Upgrade am Gate in MUC: Möglichkeiten der Agents?

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Münsterländer

Erfahrenes Mitglied
16.12.2018
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MUC / FMO

Travel4Fun

Erfahrenes Mitglied
15.04.2020
1.848
2.571
Doch das sollte schon gehen meines Wissens nach.
...
Woher stammt dein Wissen? Ein Supervisor kann natürlich vieles, das ist für mich aber nicht der normale CKI-Agent. Und das System protokolliert das alles und derjenige, der da das System übersteuert, muss sich ggf. rechtfertigen (und damit meine ich nicht den ggü. PAX), warum er das gemacht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

787flyer

Erfahrenes Mitglied
22.03.2022
531
2.005
Woher stammt dein Wissen? Ein Supervisor kann natürlich vieles, das ist für mich aber nicht der normale CKI-Agent. Und das System protokolliert das alles und derjenige, der da das System übersteuert, muss sich ggf. rechtfertigen (und damit meibe ich nicht den ggü. PAX), warum er das gemacht hat.
Hast PN
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
868
1.619
Wie läuft sowas dann eigentlich technisch? - Haben die lokalen Systeme dann irgendnen Interface zu Altea? - Machen die das einfach bei sich lokal im DCS und Altea bekommt, wenn überhaupt, ne Quittung darüber was die Station lokal getrieben hat?

Eigentlich relativ simpel, aus dem Inventar (bei LH ist das Amadeus Inventory) wird eine s.g. PNL (=Passenger Name List, s.u.) erstellt, für die es ein IATA Standardformat gibt. Diese wird per SITA an das DCS (in dem Fall NIKO) verschickt. Wenn der Flug abgeflogen ist meldet das DCS dann wieder per SITA zurück wer geflogen ist und anschliessend werden wiederum im Inventar die Ticketcoupons verarbeitet.

Der Flug ist aber in Altéa DCS zu keinem Zeitpunkt sichtbar.


PNL
LH400/18JUN FRA
-.DOE/JOHNMR.HK1.Y
.SSR/VGML/LH
-.SMITH/ANNAMS.HK1.C.012A
.SSR/WCHR/LH
-.MUELLER/MAXMR.HK1.Y ENDPNL
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.449
2.387
Bayern & Tirol
Woher stammt dein Wissen? Ein Supervisor kann natürlich vieles, das ist für mich aber nicht der normale CKI-Agent. Und das System protokolliert das alles und derjenige, der da das System übersteuert, muss sich ggf. rechtfertigen (und damit meine ich nicht den ggü. PAX), warum er das gemacht hat.
Natürlich sind die guten alten Zeiten vorbei. Die neuen IT Systeme sollten für mehr Transparenz und Gerechtigkeit sorgen.
 
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jaykayham

Erfahrenes Mitglied
14.08.2012
2.623
1.969
Es gilt die vom System vorgegebene Liste. Abweichungen werden geahndet. Dieser Fall dürfte ziemlich sicher LH sein: https://www.betriebsrat.de/rechtspr...erechtigten-upgrade-von-fluegen-fuer-bekannte
Nein, absoluter Blödsinn... Ja, es gibt eine vom System vorgegebene List; häufig ist aber diese Liste völliger Schwachsinn. Da bekommen schon einmal die Kinder ein Upgrade und die Eltern nicht. Oder ein SEN bekommt den letzten Platz in C und sein Kind bleibt in Y. Da ist es natürlich notwendig. und jeder gute Gate Agent macht das, manuell einzugreifen.
 
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tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.449
2.387
Bayern & Tirol
Eigentlich relativ simpel, aus dem Inventar (bei LH ist das Amadeus Inventory) wird eine s.g. PNL (=Passenger Name List, s.u.) erstellt, für die es ein IATA Standardformat gibt. Diese wird per SITA an das DCS (in dem Fall NIKO) verschickt. Wenn der Flug abgeflogen ist meldet das DCS dann wieder per SITA zurück wer geflogen ist und anschliessend werden wiederum im Inventar die Ticketcoupons verarbeitet.

Der Flug ist aber in Altéa DCS zu keinem Zeitpunkt sichtbar.


PNL
LH400/18JUN FRA
-.DOE/JOHNMR.HK1.Y
.SSR/VGML/LH
-.SMITH/ANNAMS.HK1.C.012A
.SSR/WCHR/LH
-.MUELLER/MAXMR.HK1.Y ENDPNL

Jepp, im Prinzip kann man das auch mit Ausdrucken und manuellen Bordkarten (auch den lustigen Sitz-Aufklebern) machen.
Oder mit iPads (wie mal in BER vor nicht allzu langer Zeit).
 
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vapianojunkie

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15.01.2014
1.213
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MUC
Es gilt die vom System vorgegebene Liste. Abweichungen werden geahndet. Dieser Fall dürfte ziemlich sicher LH sein: https://www.betriebsrat.de/rechtspr...erechtigten-upgrade-von-fluegen-fuer-bekannte
Hier das Urteil gegen die "L. Group": https://openjur.de/u/2547068.html

Laut Urteil geht es um vier Upgrades von Eco nach Business auf der Strecke München <-> Dubai und wenn man die Urteilsbegründung liest, wird (im Gegensatz zu dem verlinkten Artikel) auch klar, warum die Kündigung in diesem konkreten Fall nicht durchging:
Die Mandantin weist im Übrigen darauf hin, dass sie zu keiner Zeit eigenmächtig gehandelt hatte, sondern ihr Vorgehen nach Rücksprache mit ihrer PSC Frau S., jeweils legitimiert hatte. [...] Die Upgrades für die Familie Y. und Herrn Ü. erfolgten in dem aufrichtigen Glauben, im Sinne der Kundenzufriedenheit und mit der Autorisierung einer PSC zu handeln. Die Familie hatte ein Jahr voller unfassbaren Leids hinter sich, das von einem tiefgreifenden Schicksalsschlag geprägt war. [...] Als die Mandantin davon erfuhr, dass die Familie eine Reise plante, war sie tief berührt von deren Schicksal und dem unermesslichen Schmerz, den die Familie er- und durchlitten hatte. Sie verspürte daher ein starkes Bedürfnis, ihr in dieser schweren Zeit wenigstens ein kleines Zeichen der Unterstützung und des Trostes zukommen zu lassen. Sie wollte der Familie zeigen, dass sie nicht allein war und dass es Menschen gab, die mitfühlten konnten und helfen wollten. Daher wandte sie sich an ihre Vorgesetzte, PSC Frau S.. Sie schilderte ihr die verzweifelte Lage der Familie und fragte dabei nur danach, ob L. in solchen Fällen für Kunden die Möglichkeit habe, die Leistung angenehmer zu gestalten. Frau S. hörte aufmerksam zu und zeigte großes Mitgefühl für die Situation der Familie. Um sicherzustellen, dass alles rechtmäßig und im Einklang mit den Unternehmensrichtlinien ablief, bat Frau S. um die Vorlage der Sterbeurkunde. Nachdem sie diese geprüft und sich von der Authentizität der traurigen Geschichte der Familie überzeugt hatte, bestätigte sie der Mandantin, dass in einem derart außergewöhnlichen Fall durchaus Upgrades möglich seien und in Betracht kämen. Sie erklärte, dass es sich um eine Ausnahmeregelung handele, die unter die so genannte "Impress "Regelung" falle. Die wiederum ermögliche es, in besonderen Situationen außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, um Kunden zu unterstützen.

Gleichzeitig wird aus der Urteilsbegründung auch klar, dass im System wohl auch für "einfache" MA viel geht, selbiges aber auffällt (die Upgrades für die Rückflüge wurden vom Stationsmitarbeiter in Dubai alle storniert). Ohne die Abstimmung mit der Vorgesetzten (der scheinbar auch gekündigt wurde), wäre die Kündigung vermutlich wirksam gewesen.
 

tyrolean

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18.03.2009
6.449
2.387
Bayern & Tirol
Nein, das funktioniert im der aktuellen Zeit nicht mehr. Fast jedes Land verlangt API Daten vor Landung des Fluges und das lässt sich über manuelle Prozess nicht mehr abbilden. Und das selbst im Schengen-Raum.

Schon klar, ist auch schon sehr lange her, als ich das letzte mal Bordkarten mit Stickern hatte. Da wurde ich noch gefragt ob ich Raucher oder Nichtraucher fliegen will.
 
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Münsterländer

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16.12.2018
10.077
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MUC / FMO
Nein, absoluter Blödsinn... Ja, es gibt eine vom System vorgegebene List; häufig ist aber diese Liste völliger Schwachsinn. Da bekommen schon einmal die Kinder ein Upgrade und die Eltern nicht. Oder ein SEN bekommt den letzten Platz in C und sein Kind bleibt in Y. Da ist es natürlich notwendig. und jeder gute Gate Agent macht das, manuell einzugreifen.
Beim bearbeiten gibt es aber entscheidende Unterschiede. Auch beim bearbeiten fällt es auf, wenn plötzlich irgendjemand ein Upgrade bekommt und nicht einer der Alleinreisenden SEN/HON.
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.663
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Am Ende ist es doch egal was der Gate Agent macht. Wenn der Flieger (vorne) nicht voll ist, wird dies für F&F an Bord auf dem kurzen Dienstweg geregelt.
Wenn ich das Konzept von Altea richtig verstehe, sollte dies mehr oder weniger automagisch geschehen. - Aber keine Ahnung ob man das irgendwie stoppen könnte.

Mir ist zumindest noch nie aufgefallen, dass der Gate Agent mit Bordkarten in den Flieger kommt um Menschen nach dem Boarding zu upgraden (wie es z.B. bei United der Fall ist).
 

vapianojunkie

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15.01.2014
1.213
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MUC
Wenn ich das Konzept von Altea richtig verstehe, sollte dies mehr oder weniger automagisch geschehen. - Aber keine Ahnung ob man das irgendwie stoppen könnte.

Mir ist zumindest noch nie aufgefallen, dass der Gate Agent mit Bordkarten in den Flieger kommt um Menschen nach dem Boarding zu upgraden (wie es z.B. bei United der Fall ist).
Er wird die Crew meinen, die F&F natürlich in der Maschine immer ohne "Spuren" einfach umsetzen kann, wenn vorn Plätze frei sind und alle die Klappe halten.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.449
2.387
Bayern & Tirol
Echt lustig, was hier für Fantasien grassieren, wie PADs regulär behandelt werden :ROFLMAO:

Und privat sind die MA-Tickets dank des geldwerten Vorteils auch nicht mehr so Spannend. Die Lufthanseaten die ich kenne buchen öfters mal auch gerne mal normale Revenue Tickets weil sich die IDs kaum noch lohnen. Dazu gehört, dass die Flüge gegenwärtig sehr gut gebucht sind und man als ID als erstes wieder abgeladen wird. Mit Glück sitzt Du dann auf dem Jumpseat. In Kurzform: Früher war mehr Lametta.
 

Loungepotato

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02.12.2016
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Das ist ein wesentliches Merkmal der meisten ID-Tickets und war eigentlich schon immer so - also trivia.
Hat sich aber mit den besseren Sitzladefaktoren heute etwas zu Ungunsten er IDs verschlechtert, das kann man schon so sagen und wird mir zumindest von IDlern berichtet (die mich teilweise seit mehreren Jahrzehnten begleiten). Wie viel davon "früher war alles besser" ist, ist natürlich nicht ganz objektiv zu beurteilen und unterscheidet sich sicher auch von Fall zu Fall.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.449
2.387
Bayern & Tirol
Hat sich aber mit den besseren Sitzladefaktoren heute etwas zu Ungunsten er IDs verschlechtert, das kann man schon so sagen und wird mir zumindest von IDlern berichtet (die mich teilweise seit mehreren Jahrzehnten begleiten). Wie viel davon "früher war alles besser" ist, ist natürlich nicht ganz objektiv zu beurteilen und unterscheidet sich sicher auch von Fall zu Fall.
Die Reise nach Jerusalem wird heute viel schneller und mit weniger Sitzen gespielt. Das Risiko keinen Platz zu bekommen, wenn die Musik aus ist, ist deutlich gestiegen.
Und dass man als ID abgeladen werden kann mag in der Branche bekannt sein, beim Kunden oder beim Finanzamt ist das Wissen noch nicht so schnell durchgedrungen.
 
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