The missing pieces - Nova Scotia und New Brunswick 2026

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shauri

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11.05.2014
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Der lange Weg nach Moncton
Nach einer erholsamen Nacht erwachen wir zum Ende eines wunderbaren Sonnenaufgangs über dem Flughafen von Halifax.

Wir packen unsere Sachen und gehen ins benachbarte Parkhaus unseren Mietwagen abholen. Leider lag mein "Jeep Wrangler"-Bauchgefühl dieses Mal daneben, und wir bekommen einen absolut unerwarteten VW Tiguan. Wir reisen neuerdings also nach Kanada, um ein deutsches Auto zu fahren. Immerhin ist die Ausstattung gut, und er ist trotz der 22.000 km auf der Uhr sehr gepflegt. Noch nicht ahnend, wie das Auto am Ende des Tages aussehen wird, machen wir mal schnell ein Foto auf dem Parkplatz von Tim Hortons für die Daheimgebliebenen. Es wird wohl das einzig saubere Mietwagenfoto sein.

Danach gibt es endlich auch Frühstück.

Außerdem habe ich Glück, und es gibt auch zumindest auch die "Kanada"-Becher aus der neuen Sammel-Serie.
Merchandising. Die Kinder lieben es.

Eine Packung Timbits für unterwegs darf natürlich auch nicht fehlen.
Wir haben uns entschieden, statt des direkten Wegs nach Moncton einmal um die komplette Landzunge zu fahren. Unterwegs habe ich ein paar Strände und Leuchttürme ausgesucht. Anhand der Straßenschilder stellen wir fest, dass wir uns im "Cliffs of Fundy Geopark" befinden. Das war mir bei meinen Recherchen überhaupt nicht aufgefallen. Leider ist das kleine Besucherzentrum auch schon mangels Finanzierung "closed for the season". Dort hätte man uns vielleicht von ein paar erfolglosen Abzweigungen abhalten können, aber irgendwie hat es auch so Spaß gemacht.
Erster "richtiger" Halt ist der Five Islands Provincial Park. Hier haben wir zum ersten Mal Kontakt zu Meer und einem Strand.




Der einzelne Felsen hinten im Bild ist der "Two Hour Rock", den schauen wir uns jetzt noch vom Aussichtspunkt oberhalb an. Man könnte auch noch etwas weiter laufen, aber wir haben noch einiges an Fahrstrecke vor uns.

Der Blick über "Minas Basin" gefällt uns jedenfalls, insbesondere bei dem Traumwetter (das laut Vorhersage allerdings leider morgen nicht so bleiben soll).





Die nächsten beiden Stops sind leider nicht mehr zugänglich, dafür beschert uns die erfolglose Anfahrt ein bisschen rote Schotterpisten Fahren. Nehme ich immer gern mit.

Die Aussichten sind trotzdem ganz nett.



Die roten Staubwolken hinter uns verheißen nichts gutes für die Sauberkeit unseres Autos. Jetzt fahren wir lange Zeit auf Nebenstrecken um das Minas Basin, Fotos haben wir keine gemacht, obwohl es zum Teil schon sehr buntes Laub gab und auch der Boden immer wieder von herbstlich roten Blaubeerfeldern bedeckt ist. Nächster und letzter Halt ist der Eatonville Day Use Park, wo wir noch einen kleinen Spaziergang machen wollen. Aber erstmal gibt es noch ein paar kurze Stopps mit Meer und Strand.



Dazwischen eine rote Schotterpiste. Ich komme heute voll auf meine Kosten, und der Tiguan macht sich da gar nicht so schlecht und ist inzwischen hintenrum ziemlich rot und staubig.



Auch an diesen schönen Ausblicken mit Strand können wir uns einen kurzen Stopp nicht verkneifen:






 

shauri

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11.05.2014
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Jetzt wird aber noch eine kleine Runde gewandert, auch wenn der Nachmittag weit fortgeschritten ist. Traudel sonnt sich derweil noch ein wenig mit einem kühlen Getränk.

Der zu Beginn etwas steiler bergab führende Schotterweg führt uns bald idyllisch durch Wald und Wiesen zu vier Aussichtspunkten.

Die Pilze hier sind allerdings auch nicht zu verachten.

Das Gestein hier ist vulkanischen Ursprungs und hat beeindruckende Klippen geformt:


Unterhalb des zweiten Aussichtspunkt befand sich in grauer Vorzeit wohl einst ein Hafen, sagt das Schild.

Wir kommen zügig voran, was zum einen an der fortgeschrittenen Uhrzeit, zum anderen an den Stechmücken liegt. Zum Glück sind diese ziemlich groß und langsam, und man kann sie meist erschlagen bevor sie einen stechen. Nur dabei auch noch mit der Kamera zu fotografieren, ist ein wenig ambitioniert.


Wir treffen auf eine kleine aber beeindruckende Schulcht.

Und kurz darauf auf einen sehr phallisch anmutenden Felsen. Er heißt laut Schild "Sea Stack".


Schnell weiter durch die schöne Herbstlandschaft,

bis zum 4. und letzten Aussichtspunkt auf die "Three Sisters". Die Sonne steht relativ ungünstig und ich muss während des Einstellens der Kamera noch Stechmücken von meinen Fingern vertreiben.


Den Rückweg machen wir zügig und ohne Stopps und erreichen gegen 16:30 unser rot bestäubtes Auto.

Nach einem Foto von der abenteuerlichen einspurigen Brücke fahren wir zügig die noch knapp 2,5 Stunden nach Moncton.

Zunächst über rote Pisten, irgendwann über deutlich schlechtere Asphaltstraßen und die letzte Stunde über den Highway zurück in die Zivilisation. Hier haben wir dann auch zum ersten Mal seit heute morgen wieder vernünftigen Handyempfang.



Um 18:30 erreichen wir das "Chateau Moncton" und checken in unser geräumiges Zimmer ein.

Der Ausblick vom Zimmer auf den Fluss ist nicht zu verachten.

Wir machen uns schnell frisch und laufen noch etwa einen Kilometer entlang des "Cocolate Rivers" in die Innenstadt.

Blick zum "Chateau" auf dem Weg zum Abendessen.


Wir kehren im Pump House ein, das uns von unserem Besuch 2018 in bester Erinnerung ist. Es gibt Scotch Ale und IPA

Zwiebelringe in Bierteig, die noch genauso gut sind, wie 2018...

... sowie hervorragendes und reichlich Pulled Pork auf Brioche.

Gefahren sind wir heute in 6 Stunden reiner Fahrzeit 400 km, dazwischen und abends sind wir dazu noch in Summe 10 km gelaufen.
Noch ein bisschen den Blue Jays im Fernsehen zuschauen und dann ins Bett.
 

jaykayham

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14.08.2012
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Wir fliegen dann mit der gelb an der Heckflosse lackierten Boeing 727 Max 8 TF-ICJ mit dem Namen "Kjölur". Diese Hochlandstraße von Nord nach Süd sind wir 2021 schon selbst gefahren, und so freut uns der Name mal wieder sehr.
Wow! Die haben echt noch B727 im Einsatz... :ROFLMAO: Als Hamburger, Glueckwunsch zum Mietwagen!:love:
 
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EDVM96

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02.03.2013
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HAJ
Habe gerade die Roadmap gesehen. Ich schlage euch einen kurzen Zwischenstop in Sackville vor.
Ein Kaff am Trans Canada Highway in New Brunswick, kurz vor Nova Scotia.
Dort gibt es den Waterfowl Park. Mehr oder weniger ein Wetland Boardwalk, jedoch kann man dort bei gutem Wetter ein paar nette Fotos machen:

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1790466963003.png
 

shauri

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11.05.2014
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Hopewell Rocks und zwei "Spaziergänge" an der Bay of Fundy
Zugegebenermaßen gewinne ich in diesem Reisebericht wohl keinen Preis für kreative Titel, aber was soll's.
Ebenfalls nicht sonderlich kreativ ist es, den Tag mit einem Hotelfrühstück zu beginnen. Das ist aber für kanadische Verhältnisse gar nicht mal so übel.

Auch das Wetter ist im Gegensatz zur Vorhersage gar nicht mal so übel. Wir genießen noch kurz die Aussicht von der Terasse auf den sich langsam bei beginnender Flut füllenden "Chocolate River".



Danach folgt zumindest für mich ein absolutes Highlight: Der lang ersehnte Stopp in der vor 8 Jahren hier entdecken Bass Pro Shops Outdoor World.

Der Shop hält genau das, was er verspricht, und verkauft alles, wirklich alles für Outdoor und Jagd. Wenn es sein muss, kann man sich sogar das passende Boot zum Angeln hier mitnehmen.
Der Eingangsbereich strotzt nur so vor ausgestopften Elchen, kein Wunder, dass man draußen keine mehr sieht.

Ab hier muss man seine mitgebrachten Wafen und Bögen einchecken, gut dass ich meinen zu Hause gelassen habe.

Auch ein gigantisches Aquarium darf hier nicht fehlen.

Die Auswahl an Jagdbögen ist beachtlich.

Im nächsten Regalbereich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich wissen wollte, wie viele verschiedene Rotwild-Pheromone, Urinfläschchen und Östrogene es als Lockmittel zu kaufen gibt. Ich verzichte auf den Versuch, so Elche anzulocken.

Letztendlich kaufe ich mir einfach eine Outdoor-Hose, und wir setzen unseren Weg zum Hopewell Rocks Provincial Park fort. An einer Baustellenampel müssen wir eine Weile mit schöner Aussicht warten. Tragisch.

Wir kommen ziemlich pünktlich zur "High Tide" im Park an und entrichten die 21 $ Eintrittsgebühr pro Person. Dafür können wir heute und morgen beliebig oft den Park betreten. Da wir schon vor 8 Jahren bei Ebbe auf dem "Meeresgrund" spazieren waren,

beschränke ich mich heute auf Fotos bei Flut. Diese sind mir nämlich 2018 nicht wirklich gut gelungen. Schauen wir mal, ob es heute besser klappt. An den Diamond Rock kann ich mich nicht erinnern, aber ich fotografiere ihn trotzdem, zusammen mit dem Blick auf die andere Seite der Bucht, wo wir gestern noch unterwegs waren.

Nach und nach klappern wir wieder alle Aussichtspunkte ab. Das Meer ist hier übrigens nicht so dreckig, die Farbe des Wassers kommt von dem hier überall rotbraunen Gestein und Sand, von dem es reichlich mit der Strömung bei Ebbe und Flut mitnimmt.



Wir erreichen die Plattform, von der man bei Ebbe bis auf den Boden hinabsteigen kann. Aktuell kommt man natürlich nur auf Wasserspiegelhöhe. Es ist erfreulich leer im Vergleich zum Sommer 2018. Das Gegenlicht ist allerdings auch dieses Jahr wieder suboptimal.





Die Fotos sind aber definitiv besser als dieses von 2018.

Die Flut ist augenscheinlich ähnlich hoch, die Erosion in den letzten 8 Jahren nicht allzuweit fortgeschritten.

Aber Hauptsache nochmal 21 € pro Person für bessere Fotos gezahlt. Das war es wert.




Wir spazieren noch ein bisschen weiter durch den Park. Nur wenige hundert Meter weiter ist die Küste komplett flach und keine Felsen mehr zu sehen.





Im Besucherzentrum haben wir noch Glück mit einer Elchsichtung, ich mache Fotos für's Familienalbum.



Im Souvenir-Shop finden wir leider auch bei diesem Besuch keine Shirts, die uns gefallen.
 
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shauri

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11.05.2014
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Als nächstes steht eine kleine Wanderung zu den Crooked Creek Falls an. Laut Alltrails moderat, 1,3 km lang mit 77 Höhenmetern Abstieg zum Wasserfall. Klingt einfach, denken wir uns noch, während wir den Blick vom Aussichtspunkt am Parkplatz über den sich langsam bunt färbenden Caledonian Gorge schweifen lassen.

Der Weg soll steil und nicht ganz eindeutig sein, aber nach dem, was wir letztes Jahr in Norwegen so gelaufen sind, kann es nicht so schlimm sein, denken wir uns.
Die 77 Höhenmeter gehen dann doch ziemlich steil auf etwa 300 m Streckenlänge durch den Wald nach unten. Immerhin liegen genug Wurzeln und Steine herum, die man als Stufen benutzen kann. Wir legen also eine Trainingseinheit für die Beine ein. Die Fotos sind immer von unten nach oben fotografiert. Müssen wir ja schließlich nachher auch nochmal hoch.





Die Schlucht mit kleinem Wasserfall im bunten Herbstlaub ist aber wirklich sehenswert.









Auch der grüne Pool unterhalb ist schön. Wir bewundern die Landschaft gebührend, bevor wir uns wieder an den steilen Aufstieg machen.

Dieser fällt uns wie immer leichter als der Abstieg. Am Auto gibt es zuerst mal einen ordentlichen Schluck Wasser und die restlichen Timbits. Zur Entspannung wollen wir noch den 4 km langen und flachen Two Rivers Nature Trail laufen. Inzwischen geht es schon wieder auf Ebbe zu, und man kann auch auf Meereshöhe laufen. Zunächst müssen wir allerdings den Trailhead finden. Nachdem wir zweimal vorbeigefahren sind, entdeckt der Gatte unmittelbar neben einem zum Verkauf stehenden Haus eine kleine Schotterfläche mit einem roten Schild "Parking" genau an der Stelle, an der der Trailhead sein soll. Wir parken das Auto, und tatsächlich geht hier ein idyllischer Weg in den Wald hinein.

Schon bald queren wir einen kleinen Damm mit schöner Aussicht auf das sich zurückziehende Wasser in einer Bucht. Unser Weg soll uns um die gegenüberliegende Halbinsel führen.

Auf der Halbinsel halten wir uns links (der rechte Weg, auf dem der Rundweg zurückführen soll, sieht sehr zugewachsen aus, aber 2-3 km kann man auch immer umdrehen und zurücklaufen, falls der Rundeweg nicht mehr komplett zugänglich ist) und der Weg führt uns zunächst wieder ein Stück durch den Wald bis zur gegenüberliegenden Seite der Halbinsel.



Am Ende des Waldwegs treffen wir auf einen durchaus schönen Strand mit vielen Felsen und viel Ebbe.



Wir folgen den Fußspuren, die dem Weg auf der Karte entsprechen, am Strand entlang.

Teilweise muss man auch durch die Felsen klettern, sonst wäre es ja auch zu einfach. Als Motiv taugen die Felsen noch dazu.







Wir folgen weiter dem Strand und finden es jetzt nicht so tragisch, dass wir dieses Mal hier statt bei den Hopewell Rocks bei Ebbe herumlaufen.



Irgendwann treffen wir auf Treibholz, das den Weg etwas versperrt, sich aber überklettern lässt.

Danach wird der Weg allerdings komplett felsig, und es sieht so aus, als würde er für die restliche Strecke um die Landzunge so bleiben. Das müssen wir uns nun heute nicht mehr unbedingt antun, zumal es inzwischen auch etwas mehr nach Regen aussieht und wir nicht unbedingt auf nassen Felsen rumklettern wollen. Das könnte auch den zugewachsenen Weg am anderen Ende der Runde erklären.

Wir laufen also den selben Weg zurück und wundern uns, wieso mitten im Wald fernab jeder Straße ein verfallener Bus steht. Noch mehr wundern wir uns, dass uns dieser nicht auf dem Hinweg schon aufgefallen ist.

Einen letzte Stopp haben wir noch auf unserer Liste: Wir fahren hoch zum Fundy's Cap Enrage. Der Aussichtspunkt ist zwar geschlossen, aber die Straße und die Ausblicke sind trotzdem toll.



Jetzt sind wir hungrig, und daher machen wir heute einen frühen Abendessens-Stopp im Alma Lobster Shop. Der Gatte gönnt sich einen 2-Pfund Hummer und ich mir eine sehr reichhaltige Seafood Chowder und eine Lobster Roll. Cole Slaw und Süßkartoffelfritten werden geteilt.

Satt und müde fahren wir jetzt noch 30 Minuten zu unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte, ins Amsterdam Inn and Suites in Sussex. Die Lage bietet sich als Ausgangspunkt für ein paar Wanderungen an. Offenbar auch für Jagdausflüge, die Trucks und Geländefahrzeuge vorm Hotel lassen auf solche schließen.

Vor Ankunft ist uns aber noch ein prächtiger Sonnenuntergang während der Fahrt vergönnt.





Nach Ankunft im Zimmer machen wir es uns den restlichen Abend mit Blog Schreiben und Eishockey im Fernsehen gemütlich.
 

SteffenS

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01.04.2011
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Wie schön zu lesen. Ich bin am Samstag aus der Ecke (leider) wieder zurück gekommen. Viel Spaß dort und ich freue mich, einige Dinge schon jetzt wiederzuerkennen.
 
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shauri

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11.05.2014
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Wandern im Fundy-Nationalpark - Mooshorn and Laverty Falls Trail
Wir frühstücken erstmal kräftig, schließlich wollen wir heute wandern. Auch hier ist das im Zimmerpreis inkludierte Hotelfrühstück völlig ok.



Wir wollen zunächst die Kombo aus Moosehorn Trail (Spoiler: ohne Moose und ohne Horn) und Laverty Falls Trail wandern. Es sind etwa 8 km und 260 Höhenmeter. Es wird empfohlen, mit dem Moosehorn Trail zu beginnen, da dieser anspruchsvoller sein soll, und so machen wir das auch.
Wir begegnen sogar relativ zu Beginn des Trails Wildlife im weitesten Sinne: Es scheint ein Hornissennest zu sein, zum Glück sind alle ausgeflogen oder in Winterruhe.

Der Weg führt noch idyllisch und relativ flach durch den Wald.

Am Wegrand bewegt sich etwas: ein Frosch. Noch mehr Wildlife.



Der Weg führt im Vergleich zu gestern geradezu entspannt bergab.

Schon während unseres Abstiegs erreichen wir einen ersten, gar nicht mal so kleinen Wasserfall.



Die Wanderung gefällt uns jetzt schon sehr gut.

Nach zwei Kilometern Abstieg, auf dem man zwar schauen muss, wo man hintritt, der aber kein Vergleich zu dem Steilhang gestern ist,

... erreichen wir das felsige Flussbett mit wunderschönem Herbstlaub.



Der Abstieg wurde als der anstrengenste Teil der Wanderung beschrieben. Jetzt geht es allerdings - teils mit viel Kletterei über Felsen - entlang des Flusses. Auch kleinere Gewässer wollen hier ab und an gequert werden.

Die Farben sind heute wunderbar, der Weg führt hier übrigens über die Felsen zwischen den Herbstfarben.



Man beachte die Wegmarkierungen an den Bäumen, ja wir gehen hier wirklich lang.







Wir nähern uns jetzt dem nächsten kleinen Wasserfall.

Da wir ja sowieso gerade am Klettern sind, können wir da auch noch hinklettern und gucken.







Zwischenzeitlich verlassen wir mal für ein Stückchen die Felsen am Fluss und klettern durch den Wald. Der Weg ist aber immer gut markiert.

Uns gefällt es hier sehr gut, sowohl die Wanderung, als auch der Fluß mit den Felsen und Herbstfarben.


 

shauri

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11.05.2014
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Hier fließt der Fluss durch eine kleine Schlucht, und auch hier ist wieder ein Wasserfall. Wir versuchen, uns zu nähern.



Der Weg macht es spannend und noch einen kleinen Umweg durch den Wald.

Dann erreichen wir endlich den Wasserfall. Ich suche mir eine sichere Position für Fotos.





Der Gatte dokumentiert es.

Unterhalb des Wasserfalls fließt der Fluss friedlich vor sich hin, da sind wir vorhin ja schon entlanggewandert.

Auf einem unserer Abstecher in den Wald kommen wir an sehr grünen Flechten vorbei.

Hier haben wir auch nochmal einen schönen Blick auf den Wasserfall von oben.

Wir zweigen jetzt auf den Trail in Richtung Laverty Falls ab. Es geht flach und einfach entlang des Flusses durch eine Sumpflandschaft. Damit es nicht langweilig wird, ist hier ab und an ziemlich matschig.

Entschädigt werden wir zwischenzeitlich durch buntes Laub.









Der Biber war hier fleißig und hat einen ordentlichen Damm gebaut. Zu Gesicht bekommen wir ihn natürlich nciht.

Der Weg ist weiterhin einfach und entspannt, wenn man nicht gerade über irgendwelche Schlammlöcher navigieren muss.

Das Wasser wird wieder etwas wilder, wir nähern uns den Laverty Falls.



Vorher wird zur Abwechslung mal wieder ein kleiner Bach gequert.

Dann kommen die Laverty Falls in Sicht. Schön, mit den Farben und dem dunklen Gestein.





Auch hier kann man noch ein bisschen näher ran klettern und die Laverty Falls von oben bewundern. Haben wir ja inzwischen Übung drin.



Ich sag Euch mal Hallo aus einem Wasserloch im Fels.



Das war wirklich toll hier am Fluss. Jetzt müssen wir nochmal die 250 Höhenmeter hoch, die wir am Anfang runtergelaufen sind. Dieser Teil des Trails ist aber wesentlich einfacher und steigt einfach flach und stetig an. Man kann hier auch einfach hin und zurück zu den Laverty Falls laufen, was viele Kanadier aller Altersstufen am Sonntag Nachmittag nutzen. Dennoch ist es nicht überfüllt, aber schon mehr los als auf der restlichen Wanderung, wo wir nur noch drei weiteren Paaren begegnet sind.

Zurück am Auto gibt es erstmal ein paar Hände voll Nüsse und Trockenobst sowie ordentlich Wasser. Wir hatten zwar Proviant mit, aber waren bis auf den Konsum je eines Apfels zu sehr mit Klettern beschäftigt.
Hin- und Rückfahrt zum Parkplatz hatten auch wieder Spaßfaktor mit Schotterpiste und buntem Laub.

Vor der nächsten Wanderung fahren wir noch kurz zum Aussichtspunkt mit dem vielsagenden Namen "Belvedere Butland Lookout". Die Aussicht ist nett, ansonsten ist es aufgrund der mal wieder klischeehaft unangenehm lauten Chinesischen Reisegruppe eher ungemütlich. Wir flüchten zur nächsten Wanderung. Diese folgt dann im nächsten Teil.
 

shauri

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Wandern im Fundy-Nationalpark - Caribou Plains
Da unsere nächste Wanderung nur 2,5 km lang und zur Abwechslung mal flach ist, hoffe ich auf Wildlife und bewaffne mich mit dem Teleobjektiv, was vermutlich wie immer jede Chance auf Wildlife-Sichtung zerstört. Aber angeblich gibt es hier, trotz irreführender Namensgebung, Elche. Einer davon ist 1981 im Sumpf ertrunken. Vermutlich war es der letzte.

Schön ist es trotzdem hier, teils sumpfig und teils einfach schön bewaldet.

Buntes Laub gibt es zum Glück auch.

Die Moose-Scene-Investigation (MSI) sagt: "Hier könnte auch Ihr Elch stehen".

Tut er aber nicht, nur eine im Gegenlicht nicht näher definierbare Ente dümpelt im Sumpf, daher gehen wir weiter und suchen nach größerem Wildlife.

Immerhin ist das kleine Wildlife aktiv und zetert uns gern mal von der Seite an. Zur Strafe müssen die Viecher für Fotos herhalten.

Beim Hörnchen Fotografieren entdecke ich durch Zufall einen Specht. Meine Recherchen ergeben, es handelt sich um ein Dawny Woodpecker (Dunenspecht) Weibchen. Dieser kommt nur auf dem nordamerikanischen Kontinent vor, also habe ich zumindest etwas Heimisches und zu Hause nicht vorkommendes vor die Linse bekommen, auch wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.









Danach treffen wir nur noch auf Hörnchen, Hörnchen und Hörnchen. Wenigstens sind die ja auch ganz niedlich und berichtsfüllend. Wer keine Hörnchen mag, kann gern auch weiterscrollen. Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden, fand sie alle putzig.























Zwischenzeitlich dokumentiere ich auch mal den Weg durch Sumpf und Wald mit ein paar Boardwalks. Hatten wir diesen Urlaub noch nicht (Spoiler: Die obligatorischen Treppen folgen dann morgen).

Wir sehen noch einen prächtigen Biberbau. Einen Biber bekäme ich ja auch sehr gern mal vor die Linse. Außerdem hat vor zwei Jahren in Algonquin die Strategie "Ich halte Ausschau nach einem Biber und sehe einen Elch" sehr gut funktioniert. Dieses Mal leider nicht.

Während ich so nach Bibern und Elchen Aussschau halte, läuft mir noch ein Hörnchen quasi in die Linse.

War ihm hinterher aber auch irgendwie ein bisschen unangenehm.

Auf dem Rückweg spiegelt sich das bunte Laub schön im Sumpf.

Ich versuche mich noch an ein paar Libellen, aber außer der roten, die sich direkt vor mir aufs Geländer setzt, sind alle zu schnell.



Dafür schwimmt unter der Brücke noch gemütlich eine hübsche Ente vorbei.

Zufällig entdecken wir hier auch noch einen Biber-Damm. Leider auch hier ohne Biber und ohne Elch.

Nach insgesamt knapp 15 km Fußweg und einigen Höhenmetern wird es jetzt aber auch Zeit für die Rückfahrt und ein Abendessen im "The Mule Bar&Grill". Hier gibt es laut Karte im Netz eine Blooming Onion, die ich schon immer mal essen wollte. Leider ist sie heute aus, genau wie die Biber und Elche im Sumpf. Aber im Gegensatz zu meinen Fotomodellen soll es die Blooming Onion morgen wieder vorrätig geben. Wir sind zum Glück noch einen weiteren Abend hier, und so trösten wir uns mit uns wohlbekanntem "Rickards's Red", Zwiebelringen und Burgern.


 

shauri

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Wandern mit Wasserfällen im Fundy Trail Provincial Park
Heute ist unser zweiter Tag, um Wanderungen hier in der Gegend nachzuholen, die wir 2018 nicht gemacht haben. Eigentlich hatten wir überlegt, eine relativ anspruchsvolle Tageswanderung im Walton Glen Gorge hier im Park zu machen, Aber nicht bei 13 Grad und Regen, wenn alles kalt, klamm und glitschig ist. Bei einem Frühstück bei Tim Hortons planen wir um und entscheiden uns, trotzdem für ein paar kleine Trails in den Park zu fahren.

So kann man gleich einen Muffin für unterwegs mitnehmen und feststellen, dass das hier tatsächlich inzwischen klappt, einen mitgebrachten Thermosbecher mit Kaffee befüllen zu lassen.
Wir warten einen ersten starken Regenschauer shoppend im Gift Shop des Parks ab und informieren uns über unsere geplanten Trails. Diese sollten alle bei schlechtem Wetter zu gehen sein. Wir starten mit dem McLeod Brook Falls Loop, dessen Beginn wir schon 2018 gelaufen sind. Wir kamen allerdings noch nicht zu dem Wasserfall, da die Treppe noch nicht fertig war.
Heute können wir die Treppe in ihrer vollen Länge bewundern und begehen.

Deshalb haben wir jetzt auch statt dieses Versuchs eines Fotos durch die Bäume von 2018

... richtig gute Sicht auf den Wasserfall:

Der Vorteil von schlechtem Wetter: Auch wenn die Filter mal wieder zu Hause geblieben sind, kann man bei dem wenigen Licht heute trotzdem Langzeitbelichtungen machen. Wenn man die Kamera auf einen Stein legt, geht das sogar ohne Stativ, das mal wieder im Hotelzimmer liegt.



Wir wollen anschließend den relativ neuen Verbindungsweg zum Walton Glen Gorge Lookout laufen. Dieser sieht durchaus hübsch aus und ist auch gut zu gehen, hat allerdings 3 kleine Flussquerungen unterwegs.



In der Mitte des unteren Fotos kann man vielleicht ein Seil erahnen. Vielleicht kann man auch erahnen, dass man aufgrund des durch den Regen erhöhten Wasserstand nicht unbedingt überall halbwegs trocken auf Steine treten kann, sondern gute Chancen hat, bis mindestens zum Knöchel im Wasser zu stehen.

Auf Wasser von unten zusätzlich zum Wasser von oben haben wir keine Lust, und daher geht es wieder zurück und die Treppe nach oben.

Nachdem wir die neue Treppe ausreichend gewürdigt haben, gehen wir eben zurück zum Visitor Center und von dort zur Aussichtsplattform auf den Walton Glen Gorge. Dieser sah 2018 so aus:

Gesehen haben wir einen Wasserfall an der gegenüberliegenden Felswand (den haben wir heute tatsächlich nicht gesehen, da er zur Zeit trocken zu sein scheint).

Und einen toten Baum auf einem Felsen. Zumindest sind das die drei Fotos, die ich damals gemacht habe.

Heute sieht es dafür in etwa so aus wie auf dem Werbeplakat. Inklusive der Herbstfarben. Momentan regnet es auch mal nicht.
In der Mitte des Fotos sieht man den gerade nicht vorhandenen Wasserfall.

Im Tal schweben ein paar Wolken.

Am kleinen Wasserfall links zwischen den Bäumen wäre der Abstieg ins Tal für unsere ursprünglich geplante Wanderung gewesen. Vielleicht beim nächsten Besuch.



Kurz reißt der Himmel jetzt sogar mal auf.

Wir schaffen es dann auch trockenen Fußes zurück zum Auto und entledigen uns unserer auf dem Hinweg nassgeregneten Jacken. Zur Belohnung gibt es einen Pumpkin Spice Muffin und einen Applefritter vor Herbstlaub.

Nach dem Mittagssnack machen wir uns - vorbei an ein paar mehr oder minder spektakulären Aussichtspunkten - auf den Weg zu unserer zweiten Wanderung.


 

shauri

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Wir laufen jetzt noch den Long Beach Brook Falls Loop, natürlich ebenfalls mit einem Wasserfall. Irgendwas Lohnendes muss ja bei dem Wetter wenigstens auf dem Trail sein.
Zuerst geht es aber mal kräfitg steil durch den Wald bergauf, gut dass wir Stöcke mitgenommen haben, die Wurzeln hier sind reichlich und glitschig.
Fotos vom Weg habe ich dank des Wetters und dank der Stöcke in meinen Händen keine gemacht, also kommen wir gleich zum wesentlichen: Ein kleiner Flusslauf mit einem Wasserfall, dem wir uns von oben nähern.





Auch hier ist es düster genug für eine Lagzeitbelichtung. Wir fragen uns, warum die Kette dort liegt, sie geht bis zum Fuß des Wasserfalls. Auf dem Foto hat sie jedenfalls was.







Wir folgen einem kleineren Gewässer weiter durch den Wald und erledigen die restliche Wanderung aufgrund des Wetters zügig.

Zum Trocknen gibt es wieder eine kurze Autofahrt und ein paar Aussichtspunkte.

Wir fahren noch kurz zum zweiten Visitor-Center, um Marvin kurz einen Besuch abzusatten. Er stand hier 2018:

Auch wenn er damals schon nicht ganz taufrisch aussah, bin ich sehr traurig, ihn nicht mehr hier vorzufinden. Die MSI eröffnet eine Fallakte und begibt sich zur Zeugenbefragung ins Visitor Center. Hier weiß man glücklicherweise sofort, wo der Vermisste ist und kann den Fall schon aufklären. Marvin wurde neu eingekleidet und wohnt jetzt in einer eigenen Haltebucht an der Haupt-Durchfahrtstraße.
Wir statten ihm einen Besuch ab, ich denke, er hat sich auch gefreut, uns wiederzusehen.

Danach gibt es noch einen Aussichtspunkt:

... und einen Wasserfall. Diesmal ist der Weg nicht weit, führt aber über eine "Hängetreppe", die ähnlich funktioniert wie eine Hängebrücke aber zum Glück weniger wackelig ist zu den Fuller Falls.

Das ist doch nochmal ein schönes Highlight zum Schluss.

Es ist immer noch trüb genug für Langzeitbelichtungen.

Wir stoppen noch kurz am Flower Pot Lookout Trail, aber auf einen 1,3 km langen Weg haben wir bei dem nassen Wetter dann doch keine Lust mehr. Noch dazu pfeift inzwischen ein ziemlich kräftiger Wind, dabei waren die 13 Grad heute schon ohne Wind ziemlich frisch. Außerdem schließt der Park in 45 Minuten, und wir müssten den Trail hin und zurück laufen und noch ein paar Minuten zum Ausgang fahren. Da bliebe sowieso nicht mehr viel Zeit zum Fotografieren, wenn man nicht auf den letzten Drücker rauskommen will. Außerdem sind wir inzwischen auch ziemlich platt.

Ein Foto der Steilküste muss reichen. Den Flowerpot habe ich 2018 ja schon bei schönem Wetter fotografiert.

Beim Vergleichen der beiden Fotos stellt sich mir allerdings die Frage, ob ich den Flowerpot oben nicht auch fotografiert habe. Sieht man mal von der Ebbe auf dem oberen und Flut auf dem unteren Foto ab, sieht der Felsen ziemlich gleich aus, nur dass offenbar keine "Flowers" mehr auf dem Pot wachsen. Ich bin irritiert und gleich doppelt froh, nicht noch weitergelaufen zu sein.
Wir machen uns jetzt doch ein wenig nass und angefröstelt auf den Rückweg. Die Straße Richtung St. Martins hat uns schon 2018 beeindruckt

Man kann in dem Foto auch unschwer erkennen, wie das Wetter zur Zeit ist.

Da wir in New Brunswick sind, muss natürlich auch noch ein Foto einer Hooded Bridge her, für die New Brunswick ja berühmt ist. Der Gatte fotografiert gleich eine zweispurige in St. Martins. Natürlich aus dem Auto. Mit Nasser Windschutzscheibe als Begründung.


Auch die St. Martin Sea Caves ersparen wir uns aufgrund des Wetters und des fortgeschrittenen Tages. Haben wir 2018 ja schon bei Ebbe und Flut sowie besserem Wetter besichtigt.



Heute lassen wir sie also links liegen und fahren direkt weiter nach Sussex. Die Straßen hier machen zumindest Spaß und haben Topographie.

Jetzt rufen aber nur noch eine heiße Dusche und ein Abendessen nach uns. Verdient haben wir beides auf jeden Fall, wir sind trotz des miesen Wetters in Summe knapp 12 km gelaufen, und 250 Höhenmeter haben wir dabei insgesamt auch noch mitgenommen.
Heute gibt es dann auch endlich mal eine Blooming Onion für uns:

Sieht hübsch aus, aber irgendwie mag ich Zwiebelringe lieber, der Teig war hier recht fad. Wir essen das gute Stück dann auch nicht komplett auf, um noch etwas Platz für die Hauptspeisen zu haben. Der Gatte hat Spareribs und ich Fishtacos. Auch wenn zwei gereicht hätten, muss ich zugeben, sie waren so lecker, dass ich alle drei gegesen habe.

Danach werden nur noch die Füße hochgelegt.
 

shauri

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Im Regen nach Woodstock, NB
Es regnet immer noch, aber meine Kopfschmerzen, die mich seit heute Nacht quälen und am Morgen in einer leichten Migräne gipfelten, sprechen für einen nahenden Wetterumschwung. Immerhin verpassen wir bei dem Wetter nichts, wenn wir morgens heute noch langsamer in die Gänge kommen als sonst. Heute kann man einen Regentag auch am ehesten verschmerzen, wir haben hauptsächlich von Sussex nach Woodstock Fahren geplant. Die optionalen Stopps sind nicht wirklich spannend, und so sind weder Migräne noch Regen am heutigen Tag ein allzu großes Problem. Immerhin fühle ich mich pünktlich um 11 Uhr zum Checkout weitgehend wiederhergestellt, und wir fahren im strömenden Regen zunächst Richtung Fredericton. Den ersten Stopp mit einem kleinen Waserfall streichen wir wegen "keine Lust unsere schweren Beine der letzten Tage im strömenden Regen zu bewegen".
Wir nehmen gemütlich die landschaftlich schönere Nebenstraße nach Fredericton und machen noch einen Abstecher zu einer laut meiner Google Maps Streckenrecherche schönen Brücke.



Naja, da haben wir schon spannendere Brücken gesehen, aber immerhin beschert uns der Umweg auch wieder buntes Laub und sogar eine (unfotografierte) Wildlife-Sichtung von drei ausgesprochen prächtigen Rehen in einem Vorgarten.

Kurz darauf sichten wir tatsächlich noch einmal Wildlife, ein Kojote steht in einem Feld neben der Straße. Diesmal ist es auch wirklich einer, nicht wie bei unserer ersten Durchfahrt durch den Fundy Nationalpark, wo sich der Kojote auf den zweiten Blick als Schäferhund entpuppte. Elche bleiben weiterhin aus.

Aufgrund des immernoch nicht wirklich einladenden Wetters entscheiden wir uns für einen Stopp in Fredericton. Vielleicht haben wir irgendwas Nettes bei unserem kurzen Stopp 2018 hier verpasst, wir fanden die Hauptstadt von New Brunswick damals ziemlich langweilig.

Zumindest haben sie hübsche Blumen in einem kleinen Park rumstehen.

Ich brauche jetzt erstmal als Nachwirkung meiner Migräne dringend etwas Salziges zu essen, und wir testen mal das Flatbread von Tim Hortons. Schmeckt lecker, und die Menge an Käse ist ganz nach unserem Geschmack.

Fredericton wird dadurch leider auch nicht spannender. Am Parlament von New Brunswick sind wir damals schon vorbeigelaufen.

Der Gatte möchte noch die Kathedrale anschauen, die wir letztes Mal offenbar verpasst haben. Wir kommen an einem rosa Haus mit einem Kunstladen und hübschem Zebrastreifen mit Ahornblatt vorbei.

Die Kathedrale passt sich unserem Bild des Ortes an, sie ist eher unspektakulär, obwohl jemand sogar extra für uns das Licht eingeschaltet hat.



Wir versuchen erfolglos, so etwas wie eine Geschäftsstraße zum Bummeln zu finden, aber die King- und Queenstreet, die dem am nächsten kommen sollten, geben nicht viel her. Ich fotografiere noch das Rathaus, der Gatte meint, das hätte ich auch schon 2018 fotografiert.

Fredericton hat leider unseren ersten Eindruck von 2018 nochmal bestätigt, einen Besuch kann man sich auch gepflegt sparen, wenn man besseres zu tun hat.
Damit wir wenigstens ein bisschen Natur und Bewegung abbekommen, machen wir noch einen kleinen Spaziergang von vier Kilometern um den Killarney Lake, ein Naherholungsgebiet gleich nördlich von Fredericton. Der ist sehr schön mit gepflegt angelegten Wegen und Herbstfarben. Leider ist das Wetter immer noch sehr grau, wenn auch weitgehend trocken immerhin.



Weil es so schön herbstlich ist, kann man auch mal ein paar Pilze fotografieren.



Immerhin spiegelt sich der Herbstwald hier auch schön im See.



Auf dem Wasser wuseln an einer Stelle Unmengen von Käfern. Keine Ahnung, was das ist, aber irgendwie sieht es gruselig aus.

Widmen wir uns lieber wieder dem Herbstwald.

Apropos gruselig, eine merkwürdige Raupe finden wir auch noch. Wuschelig grün und mit Stacheln. Ich mache ein Foto mit Sicherheitsabstand, man weiß ja nie.

Es handelt sich hierbei um die Raupe der Dagger Moth, deren Haare zwar Hautreizungen auslösen können, die aber ansonsten nicht wirklich gifitg ist.

Schon bitter, wenn die einzige Elchsichtung heute auf einer Mülltonne ist.

Die kleine Runde war heute mal völlig ausreichend, nach den Steilhängen und Felsklettereien der letzten Tage. Wir setzen unsere Fahrt nach Woodstock fort. Der Vorteil des miesen herbstlichen Wetter ist, dass es die Laubfärbung begünstigt, die in den letzten zwei Tagen kräftig zugelegt hat. Die restlichen knapp anderthalb Stunden Strecke geben uns noch Gelegenheit, den reichlich vorhandenen, bunt gefärbten Wald zu genießen.

Wir fahren noch durch viel schöne Landschaft und einige sehr gediegene Wohngebiete in bester Lage am Saint John River. Auch Woodstock macht einen durchaus wohlhabenden und gepflegten Eindruck. Außerdem ist es die älteste Stadt New Brunswicks, wie das Schild am Ortseingang verkündet.
Wir checken jetzt ersmal in das direkt an der Abfahrt des Highways (dennoch ruhig) gelegene Best Western Plus ein.

Wir machen uns kurz frisch und fahren zum Restaurant "The River", das an diesem Dienstag Abend extrem gut und überwiegend von Einheimischen (außer uns treiben sich vermutlich auch nicht viele Touristen hier herum) besucht ist.
Ich bin heute der Fahrer, ich nehme mit einem alkoholfreien Budweiser vorlieb. Der Gatte probiert mal ein Stag's Head Red Ale, das sehr mild für ein rotes ist.

Heute gibt es Fish&Chips für den Gatten (die Süßkartoffelfritten, die genau wie der Ceasar Salad geteilt werden, finden sich unter den zwei riesigen Fischstücken). Mir ist heute mal nach Burger, und ich entscheide mich für den "The River Burger" mit allem, was so auf Burger gehört, und einer leicht scharfen Chilimayonaise.

Es hat uns auch hier sehr gut geschmeckt. Jetzt machen wir es uns im Hotel gemütlich und schauen das Eröffnungsspiel der NHL. Die Baseballsaison hat in Kanada gestern mit dem Ausscheiden der Toronto Blue Jays aus den Playoffs geendet, also schauen wir ab heute Eishockey statt Baseball.
Es spielen die Toronto Maple Leafs gegen die Montreal Canadiens und überraschenderweise erzielen die Leafs nach wenigen Minuten den ersten Treffer. Mittlerweile hat sich das Spiel aber gedreht, und sie liegen (mal wieder) 1:2 zurück. Mal schauen, wie sich das Spiel noch entwickelt.