Zinsen im Keller, Inflation recht hoch - Wie sichert ihr euer Vermögen?

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Wie ist Eure Einschätzung zum 'Gesundheitszustand' des EUR?

  • Der EUR wird in der EU noch sehr lange Bestand haben.

    Abstimmungen: 273 64,7%
  • Der EUR ist für mich klinisch tot und ich erwarte früher oder später eine Währungsreform.

    Abstimmungen: 90 21,3%
  • Sparen bzw. eine Flucht in Sachwerte ist für mich unausweichlich.

    Abstimmungen: 125 29,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    422
  • Diese Umfrage wird geschlossen: .

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
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Deine Range @YoungMario kommt mir bekannt vor. 😉 Und bereits vor deiner Diversifizierung schrecke ich offen gestanden zurück. Rational vielleicht nicht erklärbar, aber mit einem für meine Verhältnisse schon großen Einstieg mit 50k+ bspw in einen MSCI World wäre mir das Risiko zu groß, dass es demnächst mal große Korrekturen am Markt gibt und es wieder Jahre dauert, bis die Erholung auch finanziell durchschlägt. Ich hab einiges auf meiner Watchlist und warte - vielleicht zu lange und etwas zu risikoscheu - auf eine große Marktkorrektur und einen günstigen Einstieg. Durch die hohe Sparquote und das Tagesgeldhopping wirds am Ende ja trotzdem immer mehr.

Die von dir @Flying Lawyer genannte Range erreiche ich wahrscheinlich nur durch einen Lottogewinn. ;)
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.362
5.802
Die von dir @Flying Lawyer genannte Range erreiche ich wahrscheinlich nur durch einen Lottogewinn. ;)
Wenn ich mir mein Depot angucke, dann ist die Range vor allem durch "Liegenlassen" und "Widerstand" gegen die Avancen der "Bankberater" über fast 20 Jahre erreicht worden. 2008 war ich Anfang 40. Da hast Du bis zu meiner aktuellen Range noch viel Zeit.
 

YoungMario

Erfahrenes Mitglied
07.12.2010
2.261
1.481
KLU/GRZ
Deine Range @YoungMario kommt mir bekannt vor. 😉 Und bereits vor deiner Diversifizierung schrecke ich offen gestanden zurück. Rational vielleicht nicht erklärbar, aber mit einem für meine Verhältnisse schon großen Einstieg mit 50k+ bspw in einen MSCI World wäre mir das Risiko zu groß, dass es demnächst mal große Korrekturen am Markt gibt und es wieder Jahre dauert, bis die Erholung auch finanziell durchschlägt. Ich hab einiges auf meiner Watchlist und warte - vielleicht zu lange und etwas zu risikoscheu - auf eine große Marktkorrektur und einen günstigen Einstieg. Durch die hohe Sparquote und das Tagesgeldhopping wirds am Ende ja trotzdem immer mehr.

Die von dir @Flying Lawyer genannte Range erreiche ich wahrscheinlich nur durch einen Lottogewinn. ;)
Ich verstehe dich hier total, wenn mich mein Berater nicht sanft in diese Richtung gedrückt hätte, hätte ich auch nicht investiert… Wobei den MSCI World hab ich ausgesucht, er wollte andere Fonds … Habe in 3 1/2 Jahren 25k Plus gemacht.

Für mich ist allerdings das Liquide Vermögen nur ein Teil des Gesamtbildes. Unser Haus im Süden von Graz innerhalb von 9 Jahren komplett abbezahlt, jetzt nur noch Betriebskosten, das ist schon fein.
Autos, Motorräder und so, interessieren mich nicht, aber 180k habe ich für einen Carbon-Daysailer ausgegeben… Wobei nicht alles immer Easy war, vor vier Jahren hatte ich einen ziemlichen Zusammenbruch, der mich auch ins Krankenhaus brachte… Es geht nicht nur ums Geldverdienen und -vermehren.
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
380
966
40 bin ich noch nicht und ich schaue schon langfristig. Meine aktuellen Lebensumstände können sich auch noch ändern. Derzeit fühle ich mich aber zumindest finanziell recht wohl - vor allem, wenn ich mich mal umgucke, wie viele Leute hier einfach nichts (zum Sparen bzw Investieren) haben bzw. zuviel unbedarft ausgeben oder sich verschulden und trotz des stetigen Ärgers über unseren gierigen Staat - ohne auf etwas verzichten zu müssen. Bereits vor vielen Seiten hab ich das mal sinngemäß geschrieben: insbesondere der materielle Rucksack ist extrem klein, es fehlt an nichts und der liebgewonnene Luxus weiter Reisen ist stets möglich. Eigentlich ist das mein Ziel, dass es lange so bleibt. ;)
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Die Frage in den Schwarm etwas abgewandelt: Gibt es Vermögensberater und ab welchem Vermögen werden die ernsthaft tätig, die auf reiner YoY Erfolgsbasis arbeiten? Was kostet so ein Berater? Mehr als 20% bezogen auf den Erfolg?

Ich kenne keinen “seriösen” Vermoegensverwaltung, die auf Erfolgsbasis arbeitet. Ueblicherweise wird ein % der angelegten Summe als “all in fee” vereinbart. Diese Gebuehr kann (meist) zu 50% dem Verlusttopf zugefuehrt werden. Das Honorar haengt massgeblich von der angelegten Summe ab, schwankt je nach Depotgroesse zwischen 0,5% und >1%. Einige Veroegensverwaltungen werden ab 500k aktiv, andere ab > 1 Mio Anlagesume

Oder gibt es einen Publikumsfond, der nur auf Erfolgsbasis die Verwaltungsgebühr berechnet.
Der Nachweis, dass man mit dieser Beratung in den letzten Jahre erfolgreicher gewesen wäre als ein Welt-ETF, muss natürlich nachvollziehbar sein.

Niemand kann die Zukunft voraussagen aber man kann einen Benchmark vereinbaren ( Portfolio von ETFs / Indizes), das der Anlagestrategie / Gewichtung entspricht (Bonds / Gold / Aktien / Diskcoutzertifikate,.....). Daran muss sich der Vermoegesnverwalter messen lassen.
 
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Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.815
4.251
Deswegen mal in die Runde gefragt: ab wieviel Euro liquides Vermögen habt ihr angefangen, euch richtig beraten zu lassen bzw ohne eure Vermögenswerte offen legen zu müssen eher allgemein gefragt, ab wann lohnt sich eine echte Beratung?

Die Einschaltung eines Beraters hat sich bei mir bereits beim Wechsel GKV zu PKV gelohnt. Optimaler Tarif bei optimaler Gesellschaft. Netto-Tarif ohne eingerechnete Vertriebsprovision (ich habe damals 15% weniger Beitrag gezahlt als ich auf der Internetseite der PKV ausrechnen konnte).

Die Frage in den Schwarm etwas abgewandelt: Gibt es Vermögensberater und ab welchem Vermögen werden die ernsthaft tätig, die auf reiner YoY Erfolgsbasis arbeiten? Was kostet so ein Berater? Mehr als 20% bezogen auf den Erfolg?

Ab 100k€ kann es losgehen.

Also ich habe derzeit 350k an liquiden Vermögen und mein „Vermögensberater“ ist mein Berater von der lokalen Sparkasse. Wir setzen uns einmal im Jahr zusammen und schauen mein Portfolio an.
Die Spk bietet keine Beratung. Nur Verkaufsgespräche.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich kenne keinen “seriösen” Vermoegensverwaltung, die auf Erfolgsbasis arbeitet.

Schade eigentlich. Aber da hast Du was mit 75Mio Deutschen gemeinsam.
 
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BER2022

Aktives Mitglied
24.05.2017
216
320
Deine Range @YoungMario kommt mir bekannt vor. 😉 Und bereits vor deiner Diversifizierung schrecke ich offen gestanden zurück. Rational vielleicht nicht erklärbar, aber mit einem für meine Verhältnisse schon großen Einstieg mit 50k+ bspw in einen MSCI World wäre mir das Risiko zu groß, dass es demnächst mal große Korrekturen am Markt gibt und es wieder Jahre dauert, bis die Erholung auch finanziell durchschlägt. Ich hab einiges auf meiner Watchlist und warte - vielleicht zu lange und etwas zu risikoscheu - auf eine große Marktkorrektur und einen günstigen Einstieg. Durch die hohe Sparquote und das Tagesgeldhopping wirds am Ende ja trotzdem immer mehr.

Die von dir @Flying Lawyer genannte Range erreiche ich wahrscheinlich nur durch einen Lottogewinn. ;)
Ich bin auf dem Endspurt meiner 20er und habe vor fünf Jahren angefangen in ETFs zu investieren. Damals eine hohe Summe zu einem rückblickend schlechten Zeitpunkt, sodass ich erstmal ca. Ein Jahr im Minus war. Seitdem stetig über einen Sparplan monatlich einen Teil meines monatlichen Überschusses in All World ETFs gepackt und bin nach einem halben Jahrzehnt bei über 50% im Plus.
Es gilt der ausgeleierte Satz: "time in the market beats timing the market", d.h lieber monatlich etwas investieren, anstatt den perfekten Zeitpunkt abzuwarten.
Denn den wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erwischen.
Eine größere Summe kannst du ja trotzdem nachschieben, wenn die Kurse mal gefallen sind.
Je jünger man ist, desto aggressiver kann man meiner Meinung nach in Aktien investieren, da man noch viele Jahrzehnte hat, in denen sich die Werte entwickeln können.
Schau dir gerne auf Youtube Videos von Finanzfluss und/oder Finanztipps an.
Die haben für mich mehr für die finanzielle Bildung getan als elf Jahre Schule.
Und wenn du dein Geld schon mit 2-4% anlegst, warum dann nicht auch perspektivisch für mehr Rendite jährlich?
VG
 
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herbert60

Erfahrenes Mitglied
18.02.2019
2.972
1.562
Oberfranken
Die PSD Hessen-Thüringen zahlt derzeit 3,4% Zins p. a. auf Festgeld mit 9 und 10 Jahren Laufzeit, wenn man min. 25k € anlegt. Bei 10k € sind es 3,3%.
Jeden Freitag werden die Zinsen für Neuabschlüsse leicht geändert.
Diese PSD fusioniert heuer mit der BBBank, aber bereits abgeschlossene Verträge laufen nautürlich bis zum Ende mit den vereinbarten Konditionen.
Klick.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Die PSD Hessen-Thüringen zahlt derzeit 3,4% Zins p. a. auf Festgeld mit 9 und 10 Jahren Laufzeit, wenn man min. 25k € anlegt. Bei 10k € sind es 3,3%.
Jeden Freitag werden die Zinsen für Neuabschlüsse leicht geändert.
Diese PSD fusioniert heuer mit der BBBank, aber bereits abgeschlossene Verträge laufen nautürlich bis zum Ende mit den vereinbarten Konditionen.
Klick.
Eine echte Wette, dass die Infaltion in den naechsten 9-10 Jahren nicht anzieht. Mutig.
 

Rungisalf

Erfahrenes Mitglied
06.07.2012
602
377
Wenn ich mir mein Depot angucke, dann ist die Range vor allem durch "Liegenlassen" und "Widerstand" gegen die Avancen der "Bankberater" über fast 20 Jahre erreicht worden. 2008 war ich Anfang 40. Da hast Du bis zu meiner aktuellen Range noch viel Zeit.
Habe noch ein Depot bei der HVB, das habe ich mir selbst gebastelt. Mindestens 1 x im Monat werde ich vom "Berater" angerufen der mir seine "Dienste" anbietet. Er kapiert es einfach nicht. Hier lasse ich mein Invest einfach liegen, im Vergleich zu meiner aktiven bankenunabhängigen Vermögensverwaltung.
 
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schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
Dann solltest Du als Profi vielleicht mal erklären, was es für europäische Banken bedeuten wuerde, wenn die Fed die USD Swap Lines aufkündigt. Echter Profi-Move bei Geldanlagen von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schliessen. Aber natürlich ist das Problem der Einlagensicherung mit Wertpapieren einfach zu managen.
Trollst du?

Falls das nicht der Fall ist: In dem Falle wären in Deutschland gehaltene Cash-Positionen wohl das geringste Problem! Völlig abstrus, dass in dem Falle die Einlagensicherung der springende Punkt sein soll.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Trollst du?

Falls das nicht der Fall ist: In dem Falle wären in Deutschland gehaltene Cash-Positionen wohl das geringste Problem! Völlig abstrus, dass in dem Falle die Einlagensicherung der springende Punkt sein soll.
Dann informier Dich mal, was es für die Deutschen / weltweiten Geschaeftsbanken bedeuten wuerde.......
 

YoungMario

Erfahrenes Mitglied
07.12.2010
2.261
1.481
KLU/GRZ
Solange keine Kontoauszüge vorgelegt werden müssen , ist das hier doch ein allzu hypothetischer Schwanzvergleich.;)
Ich finde es einen interessanten Austausch, und warum sollte ich dabei lügen, habe doch nichts davon. Und was mein Sex-Leben betrifft, so schwebe ich derzeit auf Wolke 7, brauche hier noch weniger Vergleichen 🤣
 

schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
Dann informier Dich mal, was es für die Deutschen / weltweiten Geschaeftsbanken bedeuten wuerde.......
Du kannst doch nicht so naiv sein, zu glauben, dass die Einlagenversicherung in einem Doomsday-Szenario groß genug ist, um materiell bei der Rettung zu sein. Die Einlagenversicherung kann ggf. helfen, wenn 1-2 Banken kollabieren, nicht das System. Denk' doch auch mal einen Schritt weiter, was mit anderen Assets in Deinem Portfolio passieren würde.

Selten so ein dümmliches, aufgeblasenes Argument gesehen. ;)
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Denk' doch auch mal einen Schritt weiter, was mit anderen Assets in Deinem Portfolio passieren würde.

Das habe ich selbstverstaendlich gemacht. Deshalb habe ich auch ein Depot in den USA, pysisches Gold in der Schweiz, und ein gut diversifiziertes Portfolio in Deutschland. Und Sichteinlagen waren bei mir noch nie eine ernstzunehmende Option zur langfristigen Geldanlage

Selten so ein dümmliches, aufgeblasenes Argument gesehen. ;)

Das kannst Du so bewerten, ich bleibe bei meiner Meinung.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.815
4.251
Stichwort „Sicherheit durch gesetzliche Einlagensicherung“:
Diese Sicherheit ist an die Stabilität das Sicherheitsgebers (=der Staat) gebunden. Crasht der Staat, ist die Einlagensicherung weg.
Im Idealfall sind wir uns bis hierhin einig.

Die Frage ist: Wie stabil ist der deutsche Staat? Hier scheinen manche Forenmitglieder vergessen zu haben, dass z.B. im letzten Jahrhundert der Staat 2-3x gecrasht ist (nach 1. WK, nach 2. WK, ggf. DDR zum Schluss). Jedes mal wurden Einlagen massiv entwertet (nach 1. WK auf fast 0, nach 2. WK ich glaube 10:1, ggf. zum Ende der DDR).

Rein statistisch gesehen könnte der nächste Crash bald kommen. Rein praktisch gesehen ist die deutsche Politik zur Zeit eine Katastrophe. Der Zustand ist der der Dekadenz und Agonie. Es ist wichtiger, auf Herren-WC‘s Tampons bereitzustellen, und immer mehr Fremde zu versorgen, statt den Fokus auf die Wertschöpfung zu legen.

Daraus ergibt sich für mich folgende Schlussfolgerung: Wenn jemand kein Vermögen hat (<100k€), ist alles piepegal. Derjenige könnte sich einen Beutel Goldmünzen zulegen, damit er im Crash-Fall garantiert etwas zu essen kaufen kann.

Wenn jemand mehr Eigentum besitzt, sollte derjenige den Crashfall einkalkulieren. Falls nicht, ist er im Crashfall Teil der dummen Masse, die bisher immer sehr viel verloren hat. Eine Geldanlage außerhalb der EU-Gerichtsbarkeit (wie z.B. RSA) ist da mit Sicherheit eine gute Idee…
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.362
5.802
Eine Geldanlage außerhalb der EU-Gerichtsbarkeit (wie z.B. RSA) ist da mit Sicherheit eine gute Idee…
Du sagst es. Aber mir geht es weniger um die Geldanlage, als um die Qualität des Lebens. Wenn Wahlen in Deutschland so ausgehen, wie es in Sachsen-Anhalt zu erwarten steht, dann werden wir entweder Regierungen bekommen, die nicht mit meinen Werten übereinstimmen oder aber Regierungen bekommen, die noch handlungsunfähiger sind, als die aktuelle.

Geld, was bei internationalen Banken mit Sitz in Deutschland angelegt ist (also auch DeuBa und Coba), halte ich für sicher, denn Geld ist beweglich. Aktien verbriefen Sachwerte und sind so sicher, wie die Wirtschaft insgesamt. Wohnimmobilien waren in Deutschland immer gut. Der Beutel mit Goldmünzen auch. Schaue ich mir aber mein Depot an, wird sowieso ein großer Teil in Luxemburg verwaltet. Als Bank in der Krise erinnere ich mich an einen Scheck, den ich als Anwalt während des Irakkrieges von einem kuwaitischen Kunden für mein Honorar bekommen habe. Der war auf die Bank of Kuwait gezogen und wurde trotz Besetzung des Landes durch den Irak ohne Probleme eingelöst.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Stichwort „Sicherheit durch gesetzliche Einlagensicherung“:
Diese Sicherheit ist an die Stabilität das Sicherheitsgebers (=der Staat) gebunden. Crasht der Staat, ist die Einlagensicherung weg.
Im Idealfall sind wir uns bis hierhin einig.

Die Frage ist: Wie stabil ist der deutsche Staat? Hier scheinen manche Forenmitglieder vergessen zu haben, dass z.B. im letzten Jahrhundert der Staat 2-3x gecrasht ist (nach 1. WK, nach 2. WK, ggf. DDR zum Schluss). Jedes mal wurden Einlagen massiv entwertet (nach 1. WK auf fast 0, nach 2. WK ich glaube 10:1, ggf. zum Ende der DDR).

Rein statistisch gesehen könnte der nächste Crash bald kommen. Rein praktisch gesehen ist die deutsche Politik zur Zeit eine Katastrophe. Der Zustand ist der der Dekadenz und Agonie. Es ist wichtiger, auf Herren-WC‘s Tampons bereitzustellen, und immer mehr Fremde zu versorgen, statt den Fokus auf die Wertschöpfung zu legen.

Daraus ergibt sich für mich folgende Schlussfolgerung: Wenn jemand kein Vermögen hat (<100k€), ist alles piepegal. Derjenige könnte sich einen Beutel Goldmünzen zulegen, damit er im Crash-Fall garantiert etwas zu essen kaufen kann.

Wenn jemand mehr Eigentum besitzt, sollte derjenige den Crashfall einkalkulieren. Falls nicht, ist er im Crashfall Teil der dummen Masse, die bisher immer sehr viel verloren hat. Eine Geldanlage außerhalb der EU-Gerichtsbarkeit (wie z.B. RSA) ist da mit Sicherheit eine gute Idee…
Auch wenn ich keine grundsetzlich momentan keine Gefahr einer Deutschen Staatspleite sehe, ein Bankenrun koennte diesen durch die Hintertuer Verursachen.

Meine Bedenken fangen frueher an. Sichteinlagen bei Banken sind in meinen Augen keine sinnvolle langfristige Gedanlage. Tagesgeld, das im besten Fall mit der gleichen Rate waechst wie die Inflation, ist Geldaufbewahrung, nicht Geldanlage. Das mag im Eiznelfall sinnvoll sein, in den meisten Faellen ist dieses uebervorsichtige Handeln der Grund für mangelndes Vermoegen im Alter. Es macht halt einen Unterschied ob das Vermoegen im Schnitt um 3% oder um 8% waechst..... In den USA investiert eigentlich jeder sein Vermoegen in den Aktienmarkt, auch kleinere Vermögen, und das traegt auch zu den Vermoegensunterschieden zwischen D und den USA bei.

Wenn dann die Sichteinlagen auch noch die Einlagensicherung uebrschreitet, dann geht man ein zusaetzliches Risiko ein, das durch ein diverses Portfolio problemlos reduziert werden kann.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.815
4.251
Geld, was bei internationalen Banken mit Sitz in Deutschland angelegt ist (also auch DeuBa und Coba), halte ich für sicher, denn Geld ist beweglich.

Hier denke ich vorsichtiger als Du. Alles was der deutschen/EU-Gerichtsbarkeit unterliegt ist aus meiner Sicht für den Fall eines Crashs nicht sicher. Das kann schnell mal mit einer Abgabe belegt werden, konfisziert werden.

Du sagst es. Aber mir geht es weniger um die Geldanlage, als um die Qualität des Lebens.

Von RSA hätte ich vor Deinem Posting wenig Lebensqualität erwartet. Gathed Communities für Weiße mit Stacheldraht und 24/7 Sicherheitsdienst, oder Wohnungen mit Sicherungsvorkehrungen wie hier im Gefängnis würde ich mir nicht geben wollen.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.362
5.802
Von RSA hätte ich vor Deinem Posting wenig Lebensqualität erwartet. Gathed Communities für Weiße mit Stacheldraht und 24/7 Sicherheitsdienst, oder Wohnungen mit Sicherungsvorkehrungen wie hier im Gefängnis würde ich mir nicht geben wollen.
Nicht ganz SA ist Pretoria und Johannesburg. Wir leben im Raum Kapstadt gut 20 Autominuten von der V&A entfernt ohne gated Community. Stacheldraht haben wir ebensowenig wie in Deutschland. Unser Grundstück ist knapp 5000 qm. Na klar gibt es da eine aufschaltete Alarmanlage und Kameras auf dem Grundstück, das haben wir in Deutschland genauso.

In vielen ländlichen Gegenden in SA kannst du aber nachts Fenster und Türen auflassen. Die einzigen "Einbrecher", die wir auf der Alarmanlage haben, sind seit drei Jahren Nachbars Katzen und das gefährlichste in der näheren Umgebung sind die Baboons, die Boomslangs und die Cape Cobras - in dieser Reihenfolge. Ist bei all unseren Nachbarn übrigens ebenso. Allerdings nicht überall. Auch nicht bei uns im Ort. Aber das ist in Deutschland nicht anders und gesunder Menschenverstand hilft.
 
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schwerelos

Aktives Mitglied
16.03.2026
206
296
Stichwort „Sicherheit durch gesetzliche Einlagensicherung“:
Diese Sicherheit ist an die Stabilität das Sicherheitsgebers (=der Staat) gebunden. Crasht der Staat, ist die Einlagensicherung weg.
Im Idealfall sind wir uns bis hierhin einig
Nein, es sind eher Versicherungen. Der Staat überwacht sozusagen, steht darüber und sagt: Ja, ich bestätige, dass die Rücklagen in den Fonds hinreichend sind, um das Versicherungsversprechen einzuhalten.
Die Frage ist: Wie stabil ist der deutsche Staat?
Warum müsst ihr immer vom Hundertsten ins Tausendste kommen?

Die Ausgangsfrage war: Sollte ich als Privatanleger mit mehr als 100k EUR in Deutschland anzulegenden Sichteinlagen auf mehrere Banken splitten, um nicht Teilbeträge zu haben, die formal nicht von Einlagensicherung abgedeckt sind.

Um um die Frage zu beantworten, sind "Stabilität des Staats" (@Hotel ) oder "Diversifikation ins Ausland" (@DFW_SEN) oder "Finanzsystem-Jahrhundertkrise" (@DFW_SEN ) von ziemlich nachrangiger Bedeutung.

Fakt: Hat es seit Einführung der gesetzlichen Einlagensicherung ein Privatanleger in Deutschland bereits einmal Einlagen oberhalb der Sicherungsgrenze im Falle einer Bankinsolvenz verloren? Nein!

Ist es going forward wahrscheinlich , dass dies passiert? Nein! Zwar hat es rund um die Welt in den letzten Jahrzehnten punktuell solche Fälle gegeben (nicht in Deutschland), aber i.d.R. konzentriert man sich bei solchen bail-ins auf nicht-private Einleger, weil bei privaten Einlegern das Risiko einer dauerhaften Beeinträchtigung des Vertrauens der Bevölkerung in das Finanzsystem zu groß erscheint.
Insofern gab und gibt es Fälle , in denen Privathaushalte Einlagen wegen hohen Beträgen bei einer einzelnen Bank verloren hätten, wo Institutionen dann aber zusammengearbeitet und sichergestellt haben, dass es nicht zum bail-in kommt.

Dieser Punkt Einlagensicherung bei der privaten Vermögensverwaltung ist eine Nebelkerze von Leuten, die es vielleicht gut meinen, meinem Eindruck nach her jedoch nicht wirklich Ahnung haben.

Abstatt plump "Einlagensicherung" zu rufen, gibt es Tausend Sachen bei der Vermögensverwaltung, die kriegsentscheidender sind.

Der vielleicht offensichtlichste Punkt ist, dass die Grenze in vielen Fällen deutlich höher als 100k pro Bank ist (z.B. 3m pro Einleger bei Banken im BdB) und wieso man seine Zeit damit verschwenden sollte, über die Einlagensicherung nachzudenken statt darüber, warum man soviel Geld in Deutschland halten will, statt in andere Investments zu gehen.

---

Ergänzung: Ich habe mehr mit institutionellen Investoren zu tun, aber punktuell auch Einblicke in retail (high net worth individuals, family offices usw.). Ich denke, solche Leute orientieren sich in der Praxis eher am Rating der Banken, zu denen sie gehen. Wenn man wirklich hohe Geldbestände braucht, auch in mehreren Ländern, geht man zu Banken mit guter Reputation und gutem Rating. Wenn das Rating eine Schwelle unterschreitet, wechselt man im Zweifel die Bank, auch in Hinblick auf die eigene Reputation - man will nicht gerade wegen Schwierigkeiten mit der Bank Angestellte nicht bezahlen oder Verpflichtungen aus Investments (capital commitments etc.) nicht bedienen können. Deshalb geht man zu guten Banken, wo die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Fall kommt, wo die Einlagensicherungsfonds ins Spiel kommen, nochmal reduziert wird.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
19.123
18.255
IAH & HAM
Fakt: Hat es seit Einführung der gesetzlichen Einlagensicherung ein Privatanleger in Deutschland bereits einmal Einlagen oberhalb der Sicherungsgrenze im Falle einer Bankinsolvenz verloren? Nein!
Es hat in den letzten 10 Jahren viele Ereignisse gegeben, die nan so nicht für moeglich gehalten hat.

warum man soviel Geld in Deutschland halten will, statt in andere Investments zu gehen.
Und da sind wir uns zumindest einig.
 
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