- Wir haben einen festen Trigger festgelegt, der uns veranlasst Deutschland zu verlassen. Ich moechte gerne dort bleiben aber unter bestimmten Umstaenden (der Trigger) wuerde sich unsere Meinung hierzu ändern.
- Wir haben den Ort (Land / Stadt / Stadtteil) in den wir ziehen würden aus einer langen Liste von Optionen ausgewählt.
- Wir haben einem lokalen Immigration Lawyer ausgewaehlt und mit ihm den Prozess und die notwendigen Dokumente besprochen, um ein Residency Permit zu bekommen (und ihm einen Retainer gezahlt).
- Wir sind gerade dabei zusammen mit einem lokalen Makler an dem Ort ein Apartment zu kaufen, das sollte bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Wenn Du genauso konkert mit Deinen Plänen bist, dann nehme ich meine Aussagen gerne zurueck und entschuldige mich.
Na also, geht doch. Du hast also einen konkreten Plan für den Fall, dass dein persönlicher Trigger eintritt. Glückwunsch dazu!
Der Unterschied ist offenbar, dass du deine Pläne erst dann für legitim hältst, wenn jemand bereits einen Anwalt bezahlt, eine Wohnung kauft und praktisch mit gepackten Koffern dasteht. Alles davor ist für dich offenbar nur eine große Klappe. Eine ziemlich eigenwillige Definition davon, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen.
Ich habe dir bereits erklärt, dass ich familiäre Verpflichtungen habe und deshalb nicht einfach von heute auf morgen verschwinden werde. Meine Lebensplanung muss ich dir weder offenlegen noch anhand von Anwaltshonoraren, Immobilienkäufen oder Aufenthaltsgenehmigungen beweisen.
Du hast mir unterstellt, ein
Großmaul zu sein, hast dich wiederholt über meine Pläne lustig gemacht und glaubst, meine Zukunft anhand einiger Forenbeiträge beurteilen zu können. Und jetzt soll ich erst einen vergleichbaren Papierstapel vorlegen, damit du deine Aussagen zurücknimmst?
Deine
Entschuldigung brauche ich nicht unter der Bedingung, dass ich dir private Details aus meinem Leben offenlege. Wenn du einsiehst, dass du vorschnell über einen Menschen geurteilt hast, kannst du dich auch einfach dafür entschuldigen.
Und noch etwas: Du hast selbst einen Trigger definiert, der dich zum Wegzug bewegen würde. Das ist völlig legitim. Aber dann solltest du vielleicht
akzeptieren, dass andere Menschen ebenfalls ihre
Gründe,
Zeitpläne und persönlichen
Grenzen haben – auch wenn sie nicht deinem persönlichen Maßstab entsprechen.
Aber hey, es gibt auch hierzulande Promis, die angekündigt haben, Deutschland zu verlassen, sollte die AfD an die Macht kommen. In den USA gab es ähnliche Ankündigungen, als Trump erneut zum Präsidenten gewählt wurde. Sind das jetzt deiner Logik nach auch alles Großmäuler, solange sie nicht sofort ihre Koffer packen und verschwinden?
Man kann sich einen konkreten Plan zurechtlegen, Bedingungen für einen möglichen Wegzug festlegen und trotzdem erst einmal abwarten. Eine Ankündigung ist schließlich keine Verpflichtung, innerhalb einer bestimmten Frist auszuwandern.
Oder gilt dein Maßstab am Ende nur für andere, während deine eigenen Auswanderungspläne selbstverständlich als wohlüberlegt gelten?
Schönen Samstag noch!