Wir alle wissen:
FR wird einen, wenn überhaupt, am nächsten Tag befördern (mit ihrer eigenen Maschine).
Wir alle aus Erfahrung wissen, genauso wie LH...
Ach nein, wenn bei denen die eigene Maschine nicht täglich fliegt (z.B. FRA-NGO), befördern sie einen bisweilen wenn überhaupt zwei Tage später.
Ich muss also erst das Luftfahrtunternehmen nach Absatz so und so darüber informieren, dass ich meine Reise fortsetzen möchte?!
Dann muss ich 3h auf einen Alternativvorschlag der Airline abwarten.
Wobei der erste Schritt bisweilen mehr als 3 Stunden dauern kann, wenn sich die Airline dumm stellt...
Das ist quasi der Aufruf dazu, Kontaktwege möglichst schlecht zu gestalten, Bots möglichst nichts verstehen zu lassen, Warteschlangen in Hotlines möglichst lang zu machen und Servicedesks möglich kurz zu besetzen... Anforderungen an Service stellt die Verodnung ja nicht.
Die nächsten 3 Stunden fangen erst an, wenn du mit der Wunschübermittlung erfolgreich warst.
Alternativ kann dir die Airline aber auch einfach spontan ein Angebot machen, dass du nur ablehnen kannst (z.B. dich automatisch auf den Flug 2 Tage später umbuchen), dann haben sie die 3 Stunden Frist formal eingehalten, und du bist verpflichtet ewig zu versuchen, anderweitige Wünsche zu übermitteln, darfst selbst nicht mehr aktiv werden, da dir die Airline ja fristgerecht ein Angebot gemacht hat.
Hoffentlich wird diese Absurdität vom EuGH schnell wieder kassiert
Jein... Eigentlich sollte es nicht der Normalfall sein den man erhoffen sollte, dass Gerichte legislativ tätig werden und praktisch neue Gesetze erschaffen oder Gesetze kassieren.
Hoffentlich lernen Gesetzgeber mal wieder wie man handwerklich gute Gesetze macht, und Gerichte können sie wieder anwenden, statt sie interpretieren/korrigieren/kassieren zu müssen. Denn oft genug verschlimmbessern sie sie nur, oder führen sie ad-absurdum (wie z.B. das EuGH Urteil zu Herabstufungen, die dadurch für Airlines hochattraktiv geworden sind)
Es ist aber weder Zufall noch Unvermögen, dass Gesetze so schlecht sind. Das hat längst System, wenn man sich anguckt wer da immer als "Berater" tätig ist.
Ich denke wir werden als Laien (also als Fluggäste, die natürlich Null Ahnung haben was Fluggäste für Probleme haben

) hier binnen Tagen lauter weitere Absurditäten in der neuen Verordung finden, die den Profis in den letzten 10 Jahren Debatte nicht aufgefallen sind.
Aber auch das hat System, die wirklich Betroffenen werden nie in die Entscheidungsfindung eingebunden, bzw am Ende von ideologischen Koalitionsausschüssen oder ähnlichen Gremien mit last-Minute Änderungen oder "Kompromissen" überstimmt
Am Ende sind die Fluggastrechte für die Kunden eine rechte Tasche / linke Tasche Farce (man zahlt mit seinen Tickets für seine Entschädigungen), und die einzigen die verdienen sind Anwälte und "Fuggastrechtportale". Ehrlichrweise hätte man sie einfach streichen sollen.