Welche neuen Flugzeugtypen erwarten uns demnächst?

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Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Ja, das ist die Krux beim Wasserstoff. Ein Minimalleck durch das ein Kohlenwasserstoff-Molekül nicht durchpasst ist für ein Wasserstoffmolekül kein Hinderniss... Nur Helium ist schlimmer (und wird deshalb ja zur Dichteprüfung verwendet). Leckraten von Wasserstoffsystemen sind eine echte Herausforderung, aber managebar. Kostet halt Geld.
Die Probleme kryogener Systeme sind nochmal signifikant größer.
 

MANAL

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29.05.2010
15.631
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Dahoam
Ein Minimalleck an einem Wasserstofftank ist sicher ärgerlich weil man weniger Brennstoff hat, sollte aber für die Sicherheit unerheblich sein, da diese Mengen sicher nicht für eine Explosion reichen.
 
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01.06.2018
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Vor allem nicht, weil sich Wasserstoff nicht so ansammelt wie leckendes Kerosin, sich schnell nach oben weg verdünnt. Es ist einfacher ein Compartment zu belüften, als es zu entwässern.
Die Anzahl minimaler Leckstellen in so einem System addiert sich schnell zu einer beachtlichen Leckrate. Das ist auch für Wasserstoffpipelines ein echtes Problem.
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Schwer vorzustellen, dass sich für so eine Hightech-APU alle weltweit schnell mal eine neue Wasserstoff-Tankinfrastruktur aufbauen?
 

mbraun

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09.07.2011
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Schwer vorzustellen, dass sich für so eine Hightech-APU alle weltweit schnell mal eine neue Wasserstoff-Tankinfrastruktur aufbauen?
Die Frage wäre, ob Du das jeden Flug neu betanken musst (wg. Ausgasung), was ich nicht glaube, oder Du einfach eine Flasche Wasserstoff für Notfälle an den Flughafen stellst (übertrieben gesagt). Ansonsten kostet nen kleiner Elektrolyseur jetzt auch nicht die Welt.
 

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01.06.2018
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Schwer vorzustellen, dass sich für so eine Hightech-APU alle weltweit schnell mal eine neue Wasserstoff-Tankinfrastruktur aufbauen?
Der Flughafen München hat seit seiner Eröffnung eine Wasserstofftankstelle...
Am 05. Mai 1999 war die weltweit erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle am Airport eröffnet worden.
Hielt man vor fast 35 Jahren für die Technologie der nahen Zukunft, so haben sich die Zeiten geändert ;)

Dass mit einem neuen Flugzeugtyp auch neues GSE angeschafft wird, ist nicht unüblich.

Die Frage wäre, ob Du das jeden Flug neu betanken musst (wg. Ausgasung),
Das würde bei einem Hochdrucksystem ja entfallen, nur kryogene Systeme gasen aus.
 

freddie.frobisher

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23.04.2016
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Absolute Laienfrage: Welche Vorteile soll eine Wasserstoff-APU haben? Außer ein Bisschen Greenwashing, weil Wasserstoff CO2-neutral auf dem Wasserstoffbaum wächst. Ich bilde mir folgendes ein:
  1. Ein Tank ist immer leichter und effizienter als zwei Tanks. Der zusätzliche Wasserstofftank bringt Gewicht und Wartungsaufwand.
  2. Wasserstoff ist schwieriger zu speichern als Kerosin, damit ist der zweite Tank gleich noch ineffizienter.
  3. Kerosin und Wasserstoff sind Gefahrstoffe, die wenig Gemeinsamkeiten aufweisen. Im Unglücksfall macht das Bergungsversuche komplizierter.
  4. Eine Kerosin-APU kann beinahe unendlich lange laufen, Kerosin ist ja genug am Bord. Für die Wasserstoff-APU sind nur begrenzte Ressourcen verfügbar, wenn der Wasserstofftank leer ist, wird es dunkel.
 

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01.06.2018
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Absolute Laienfrage: Welche Vorteile soll eine Wasserstoff-APU haben?
  • Kein Lärm (an vielen Flughäfen ist die Laufzeit streng beschränkt)
  • APUs sind chronisch unzuverlässig, weil sie ständig gestartet und abgeschaltet werden. Ein System ohne bewegliche Teile sollte deutlich zuverlässiger sein
  • Gewichtsersparnis
  • mehr Flexibilität bei der Einbauposition
  • besserer Wirkungsgrad
Gilt aber noch mehr für eine Kerosin-Brennstoffzelle, weshalb auch daran gearbeitet wurde. Prototypen liefen bereits, im Prinzip kannst du jeden chemischen Energieträger an Membranen oxidieren, mit Wasserstoff geht es halt am besten und wir haben die Technologie seit > 50 Jahren (Die Brennstoffzelle hat uns zum Mond gebracht).
 

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01.06.2018
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Der Platz für die Elektromotoren wird aber schon von den Bremsen gebraucht...
Und am Ende tut es den Triebwerken gut, erstmal beim Rollen warmzulaufen, bevor volle Leistung abverlangt wird.

Die nächste Generation Flugzeug wird ziemlich sicher voll auf Elektrische Systeme setzen, Pneumatik und Hydraulik sind antiquierte und nicht sehr zuverlässige Technologie. (OK, Hydraulik ist vom Output her zuverlässig, leckt aber chronisch und richtet damit viel Schaden an)
Eine klassische APU ist nicht die perfekte Quelle für elektrische Energie.
 
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alex42

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02.04.2012
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MUC
Elektrisches Rollen ist noch ein Vorteil. Ginge letztlich aber auch mit Düsen-APU.
(Erfolglose) Versuche in die Richtung gibt es ja schon lange: Bereits 2011 hatte das DLR auf der ILA einen Forschungsflieger mit elektrischem Bugrad und Brennstoffzelle im Frachtraum präsentiert. Da wurde aber nie etwas daraus.

Und 2013 demonstrierten Safran und Honeywell bei der Paris Air Show in Le Bourget intensiv ihr e-Taxi-System an einem A320, der seine Runden übers Vorfeld drehte (der Strom kam von der APU). Auch daraus wurde nichts, nachdem Airbus zwar zunächst Interesse signalisiert hatte, sich dann aber zurückzog.

Von den Herstellern/Airlines hört man: Das zusätzliche Gewicht solcher System macht etwaige Einsparungen/Vorteile beim Rollen bzw. Pushback durch höheren Verbrauch während des Flugs zunichte, insbesondere auf längeren Strecken. Ohne regulatorischen Druck (Lärmschutz) dürfte das somit nichts werden.
 

MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
Heute hat man Taxibots, die einen schleppen. Gibt es auch mit Akku.
Werden solche Systeme irgendwo schon genutzt? Wäre am Ende auch eine sinnvolle Möglichkeit wenn man Roboter hat die vom Piloten gesteuert werden können wenn man sie braucht. Die Hardware bleibt am Boden und muss nicht mitgeschleppt werden. Das Problem ist halt, dass dann die Verantwortung und Kosten von der Airline auf den Airport übergehen. Sowas würde halt an einem großen Drehkreuz am meisten Effekt machen, z.B. wenn sich LH sowas für MUC oder FRA anschafft.
 
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01.06.2018
14.325
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beim Rollen bzw. Pushback
Da scheiden sich Spreu vom Weizen...
Elektrisch Rollen ist vergleichsweise problemlos.
Beim elektrischen Pushback brauchst du auf alle Fälle einen menschlichen Signaller/Wingwalker, da du ja als Pilot nicht siehst wo es hin geht, und es folglich nicht autonom machen kannst. Ausserdem kannst du beim rückwärts rollen nicht einfach heftig bremsen, ohne einen Tailstrike zu riskieren.

Von daher ist elektrischer Pushback noch weit von der Realität entfernt.
 

Volume

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01.06.2018
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Sogar von autonomem Rollen oder Pushen.
Elektrische pushback-Trucks sind ja eher noch schwerer als mit Diesel, von daher kein Problem.