Tätigkeitsstätte ist. Reisen zu allen anderen Orten gelten dann als Reisekosten und können zumindest in der Steuererklärung angegeben werden. Nur bei der Kilometerpauschale gibt es dann zusätzlich noch Ausnahmen für Flüge. Warum einfach wenn es auch deutsch geht.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
83
138
Die LH-Group möchte aber eigentlich nicht mit FR verglichen werden.Dieses ständige Downgrading aus hochdotierten Frankfurter Chefetagen bei gleichzeitiger Preiserhöhung kann nur in der Bedeutungslosigkeit enden.Bei KLM gibt es auf Europastrecken in der Eco zwei kostenfreie Getränke(sogar Bier und Wein),ein Kaasbrodje und Kuchen.So fliegt man ab Amsterdam.
Nicht zu vergessen die Papp-Trays und keine freien Nebensitze in den Regional Jets sowie die Untervermietung der Crown Lounges an Nager mit harten Devisenreserven. Ein Ideenreichtum in Schiphol, da könnten sich die FOXy und Premium Teams der Hansa ein paar Scheiben von abschneiden.
 

Stern49

Erfahrenes Mitglied
03.06.2023
695
996
Nicht zu vergessen die Papp-Trays und keine freien Nebensitze in den Regional Jets sowie die Untervermietung der Crown Lounges an Nager mit harten Devisenreserven. Ein Ideenreichtum in Schiphol, da könnten sich die FOXy und Premium Teams der Hansa ein paar Scheiben von abschneiden.
So spricht Frankfurter Arroganz ohne Chance auf Einsichtsfähigkeit.Darum geht es bei den Lufthansis auch nur noch bergab.Man streicht einfach alles,was sich nicht lohnt.Bremen,Münster und am Ende noch das überbewertete Provinzhub in Hessen.Blöd,wenn das eigene, von allen Seiten als überholt eingestufte Geschäftsmodell in Rekordzeit gnadenlos implodiert.....
 

hamburgler

Erfahrenes Mitglied
18.10.2023
5.183
5.369
Das sind keine Positionierungsflüge, das ist Weg zum Arbeitsplatz („Pendeln“) und damit Privatsache.

Ok dann hab ich das falsch verstanden, ich dachte hier geht es darum dass Mitarbeiter in BRE wohnen aber in FRA eingesetzt werden weil es in BRE keine / nicht genügend Flüge (mehr) gibt. Immerhin hieß es im Artikel dass es um Personal von aufgegebenen Basen ging.
Dann würde ich davon ausgehen dass der Arbeitgeber dafür aufkommen muss. Es sei denn man unterschreibt dass man das als Pendeln kategorisiert und dann ist es sicherlich privat. Aber warum sollte ein Mitarbeiter sowas machen?

Der Arbeitgeber stellt den Mitarbeitenden Tickets vergünstigt zur Verfügung - ergo muss das als geldwerter Vorteil versteuert werden, wenn man diese nutzt. Nichts überraschendes dabei.

Wenn es nicht als Dienstreise gilt, absolut.

FR hat Basen, wo man fest wohnt. Irgendwo auf dem Lande und billig, wenn es nicht Stansted ist.

Sag das mal den FR-Kollegen von BER. Die Basis wird jetzt aufgelöst - und nun?

Das ist beim Firmenwagen ja nicht anders. Ohne Fahrtenbuch zahlst du für den Weg mit dem Auto zum Arbeitsplatz, egal ob du fährst, zu Fuß gehst, weil der Weg ohne Auto deutlich kürzer ist oder du im HomeOffice arbeitest. Immerhin gibt es seit ein paar Jahren mehr Freiheiten bei der Festlegung, was deine erste Tätigkeitsstätte ist. Reisen zu allen anderen Orten gelten dann als Reisekosten und können zumindest in der Steuererklärung angegeben werden. Nur bei der Kilometerpauschale gibt es dann zusätzlich noch Ausnahmen für Flüge. Warum einfach wenn es auch deutsch geht.

Ja wie gesagt, ich bin davon ausgegangen dass die Mitarbeiter nicht pendeln sondern dass das Dienstreisen sind. Dann ist das natürlich etwas anderes.
 
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Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.981
12.112
Damit killt sich die Luftfahrt hintenrum selbst. Warum merkt das keiner vorher?
Ich glaube die Passagiere merken schon lange, dass die Airlines ihr Personal auf Verschleiß fahren.
Nur dem Management in der First ist das noch nicht aufgefallen

FR hat Basen, wo man fest wohnt. Irgendwo auf dem Lande und billig, wenn es nicht Stansted ist.
Und wo es nicht mal public Transportation zum Flughafen gibt... Bei der FR Reportage letztlich lief der MA jeden Tag eine Stunde zu Fuß zur Arbeit.

Die LH-Group möchte aber eigentlich nicht mit FR verglichen werden.
Warum passen sie das Produkt dann aber seit 20 Jahren mehr und mehr an FR an? Zuletzt mit dem Eco Light Tarif? Davor mit der Umstellung des Caterings auf BoB (bei dem ich auf meinen Flügen auch nicht glaube, dass FR an der Hand voll Leute verdient die das in Anspruch nehmen)

Prinzipiell ist das Essen in den Lounges eher unterdurchschnittlich.
Kommt auf das Prinzip und das noch unterdurchschnittlichere Essen an...
Prinzipel kann man in der Lounge sehr viel besser kochen als an Bord, von daher ist Loungeessen oft besser bis sehr viel besser als Bordessen.
Genau deshalb esse ich oft vor dem Flug in der Lounge, und lehne dann auf dem Flug dankend ab. Transatlantik eastbound z.B. zu praktisch 100%.
Zuletzt in IST war das der Plan, ist aber nicht wirklich aufgegangen... LH befindet sich also zunehmend in guter Gesellschaft anderer Airlines, die die zeitweise guten Lounges zugrunde richten.

LH hat das letzte Jahr die Essensqualität in den Lounges massiv runtergefahren, und das Nachfüllen auch.
Umgekehrt versprechen sie gerade, das Essen an Bord aufzuwerten. Ich bezweifle, dass das die beste Variante ist (von der Möglichkeit, den Kosten und vom Nutzen her)

Ist das so? Ich hab in Holland immer gut gegessen (außerhalb Schiphol).
Frikandel und Kroket, oder "ausländisch". Schon das Kipsate ist ja von den Indonesiern geklaut... Allein die Gummiweissbrote/-brötchen, selbst beim Matjesbrötchen.
Habe in Holland auch schon sehr gut gegessen, aber höchst selten holländisch.

Nein das nicht, aber vielleicht hab ich in meinem beruflichen Leben einfach mit zu vielen immer nörgelnden und nie zufriedenen Franzosen zu tun gehabt... man sagt ja die Deutschen sind die Weltmeister im Meckern, aber Franzosen sind da ne ganz andere Liga, vor allem wenn es um ausländische Speis und Trank geht.
Franzosen sind halt andere Essensqualität gewöhnt (schon beim Einkauf im Supermarkt oder gar auf dem Marktplatz), da besteht viel Gelegenheit zum meckern.
Ändert sich aber auch mit der jüngeren Generation. Die halten das Entrecote für eine Nobelrestaurantkette...
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.271
1.137
.LH befindet sich also zunehmend in guter Gesellschaft anderer Airlines, die die zeitweise guten Lounges zugrunde richten.

LH hat das letzte Jahr die Essensqualität in den Lounges massiv runtergefahren, und das Nachfüllen auch.
Umgekehrt versprechen sie gerade, das Essen an Bord aufzuwerten. Ich bezweifle, dass das die beste Variante ist (von der Möglichkeit, den Kosten und vom Nutzen her)

Die Erklärung hast Du ja selber schon gegeben: sie fallen damit gegenüber der Konkurrenz nicht mehr negativ auf. Und, Anmerkung von mir, das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, der ausufernden "Abgreifermentalität" in den Lounges Einhalt zu Gebieten. In der Business an Bord sitzen eben tendenziell auch wirklich die, mit denen vorher die entsprechenden Erlöse erwirtschaftet wurden.
 

schwerelos

Reguläres Mitglied
16.03.2026
83
138
So spricht Frankfurter Arroganz ohne Chance auf Einsichtsfähigkeit.Darum geht es bei den Lufthansis auch nur noch bergab.Man streicht einfach alles,was sich nicht lohnt
Du fändest es also sinvoll, auch das, was sich nicht lohnt, weiter zu bedienen?
Auf wessen Kosten? Dass die Aktionäre zu fickrig sind und ihr lieber ihr Kapital abziehen, als so etwas mitzumachen, nehme ich als gesetzt an.
Also zahlen Lufthansas Arbeitnehmer die Zeche? [Australischer Dialekt an]not foohkiinn leiklej![/Australischer Dialekt aus]
Ich hab's: Der Kunde!!! Der zahlt sicher aus der Güte seines Herzens den einen oder anderen Hunni extra, und die Routen, die sich nicht lohnen, mit durchzufüttern. [Pakistanischer Dialekt an]No problem!! We don't like two free drink (including free beer and wine) with KLM after all. Do you think we eat Kaesbrodje und Kuchen? Noooo! We pay Lufthansa! We pay money, more money, extra money. To cross-subsidize Münster, Leipzig and Friedrichshafen - no prroblem, no problen!!
 

Arus

Erfahrenes Mitglied
05.07.2015
2.575
1.084
FRA
Immerhin hieß es im Artikel dass es um Personal von aufgegebenen Basen ging.
Dann würde ich davon ausgehen dass der Arbeitgeber dafür aufkommen muss. Es sei denn man unterschreibt dass man das als Pendeln kategorisiert und dann ist es sicherlich privat. Aber warum sollte ein Mitarbeiter sowas machen?
Weil der MA dann so endet wie die bei CL.
 
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CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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1.411
Du fändest es also sinvoll, auch das, was sich nicht lohnt, weiter zu bedienen?
Auf wessen Kosten? Dass die Aktionäre zu fickrig sind und ihr lieber ihr Kapital abziehen, als so etwas mitzumachen, nehme ich als gesetzt an.
Also zahlen Lufthansas Arbeitnehmer die Zeche? [Australischer Dialekt an]not foohkiinn leiklej![/Australischer Dialekt aus]
Ich hab's: Der Kunde!!! Der zahlt sicher aus der Güte seines Herzens den einen oder anderen Hunni extra, und die Routen, die sich nicht lohnen, mit durchzufüttern. [Pakistanischer Dialekt an]No problem!! We don't like two free drink (including free beer and wine) with KLM after all. Do you think we eat Kaesbrodje und Kuchen? Noooo! We pay Lufthansa! We pay money, more money, extra money. To cross-subsidize Münster, Leipzig and Friedrichshafen - no prroblem, no problen!!
Du hast prinzipiell recht und sage dies ja selber hier seit Wochen voraus, dass die kleineren und mittelgroßen regionalen Aiports über kurz oder lang abgehängt werden werden und innerdeutsch ganz überwiegend nur noch zum Hub statt P2P geflogen werden wird.

Es sind jedoch einige - je nach Standpunkt - kleinere oder größere "Aber" dabei.

a) Ob viele kleinere, als solche unrentable Strecken sich in der Summe nicht doch auf die Hubs auswirken werden (siehe auch @CarstenS), wird man sehen.
b) Die LH ist dann eine Airline von vielen, kein "National Carrier" mit Verantwortung für das Land mehr und den nächsten Bailout - da denke ich als Steuerzahler so wie die pakistanischen Paxe - dürfen dann gerne die Bundesländer Hessen und Bayern stemmen.
c) Wenn die Hanse vom Habitus nur noch eine internationale Airline von vielen ist, die zufällig ihre Hubs in Deutschland hat, werden ihre (Quasi)-Monopolstellung und die lobbyistischen Winkelzüge, mit der potentieller Wettbewerb ausgebremst wird, noch unerträglicher und skandalöser, als sie dies ohnehin schon sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

XT600

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
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2.444
Die Erklärung hast Du ja selber schon gegeben: sie fallen damit gegenüber der Konkurrenz nicht mehr negativ auf. Und, Anmerkung von mir, das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, der ausufernden "Abgreifermentalität" in den Lounges Einhalt zu Gebieten. In der Business an Bord sitzen eben tendenziell auch wirklich die, mit denen vorher die entsprechenden Erlöse erwirtschaftet wurden.
wenn ich mit die Diskussionen um die Benefits der Statusinhaber für den neuen Basic-Tarif anschaue, denke ich mir echt, dass genau dieses angeblich so wichtige Klientel extrem wichtig ist, dass die - sofern sie sonst nur C fliegen - den Basic buchen können, 10€ sparen und dann trotzdem den Bordtrolley kostenlos mitnehmen =; .
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.396
13.257
irdisch
Zur Verteidigung von LH muss man sagen, dass die Politik mit ihrer ideologischen Bekämpfung des Kurzstreckenfliegens stark zu dem Problem beiträgt. Es wird nicht mehr lange dauern und die Flughäfen machen dicht, wenn man nicht schnell und aktiv neuen Verkehr ranholt. Wie man am BER sieht, klappt auch das nicht so einfach, wenn man eigentlich nur Gebühren kassieren will. Wenn man innerdeutsche Flüge und den Luftverkehr erhalten will, immerhin baut Deutsche Aircraft gerade ein Werk in Leipzig für diesen Markt, muss man sie WOLLEN, nicht bekämpfen. Das wäre der entscheidende Anfang einer Wende.
 
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wideroe

Erfahrenes Mitglied
13.01.2011
2.690
1.367
Bei Diskussionen darüber, wie viel Lufthansa sparen muss, wie unrentabel das alles ist, wie schwer man es hat, verweise ich ja immer gerne darauf, dass sich bei Lufthansa, nachdem man die Daumenschrauben beim Personal und Kunden wieder mal zur Vermeidung des ansonsten offenbar unvermeidlichen Exitus eine Umdrehung enger gestellt hat, auf wundersame Weise stets neue Rekordgewinne realisieren:

Die Lufthansa DE0008232125 will dem Iran-Krieg und den sehr stark gestiegenen Kerosinpreisen in diesem Jahr trotzen. Vorstandschef Carsten Spohr setzt auf höhere Ticketpreise und eine stärkere Nachfrage auf Flügen nach Asien und Afrika, bremst aber beim Ausbau des gesamten Flugangebots. Dadurch soll der Gewinn im Tagesgeschäft 2026 den Vorjahreswert von knapp zwei Milliarden Euro wie geplant deutlich übertreffen.
 

aib

Erfahrenes Mitglied
18.01.2015
1.792
2.469
MZ
Bei Diskussionen darüber, wie viel Lufthansa sparen muss, wie unrentabel das alles ist, wie schwer man es hat, verweise ich ja immer gerne darauf, dass sich bei Lufthansa, nachdem man die Daumenschrauben beim Personal und Kunden wieder mal zur Vermeidung des ansonsten offenbar unvermeidlichen Exitus eine Umdrehung enger gestellt hat, auf wundersame Weise stets neue Rekordgewinne realisieren:
Lufthansa als Airline ist nicht der Konzern. Spohr als CEO des Konzerns spricht entsprechend über den Gesamtkonzern. Technik, Cargo und die meisten anderen Airlines im Konzern verdienten in den letzten Jahren Geld. Bei LHA (Lufthansa Airline) sieht das anders aus.
 
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Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.981
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Du fändest es also sinvoll, auch das, was sich nicht lohnt, weiter zu bedienen?
Das ist eben die Crux des Privatisierens.
Volkswirtschaftlich lohnt sich fast jede Zubringerstrecke, nur halt nicht für die Airline allein.
Wenn das Leben in Deutschland nur noch in München und Frankfurt existiert, werden die Preise dort unbezahlbar, der lokale Verkehr zum Dauerstau, die Löhne exorbitant, der Standort Deutschland noch viel weniger konkurrenzfähig.
Die Stärke von Deutschland lag mal in der Fläche, da wo es bezahlbares Bauland, staufreie Infrastruktur, Energie etc. gibt.

das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, der ausufernden "Abgreifermentalität" in den Lounges Einhalt zu Gebieten.
Genau, die Würstchen mit Kartoffelsalat und den Leberköse mit Bratkartoffeln habe ich mir früher immer in die Tasche gesteckt, mit den Brezln heute geht das viel schwerer...

Gerade das gute Essen für das es Sinn macht sich hinzusetzen verhindert das schnelle Abgreifen, und bringt eine ruhigere Atmosphäre in die Lounge.

Wenn die ganzen ehemaligen Abgreifer in Zukunft FR fliegen, wird das LH ganz bestimmt auch wieder nicht recht sein.

In der Business an Bord sitzen eben tendenziell auch wirklich die, mit denen vorher die entsprechenden Erlöse erwirtschaftet wurden.
Daran zweifele ich seit vielen, vielen Jahren aus persönlicher Erfahrung. Ich weiss ja was meine letzte Firma dank Verträgen mit LH für die Businessflüge bezahlt hat, und was meine jetzige Firma "auf dem freien Markt" für die Economytickets zahlt. Da bekomme ich einen ganz anderen Eindruck, wer die Erlöse erwirtschaftet!
LH mag die Flieger voll haben, aber zu welchen Sonderkonditionen bitte? Wie viele Vollzahler mit frei verfügbaren Tickets hast du denn in der Business sitzen? Gerade in den Zubringerflügen, wie viele davon haben am Ende einen Preisnachlas dafür bekommen, nicht den Direktflug genommen zu haben?
In der Eco ist der Preisunterschied selten negativ, wenn man noch einen Zubringer vorschaltet, in der Business sehr oft.
So jedenfalls meine Erfahrung nach über Tausend Flügen in über 25 Jahren.
 

Luftikus

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08.01.2010
27.396
13.257
irdisch
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300x250
Ich denke, es wird neue Player geben, die die Passagiere in der deutschen Fläche abholen und dann bei sich umsteigen lassen, Turkish und vielleicht die Golf-Airlines. Und man wird von außen mehr mit A321XLR in die Fläche kommen, etwa ab der US-Ostküste. Vielleicht stricken sich andere Europäer auch noch irgendwelche Umsteigelösungen mit Billigairlines, so dass die auch eine Art informeller Zubringer werden, sagen wir nach Barcelona, Madrid oder London-Gatwick?