Mein erster Flug als HON – von Zürich über Rom nach Dakar

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Andycisa

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05.02.2026
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Bevor es losgeht, gleich eine kleine Vorwarnung: Dies ist mein erster Reisebericht hier im Forum. Sollte ich also irgendwelche ungeschriebenen Regeln verletzen, zu viele oder zu wenige Fotos posten oder an den falschen Stellen abschweifen, bitte ich schon vorab um Nachsicht bzw. Nachricht!


Eigentlich sollte dieser Trip vor allem eines sein: ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Lifetime Senator.


Nachdem mir Ende 2025 „nur“ rund 10.000 Qualifying Points zum Lifetime SEN gefehlt hatten, war für 2026 ein recht umfangreiches Flugprogramm geplant. Der HON Circle Status war dabei eher ein Nebeneffekt als das eigentliche Ziel.


Ursprünglich sollten deutlich mehr Reisen in den Nahen Osten stattfinden. Die geopolitischen Entwicklungen der letzten Monate machten diese Planung jedoch teilweise zunichte, sodass einige Alternativen gefunden werden mussten. Aus den ursprünglich geplanten Middle-East-Runs wurden häufiger innereuropäische Business-Class-Flüge.


Auch Dakar war zunächst eher als Punktelieferant gedacht. Wie so oft kam es anders: Durch zusätzliche berufliche Reisen füllte sich das Konto schneller als erwartet, und plötzlich wurde ausgerechnet dieser Flug mein erster Flug als HON Circle Member.


Noch schöner war allerdings, dass ich meine bessere Hälfte von der Reise überzeugen konnte. Für sie war es die erste Reise nach Afrika überhaupt, für mich der erste Besuch in Westafrika. Damit wurde aus einem nüchtern kalkulierten Status-Run eine Reise, auf die wir uns beide wirklich gefreut haben.

Der erste Flug als HON beginnt um 04:59 Uhr


Wer Statuspunkte sammelt, kennt das: Die glamourösen Bilder von Champagner und First Lounges beginnen meistens mit einem Wecker zu einer Uhrzeit, die eigentlich gegen die Menschenrechte verstoßen sollte.


Also ging es um 04:59 Uhr zunächst mit der S-Bahn Richtung Flughafen Zürich.


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Am Flughafen angekommen führte der Weg direkt in die SWISS First Lounge. Obwohl ich die Lounge bereits kannte, fühlte sich der Besuch diesmal irgendwie anders an. Vielleicht lag es daran, dass zum ersten Mal „HON“ auf der Bordkarte stand.

Für den Flug nach Rom blieb noch genügend Zeit für ein ausgedehntes Frühstück.


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Die Auswahl ließ jedenfalls keine Wünsche offen. Nach kurzer Beratung mit dem inneren Ernährungsberater fiel die Wahl auf den Avocado Toast.


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Geschmacklich ausgezeichnet und optisch definitiv fotogener als die meisten Frühstücke, die man normalerweise um diese Uhrzeit serviert bekommt.


Dazu gab es Cappuccino.


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Mit sowas wie einem Herz im Milchschaum. Ob das Standard ist oder eine kleine Aufmerksamkeit für frischgebackene HONs, konnte ich nicht abschließend klären. 😜


Kurz darauf erschien dann die kleine Karte mit den magischen Worten „Transfer Service“.


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Spätestens jetzt war klar, dass dieser Flug anders verlaufen würde als die meisten meiner bisherigen Punkte-Sammelaktionen.


Fortsetzung folgt …
 
Zuletzt bearbeitet:

Chemist

Erfahrenes Mitglied
28.10.2017
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BSL
Danke für Deine Mühe, uns mit auf eine Reise zu nehmen! Vielleicht als Hinweis: nicht alle Deine Bilder sind im Text eingebettet sichtbar. Das liegt sicher daran, dass das File zu gross ist. Vielleicht kannst Du alle auf < 2.5 MB herunterskalieren, damit die Anzeige einheitlich wird. Dann sieht man auch, dass eines um 90° verdreht angezeigt wird :)
 
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Andycisa

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05.02.2026
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Fortsetzung folgt… oder: Wie man sich plötzlich wie ein VIP fühlt


Bevor es weitergeht noch ein organisatorischer Hinweis:


Danke an Chemist für den Hinweis aber da ich den Bericht komplett auf dem iPhone schreibe, bitte ich eventuelle Formatierungsunfälle, seltsame Bildgrößen oder andere technische Besonderheiten zu entschuldigen. Falls jemand den geheimen Trick kennt, wie man Fotos direkt vom iPhone zuverlässig unter 2 MB bekommt, nehme ich entsprechende Hinweise gerne entgegen.





Kurz nach dem Frühstück war es dann soweit.


Die Lounge-Dame hatte nicht zu viel versprochen.

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Draußen wartete bereits der Transfer zur Maschine. Obwohl ich mich sonst eher für Statuspunkte als für Statussymbole begeistern kann, muss ich zugeben: Das Ganze hat schon etwas.


Für ein paar Minuten fühlten wir uns jedenfalls deutlich wichtiger als wir tatsächlich sind.

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Spätestens als wir direkt über das Vorfeld Richtung Flugzeug rollten, war der innere Vielflieger-Nerd komplett aktiviert.


Der eigentliche Flug nach Rom verlief dann erfreulich unspektakulär – was bei einem Zubringer ja meist ein gutes Zeichen ist.


Das Frühstück an Bord war für einen kurzen Europaflug absolut in Ordnung.


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Keine kulinarische Offenbarung, aber solide, frisch und deutlich angenehmer als das, was viele andere Airlines auf vergleichbaren Strecken servieren.





Zwischenstopp in Rom – oder: Forumstipps können gefährlich sein


Da wir einige Stunden Aufenthalt in Rom hatten, erinnerte ich mich an verschiedene Empfehlungen hier aus dem Forum und beschloss, den Flughafen für ein paar Stunden zu verlassen.


Ziel: der Strand von Fiumicino.


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Grundsätzlich eine nette Idee. Ein wenig Meer, etwas frische Luft und ein schöner Kontrast zum Flughafenalltag.


Der Haken zeigte sich allerdings später.


Einen Weg zurück zum Flughafen zu finden, erwies sich deutlich schwieriger als erwartet. Ein Taxi zu bekommen war überraschend kompliziert und sorgte kurzfristig für etwas Nervenkitzel.


Mein Fazit daher:


Kann man machen.


Muss man nicht unbedingt machen.


Zumindest dann nicht, wenn man entspannt und ohne Pulssteigerung zum Weiterflug möchte.





Die wohl exklusivste Lounge unserer Reise


Zurück in Fiumicino ging es anschließend in die HON Circle Lounge.


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Bereits der Eingang sorgte für Vorfreude.


Und dann passierte etwas, das ich bisher so auch noch nicht erlebt hatte:


Wir waren komplett alleine.


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Die gesamte Lounge fühlte sich an wie unser persönliches Wohnzimmer.


Kein Gedränge.


Keine Telefongespräche.


Keine Menschen, die gleichzeitig vier Sitzplätze mit Handgepäck reservieren.


Einfach Ruhe.


Nach dem kleinen Strandabenteuer kam zunächst eine Dusche genau richtig.


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Ich weiß nicht, ob die violette Beleuchtung entspannen oder auf eine bevorstehende Reise ins Weltall vorbereiten soll, aber angenehm war es definitiv.


Danach folgte das kulinarische Highlight des Tages.


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Das Essen war schlicht hervorragend.

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Während wir gemütlich zu Mittag aßen, wurde auch langsam klar, welches Fluggerät uns nach Dakar bringen würde.


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Zum Einsatz kam ein Airbus A321neo LR von ITA Airways.


Und genau darauf hatte ich mich besonders gefreut.


Zum einen war es mein erster Flug als HON auf dieser Strecke.


Zum anderen wollte ich die neue ITA Business Class endlich selbst ausprobieren, über die in den letzten Monaten so viel diskutiert wurde.


Die Vorfreude stieg also langsam an.


Fortsetzung folgt mit dem Flug von Rom nach Dakar.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
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www.red-travels.com
Danke an Chemist für den Hinweis aber da ich den Bericht komplett auf dem iPhone schreibe, bitte ich eventuelle Formatierungsunfälle, seltsame Bildgrößen oder andere technische Besonderheiten zu entschuldigen. Falls jemand den geheimen Trick kennt, wie man Fotos direkt vom iPhone zuverlässig unter 2 MB bekommt, nehme ich entsprechende Hinweise gerne entgegen.
Mindert die Fotoqualität ordentlich:
Screenshot des Fotos machen und Ränder wegstutzen.

es gab irgendwo mal ne Anleitung für Kurzbefehle im Foto-Bereich des Forums (finde ich nicht mehr)

Edit: habe ihn bei mir noch drin...
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Es gibt die einfachere Möglichkeit auf die 3 Punkte links unten beim Upload zu gehen und unter Optionen die Größe zu ändern, bspw. "groß/mittel/klein" und Format "am kompatibelsten"

bspw. von 1,2 MB Original auf 409 KB groß
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Andycisa

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es gab irgendwo mal ne Anleitung für Kurzbefehle im Foto-Bereich des Forums (finde ich nicht mehr)

Edit: habe ihn bei mir noch drin...
Anhang anzeigen 342093

Es gibt die einfachere Möglichkeit auf die 3 Punkte links unten beim Upload zu gehen und unter Optionen die Größe zu ändern, bspw. "groß/mittel/klein" und Format "am kompatibelsten"

bspw. von 1,2 MB Original auf 409 KB groß
Anhang anzeigen 342092
Noch besser! Wird gleich für die nächste Episode ausprobiert!
 
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Andycisa

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Teil 3 – ITA Airways A321neo LR nach Dakar


Im Nachhinein waren wir übrigens viel zu früh aus der Schengen-HON-Lounge in den Non-Schengen-Bereich gewechselt.


Dort hatten wir am Ende fast noch eine Stunde Zeit.


Aus Neugier habe ich kurz die Non-Schengen-Lounge besucht (leider ohne Fotos). Nach allem, was man hier im Forum bereits lesen konnte, kann ich die Einschätzungen allerdings bestätigen: durchaus brauchbar, aber kein Vergleich zur HON Lounge. Eine separate HON Area gibt es dort ebenfalls nicht.

Das Boarding verlief mit Gruppe 1 völlig unspektakulär.


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An Bord wurden wir freundlich begrüßt. Die Purserin war allerdings zunächst etwas verwirrt, wer von uns nun HON und wer SEN sei, da wir die Plätze vertauscht hatten.


Kurz nachdem ich mich auf 1A eingerichtet hatte, kam die erste Überraschung.

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Die Purserin erklärte meiner +1, dass der Tisch an ihrem Sitz defekt sei und sie sich deshalb doch bitte einen anderen Platz weiter hinten in der Business Class suchen möge.


Nun hatten wir die erste Reihe aber bewusst reserviert, weil sie deutlich mehr Platz bietet als die übrigen Sitze.


Meine +1 entschied daher kurzerhand:


„Dann esse ich halt ohne Tisch.“


Für uns war die Reservierung kostenlos. Hätte ich dafür allerdings die teilweise aufgerufenen 250+ CHF Aufpreis bezahlt, hätte mich das schon etwas geärgert.


Business oder doch eher First Light?


Nach wenigen Minuten war der Ärger aber vergessen.


Die erste Reihe ist wirklich beeindruckend.

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Der Platz wirkt fast eher wie eine kleine First Class Suite als wie ein Business-Class-Sitz auf einem Single-Aisle-Flugzeug.


Vor allem die Beinfreiheit ist enorm.


Zu zweit konnte man sich praktisch gegenüber unterhalten, ohne sich verrenken zu müssen.


Besonders positiv aufgefallen sind mir:

  • Bluetooth-Kopplung der eigenen Kopfhörer
  • sehr flüssiges Entertainment-System
  • die Fernbedienung mit Anzeige der verbleibenden Flugzeit
  • allgemein ein sehr modernes Produkt
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Das kostenlose 30-Minuten-Messaging wollte bei mir leider nicht funktionieren.


Ob das an meinem Setup lag oder am System selbst, kann ich nicht beurteilen.


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Das Essen

Der Service begann mit einem kleinen Snack.


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Danach folgte die Hauptspeise.


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Da ich keinen Alkohol trinke kann ich zur Weinauswahl wenig sagen, die Karte sah aber umfangreich aus… bei Bedarf kann ich sie sonst auf dem Rückflug mal noch fotografieren…

Mein Fazit zum Catering:

Gut.

Aber nicht außergewöhnlich.

Es war alles ordentlich zubereitet, allerdings nichts, woran ich mich Monate später noch erinnern würde.

Etwas störend war eher, dass die Crew während längerer Phasen relativ viel Zeit direkt vor unserer Nase in der Galley verbrachte. Verständlich bei einer eher kleinen Business Class, aber auf Dauer etwas unruhig, wenn man direkt in Reihe 1 sitzt.

Licht und Schatten beim Sitz

Nach mittlerweile rund zwei Jahren Einsatz zeigen sich am Produkt bereits erste Gebrauchsspuren.

Teilweise wirkten einzelne Elemente des Sitzes überraschend abgewohnt.

Für einen Flug von knapp sechs Stunden ist die Liegefläche absolut in Ordnung.

Wirklich herausragend bequem würde ich sie allerdings nicht nennen.

Dazu kommt die leicht schräge beziehungsweise quer zur Flugrichtung ausgerichtete Sitzposition, an die man sich zunächst gewöhnen muss.

Trotzdem bleibt mein Gesamtfazit klar positiv:

Die erste Reihe im ITA A321neo LR ist ein hervorragendes Produkt und gehört für mich aktuell zu den besten Business-Class-Erlebnissen auf einem europäischen Schmalrumpfflugzeug.


Willkommen in Afrika


Irgendwann erschien schließlich Dakar am Horizont.


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Beim Öffnen der Tür schlugen uns rund 28 Grad entgegen.


Und damit begann der afrikanische Teil unseres Abenteuers.

Die Einreise bestand gefühlt aus drei verschiedenen Kontrollen.

Warum genau, konnte ich bis zum Schluss nicht nachvollziehen.


Danach warteten wir mehr als eine Stunde auf unser Gepäck.


Als die Koffer schließlich auftauchten, kamen sie selbstverständlich nicht auf dem Band an, an dem wir die ganze Zeit gewartet hatten :)

Der Transfer des Grauens


Der vorab gebuchte Transfer von Senegal Shuttle sorgte anschließend für zusätzliche Unterhaltung.


Zunächst musste unser Fahrer direkt nach der Abfahrt tanken.


Danach stellte der Motor beim Beschleunigen mehrfach den Betrieb ein.


Mehr als einmal standen wir plötzlich im Dunkeln auf der Autobahn.


Zu meiner Überraschung war die Autobahn selbst deutlich moderner als erwartet.


Das Fahrzeug dagegen eher weniger.


Nach rund 1,5 Stunden für knapp 60 Kilometer waren wir jedenfalls ausgesprochen froh, unser Hotel lebend erreicht zu haben.

Dafür waren wir happy im Hotel zu erfahren das wir ein Upgrade auf den Executive Floor bekommen…. Warum und wieso? Keine Ahnung, aber nehmen wir!

Fortsetzung folgt … 😄
 

Andycisa

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Teil 4 – Dakar: Zwischen Luxusresort und westafrikanischem Chaos


Nach unserer nächtlichen Odyssee vom Flughafen ins Hotel waren wir ehrlich gesagt auf alles vorbereitet.


Nur nicht darauf.


Bereits beim Aufwachen zeigte sich, dass wir mit dem Hotel einen echten Glücksgriff gelandet hatten.

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Unser Zimmer bot einen fantastischen Blick über die kleine Bucht bis hin zur Skyline von Dakar.


Spätestens jetzt war der Stress der Anreise vergessen.


Terrou-Bi – Afrikas Antwort auf das Resort-Leben


Das Hotel überzeugte uns praktisch in allen Bereichen.


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Die Anlage war hervorragend gepflegt, die Lage direkt am Meer traumhaft und die Atmosphäre angenehm entspannt.


Besonders überrascht hat uns, wie modern und hochwertig alles wirkte.


Wer bei Westafrika automatisch an einfache Hotels denkt, wird hier eines Besseren belehrt.


Selbstverständlich wurde man auch auf dem Zimmer herzlich begrüßt.


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Eigentlich wollten wir Dakar bereits am ersten Tag erkunden.


Tatsächlich haben wir das Hotel jedoch kaum verlassen.


Der Pool, der Strand, das Essen und das Gym waren einfach zu verlockend.


Als Triathleten freuten wir uns besonders darüber, dass der Pool praktisch leer war und wir ungestört unsere Bahnen ziehen konnten. Dazu kam ein erstaunlich gut ausgestatteter Fitnessbereich mit modernen Technogym-Geräten – etwas, das man in dieser Qualität in Westafrika nicht unbedingt erwarten würde. So wurde aus dem eigentlich geplanten Besichtigungstag kurzerhand ein entspannter Erholungs- und Sport-Tag!


Essen wie Gott in Senegal


Kulinarisch war das Terrou-Bi für uns eine echte Überraschung.


Am Abend gab es direkt am Wasser ein beeindruckendes BBQ.


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Schon allein die Kulisse war spektakulär.


Dazu kamen hervorragende Fleischgerichte und frisches Brot.


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Auch das Frühstück konnte sich sehen lassen.


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Wer mich kennt weiß: Wenn ein Hotel beim Frühstück überzeugt, hat es bereits einen großen Pluspunkt gesammelt.


Auf in die City!


Am zweiten Tag wurde es dann Zeit, die Stadt zu erkunden.


Und Dakar entsprach ziemlich genau dem Bild, das wir vorher von Westafrika im Kopf hatten.


Laut.


Chaotisch.


Teilweise schmutzig.


Voller Verkehr.


Aber gleichzeitig unglaublich lebendig.


Und vor allem voller freundlicher Menschen.


Unterwegs mit unserem persönlichen Chauffeur


Für die Erkundung der Stadt engagierten wir kurzerhand einen Taxifahrer.


Im Nachhinein eine hervorragende Entscheidung.


Anstatt ständig neue Fahrten organisieren zu müssen, fuhr er uns den ganzen Tag durch Dakar, wartete an den Sehenswürdigkeiten und brachte uns anschließend zum nächsten Ziel.


Fast wie ein persönlicher Chauffeur.


Und vermutlich deutlich entspannter als selbst im Verkehr von Dakar unterwegs zu sein.


Zwischen Kunst und Alltagsleben


Natürlich standen auch einige Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.


Besonders beeindruckend fanden wir das riesige rote Labyrinth direkt an der Küste.


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Dakar bietet dabei einen spannenden Mix aus moderner Kunst, kolonialer Geschichte und typisch westafrikanischem Alltag.


Oft reicht es schon, einfach durch die Straßen zu fahren und das Geschehen zu beobachten.


Afrikanische Automobilkunst


Ein weiteres Highlight war die lokale Fahrzeugflotte.


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In Europa würde dieses Taxi vermutlich seit Jahren im Automobilmuseum stehen.


In Dakar verrichtet es weiterhin zuverlässig seinen Dienst.


Zumindest meistens.


Kulinarische Entdeckungen


Natürlich durfte auch die lokale Küche nicht fehlen.


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Wir probierten verschiedene senegalesische Spezialitäten und waren durchweg positiv überrascht. Vor allem „Mammy Healthy“ ist ein absoluter Geheimtipp!!!


Die Küche ist deutlich abwechslungsreicher, als man in Europa oft vermutet.


Frischer Fisch, Fleischgerichte, Reisvariationen und intensive Gewürze prägen viele Gerichte.


Dazu kamen frische Säfte, die bei den Temperaturen besonders willkommen waren.


Fazit nach zwei Tagen Dakar


Dakar hat uns deutlich besser gefallen als erwartet.


Die Stadt ist sicherlich nicht klassisch schön.


Sie ist laut, chaotisch und teilweise anstrengend.


Aber genau das macht ihren Reiz aus.


Dazu kommen unglaublich freundliche Menschen, ausgezeichnetes Essen und ein spannender Einblick in eine Region, die viele Europäer kaum kennen.


Und während wir am Abend wieder auf das Meer blickten freuten wir uns schon auf morgen: Safari und „Pink Lake“.


Fortsetzung folgt …
 

Andycisa

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Teil 5 – Safari, Mangroven und der legendäre Pink Lake


Eigentlich konnten wir kaum glauben, dass bereits unser letzter voller Tag im Senegal angebrochen war.


Für diesen Tag hatten wir uns noch einmal etwas Besonderes vorgenommen: einen privaten Ausflug ins Landesinnere mit eigenem Guide.


Und für meine bessere Hälfte stand dabei ein absolutes Pflichtprogramm auf dem Plan.


Denn wenn man zum ersten Mal nach Afrika reist, dann gehört eine Safari einfach dazu.


Auf Safari im Bandia Reservat


Etwa eine Stunde von Dakar entfernt liegt das Bandia Wildlife Reserve.


Schon die Fahrt dorthin war spannend, denn je weiter wir die Hauptstadt hinter uns ließen, desto ländlicher wurde die Umgebung.


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Plötzlich teilten sich moderne Autos die Straßen mit Pferdewagen, kleinen Märkten und Obstständen.


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Afrika wie aus dem Bilderbuch.


Im Reservat angekommen wartete bereits unser Guide auf uns und schon wenige Minuten später ging es los.


Das Besondere dabei: Während die meisten anderen Fahrzeuge voll besetzt mit Touristen unterwegs waren, hatten wir unseren Wagen komplett für uns allein.


Dadurch konnten wir überall dort anhalten, wo wir wollten, und uns deutlich mehr Zeit für die Tiere nehmen.


Ganz nah dran


Und Tiere gab es reichlich.


Schon kurz nach dem Start begegneten wir den ersten Antilopen und Gnus.


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Dazu kamen Zebras, Hyänen und zahlreiche weitere Wildtiere.


Das absolute Highlight waren jedoch die beiden weißen Nashörner.


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Nur wenige Meter entfernt kreuzte eines der beeindruckenden Tiere unseren Weg.


Allein dafür hätte sich der Ausflug bereits gelohnt.


Fast noch spektakulärer waren allerdings die Begegnungen mit den Giraffen.


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Diese eleganten Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, war ein ganz besonderer Moment.


Ohne Zeitdruck und ohne Menschenmassen konnten wir die Tiere in aller Ruhe beobachten und fotografieren.


Genau so hatten wir uns eine Safari vorgestellt.


Krokodile inklusive


Als wäre das noch nicht genug gewesen, führte uns die Route später auch an einem Wasserloch vorbei.


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Dort lagen zahlreiche Krokodile in der Sonne und warteten scheinbar geduldig auf ihre nächste Mahlzeit.


Die Mischung aus Savanne, Baobab-Bäumen und unterschiedlichsten Tierarten machte Bandia zu einer perfekten Safari für alle, die nur wenig Zeit haben und trotzdem einen Eindruck von Afrikas Tierwelt bekommen möchten.


Auf zum Pink Lake


Nach der Safari ging es weiter zum berühmten Pink Lake.


Zumindest zu dem, was von seinem Namen übrig geblieben ist.


Denn ehrlich gesagt:


So richtig pink war der See nicht mehr.


Trotzdem ist die Lagune weiterhin ein beeindruckender Ort und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Senegal.


Die eigentliche Überraschung wartete jedoch erst danach.


Mit dem Boot durch die Mangroven


Gemeinsam mit einem lokalen Bootsführer machten wir uns auf den Weg durch die Mangroven.


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Zwischen den dicht bewachsenen Wasserwegen fühlte man sich plötzlich wie in einer völlig anderen Welt.


Nur wenige Kilometer von staubigen Straßen entfernt glitten wir durch grüne Tunnel aus Mangrovenwäldern.


Ruhig, friedlich und wunderschön.


Unterwegs begegneten wir unzähligen Vögeln und erfuhren viel über die Bedeutung dieses Ökosystems für die Region.


Mittagessen mit Aussicht


Natürlich durfte auch diesmal das kulinarische Programm nicht fehlen.


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Direkt am Wasser gab es frischen Fisch, Reis und lokale Beilagen.


Einfach, authentisch und unglaublich lecker.


Genau die Art von Essen, die man auf Reisen am liebsten entdeckt.


Die Rückfahrt – Abenteuer inklusive


Fast genauso spannend wie die Safari selbst war anschließend die Rückfahrt.


Durch kleine Dörfer, vorbei an Märkten, Pferdewagen, bunt bemalten Fischerbooten und dem ganz normalen Alltagsleben des Senegal.


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Immer wieder mussten wir schmunzeln, wenn wir die kreativen Namen der Boote oder die improvisierten Transportmittel entlang der Straßen sahen.


Es waren genau diese Momente, die für uns den besonderen Reiz des Landes ausmachten.


Nicht die großen Sehenswürdigkeiten.


Sondern das echte Leben dazwischen.


Fazit unseres letzten Tages


Dieser Ausflug war der perfekte Abschluss unserer Reise.

Vor allem die private Führung machte den Unterschied. Wir konnten unseren Tag komplett flexibel gestalten, spontan anhalten und hatten nie das Gefühl, durch ein festes Touristenprogramm geschleust zu werden.


Als wir am Abend zurück im Hotel ankamen, konnten wir kaum glauben, dass am nächsten Morgen bereits der Rückflug anstand.


Vier Tage zuvor waren wir mit einer gewissen Portion Unsicherheit nach Westafrika aufgebrochen.


Nun saßen wir dort und fragten uns eher, warum wir nicht schon früher gekommen waren.


Fortsetzung folgt – mit dem Rückflug und unserem Fazit zum Senegal.
 

Andycisa

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Teil 6 – Rückreise: Willkommen im Chaos


Der letzte Teil unserer Reise ist eigentlich schnell erzählt – und war leider das komplette Gegenteil der nahezu perfekten Hinreise.


Schon der Tag begann mit einer kleinen Überraschung: Unser vorab bestelltes Taxi erschien schlichtweg nicht. Zum Glück konnte das Hotel kurzfristig noch einen Transfer organisieren, sodass wir es trotzdem rechtzeitig zum Flughafen schafften.


Abschied von Dakar – mit viel Geduld


Am Flughafen in Dakar erwartete uns dann genau das, was man auf einer Rückreise nach einem perfekten Urlaub am wenigsten gebrauchen kann: Chaos.


Die Terminals waren voll, die Abläufe wirkten wenig strukturiert und gefühlt mussten wir unseren Reisepass an jeder zweiten Ecke erneut vorzeigen.


Einen HON-Service oder eine Priority Lane sucht man hier vergeblich – allerdings muss man fairerweise sagen, dass weder Lufthansa noch ITA Airways dafür etwas können.


Auch die Lounge hinterließ leider keinen besonders guten Eindruck.

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Voll, laut und kulinarisch eher überschaubar.

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Für einen kurzen Snack hat es gereicht, mehr aber auch nicht.


Ein holpriger Start in die Nacht


Das Boarding verlief ähnlich chaotisch wie der Rest des Abends.


Nach dem Einsteigen folgte die nächste Überraschung: Weder eine persönliche Begrüßung noch ein Welcome Drink – selbst in der Business Class Fehlanzeige.


Nach einem endlosen Boarding starteten wir schließlich weit nach Mitternacht Richtung Rom.


Leider wurde der Flug selbst nicht besser.


Kaum waren wir in der Luft, schien die Crew ihren Dienstmodus weitgehend eingestellt zu haben. Direkt vor meinem Sitz 1A entwickelte sich über längere Zeit eine lautstarke Unterhaltung zwischen mehreren Flugbegleiterinnen – zeitweise sogar gemeinsam mit einem der Piloten, der offensichtlich gerade andere Prioritäten hatte als das Cockpit.


An Schlaf war unter diesen Bedingungen kaum zu denken.


Da auch ein nennenswerter Service praktisch nicht stattfand, zogen sich die sechs Stunden Flugzeit erstaunlich in die Länge.


Umsteigen in Rom – ein Sprint statt Loungebesuch


In Rom ging das Abenteuer nahtlos weiter.


Obwohl unser Flugzeug anschließend nach Paris weiterflog und direkt an einem Schengen-Gate parkte, wurden alle Transitpassagiere zunächst in einen Bus geleitet.


Und zwar so lange, bis wirklich jeder freie Zentimeter gefüllt war.


Erst dann ging es zum internationalen Terminal.


Dort angekommen erwartete uns die nächste Herausforderung: eine lange Schlange an der Sicherheitskontrolle – bei gerade einmal noch 20 Minuten bis zum Boarding unseres Anschlussfluges nach Zürich.


In diesem Moment blieb uns ehrlich gesagt nichts anderes übrig, als uns mit etwas Charme und einem entschlossenen Auftreten nach vorne durchzuschlagen.


An einen Besuch in der Lounge oder gar eine dringend benötigte Dusche war ohnehin nicht mehr zu denken.


Noch einmal Busfahren


Kaum am Gate angekommen, folgte das nächste Déjà-vu:


Wieder ein völlig überfüllter Bus.


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Diesmal ging es zu unserem ITA-Airways-Flug nach Zürich.


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Auch hier wirkte die Crew ähnlich unmotiviert wie bereits auf dem Nachtflug zuvor. Immerhin gab es auf dem kurzen Flug nach Zürich ein Frühstück – allerdings blieb auch dieses eher hinter unseren Erwartungen zurück.


Unser Fazit


Trotz aller Schwierigkeiten auf dem Rückweg bleibt vor allem eines in Erinnerung:


Der Senegal hat uns überrascht.


Mit seiner Herzlichkeit, seiner Vielfalt und den vielen besonderen Erlebnissen.


Von den Straßen Dakars über die Insel Gorée, die Safari im Bandia-Reservat bis hin zu den Mangroven und dem Lac Rose – jeder Tag hatte seine ganz eigenen Höhepunkte.


War alles perfekt?


Definitiv nicht.


Würden wir die Reise noch einmal genauso machen?


Wahrscheinlich eher nicht.


War es die Reise wert?


Absolut.


Denn genau diese Mischung aus unerwarteten Herausforderungen, spannenden Begegnungen und unvergesslichen Momenten macht das Reisen am Ende aus.


Und manchmal sind es gerade die kleinen Abenteuer, über die man später am liebsten erzählt.