Diskussionen zu Kernenergie (aus "Elektromobilität")

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Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
206
289
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So, entgegen aller herbeigeschriebenen Energiekrisen (und ohne preisliche Bewertung) ist Deutschland nach 3 Jahren wieder Netto-Exporteur bei Strom im 1. Quartal.
Und wie du unten schreibst ist das nichts positives sondern ein großes Problem das sich mit dem PV Ausbau immer weiter vergrößert
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Und wie du unten schreibst ist das nichts positives sondern ein großes Problem das sich mit dem PV Ausbau immer weiter vergrößert
Der PV-Ausbau ist nicht das Problem. PV an sich bietet Strom zu sehr günstigen Stromgestehungskosten - bei Freiflächenanlagen derzeit ab 40 Euro/MWh, bei Klein-PV 60 MWh bis zu 110 Euro/MWh. Einspeisevergütung auf 75 Euro/MWh - da kommt aber auch zumindest der preisbewusste Einzelhaushalt hin und ist weniger als das, was im Mittel pro MWh (83 Euro/MWh) beim Erzeuger bezahlt wird.

Aber:
- PV–Einspeisung muss steuerbar werden, Netzüberlastung muss vermieden werden. Das heißt auch, man muss überlegen, ob man statt Redispatch eher ein Förderprogramm für die Nachrüstung von Steuervorrichtungen einrichtet. Aktuell weiß man in den meisten Haushalten nicht, wann der Strom besser in die Batterie und wann ins Netz gehen soll.
- Ich bin auch großer Freund davon, nur das zu vergüten, was auch tatsächlich eingespeist wird - das geht aber nur in die Zukunft gerichtet, für alles andere gibt es Bestandsschutz, der aber nach 20 Jahres-Frist ausläuft, wobei die Vergütung in den nächsten Jahren sinkt.
- Speicher werden ausgebaut werden müssen (es ist eine Mär, dass das deutsche Stromnetz jemals ohne Speicherkraftwerke funktioniert hätte...)
- Smartmeter gehören endlich in jeden Haushalt,
- Wärmepumpenlösungen (speichern in Form von Wärme) und Ladestationen (hier mit Fokus auch V2G) sind schließlich steuerbar
 

Papua

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31.12.2025
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Der PV-Ausbau ist nicht das Problem. PV an sich bietet Strom zu sehr günstigen Stromgestehungskosten - bei Freiflächenanlagen derzeit ab 40 Euro/MWh, bei Klein-PV 60 MWh bis zu 110 Euro/MWh. Einspeisevergütung auf 75 Euro/MWh - da kommt aber auch zumindest der preisbewusste Einzelhaushalt hin und ist weniger als das, was im Mittel pro MWh (83 Euro/MWh) beim Erzeuger bezahlt wird.

Aber:
- PV–Einspeisung muss steuerbar werden, Netzüberlastung muss vermieden werden. Das heißt auch, man muss überlegen, ob man statt Redispatch eher ein Förderprogramm für die Nachrüstung von Steuervorrichtungen einrichtet. Aktuell weiß man in den meisten Haushalten nicht, wann der Strom besser in die Batterie und wann ins Netz gehen soll.
- Ich bin auch großer Freund davon, nur das zu vergüten, was auch tatsächlich eingespeist wird - das geht aber nur in die Zukunft gerichtet, für alles andere gibt es Bestandsschutz, der aber nach 20 Jahres-Frist ausläuft, wobei die Vergütung in den nächsten Jahren sinkt.
- Speicher werden ausgebaut werden müssen (es ist eine Mär, dass das deutsche Stromnetz jemals ohne Speicherkraftwerke funktioniert hätte...)
- Smartmeter gehören endlich in jeden Haushalt,
- Wärmepumpenlösungen (speichern in Form von Wärme) und Ladestationen (hier mit Fokus auch V2G) sind schließlich steuerbar
Richtig - PV ist die mit Abstand günstigste Stromerzeugung. Kernenergie ist extrem viel teuerer.
Aber so wie es aktuell in Deutschland läuft bedeutet das:
- jeder kann ins Netz rotzen wie es ihm gefällt. Auch am Sommersonntagmittag wenn der Bedarf 0 ist.
- Man bekommt als Gutverdiener mit hohen Vermögen (Haus besitzt man ja offensichtlich) riesige Subventionen von Geringverdienern
- Subventioniert werden neben den Hausbesitzern auch noch chinesische Hersteller von PV Modulen
- das größte Problem ist aber die Dunkelflaute. BESS, V2G oder die paar Pumpspeicher sind dafür nicht geeignet. Dafür benötigt es Wasserstoff/Gas Verstromung und das wird sehr sehr teuer mitsamt seinem dreifachen Wirkungsgrad Verlust. Da bist du dann bei AKW Preisen.
 
Zuletzt bearbeitet:

chrigu81

Erfahrenes Mitglied
16.02.2016
1.456
1.469
Zürich
Der PV-Ausbau ist nicht das Problem. PV an sich bietet Strom zu sehr günstigen Stromgestehungskosten - bei Freiflächenanlagen derzeit ab 40 Euro/MWh, bei Klein-PV 60 MWh bis zu 110 Euro/MWh. Einspeisevergütung auf 75 Euro/MWh - da kommt aber auch zumindest der preisbewusste Einzelhaushalt hin und ist weniger als das, was im Mittel pro MWh (83 Euro/MWh) beim Erzeuger bezahlt wird.

Aber:
- PV–Einspeisung muss steuerbar werden, Netzüberlastung muss vermieden werden. Das heißt auch, man muss überlegen, ob man statt Redispatch eher ein Förderprogramm für die Nachrüstung von Steuervorrichtungen einrichtet. Aktuell weiß man in den meisten Haushalten nicht, wann der Strom besser in die Batterie und wann ins Netz gehen soll.
- Ich bin auch großer Freund davon, nur das zu vergüten, was auch tatsächlich eingespeist wird - das geht aber nur in die Zukunft gerichtet, für alles andere gibt es Bestandsschutz, der aber nach 20 Jahres-Frist ausläuft, wobei die Vergütung in den nächsten Jahren sinkt.
- Speicher werden ausgebaut werden müssen (es ist eine Mär, dass das deutsche Stromnetz jemals ohne Speicherkraftwerke funktioniert hätte...)
- Smartmeter gehören endlich in jeden Haushalt,
- Wärmepumpenlösungen (speichern in Form von Wärme) und Ladestationen (hier mit Fokus auch V2G) sind schließlich steuerbar
Was du da beschreibst ist Planwirtschaft. Planwirtschaft hat noch nie funktioniert und tut es auch hier nicht und wird es auch in Zukunft nicht...
Einfache Lösung wäre, es darf nur einspeisen wer gesicherte Grundlastfähigen Strom produziert. Damit wird der Grossteil der Systemkosten der intermitierenden Energien den Verursachern verrechnet. Das der Strom nicht da produziert wo gebraucht ist damit noch nicht gelöst, aber es ist ein Anfang.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
4.835
Richtig - PV ist die mit Abstand günstigste Stromerzeugung.
Erzeugung? Vielleicht, aber selbst das ist bezweifelbar; insbesondere dann, wenn man eure abgeschriebenen KKW in den Vergleich zieht. Ein kleines KKW erzeugt eben viel mehr kWh als es ein riesiger Solartechnikpark in Deutschland könnte, aber gut. Aber die Erzeugung alleine zählt eben nicht, wie jetzt alle lernen, die nicht politisch, sondern wissenschaftlich auf eure Energiewende schauen.
Kernenergie ist extrem viel teuerer.
Falsch.
Aber so wie es aktuell in Deutschland läuft bedeutet das:
- jeder kann ins Netz rotzen wie es ihm gefällt. Auch am Sommersonntagmittag wenn der Bedarf 0 ist.
- Man bekommt als Gutverdiener mit hohen Vermögen (Haus besitzt man ja offensichtlich) riesige Subventionen von Geringverdienern
- Subventioniert werden neben den Hausbesitzern auch noch chinesische Hersteller von PV Modulen
- das größte Problem ist aber die Dunkelflaute. BESS, V2G oder die paar Pumpspeicher sind dafür nicht geeignet. Dafür benötigt es Wasserstoff/Gas Verstromung und das wird sehr sehr teuer mitsamt seinem dreifachen Wirkungsgrad Verlust. Da bist du dann bei AKW Preisen.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Was du da beschreibst ist Planwirtschaft. Planwirtschaft hat noch nie funktioniert und tut es auch hier nicht und wird es auch in Zukunft nicht...
Das hat genau nichts mit Planwirtschaft zu tun.
Stromhandel kann zu fest vereinbarten oder dynamischen Preisen stattfinden. Wenn man sich für fest vereinbart entscheidet sollte der Einkauf unter dem mittleren Einkaufspreis liegen, sonst macht man als Energieversorger ganz nachhaltig Verlust.
Aber: Es gibt - weniger bei Klein-PV als bei größeren Energieerzeugern - das Thema Finanzierbarkeit. Dafür braucht es ein Businessmodell. Das basiert i.d.R. auf verkaufbaren Volllaststunden. Die Frage ist dann immer: wieviel ist zu welchem Preis verkaufbar. Für EEG hat die Politik das lange Zeit einfach gemacht - im Prinzip gill bis heute: Alles was Du erzeugst wird Dir abgenommen - selbst wenn es keiner gebrauchen kann. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Landwirtschaft in der EU (Butterberg etc.) - wo irgendwie auch keiner fragt, wie sinnig das ist.
Es stehen ja auch genug Gaskraftwerke etc. im Land rum, die sind immer auf Spitzenlast gerichtet und so kalkuliert, dass sie vielleicht 1500-2000 h im Jahr laufen. Ein (wirtschaftliches) Problem ist allein, wenn die geplanten Volllaststunden nicht erreicht werden.
Aber niemand zwingt dazu, eine Garantie für jederzeitige Vollabnahme aufzusprechen.
Politische Regelungen haben gelegentlich aber auch die Tendenz, Dinge teuer zu machen um dann von höheren Steuern zu profitieren. Mehrwertsteuereinnahmen auf Energie gehören dazu, da führt auch der Iran-Konflikt an der Tankstelle zur Sonderkonjunktur im Bundesfinanzministerium und dann zur großen Ernüchterung bei den Steuereinnahmen im nächsten Jahr.

Einfache Lösung wäre, es darf nur einspeisen wer gesicherte Grundlastfähigen Strom produziert.
Sehen wir in Frankreich wie gut das NUR grundlastfähig funktioniert, NICHT.
Ganz viel grundlastfähig und wenn alle KKW mal arbeiten brechen bei fehlender Abnahme die EEX-Preise ein und es muss billigst ins Ausland abverkauft werden. Dabei passiert das innerhalb eines Konzerns (EDF)… Genau so - als Preisbrecher - kommt Atomstrom noch ins deutsche Netz und verdrängt Gas und Kohle (die an der EEX meist preisbestimmenden Energieerzeuger).
Grundlast ALLEIN ist keine Lösung denn das setzt eine wenig schwankende Abnahme voraus. Im 1. Quartal ist das wenig gewesen, weil in Frankreich auch mit Strom geheizt wird.


Damit wird der Grossteil der Systemkosten der intermitierenden Energien den Verursachern verrechnet. Das der Strom nicht da produziert wo gebraucht ist damit noch nicht gelöst, aber es ist ein Anfang.
Das läuft doch auf ein Schwarzer-Peter-Spiel hinaus… Was ist für Dich ein Verursacher?
Verbraucher, die nicht die prognostizierten Mengen zur richtigen Zeit abnehmen? Weil sie vielleicht die richtige Zeit nicht steuern können, da der Smartmeterausbau hinterherhinkt? Oder wegen Energieeffizienz gar kein Strombedarf besteht?
Stromerzeuger, die ungeregelt einspeisen - inzwischen ausschließlich bei Klein-PV?
Netzbetreiber, die in Abhängigkeit von Planfeststellungsbeschlüssen, aber auch der industriellen Basis im Ausbau um Größenordnungen hinterherhinken?
Politiker, die in mit allerlei Regelungen und Steuermitteln ihre Bedeutung beweisen wollen und letztlich viel Geld umverteilen?
Dazu kommt noch die Geographie - was bedeutet, dass PV im Süden Deutschlands deutlich besser läuft als im Norden, Windkraft dagegen an den Küsten. Dazu kommt: das ist z.T. nichtmal regional sondern noch viel granularer. Kenne durchaus Betriebe mit eigenen Gasturbinen für den Spitzenlastbetrieb (Eigenbedarf), die diese dann auch als Spitzenlastkraftwerke dem allgemeinen Netz zur Verfügung stellen.

Erzeugung? Vielleicht, aber selbst das ist bezweifelbar; insbesondere dann, wenn man eure abgeschriebenen KKW in den Vergleich zieht.
Wenn Du spezifisch über abgeschriebene Energieerzeuger sprichst musst Du eigentlich die Kosten pro Betriebsjahr ab IBN vergleichen.
Was meinst Du denn, wo die Kosten einer abgeschriebenen aber weiterhin betriebsbereiten PV-Anlage oder Windenergieanlage liegen?

Ein kleines KKW erzeugt eben viel mehr kWh als es ein riesiger Solartechnikpark in Deutschland könnte, aber gut. Aber die Erzeugung alleine zählt eben nicht, wie jetzt alle lernen, die nicht politisch, sondern wissenschaftlich auf eure Energiewende schauen.
Stimmt ja, aber das ist nicht neu.

Es ist ja auch in den 1970ern der Bedarf an Grundlast in Frankreich dagewesen. Nun geht aber seit Jahren der Stromverbrauch dank Energieeffizienz zurück, damit sinkt auch der Bedarf an Grundlast. 10% Senkung war sogar politisches Ziel in Deutschland…
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
206
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Erzeugung? Vielleicht, aber selbst das ist bezweifelbar; insbesondere dann, wenn man eure abgeschriebenen KKW in den Vergleich zieht.
Ja es war ein Fehler bzw. ein. Verbrechen die KKW abzuschalten. Aber umkehren lässt sich das nicht mehr. Ein Neubau von KKW macht aber keinen Sinn, das ist quasi unbezahlbar.
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
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Ja es war ein Fehler bzw. ein. Verbrechen die KKW abzuschalten. Aber umkehren lässt sich das nicht mehr. Ein Neubau von KKW macht aber keinen Sinn, das ist quasi unbezahlbar.
Nein. KKW sind i.S.d. Baukosten in Relation zur Leistungsausbeute, zum Platzbedarf, zum Brennstoffbedarf und zur Zuverlässigkeit/Grundlastfähigkeit spottbillig.

Und on top kommt quasi null CO2 Erzeugung während des Betriebes.
 
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Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
206
289
Nein sind sie nicht - die aktuellen Neubauten sind absolute wirtschaftliche Desaster und die wurde noch nicht mal im Angst-Bürokratieland gebaut. Die Massenproteste (klar sind meist komplette Idioten die da rum springen) würde ich mir gar nicht ausmalen wollen. Dagegen ist PV + Speicher und sogar Großspeicher einfach nur günstig.
Ohne den Staat der entweder direkt zahlt oder kWh garantier würde es keine Neubauten von AKWs geben. Flamanville ist exakt das was man von einem Neubau in D erwarten kann.
Das deutsche EEG war ein schwerer Fehler und das Abschalten der KKWs in Deutschland war ein Verbrechen an jeglicher Art von Verstand. Aber Neubau - niemals möglich (politisch niemals durchsetzbar, alle Kommunen und Landesregierungen wären sofort dagegen) und völlig unbezahlbar.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
4.835
Nein sind sie nicht - die aktuellen Neubauten sind absolute wirtschaftliche Desaster
Falsch, selbst wenn sie 30 Milliarden kosten und zwar aus den o.a. Gesichspunkten.
und die wurde noch nicht mal im Angst-Bürokratieland gebaut. Die Massenproteste (klar sind meist komplette Idioten die da rum springen) würde ich mir gar nicht ausmalen wollen.

Dagegen ist PV + Speicher und sogar Großspeicher einfach nur günstig.
Nein. Das sieht die Welt deutlich an EURER Energiewende.
Ohne den Staat der entweder direkt zahlt oder kWh garantier würde es keine Neubauten von AKWs geben.
Dagegen halte ich Wetten und die ersten habe ich bereits gewonnen, da diverse EU-Länder um Deutschland herum Neubeuten planen oder bereits bauen bzw. ihre KKW deutlich länger am Netz lassen.
Flamanville ist exakt das was man von einem Neubau in D erwarten kann.
Nope.
Das deutsche EEG war ein schwerer Fehler
Ach?
und das Abschalten der KKWs in Deutschland war ein Verbrechen an jeglicher Art von Verstand.

Aber Neubau - niemals möglich (politisch niemals durchsetzbar, alle Kommunen und Landesregierungen wären sofort dagegen) und völlig unbezahlbar.
Falsch.
 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Falsch, selbst wenn sie 30 Milliarden kosten und zwar aus den o.a. Gesichspunkten.
Das ist doch Stammtischniveau.
Ich nehme mal an, Du meinst 30 Mrd Euro bzw. ca. 33 Mrd. USD Invest für eine solche Anlage, nehmen wir mal an für 1,5 GW installierte Leistung.

Um Deine Aussage einfach mal in Relation zu setzen:
Nur 66+- von 204 Staaten auf der Welt haben überhaupt Einnahmen im Staatshaushalt, der pro Jahr überhaupt diese 33 Mrd USD übersteigen.

Dagegen halte ich Wetten und die ersten habe ich bereits gewonnen, da diverse EU-Länder um Deutschland herum Neubeuten planen oder bereits bauen bzw. ihre KKW deutlich länger am Netz lassen.
Kennst Du eigentlich das Verhältnis zwischen geplanten und fertiggestellten KKW?
Aktuell werden weltweit in etwa (Mai 2025):
349 Blöcke wurden vorgeschlagen
88 Blöcke wurden geplant
62 sind im Bau (manche erst kurz, manche seit Jahrzehnten), zuletzt gingen weltweit 3-8 Reaktoren pro Jahr in Betrieb, 2024 waren es 5 während gleichzeitig 5 stillgelegt wurden.

439 werden betrieben
215 sind inzwischen stillgelegt

Das heißt: Du musst 4 Reaktoren (qualifiziert) vorschlagen um auch nur einen einzigen ins Planungsstadium zu bekommen.

Von den 88 im Stadium „geplant“ sind 36 in China, 14 in Indien und 12 in Russland. Der
Jeweils 2 der geplanten Reaktoren befinden sich im Iran und in der Ukraine.
In Europa sind derzeit genau 3 Reaktoren im Bau: 1 in der Slovakei (Mochovce 4), 2 in UK (Hinkleypoint C)

Weißt Du eigentlich, dass die Volllaststunden bei alten Reaktoren deutlich unter den Bestwerten der 1990er Jahre liegen?
Um mal von Einzelschicksalen einzelner Anlagen zu einem etwas allgemeineren Blick zu kommen:

Frankreich erreicht im langjährigen Mittel über alle Reaktoren zwischen 6600 (75%) und 7000 Volllaststunden. Das ist niedriger als technisch woanders machbar, weil man in Frankreich mit seiner Vielzahl an Reaktoren eigentlich zu viel KKW im Strommix hat um die schwankende Nachfrage abzubilden.
Im Krisenjahr 2022 waren es allerdings nur noch 4500 Volllaststunden (52%) über den gesamten KKW-Bestand.

Nur mit massiven Investitionen kann man da wieder was von machen… Neue Leittechnik (das ist mehr als ein paar neue PCs in der Leitwarte), Speisewassersystem, Anpassungen an Klimaveränderungen (Deicherhöhungen, Kühltürme statt Flusswasser zur Kühlung, Modifikationen von Kühltürmen), Erneuerung mechanischer Teile wie Turbinen oder gar ganze Turbinenhallenausrüstungen inkl. Turbinen, Kondensatoren, Kran wie in Gösgen. Auch mal 9 Monate Auszeit für ein paar Überdruckventile wg. Zertifizierungsproblemen.

Also nix mit abgeschrieben und produziert billig ewig zuverlässig mit hoher Volllaststundenzahl weiter. Das bezieht sich höchstens auf die eigentlichen Gebäude.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
4.835

Zitat:
Bei der kerntechnischen Jahrestagung in Berlin ruft IAEA-Direktor Rafael Grossi dazu auf, die technologischen Kompetenzen in Deutschland auch nach dem Atomausstieg zu bewahren. Im benachbarten Ausland nimmt der Bau neuer Reaktortypen an Fahrt auf.

Rafael Mariano Grossi leidet nicht unbedingt an Unterbeschäftigung. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) ist praktisch pausenlos auf Achse. Mal gilt es, das Regelwerk für neue Atomwerke in Afrika zu prüfen, mal muss er diplomatisch intervenieren, um die Sicherheit von Reaktoren in der Ukraine, dem Iran oder den Emiraten in Zeiten des Kriegs sicherzustellen.

Obwohl Deutschland vor drei Jahren seine letzten AKW abgeschaltet hatte, nahm sich Grossi am Donnerstag überraschend viel Zeit für eine ausführliche Grußbotschaft an die verbliebenen, im Verein „KernD“ organisierten Nuklear-Unternehmen des Ausstiegslandes. „Deutschlands Expertise in der Nukleartechnik ist trotz der Energiewende nicht verschwunden“, betonte Grossi per Videobotschaft.

Der IAEA-Chef hatte auf der letzten „World Nuclear Exhibition“ in Paris erfahren, dass die deutschen Unternehmen auf der globalen Leitmesse für Atomtechnik noch immer die drittstärkste Präsenz hatten. „Deutsche Komponenten sind in jedem Atomkraftwerk in Europa verbaut“, sagte Grossi. Und diese Kompetenz bleibe international gefragt, weil die Künstliche Intelligenz die Spielregeln auf dem Strommarkt komplett ändere: „Die Datencenter brauchen ungeheure Mengen an Energie rund um die Uhr – und Atomkraft liefert genau das“, beschwor Grossi die in Berlin versammelten Manager und Politiker: „Ihre Industrie zählt, ihr Ehrgeiz zählt, ihr internationales Engagement zählt.“

Nach 40 Jahren beendet Schweden den Atomausstieg

Auch nach der Abwahl der Ampelkoalition vor gut einem Jahr und dem Absturz der Anti-Atompartei Bündnis90/Die Grünen hat sich die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an das Thema Atomenergie nicht wieder herangewagt. Die frühere CDU-Politikerin und Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen hatte den deutschen Atomausstieg vor drei Jahren als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet – und damit auch die in Umfragen ausgedrückte Stimmung in der Bevölkerung wiedergegeben. Auch hatte Merz eine Kooperation mit Frankreich bei der Entwicklung kleiner, modularer Atomreaktoren (Small Modular Reactors, SMR) angeregt. Doch eine Novelle des Atomgesetzes steht nicht auf der Aufgabenliste des Merz-Kabinetts, da sie wohl schon wegen des Widerstands der SPD keine politische Chance hätte.


Infografik

Besonders interessiert wurde deshalb auf der kerntechnischen Jahrestagung aufgenommen, wie es europäische Nachbarländer geschafft haben, ihre atomkritische Haltung aufzugeben, um nun ambitionierte Programme für neue Atomkraftwerke zu verfolgen.

So hatte etwa Schweden nach einem Referendum im Jahre 1980 vier Jahrzehnte lang eine Ausstiegspolitik betrieben und sechs von einst zwölf Reaktoren stillgelegt. Jetzt aber planen die Schweden, bis 2035 neue Atomkraftwerke mit einer Leistung von 2,5 Gigawatt zu bauen. Zusätzlich prüft man den Einstieg in Bau und Verbreitung der neuen Generation kleiner SMR.

Weltbank finanziert erstmals seit Jahrzehnten Atomkraft – aus humanitären Gründen

Auf der Berliner Tagung beschrieb Carl Berglöff vom schwedischen Ministerium für Klima und Unternehmertum den Sinneswandel in Stockholm als das Ergebnis einer simplen Rechnung: „Wir erwarten unter anderem wegen der Datenzentren eine Verdopplung des Strombedarfs“, führte der Beamte aus. Da man zugleich aus Gründen des Klimaschutzes und der geopolitischen Unabhängigkeit von Kohle und Gas unabhängiger werden wolle, habe es praktisch keine Alternative zur Atomkraft gegeben.

Ähnlich die Lage in Finnland: „Im finnischen Parlament gibt es derzeit keine Partei mehr, die einen Atomausstieg befürwortet“, berichtet der finnische Abgeordnete der Grünen, Atte Harjanne auf dem Berliner Nuklear-Kongress. Die Diskussion um energiewirtschaftliche Notwendigkeiten verlaufe in Finnland „sehr stark auf Basis wissenschaftlicher Argumente“, berichtet der Harjanne: In der Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern der Kernkraft achte man darauf, dass man die jeweils andere Seite nicht dämonisiere.

Gefragt, ob er nicht helfen könne, die deutschen Grünen von der Atomkraft zu überzeugen, lachte der finnische Grünen-Vertreter nur kurz auf: „Wenn die deutschen Grünen so weitermachen wie bisher, haben sie irgendwann ein Problem mit dem Klimaschutz.“

Finnland betreibt fünf Atomkraftwerke und ist das erste Land, das bereits über ein funktionsfähiges Endlager für hochradioaktive Abfälle verfügt. In der Nähe des AKW-Standortes in Olkiluoto findet bereits die Testeinlagerung in rund 430 Meter tiefem Granitgestein statt. Die von Posiva Oy betriebene Lagerstätte soll Ende dieses Jahres vollends betriebsbereit sein. Im Gespräch ist, dort auch angebrannte Brennelemente der beiden in Estland geplanten SMR aufzunehmen.
In den Niederlanden wurde die Laufzeit für das Atomkraftwerk Borssele jüngst über 2033 hinaus auf insgesamt 53 Jahre verlängert. Zudem plant die Regierung den Bau von zwei neuen Reaktoren. Nach Angaben von Hidde Baars von der Gesellschaft „Nucleair Nederland“ soll der Standort noch vor der Sommerpause feststehen. Die großen AKW reichen noch nicht, um den erwarteten Strombedarf zu decken: „Parallel dazu müssen wir die Planungen für SMR voranbringen“, sagte Baars in Berlin.

Wie Emmanuel Brutin vom europäischen Branchenverband „nucleareurope“ auf der KernD-Tagung ausführte, erzeugen zwölf der 27 EU-Mitgliedsstaaten Strom aus Kernenergie. Der Atomstrom decke aktuell rund 25 Prozent des europäischen Strombedarfs. Es handele sich um die größte klimafreundliche Stromquelle Europas. Nach den Verbandsangaben, basierend auf den Daten der Netzbetreiber-Organisation Entso-E, deckte Atomstrom am vergangenen Donnerstag 32 Prozent des europäischen Bedarfs, gefolgt von Solarstrom mit 26 Prozent und Windenergie an Land mit 16,8 Prozent.

Die europäischen Nuklearstrom-Kapazitäten dürften sich bis zur Mitte des Jahrhunderts von 100 auf 150 Gigawatt vergrößern, sagte Brutin. Neu einsteigen werden in die Technologie unter anderem Polen und Estland. Diskutiert werden der Einstieg in neue Atomkraft-Technologien auch in Italien und Dänemark. Einen wichtigen Beitrag leiste derzeit die Laufzeitverlängerung bestehender Atomkraftwerke, die laut Brutin, „die billigste Form der Strombereitstellung“ sei. In der Schweiz ist für kommendes Jahr ein basisdemokratischer Bürgerentscheid zur Frage geplant, ob es bei dem Ausstieg aus der Atomenergie bleiben soll."


 
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Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Kleiner Plausibilitätscheck:
Von 100 GW auf 150 GW Kernenergie bis 2050 in Europa, d.h. fertig gebaut? Ohne weitere Abschaltung einzelner Kraftwerke sind das 50 GW Kernkraftwerke, verteilt auf 2 durchschnittliche Bauzeiten.
im Schnitt liegt ein KKW weltweit im Bau bei etwa 1,1 GW, geplant bei 900 MW, vorgeschlagen bei 900 MW. Das bildet bereits sowas wie SMR ab und ist auf 100 MW aufgerundet.

Damit das halbwegs realistisch ist, bräuchte es also aktuell etwa Zahlen von etwa
141 GW vorgeschlagenen KKW-Blöcken = 156 Blöcke mit 900 MW (349/62 x 25 GW)
35,5 GW in Planung = 39 Blöcke mit 900 MW (88/62 x 25 GW)
25 GW im Bau = 23 Blöcke mit 1,1 GW

Mal schauen (https://world-nuclear.org/informati...e-generation/plans-for-new-reactors-worldwide)
Slovakei: 1 in Bau, 1 vorgeschlagen
Rumänien: 8 in Planung
Bulgarien: 1 in Planung
Tschechien: 3 in Planung, 4 vorgeschlagen
Ungarn: 1 in Bau, 1 in Planung
Schweden: 5 in Planung, 2 vorgeschlagen
Polen: 7 in Planung, 22 vorgeschlagen
Norwegen: 2 vorgeschlagen
Niederlande: 2 vorgeschlagen
Frankreich: 2 geplant, 4 vorgeschlagen
UK: 2 in Bau, 3 in Planung, 16 vorgeschlagen

Macht in Westeuropa/EU:
4 von 23 nötigen im Bau
30 von 39 nötigen in Planung
53 von. 156 nötigen Vorgeschlagen

Bleibt noch Europa im weitesten Sinn, wobei ich den Weiterbau/Planung von Reaktoren russischer Bauart in der Ukraine als unmöglich ansehe
Türkei: 4 im Bau, 8 vorgeschlagen
Ukraine: 2 in Bau, 2 in Planung, 7 vorgeschlagen
Russland: 7 im Bau, 23 in Planung, 9 vorgeschlagen

Fazit:
Es gibt nur etwa 1/3 der nötigen Vorschläge für neue AKW in Westeuropa/EU
Es gibt nur etwa 3/4 der nötigen Planungen
Es gibt nur etwa 1/6 der nötigen KKW im Bau

Wenn sich das Verhältnis zwischen Planung und im Bau normalisieren sollte, d.h. 8-9 Reaktoren von in Planung in in Bau-Status und damit die im Bau befindlichen Projekte verdreifachen wechseln, ergibt sich ein Verhältnis von
13/12 von 23 nötigen im Bau (57/52%)
21/22 von 39 nötigen in Planung (54/56%)
53 von. 156 nötigen vorgeschlagen (34%)

Wohlgemerkt: die nötige Anzahl bezieht sich auf 25 GW für die nächsten 12 Jahre und die weitere Pipeline, man braucht das Doppelte für 50 GW.

Ergebnis: Es sind im Moment selbst mit viel Fantasie keine 50 GW bis Mitte des Jahrhunderts zu erwarten, vielleicht die Hälfte.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Beste Idee zum Thema Netzanbindung geht an EONs „Netzsteckdose“.

Statt immer wieder die Entwickler nach Schrotschussverfahren Anschlüsse anfragen zu lassen und - selbstverständlich nach langwieriger Prüfung - in aller Form abzulehnen überlegt man nun selber wo Kapa vorhanden ist, informiert proaktiv darüber und schreibt aus. Entscheidung binnen 10 Tagen, Anschlusskosten halbiert.

Energieerzeugung dort wo es Sinn macht.
Löst natürlich nicht das Problem des HGÜ-Ausbaus, hilft aber auf der Verteilnetzebene.

Leider dieses „hochinnovative“ Verfahren ;-) bisher nicht der gesetzlich vorgegebene Weg sondern wird nur „toleriert“.

Ich sag nur „Sorry no Power (eigentlich Wifi). Please talk to each other!“

(Original aus dem Café in Kolmannskop/Namibia).
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Woraus schließt Du das?
“Er verglich die KI mit der Atomenergie, die wie die Künstliche Intelligenz zum Wohl der Menschen genutzt, aber auch als Vernichtungswaffe eingesetzt werden könne.“

Das nennt man Gleichnis. KI und Atomenergie jeweils zum Wohl der Menschheit und als Vernichtungswaffe nutzbar.
Ein pro/kontra entnehme ich dem nicht - eher wird das Thema Dual-use problematisiert.
 
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Reaktionen: DFW_SEN und Luftikus

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
4.835
Jetzt ja.
Beitrag automatisch zusammengeführt:




Zitat:
Papst Leo XIV. fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit Atomkraft und verurteilt Umweltkriminalität scharf. Während die Kirche die friedliche Nutzung der Atomenergie unter strengen Sicherheitsauflagen und zum Wohle des Lebens duldet, warnt das Kirchenoberhaupt gleichzeitig vehement vor den unabsehbaren Risiken der Kernkraft und verlangt kompromisslosen Umweltschutz
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.592
2.144
Jetzt ja.
Beitrag automatisch zusammengeführt:




Zitat:
Papst Leo XIV. fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit Atomkraft und verurteilt Umweltkriminalität scharf. Während die Kirche die friedliche Nutzung der Atomenergie unter strengen Sicherheitsauflagen und zum Wohle des Lebens duldet, warnt das Kirchenoberhaupt gleichzeitig vehement vor den unabsehbaren Risiken der Kernkraft und verlangt kompromisslosen Umweltschutz
Genau dieses Zitat habe ich aber in keinem der 3 Links gefunden.
In den letzten beiden kommt der Begriff „Atom“ überhaupt nicht vor.
Im ersten Zitat kommt der Begriff „Atomkraft“ zwar vor, aber das Zitat finde ich so auch nicht.

Auch wenn ich das Zitat nicht finde - wenn man das Zitat liest, ist da genau niemand pro Atomkraft. Im Gegenteil.

Wenn ich das mal interpretieren darf:
Die Kirche (also die katholische Kirche als Ganzes) ist nicht pro Atomkraft sondern duldet diese nur unter strengen Sicherheitsauflagen zum Wohle des Lebens. Heißt - ohne strenge Sicherheitsauflagen würde die Kirche das nicht dulden - zum Wohle des Lebens (denn das ist das Thema der Kirche).
Gleichzeitig warnt das Kirchenoberhaupt (also der Papst selbst) vor den unabsehbaren Risiken und verlangt kompromisslosen Umweltschutz (welche Umweltkatastrophe könnte da im Kontext 40. Jahrestag von Tschernobyl wohl mit gemeint sein?).

Woher Du nun nimmst, der Papst wäre pro Atomkraft, ist mir schleierhaft.
Nur als Rat: Nimm erstmal Nachrichten als Nachrichten und versuche sie unvoreingenommen auch selbst zu verstehen.
D.h. erstmal rausfinden: Worum geht es und in welchem Kontext steht diese Nachricht.

Wenn das aus irgendeiner verschrobenen KI-Auswertung stammt - nun: der Test ist gründlich schiefgegangen.
Das ist aber auch mein derzeitiger Eindruck von Generativer KI abseits von speziellen IT-Aufgaben (Skriptentwicklung mit massiven Vorgaben für Lösungsansätze, Sparringpartner bei der Fehleranalyse, Generierung von Befehlen zur Konfiguration eines Clusters, man scheint auch gut bei Sourcecode-Analyse zu sein).
Ich habe sicherlich nicht alle Modelle durch, aber ich probiere das hin und wieder aus und versuche herauszufinden, wofür das tatsächlich nützlich sein könnte:
Einkaufsberatung: Versuche mal, einen leisen, möglichst energieeffizientenKühlschrank kleiner 68 cm Höhe zu finden, geschlossen (also keine Glastür) mit Innenbeleuchtung und Glasebenen. 4 Vorschläge - alles entweder überhaupt nicht lieferbar oder mindestens 80 cm hoch. Die Geizhals.de-Suche ist da deutlich besser. Die beste, jedoch mit mehr als doppelt soviel Euronen deutlich teurere Lösung schlägt übrigens niemand vor.
Reiseplanung (booking): findet nicht mal die Flüge, die es in der eigenen Flugsuche findet - mittlerweile erklärt das Tool, nicht dafür gemacht zu sein.
Fachlich: Da werden schonmal Einheiten um Faktor 1000 verwechselt.
Was LLMs tatsächlich auch deutlich verbessert haben, sind Übersetzungen. IMHO war das auch mal der eigentliche Zweck und jetzt schaut man halt, was damit noch möglich ist.
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
6.517
4.835
Genau dieses Zitat habe ich aber in keinem der 3 Links gefunden.
In den letzten beiden kommt der Begriff „Atom“ überhaupt nicht vor.
Im ersten Zitat kommt der Begriff „Atomkraft“ zwar vor, aber das Zitat finde ich so auch nicht.

Auch wenn ich das Zitat nicht finde - wenn man das Zitat liest, ist da genau niemand pro Atomkraft. Im Gegenteil.

Wenn ich das mal interpretieren darf:
Die Kirche (also die katholische Kirche als Ganzes) ist nicht pro Atomkraft sondern duldet diese nur unter strengen Sicherheitsauflagen zum Wohle des Lebens. Heißt - ohne strenge Sicherheitsauflagen würde die Kirche das nicht dulden - zum Wohle des Lebens (denn das ist das Thema der Kirche).
Gleichzeitig warnt das Kirchenoberhaupt (also der Papst selbst) vor den unabsehbaren Risiken und verlangt kompromisslosen Umweltschutz (welche Umweltkatastrophe könnte da im Kontext 40. Jahrestag von Tschernobyl wohl mit gemeint sein?).

Woher Du nun nimmst, der Papst wäre pro Atomkraft, ist mir schleierhaft.
Nur als Rat: Nimm erstmal Nachrichten als Nachrichten und versuche sie unvoreingenommen auch selbst zu verstehen.
D.h. erstmal rausfinden: Worum geht es und in welchem Kontext steht diese Nachricht.

Wenn das aus irgendeiner verschrobenen KI-Auswertung stammt - nun: der Test ist gründlich schiefgegangen.
Das ist aber auch mein derzeitiger Eindruck von Generativer KI abseits von speziellen IT-Aufgaben (Skriptentwicklung mit massiven Vorgaben für Lösungsansätze, Sparringpartner bei der Fehleranalyse, Generierung von Befehlen zur Konfiguration eines Clusters, man scheint auch gut bei Sourcecode-Analyse zu sein).
Ich habe sicherlich nicht alle Modelle durch, aber ich probiere das hin und wieder aus und versuche herauszufinden, wofür das tatsächlich nützlich sein könnte:
Einkaufsberatung: Versuche mal, einen leisen, möglichst energieeffizientenKühlschrank kleiner 68 cm Höhe zu finden, geschlossen (also keine Glastür) mit Innenbeleuchtung und Glasebenen. 4 Vorschläge - alles entweder überhaupt nicht lieferbar oder mindestens 80 cm hoch. Die Geizhals.de-Suche ist da deutlich besser. Die beste, jedoch mit mehr als doppelt soviel Euronen deutlich teurere Lösung schlägt übrigens niemand vor.
Reiseplanung (booking): findet nicht mal die Flüge, die es in der eigenen Flugsuche findet - mittlerweile erklärt das Tool, nicht dafür gemacht zu sein.
Fachlich: Da werden schonmal Einheiten um Faktor 1000 verwechselt.
Was LLMs tatsächlich auch deutlich verbessert haben, sind Übersetzungen. IMHO war das auch mal der eigentliche Zweck und jetzt schaut man halt, was damit noch möglich ist.

Papst zum „Feuerland": Umweltzerstörung viel zu lange ungestraft - Vatican News


Einfach die Originalquelle lesen. Da steht alles drin. Und nicht die automatische Übersetzung nutzen, wenn das aus irgendeiner verschrobenen KI-Auswertung oder Übersetzung stammt - nun: der Test ist gründlich schiefgegangen.

Nur meinerseits als Rat: Nimm erstmal Nachrichten als Nachrichten und versuche sie unvoreingenommen auch selbst zu verstehen. Das heißt erstmal rausfinden: Worum geht es und in welchem Kontext steht diese Nachricht.

Der Papst ist natürlich Pro Kernkraft, das ergibt sich schon aus dem Kontext. Plus der Erkenntnis, dass er Kernkraft als sinnvoll ansieht, umfangreich CO2 zu reduzieren, was aus Sicht der Kirche als eine der größten Bedrohungen Gottes Schöpfung zerstört. Er mahnt nur die vorsichtige und zivile Nutzung der Kernkraft an.

Was daran soll deiner Meinung nach nicht Pro-Kernkraft sein?

Du liegt leider in deiner Annahme oder angenommen Ergebnissen falsch, wie quasi in sämtlichen Postings.

Der (neue) Papst ist eben kein Technikfeind (mehr), sondern ein Förderer der Technik, wenn sie Gottes Werk dient.
 
Zuletzt bearbeitet:

VAE

Erfahrenes Mitglied
16.03.2022
1.106
973
Jetzt liest er hier schon raus,
„ warnt das Kirchenoberhaupt gleichzeitig vehement vor den unabsehbaren Risiken der Kernkraft…“, das hier angeblich jemand pro Kernkraft wäre.

Unserem Astro Physiologen im Ruhestand ist wirklich nicht mehr zu helfen, ihm ist wohl in seiner Seniorenresidenz am Golfplatz zu langweilig, deswegen schleichen sich immer wieder enorme Interpretationsfehler ein. Siehe die ganzen verschobenen Aussagen zum theme IPCC… naja jeder brauch irgendwie sein „Hobby“, oder?
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
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2.144

Papst zum „Feuerland": Umweltzerstörung viel zu lange ungestraft - Vatican News


Einfach die Originalquelle lesen. Da steht alles drin. Und nicht die automatische Übersetzung nutzen, wenn das aus irgendeiner verschrobenen KI-Auswertung oder Übersetzung stammt - nun: der Test ist gründlich schiefgegangen.
Originalquelle von Was?
Du wirfst uns hier ernsthaft lediglich "vaticannews.va" als Link hin, der mich auf die Englische Homepage-Version des Portals automatisch weiterleitet?
Wie wäre es denn mal mit Link zu einem konkreten Artikel? Gerne auch im Original. Ich hatte eigentlich nicht vor, mich durch sämtliche Verlautbarungen des Vatikan durchzuarbeiten.

Ich beherrsche übrigens verhandlungssicher 5 Fremdsprachen, 2 davon gibt es dort allerdings nicht als Sprachangebot.
Darunter eine Amtssprache eines Landes, das zusammen mit dem Vatikan den größten katholischen Bevölkerungsanteil hat. Und die Sprache des bevölkerungsreichsten muslimischen Landes. Dazu noch Französisch auf Schulniveau und 4 Sprachen auf "Basar"-Niveau - das ist aber mit Ausnahme Portugiesisch nur Hören&Sprechen, nicht schreiben. Üblicherweise nutze ich jedenfalls nur in Ausnahmefällen ein Übersetzungstool.

Aber ich kann Dich beruhigen:
Da findet sich zumindest auf der Homepage kein Atom oder Nuklear, ich hab dort nicht mal einen Link auf eine Sprachversion auf Latein (das wäre die Amtssprache) gefunden (allerdings auf Italienisch). Und Dir ist sicherlich bewusst, dass dort nicht parallel gleichzeitig in allen Sprachen publiziert wird, oder?

"Land of Fires" (nicht Feuerland - das wäre auch auf Englisch Tierra del Fuego) bezieht sich auf illegale Müllentsorgung durch die Camorra in Süditalien.

Das dort irgendwer auch noch - neben toxischen Abfällen - auch noch Nuklearmaterial verbuddelt hätte - ist mir zumindest aus den Beiträgen nicht bewusst.

Der Papst ist natürlich Pro Kernkraft, das ergibt sich schon aus dem Kontext. Plus der Erkenntnis, dass er Kernkraft als sinnvoll ansieht, umfangreich CO2 zu reduzieren, was aus Sicht der Kirche als eine der größten Bedrohungen Gottes Schöpfung zerstört. Er mahnt nur die vorsichtige und zivile Nutzung der Kernkraft an.
Bei Dir kann man sich über die Farbe von Unterhosen unterhalten. Hat zwar nichts mit Kernkraft zu tun aber ist bei Dir sicherlich Pro Kernkraft wenn sie nicht gerade Grün sind.
Kannst Du nicht einfach akzeptieren, dass der Papst sich - bis auf Dein nicht weiter belegtes Zitat - überhaupt nicht in Deinen Links zum Thema Atom, Nuklear oder auch CO2 geäußert hat? Noch nichtmal zu Apfel_kern_en? Oder hast Du einfach nur Probleme beim Verlinken?

Was daran soll deiner Meinung nach nicht Pro-Kernkraft sein?
Du nimmst an, weil jemand Umweltzerstörung anprangert ist er automatisch Pro Kernkraft?
Und Kernkraft ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette super für die Umwelt?
Sorry - auf das schräge Brett muss man erstmal kommen.
Gibt schließlich genug Sperrgebiete auf der Welt, wo man sich wegen radioaktiver Hinterlassenschaften seiner Gesundheit nicht sicher sein kann.

Etwas unter strengen Voraussetzungen dulden/tolerieren bedeutet nicht begeistert dem anhängen oder etwas vorantreiben oder gar pro irgendetwas sein.
Es bedeutet: Man lässt es geschehen oder auch schlicht über sich ergehen. Es ist nicht so schlimm, dass man sich unmittelbar wehren muss. Oder nicht wirklich kann.
Machen übrigens die meisten Menschen bei den meisten Dingen.

Dulden tue ich Kernkraft auch schon seit 1986. Bedeutet aber
a) das ich nicht aktiv gegen Kernkraftwerke vorgegangen bin, nicht Teil irgendeiner Bewegung war oder irgendwo demonstriert oder gar Kabel gekappt habe.
b) dass ich weder in den 1980ern noch in 1990ern noch in den 2000er Jahren keine technische Alternative gesehen habe und durchaus begriffen habe, dass die moderne Welt Strom braucht.
Pro Kernkraft heißt das aber sicher nicht. Es ist eher die Akzeptanz, dass die ökonomischen Ressourcen fehlen, um mal eben was Anderes stattdessen zu bauen.
Und ich mach 3 Kreuze, dass das in Deutschland zumindest zu großen Teilen vorbei ist. Wenn meine Thrombozyten (halber Minimalwert seit 2 Jahren) und jetzt neu zusätzlich auch Lymphozyten auch noch in 4 Wochen fehlen, heißt das wieder Änderung der Anämie und steht wieder eine Knochenmarkpunktion an. Das kann wurst case ein Krebs oder halt einfach wie bisher das Ergebnis von Knochenmarkveränderungen sein.

Ich kann mich übrigens auch an keine Anti-AKW-Bewegung in der DDR oder Nigeria (Wohnorte nach Kyiv) in den 1980ern erinnern - auch nicht in Reaktion auf Tschernobyl. Übrigens aus vermutlich unterschiedlichen Gründen.

Du liegt leider in deiner Annahme oder angenommen Ergebnissen falsch, wie quasi in sämtlichen Postings.
Du bringst nicht ein einziges belegtes Zitat und meinst es gäbe darin irgendwelche Aussagen, die dort nicht einmal erwähnt sind?
Und wunderst Dich, dass ich bezüglich nicht erwähnter Dinge einfach keine Schlussfolgerungen ziehe und keine Annahmen treffe bzw. Deinen Aussagen nicht einfach mit fliegenden Fahnen folge?

Irgendwie kommt mir das bei Dir wie eine "alternative Realität" vor.
 
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