Nächster Halt ist auch schon der kleine Parkplatz der Wanderung zum Glomtinden. Mit etwas Glück und Parkgeschick ergattern wir noch einen Parkplatz. Es ist 11 Uhr und die Sonne brennt. Optimale Wanderbedingungen also, um über Mittag einen steilen Berg zu besteigen. Ist bei uns ja inzwischen Gewohnheit und mit Hut und einer extra Schicht Sonnencreme problemlos machbar. Bei 18 Grad, die sich mit Wind auch wie 18 Grad anfühlen, ohne Wind eher wie 25, machen wir uns auf den zunächst leicht ansteigenden Schotterweg. Gut, dass wir uns heute morgen direkt für die sommerlichen Wanderklamotten entschieden haben.
Nach etwa 1,5 km leicht ansteigender Schotterpiste wird der Weg dann auch herausfordernder. Unser Eindruck: Norwegische Wanderwege gehen nicht in Serpentinen den Berg hinauf, sondern einfach so senkrecht wie möglich. Dieser Eindruck wird im späteren Tagesverlauf beim Anblick des Festvagtinden Wanderweges noch bestätigt, dieser geht einfach senkrecht ein Geröllfeld hoch. Wir sind ihn nicht gelaufen, war aber auch nie geplant. Wir wandern also jetzt steil bergauf Richtung Glomtinden.
Es wird zunehmend steiler. Der "Nöppel" mittig rechts im Bild ist übrigens der Glomtinden da wollen wir hin.
Die Aussicht entschädigt und bietet Grund für Verschnaufpausen.
Ja, es war wirklich so steil, wie es auf dem Foto aussieht.
Wir gewinnen natürlich bei so einem steilen Aufstieg schnell an Höhe, der See wird immer kleiner und der Blick immer weiter.
Ein kurzer flacher Abschnitt ist auch mal ganz angenehm und vor allem selten.
Da links oben wollen wir noch hin, wie genau, wissen wir auch noch nicht genau.
Wenigstens wandern wir mit Aussicht, wenn wir mal nicht auf unsere Füße und die Steine gucken müssen.
Immerhin kommt der Glomtinden Stück für Stück näher.
Die Aussicht hingegen wird immer weiter.
Wir wissen immer noch nicht genau, wie wir jetzt bis zum Gipfel kommen sollen, aber der Weg wird es zeigen.
Es ergibt sich hier die einmalige Gelegenheit eines Fotos von uns im Berg.
In diesen Steinen versteckt sich ein Weg. Der bisherige Aufstieg war also Pille-Palle.
Den restlichen Weg sind wir mit Händen und Füßen zu beschäftigt für Fotos, dafür haben wir es dann auch unverletzt nach oben zum Gipfel geschafft. Wir sind alleine und gönnen uns ein paar Gipfelfotos.
Natürlich genießen wir jetzt auch in vollen Zügen den Rundumblick.
Für solche Aussichten sind wir unter anderem hier hin gekommen, auf dieses Wetter haben wir natürlich gehofft, aber es keinesfalls erwartet. Wir legen mal ein wenig Sonnencreme nach.
Wo die Felsnase unten im Bild wohl hinzeigt?
Nachdem wir uns (sofern das hier möglich ist) sattgesehen haben, machen wir uns an den Abstieg. Das steilste Stück mit ein paar Kletterpassagen ist runter nicht halb so schlimm, wie wir es uns auf dem Weg nach oben vorgestellt haben, nachdem wir unsere Hände nicht mehr brauchen, wandern wir den restlichen Weg mit Stöcken nach unten. Unsere Knie danken es uns, aber der Abstieg zieht sich mal wieder schlimmer, als der Aufstieg war.
Unten angekommen wird mit einem alkoholfreien Kulturgut auf unseren ersten Lofotengipfel angestoßen.
Jetzt plagt uns doch ein Hüngerchen, und wir machen uns über unser Knäckebrot mit Västerbotten Käse her.