Und wie lange bist du im Obi bitte, dass sich das rentiert?(..)
Im Aldi bin ich auch nicht unbedingt länger als 10 Minuten einkaufen
Ja gut, wer bei allem im Leben in <10 Minuten fertig ist, mag das anders sehen.
Wenn man Familie oder Freunde hat und ein paar mehr Dinge in Aldi einkaufen geht, oder im Baumarkt noch mit den Leuten interagieren muss (Berating, Holzzuschnitt, ...), der wird feststellen, dass 15 oder gar 25 Minuten bei 100-150KW irgendwas 100 und 300 km Reichweite in den Akku geladen haben.
Beim Verbrenner tankst Du von "fast leer" in der Regel auf 'ganz voll". Einfach weil der Zeitunterschied, ob Du jetzt 20 Liter reinkippst oder 60 kein wirklicher ist, und wenn Du sowieso zur Tankstelle fährst, wäre es sinnlos, dort mit halbvollen Tank loszufahren.
Das Laden kannst Du sehe oft in den Alltag unterbringen. Du fährst zum Aldi, gehst einkaufen, das Auto ist danach voller als vorher. Du fährst ins Parkhaus, brauchst irgend eine Veranstaltung, das Auto ist danach voller als vorher. Wenn das Auto auf 100% auflädt, dann nicht, weil meine Frau oder ich das bewusst entschieden haben, sondern weil der Parkvorgang (meist natürlich über Nacht) länger gedauert hat.
Ich habe gerade überlegt, aber ich kann mich nicht erinnern wann ich dieses Jahr "bewusst geladen und dabei notgedrungen die Zeit totgeschlagen habe". Und wenn das Laden also in 95% der Fälle nur noch daraus besteht, das Kabel anzuschließen und 250 Meter mehr Fußweg gegenüber den Parkplatz, den man sonst vielleicht genommen hätte, dann stört es mich auch nicht, wenn die ganz wenigen "bewussten" Ladevorgänge länger dauern als es ein Tankvorgang dauern würde. (Zumal man auch diese Zeit sogar noch angenehmer verbringt, und wenn es nur im klimatisierten Auto sitzen und YouTube oder VFT konsumieren ist).
Dass das in vielen Fällen ein Komfortgewinn ist gegenüber dem Verbrenner realisiert man aber erst wenn man es einmal länger gemacht hat (und dann auf einmal ein Zweitfahrzeug oder ein Mietwagen regelmäßig wieder die Tankstelle besuchen möchte).
Das war mir so damals im Vorfeld auch nicht klar. Dann sind wir auf E ungestiegen. 2.5 Jahre / 40.000 km rein elektrisch gefahren. Danach nochmal das gleiche, aber parallel noch 3 Jahre / 30.000 km Diesel. Ich kann mich an keine Fahrt erinnern, wo ich gedacht hab "schade dass ich nicht ..." oder "gut dass ich mit dem Diesel gefahren bin", sondern finde es immer noch schade, dass es diese Fahrzeugkategorie damals nicht geeignet elektronisch gab.
Kannst Du jetzt glauben oder nicht. Ist einfach nur Praxiserfahrung, ohne dass ich irgend einen politischen oder wirtschaftlichen oder ideologischen Grund hätte, hier was schönzureden.