Eigentlich war das richtige Entscheidung, aber ...
Ich hatte auch schön häufiger Situationen erlebt wo es sinnvoller gewesen wäre, wenn die Kundenbetreuer und/oder Triebfahrzeugführer nen ordentliches Kommunikations- und Deeskalationstraining erhalten hätten.
Aus praktischer Sichtweise wäre es vermutlich vernünftiger gar nichts zu sagen und einfach unauffällig zum nächsten Bahnhof / Haltepunkt ne Aussteigehilfe zu bestellen.
Problem: So dick ist halt die Personaldicke bei den Polizeien auch nicht und gerade irgendwo "auf dem Land" dauert das auch gut und gerne mindestens 15 bis 20 Minuten bis da wer da ist.
In nordamerikanischen Verkehrsbetrieben gilt, außer für den bewaffneten Sicherheitsdienst: "No confrontration".
Es kann ja irgendwo auch nicht sein, dass sich nen unbewaffneter Kundenbetreuer mit sowas rumschlagen muss.
Vielleicht wär's in letzter Konsequenz ganz sinnvoll, wenn sich die Kundenbetreuer und Triebfahrzeugführer entsprechend vereinigen würden und in solchen Situationen die Züge einfach bei nächstbester Möglichkeit stehen lassen würden, gegen Weiterfahrt sichern und sich dann zum Eigenschutz vom Zug entfernen würden bis irgendwer zum Aufräumen da war.
Würde es, außer der EVG, noch ne andere Gewerkschaft geben, hätte es in irgendwelchen Betriebsvereinbarungen bestimmt schon irgendwelche Klauseln wonach das Betriebspersonal nicht verpflichtet werden kann, Tickets und/oder das Hausrecht durchzusetzen. - Vielleicht braucht's dafür aber halt auch erst, analog zu anderen Ländern, nach jedem solchen Vorfall nen ein bis zweitägigen Generalstreik bis sich was ändert.