¡Buenas Perú!

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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
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Prolog

Ich war oft in Nordamerika und mindestens ebenso häufig in Asien.
Afrikanische Eindrücke gab es sehr wenige – Südamerika hingegen fehlte noch immer komplett. Nicht aus mangelndem Interesse, es hatte sich einfach nie ergeben.
Zu Unizeiten waren die teils doch sehr teuren Tarife ein Problem. Da ging es dann lieber für 363€ mit Air China nach irgendwo in Asien.
Das wollte ich nun ändern. Zumal ich die mehr oder weniger seltene Gelegenheit sah innerhalb eines Jahres auf allen Kontinenten (Definitionsfrage) gewesen zu sein.

Ich arbeite dieses Jahr so viel wie gefühlt noch nie und daher war es erneut zeitlich schon etwas problematisch.
Grundsätzlich bin ich zwar ein Fan von eher kompakteren Zeiträumen, aber ein bisschen Zeit bedarf es dann ja doch.
Mitte September war möglich und dazu schien mir Peru ganz passend zu sein.
Konträr zum kompakten Zeitplan wäre es nicht mein Reiseverhalten, wenn ich es dabei belassen würde.
Eine Destination ist nicht so mein Ding, wenngleich es auch den Flugoptionen geschuldet war.

Einerseits hätte ich in diversen Programmen zwar noch genug Avios / Meilen / whatever gehabt, andererseits bin ich seit ein paar Jahren am Finnair Haken.
Nach drei Jahren AY Platinum schaffe ich Gold noch einigermaßen gut. Dafür müssen aber eigentlich zwei paid C OneWorld returns her.
Praktischerweise hat IB sowas im Angebot. War nicht super günstig, aber insgesamt auf jeden Fall fair. Zudem springt der halbe AY Gold und gut 20K Avios bei raus.
Wenngleich ich aktuell wohl doch wieder auf Platinum gehe.

Aus organisatorischen Gründen ergibt sich dann auch noch das zweite Ziel, welches aus kalkulatorischen Gründen das erste ist.
Andersherum war es preislich dann nicht mehr attraktiv.
Der Einstieg nach Südamerika wird am Äquator erfolgen – in Quito.
Von dort kurz nach Guayaquil, um ein bisschen in Kartellgebiete vorzudringen.
Bevor es dann nach Peru geht.

Das südamerikanische Preisgefüge für internationale Flüge ist bodenlos,
sodass es am Ende tatsächlich der beste Deal war den einen Flug den ich auch noch in Peru benötigen würde mit auf dem Ticket zu haben.

Das hatte zudem die Konsequenz, dass Premium Eco (also de facto EU C) nur marginal teurer als Eco war.
So konnte ich mir zudem die Gepäcksituation noch offen lassen, wenngleich ich ja ein Fan von carry on only bin.

Routing
Nachfolgend entsprechend das Routing, welches fast aus all Airbus besteht.
CRJK ist de facto ja schon als exotisch einzustufen. Seit einiger Zeit bedient IB allerdings einige deutsche Destinationen sehr oft damit.
Also zumindest Deutschland based wahrscheinlich so einfach wie nie zu bekommen. Hatte es zuvor einmal domestic in Spanien.

Zudem für meine Verhältnisse eigentlich so direkt wie möglich, auch eine Seltenheit.
Geradezu langweilig. Wie immer erstmalig = fett gedruckt.

Acht Segmente, vier Airlines + Air Nostrum, sieben Flughäfen und knapp 24.000 Kilometer / 15.000 mi !

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Maps generated by the Great Circle Mapper (Great Circle Mapper) - copyright © Karl L. Swartz

Aus dem Routing ergeben sich auch die Destinationen.
Neben den bereits genannten Orten in Ecuador gibt es die mutmaßlichen Highlights Perus.
Logistisch war zuerst Cusco / Machu Picchu besser geeignet. Auch wenn das für viele aufgrund der Höhe Cuscos vielleicht nicht ideal ist.
Allerdings liegt Quito ja auch hoch, also wird das schon passen.
Danach geht es nach Arequipa.

Von Arequipa weiter nach Ica bzw. Huacachina und schließlich noch nach Lima. Hierfür waren Busse die zeitlich beste Option.
Alternativ hätte man AQP-LIM fliegen müssen, um dann mit dem Bus bis Ica zurück zu fahren. Dazu später mehr.
Selbstredend wurden die Busse aber immerhin in der highest class of service gebucht, was auch immer das hier bedeuten sollte.
Mit mehr Zeit wäre hier und da auch noch ein bisschen mehr drin gewesen, allerdings entspricht das schon ganz gut meiner präferierten Geschwindigkeit.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
12.09.2026 | DUS-MAD-UIO

Nachdem ich am Tag zuvor noch bis fast 18 Uhr im Büro war hätte ich eigentlich am besten direkt da bleiben können.
Stattdessen verbrachte ich den Abend noch im leeren Gym.
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Aufgrund von erneuten DB Baustellen ist die Anreise zum DUS abermals eine Katastrophe. Das ist bei STD um 06:00 Uhr morgens eh immer nicht ganz so super, aber jetzt wirklich schlimm. Da freut man sich richtig, wenn ab Juli 2027 für drei Monate in halb NRW de facto gar kein Zug fährt.

Wie dem auch sei, aufgrund der Umstände beschloss ich am besten gar nicht zu schlafen. Die Abreise war nun nämlich mitten in der Nacht nötig.
Das hat den Vorteil, dass der MAD-UIO immerhin einigermaßen sinnvoll schlafen genutzt werden könnte, schauen wir mal.

Da nachts die S aktuell auch gar nicht fährt ging es mit dem Fahrrad zum HBF.
Ohnehin nutze ich das hiesige regionale bikesharing metropolradruhr nahezu täglich. Es ist in der Stadt auch de facto immer die schnellste Option.
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Den HBF erreichte ich nach sieben Minuten. Von hier ging es mit dem RE zum DUS HBF.
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Flughafen wird nachts auch nicht bedient, da der RE ab Essen HBF über die S6 Strecke fährt aktuell. Von DUS HBF ging es schließlich mit der S11 weiter.
Den DUS erreichte ich schließlich nach gut 1,5h – statt der üblichen 35-40 Minuten mit dem RE.
Im Terminal war bereits einiges los
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Die ehemalige HJL, nun Rhein Lounge, macht offenbar erst um 05 Uhr auf, sodass noch einige Leute vor mir bearbeitet werden mussten.
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Ich verweilte allerdings nur kurz, schließich war es bereits Zeit zum Gate für den DUS-MAD Flug zu schreiten.
View eher mäßig.
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Aus aviatischer Sicht macht die CRJ1000 natürlich Spaß. Aus Komfortgründen wäre ein langweiliges Airbus Modell hier doch die bessere Wahl. Vor allem in C.
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Der Platz neben mir war erst belegt, alledings setzte der Herr sich um, da in der C nicht alle Reihen belegt sein sollten.
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Ich bin bereits einige Male kont C von bzw. nach DUS mit IB geflogen.
Das Essen war ok, schlechter als sonst. Die Crew war allerdings wirkich sehr passiv, das mag an Air Nostrum liegen.
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Bei bestem Wetter war MAD erreicht.
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Die CRK hat in MAD weiterhin eine Ankunft ganz im Norden von T4 zur Folge. Hierbei handelt es sich um walk gates bei K90. Entsprechend weit war der Weg.
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Von T4 ging es umgehend mit dem Zug ins T4S.
Zuvor wurde natürlich noch die Architektur des MAD gewürdigt, die ich sehr mag.
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In T4S hatte ich noch ausreichend Zeit für die Lounge. Finde die Iberia Lounges eh ganz gut und die in 4S nochmal etwas besser.
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Sollte jede Lounge haben
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Alleine die wirklich umwerfenden apron views sind ein guter Grund für einen Besuch.
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Ein weiteres Highlight ist die spanische Fanta limon!
Für MAD-UIO war A359 vorgesehen. Dank vielen AY Flügen ist A359 inzwischen mit Abstand die meist genutzte longhaul Kiste.
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Bis zum Schluss war ich gespannt ob mich die C mit oder ohne Türen erwarten würde.
Heute gab es mit der die alte Konfiguration. Ich weiß gar nicht wie alt die Konfiguration inzwischen ist.
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Iberia longhaul bin ich bisher nur einen return geflogen. Das war 2018 im A346 nach MEX. Damals ging es effektiv für 400€ return in C MAD-MEX-MAD. Die legendäre Bonus Avios Aktion – und mehr oder weniger mein Einstieg. Damals noch am Anfang des B.Sc. war das echt ein Highlight. Und meiner Erinnerung nach war die C da mehr oder weniger genauso.
Aufgrund der Breite des A359 fällt der Abstand zur Wand ziemlich groß aus
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Seitdem hat sich viel getan, Südamerika habe ich dennoch nicht geschafft. Nun war es endlich soweit.
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Start in MAD pünktlich und kurz drauf ging es mit dem Service auch schon los. Den habe ich aber direkt verschlafen.
Mehr als 30 Stunden wach war ich länger nicht. Wenn dann wohl in Berlin, if u know u know.
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Ich wollte nun aber auch nicht zu lange schlafen, um nicht komplett im Chaos zu versinken. Ich antizipierte rund vier bis sechs Stunden, das auch gelingen sollte.
Retrospektiv zuerst Lima mit dem Nachtflug ex MAD hätte eine bessere Option dargstellt.
Allerdings wurde es schnell signifikant teurer, sobald man nen Nachtflug involviert hat.

Als ich wach wurde und die Crew das auch wahrgenommen hatte wurde Essen angeboten.
Viel Hunger hatte ich nicht, daher wurde es nur eine kleine Selektion aus den noch zur Verfügung stehenden Optionen.
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Das sah dann so aus
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Wifi funktionierte eher schlecht und alles außer text war eh kostenplfichtig. Starlink wird gerade ausgerollt, dann hat sich das auch erledigt.
Daher begutachtete ich den Inhalt des amenity kits
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Vor der Landung gab es nochmal nen snack
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Und der approach war schließlich sehr unique.
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Unendlich lange Linkskurve über die Schluchten Quitos.
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Wird kein Flug gewesen sein, der vom Soft- oder Hardprodukt lange in Erinnerung bleibt.
Gepaart mit den subjektiv nicht idealen Flugzeiten :D
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
12.09.2026 | Quito I

Am späten Nachmittag war Quito erreicht.
Die Einreise dauerte etwa eine halbe Stunde. Vermutlich waren noch ein paar KL PAX und welche von einer USA Ankunft an der Einreise.

Draußen warteten einige Taxis.
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Mit nem Uber ging es zum Domizil, hier wurden etwa 30 USD aufgerufen. Allerdings dauerte die Fahrt auch nahezu eine Stunde.
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Generell ist Ecuador eher teuer. Seit 2000 wird USD genutzt, nachdem die Inflation der eigenen Währung zur absoluten Katastrophe wurde.
Beim gesamten Trip wird es wieder mal eine Mischung aus Hostels und Hotels.
Ersteres in Quito, allerdings retrospektiv auch quatsch weil ich keine Lust auf social sein hatte.

Solange es noch hell war spazierte ich ne Runde durch die Umgebung, centro historico.
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Am Samstagabend war viel los und die Stadtstruktur war zudem auch sehr verständlich, sodass man sich gut zurecht fand.
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Sakralbauten an jeder Ecke
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Schließlich war der Plaza mayor erreicht.
In Lateinamerika allerdings üblicherweise als Plaza de Armas bezeichnet.
An sich ist die Grundstruktur in den meisten Städten mit spanischem kolonialeinfluss ja schon sehr sehr ähnlich.
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Auch hier war echt viel los.
Die Müdigkeit allerdings schon einigermaßen ausgeprägt und ich begab mich schließlich zurück.
Nicht ohne mich zu fragen wie dieser Bus durch einige der alten Straßen kommen würde, die dafür initial ganz sicher nicht ausgelegt waren
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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
13.09.2026 | Quito II

Nachdem ich nachts einmal wach geworden bin stand ich relativ früh auf.
Das ist bei Amerika in den ersten Tagen ja eh mehr oder weniger obligatorisch und ich finde das auch immer ganz angenehm.
Wetter sah mehr als vielversprechend aus. Allerdings hatte alles in der Umgebung noch geschlossen.
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Ich bestellte nen Uber um zur lokalen Seilbahn gebracht zu werden. Hier und da wurden Stände aufgebaut.
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Die Seilbahn operiert ab acht Uhr morgens am Sonntag und gegen zwanzig vor acht traf ich ein.
Einige Leute waren schon da und um Punkt acht konnte man Tickets kaufen. Mit 9 USD return ziemlich ok, Seilbahnen sind ja egal wo immer eher teuer.
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Es dauerte dann allerdings weitere 20 Minuten, bis ich in einer Kabine war. Das lag vor allem daran, dass immer nur sechs Leute in eine Kabine passen.
Die Fahrt pro Weg dauert etwa neun Minuten und auf einmal ist man auf etwa 4.000 Meter, das schon wild.
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Es war oben etwas windig, aber von der Temperatur echt gut.
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Gute Aussichten auf Quito
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und in die andere Richtung.
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Zum Berg kann man auch laufen, allerdings hielt ich das für keine gute Idee. Bin selten auf 4.000 Meter und etwas Vorbereitung sollte schon sein.
Ebenfalls gibt es eine Schaukel und auch weitere Aussichtspunkte.
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Da ich noch nix gegessen hatte, am Morgen war alles in der Stadt noch geschlossen, suchte ich das hiesige Cafe auf und erwarb für 8 USD folgendes.
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Anschließend machte ich mich langsam wieder auf den Weg nach unten, wobei ich diesmal alleine in der Seilbahn fahren sollte.
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Ein Uber war schnell gefunden und nach gut zehn Minuten war ich zurück.
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In einem Supermarkt erwarb ich ein paar Spaßgetränke und kurz darauf lief ich in Richtung Norden.
Mich fragend ob es nötig ist, dass hier Autos durchfahren müssen.
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Gleichzeitig würde ich mich freuen gäbe es das in Deutschland nur häufiger
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Ich hatte ein mehr oder weniger konkretes Ziel, das rund 40 Minuten entfernt liegen sollte.
Zwangsläufig kam ich erneut am Plaza der Armas vorbei
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An welchen sogar noch mehr als gestern los war
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Ich lief am meinem eigentlichen Ziel zunächst vorbei, da
ein paar Straßen weiter das Kunstmuseum liegt, welches freien Eintritt verspricht.
Viel zu sehen gab es hier allerdings auch nicht.
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Dazu in einer doch wesentlichen lokaleren Gegend
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Schließlich kam ich da an wo ich ankommen wollte.
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Hier kann man auch den Turm erklimmen. Das erfordert einen Eintritt von vier USD. Bedauerlicherweise hatte ich kein cash. Meine USD von zu Hause hatte ich vergessen und am UIO war ich zu geizig 6 USD ATM fee zu zahlen. Zumal ich bisher auch alles mit Karte bezahlen konnte.

Da kamen mir zwei Amerikaner gerade recht. Ich hatte angeboten denen vier USD bei Paypal zu schicken, aber das wollten die gar nicht.
Stattdessen kauften die einfach drei Tickets.
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Im Turn gab es bis zur zehnten Etage ein mehr oder weniger normales Treppenhaus.
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Die Zwischenetage war also noch gut zugänglich.
Danach wurde es allerdings sehr eng.
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Gepaart mit Leuten die auch wieder runter wollten alles etwas schwierig.
Von oben gab es dann ne fast rundum Sicht auf Quito.
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Auf dem Rückweg kam ich an einem erstmal vielversprechenden Laden vorbei, der offenbar von der lokalen Bevölerung besucht wurde.
Die Fleischqualität war ok bis eher mäßig. Entsprechend tue ich mich mit Fleisch generell eher schwer und esse es ja eh nur sehr selten.
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Da die Seilbahn trotz Ankunft zur Öffnungszeit eigentlich den ganzen Vormittag benötigte, war es inzwischen schon fortgeschrittener Nachmittag.
Von Quito aus kommt man ganz gut zum Äquator.
Ich bin geographisch und auch kartographisch zwar interessiert, allerdings braucht man pro Strecke auch ne gute Stunde.
Das war für heute also auch nix mehr.
Sollte ich mal auf die Galapagos fliegen, würde ich den Äquator beim nächsten Quito Besuch nachholen.
 

Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.732
3.962
In Ecuador wurde früher viel mit 1 Dollar Münzen bezahlt, die ja in den USA eher weniger häufig sind, so hatte ich zum ersten Mal solche in der Hand. Weiss nicht, wie es heute ist

Danke für die Mitnahme.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
14.09.2026 | UIO-GYE

Ich wäre nicht ich, wenn ich nur in Quito geblieben wäre.
Guayaquil sah auch einigermassen vielversprechend aus, sodass ich mir dann möglichst noch einen weiteren Eindruck einer Stadt Südamerikas machen wollte.
Immerhin ist es die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.

Der Weg zum Flughafen verdeutlichte hier und da nochmal die topographischen Bedingungen in Quito
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Und die teilweise doch sehr engen Straßen machten die Fahrt für die nicht so lange Strecke länger als man denkt
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Die beste Option war ein Flug gegen neun Uhr morgens mit Avianca. Langweilig A320, aber das ist hier ja auch absolut üblich.
In UIO gab es ne PP Lounge, die sehr neu wirkte.
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Hier gab es auch Inca Kola, die ich als Spaßgetränke Connaisseur begeistert erblickte.
Meine Begeisterung an sich hielt sich aber sehr in Grenzen, das war nix.
Essen in der Lounge ebenfalls sehr basic.

Blick auf die Kiste eher schlecht
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Als Referenz für LATAM die nächsten Tage - die Premium Eco (kont C) von Avianca
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Die Eco ist wie bei einigen Airlines unterteilt.
Hinten die billigen Plätze ohne alles, außer Steckdose
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Nach dem TO gab es nochmal ein paar views aufs Terrain
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Danach wurde es unspektakulär und Guayaquil on time erreicht.
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Der Flughafen liegt nah an oder eher in der Stadt. Uber ist zu vielen Zielen daher für wenige USD verfügbar.
 

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Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
14.09.2026 | Guayaquil I

Es gibt hier zwar ein vielversprechendes Domizil aus dem Hilton Portfolio, allerdings war ich mir hier hinsichtlich der Lage unsicher. Das andere Domizil aus dem Hilton Portfoli war zwar besser gelegen, aber 170 USD pro Nacht war es mir nicht wert. Das finde ich bei erstmaligen Besuchen eh oft schwierig einzuschätzen, welche Lage die persönlichen Präferenzen abbildet.

Gemäß meiner Ambivalenz die Übernachtungsmöglichkeiten betreffend sollte es hier dann vom Hostel eher wieder in die Kategorie Hotel gehen. Als äquivalent hatte ich das Grand Hotel Guayaquil auserkoren. Etwa 80 USD pro Nacht.
Grand klingt brauchbar und die Lage im Centro Historico schien mir einfach passender. Charmant wie ich bin, gelang mir ein Check In bereits bei meiner Ankunft im Hotel, noch vor elf Uhr. Das kam mir gelegen, da ich so auch den Rucksack im Zimmer lies.
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View eher nicht so Grand
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Die Temperatur unterschied sich vehement zu der in Quito.
Guayaquil liegt zwar nur knapp 500 Kilometer südlich, dafür aber auch 2.800 Meter tiefer. Entsprechend lockere 30°C und auch ziemlich humid.
Was zeichnet Guayaquil noch so aus? Die bevölkerungsreichste Stadt Ecuadors hat ne sehr hohe Kriminalitätsrate, ein paar Kartelle und angeblich gehen von hier jeden Monat 8.000 Drogen Container nach Europa.

Hierher verwirren sich also eher weniger extranjeros.
Mir wurde auch bereits im Hotel ausdrücklich ggesagt,wo man besser nicht hin geht. Das betraf dann doch ziemlich viele Teile der Stadt.
Wenngleich die subjektive Sicherheitspräsenz schon hoch war.
Meine awareness war allerdings ebenso hoch. Zudem duerfte ich zumindest physisch eher überlegen sein, also wird schon passen.
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Direkt am Hotel angrenzend ist ein Park in dem viele Iguanas chillen.
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Hier verbrachte ich einige Minuten, das war schon ganz cool.
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Ein paar Meter weiter ist eine Art Fussgaengerzone
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Hier befindet sich unter anderem auch das Rathaus.
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Noch ein paar Meter weiter trennt eine viel befahrene Strasse die Stadt vom Malacon 2000. Fancy formuliert würde man das als waterfront bezeichnen.
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Zur Strasse hin befindet sich ein hoher Zaun, der immer wieder durch Tore unterbrochen wird.
An diesen steht mindestens eine Sicherheitskraft, die Einlass gewährt. Entsprechend dürfte das hier safe sein.
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Wie der Name vermuten lässt erstreckt sich der Malacon über etwa zwei Kilometer. Immer mal wieder gibt es diverse Stände die zum Beispiel Eis verkaufen.
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Honoarkonsulat auch um die Ecke
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Da ich ja seit einiger Zeit versuche weniger zu machen und es jetzt zur Mittagszeit mit diffusem Sonnenschein etwa 33°C war, beschloss ich in dem lokalen Starbucks äquivalent die AC auf mich wirken zu lassen. Der bestellte iced latte war hingegen nahezu untrinkbar, da ich nciht davon ausging explizit den Zucker abbestellen zu müssen, Kostenpunkt 3.50 USD.

Natürlich darf eine entsprechende Installation nicht fehlen
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Nachdem ich ausreichend verweilte ging es weiter in Richtung Norden.
Wer Bock auf Kälte hat kann maximal nicht nachhaltig in ein Schneehaus gehen. Temperaturdelta zu draußen mithin etwa 45 Kelvin.
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Ebenfalls gibt es noch einen kleinen Park. Erinnerte mich etwas an die Brisbane Waterfront.
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Zum nördlichen Ende hin gibt es noch ein Kino, an welchem man verpasst hat es Cinamalecon zu nennen
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Das Riesenrad drehte auch schon seine Runden, wenngleich es am heutigen Montagmittag wirklich sehr sehr leer war. Am Wochenende wird sicherlich mehr los sein.
Mein Ziel lag ganz in der Nähe. Allerdings noch etwa 500 Stufen weiter oben.
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Zudem wurde mir nahegelegt auch hier den Weg abseits der entsprechenden Stufen nicht zu verlassen. Nach etwa zehn Minuten war ich oben.
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Das ist wahrscheinlich das classic Bild von Guayaquil.
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Natürlich gibt es von hier views in eigentlich alle RIchtungen
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Wieder unten lief ich zurück und um meinen Plan weiter verfolgen zu können machte ich bewusst wenig und sprang kurz in den Pool.
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Auch hier gibt es wirklich viele Kirchen
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Am späteren Nachmittag ging es nochmal zum Malecon, diesmal in Richtung südliches Ende
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Von hier hat man auch aus exponiertet Lage Blicke auf das abendliche Treiben an der Straße
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Mit dem Sonnenuntergang ging es schließlich zurück
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Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
15.09.2026 | Guayaquil II

Das Frühstück war inkludiert. Allerdings wesentlich weniger umfangreich als ich es erwartet äette. Um nicht zu sagen enttäuschend.
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Im Hotel sind Iguanas auch ein Thema
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Zudem konnte ich noch die lokale Bewässerung beguachten.
Noch fünf Mal und alles ist weg gespült.
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Für meine heutige Tagesplanung wollte ich erst gegen halb zehn los, da ich sonst zu früh sein würde.
Kurz bei den Iguanas vorbei
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Die Bushaltestellen hier und auch in Quito sind hochflurig und offenbar auch ohne Ticket nicht zugänglich. Auf jeden Fall ein sonderbares Konzept.
Wenn an jeder Haltestelle entsprechende bauliche Veränderungen notwendig sind, vermindert das ja eklatatent die Flexibilität von Bussen.
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Erneut lief ich am Malacon 2000 bis zum nördlichen Ende entlang. Für heute wollte ich zunächst zwei Museen besuchen.
Die hätten zwar auch gestern auf dem Weg gelegen, allerdings sind auch hier montags Museen nicht geöffnet.
Ziel fast erreicht
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Als erstes das Feuerwehrmuseum, welches ich wie antizipiert um Punkt zehn Uhr erreichte. Ebenfalls eine Schulklasse ...
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Eintritt kostenfrei und als ich mich umsah, wurde ich kurzerhand von einem älteren dude angesprochen, der mir auf englisch einiges berichten konnte.
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Die alte Technik finde ich jetzt nicht komplett spanend, aber das ein oder andere interessante Konzept der Vergangenheit war doch dabei.
Zum Beispiel Pumpen, die aus dem Fluss in Sammelbecken in der Stadt Wasser förderten. Das ist schon ziemlich smart gewesen zu der Zeit.

In einem Raum, in welchem vor allem die aktuelle Führungsebene der Feuerwehr Guayaquil gehuldigt wird gibt es auch eine Wand mit diversen patches. Zu meiner Überraschung entdeckte ich auch zwei patches von meiner FW.
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Nebem dem Museum sind hier auch aktive Fahrzeuge stationiert.
Teleskopmast und eine Art HLF.
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Erstere sind in Deutschland relativ selten, weil auch eher anfällig und der taktische Wert ist bei ner normalen Drehleitrt meistens einfach besser.
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Auch hier wurde mir nochmals eindringlich gesagt, wo ich auf keinen Fallherlaufenn soll. Im Wesentlichen betraf das dreiviertel der direkten Umgebung, wild.
Ich lief nun die Straße in zweiter oder dritter Reihe parallel zum Malacon entlang.
Ich war unsicher, ob das bereits zur genannten Zone zählte, aber subjektiv war das kein Problem. Bausubstanz ist generell sehr oft schlecht.
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Nach wenigen Minuten bog ich in die Straße zum Kakaomuseum ein. Entgegen meiner Erwartung war der Eintritt auch hier frei.
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Allerdings war auch alles nur auf spanisch beschrieben, sodass es oft nur aus dem Kontext klar wurde, was genau Thema war.
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Von hier lief ich über die offenbar zentrale Strasse in Richtung Hotel, an welcher gerade ein vernünftiger Bürgersteig gebaut wurde.
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Wilder Architekturmix
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Zurück im Hotel war es nun Zeit fürs Gym. Auf den ersten Blick wirkt es etwas run down, aber insgesamt eins der besseren Hotel Gyms trotzdem.
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Am Nachmittag ging es ein weiteres Mal zum Ende des Malacons.
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Fast ein NYC vibe
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Ich überlegte einen Moment ob ich nochmal die 500 Stufen erklimmen wollte, entschied mich dann aber dagegen.
Mein Ziel war Las Penas, das im wesentlich hinter dem Hügel liegt.
An diesem kann man aber auch vorbeilaufen.
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Ich würde es als sich noch entwickelnde waterfront bezeichnen, die schon in Richtung fancy geht. Ist aber ziemlich klein. Viel los war auch nicht.
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Hier werden offenbar auch neue (Wohn?)türme gebaut. Je nach Richtung dürfte der Blick ungefähr so aussehen
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Auf jeden Fall ein Kontrast
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Das gute in Äquatornähe ist, dass es ja schon ziemlich schnell dunkel wird.
Allerdings hatte ich mir davon irgendwie mehr versprochen.
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Ich hatte überlegt Uber zurück zu fahren, allerdings war das zeitlich, inkl. Wartezeit, jetzt auch nicht so viel schneller als zu laufen. Beides in etwa eine halbe Stunde.
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Daher nochmal bei Dunkelheit über den Malecon zurück
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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
Bin gespannt auf Deine Eindruecke und folge neugierig.
Ich will es nicht vorweg nehmen, aber der Entwicklungsstand von Peru hat mich schon etwas überrascht.
Aber so was neugierig. :) Vielen Dank fürs mitnehmen gleich an dieser Stelle. 👍
Immer gerne und Danke fürs Interesse!
In Ecuador wurde früher viel mit 1 Dollar Münzen bezahlt, die ja in den USA eher weniger häufig sind, so hatte ich zum ersten Mal solche in der Hand. Weiss nicht, wie es heute ist

Danke für die Mitnahme.
Tatsächlich hab ich in Ecuador alles nur mit Karte bezahlt. Auch in Peru ist Kartenzahlung sehr verbreitet.
Zumindest wenn es auch nur noch marginal touristisch ist.
 

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Erfahrenes Mitglied
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16.09.2026 | GYE-LIM-CUZ | Cusco I

Wie in vielen Teilen der Welt musste ich auch hier die Erfahrung machen, dass P2P Verbindungen oft nicht verfügbar sind.
Gepaart mit teuren internationalen Flügen buchte ich schließlich LATAM Flüge von GYE via LIM nach CUZ und ein paar Tage später von CUZ nach AQP auf ein Ticket. Hierfür konnte ich auch sehr gut das Amex Reiseguthaben nutzen. Und immerhin kann man LATAM bei zum Beispiel MM kreditieren lassen.
Premium Eco war kaum teurer als Eco + carry on.
Bei LATAM findet nämlich ebenfalls das Eco light Modell Anwendung, sodass Premium Eco am Ende oft ähnlich bepreist ist.

Am GYE eingetroffen konte man von der Abflugebene gut diesehr grüne Gestaltung begutachten
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Da man es auch als kont C werten kann, ist der Loungezugang inbegriffen (sobald es international wird).
Hier war etwas sonderbar, dass sämtliche Dinge durch das Personal auf den Teller gebracht werden mussten
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Durch das kleine Terminal ging es in die hinterste Ecke
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Entsprechend erneut kein gutes Bild des Vehikels.
IB und UX waren natürlich ebenfalls hier.
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Laut LATAM war der erste Flug op by LATAM Ecuador und der zweite LATAM Peru. Das sind dann immerhin direkt zwei neue Airllines.
Bei LATAM wird nur der Mittelsitz freigehalten, während es bei Avianca tatsächlich ein etwas anderes Konstrukt gibt, siehe Bild des UIO-GYE Segments.
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Von GYE nach LIM dauert es rund 1.5h, zunächst noch finale Blicke auf Guayaquil. Auch hier die Straße direkt an der runway
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Und der Ort des gestrigen Abends
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Auf dem Segment wird basic Service offeriert - mäßiges Sandwich.
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Interessant ist, dass die Kisten auch weitere Strecken in Südamerika und auch in die USA fliegen.
Das heißt fünf bis sechs Stunden Flüge, oft auch nachts, sind hier absolut die Regel.

LIM könnte fast SIN sein
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Der Umstieg in LIM sah mit der domestic connection ebenfalls die Einreise hier vor. Zudem landet man bei domestic transfer dann auch einfach landside und muss normal durch die SiKo. Auch Gepäck hätte abgeholt und neu aufgegeben werden müssen.

Das neue Terminal ist offenbar rund ein Jahr in Betrieb und mit etwas Pech auch mit eher weiten Wegen verbunden.
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Im zentralen Bereich finden sich diverse Shops und auch eine Lounge. Die ist überraschend positiv, wenngleich es nur Aussicht auf besagte Shops gibt.
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Ich würde mir eine gewisse Affinität unterstellen, dennoch fand ich LIM airside nicht so übersichtlich. Anders gesagt: Die Beschilderung hatte wohl keine hohe Priorität.
Von hier nach B oder C dauert es unter Umständen auch eine gute Viertelstunde, da der zentrale Bereich nicht im Zentrum liegt.
Also quasi alles was man geradeaus sieht.
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Weiter nach CUZ sollte es aber von A gehen. Das sind ein paar Gates im zentralen Bereich.
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Alleine LATAM hat heute 30 Flüge von LIM nach CUZ.
A320 wie üblich, rund drei Viertel voll.

Davon eine größere Gruppe älterer Leute aus den USA, die sich untereinander offenbar gerade kennenlernten.
Unweigerlich musste diesen Gesprächen gelauscht werden.
Die verschwanden später aber irgendwo hinten.

Runway 16, JetSmart und alte Kisten
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Man sieht, die Wege können weit werden
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Die Flugzeit beträgt rund eine Stunde und begann bereits pittoresk
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Der Service startete erst 25 Minuten nach take off. Keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat.
Der war zudem sehr langsam, sodass man fast Mühe hatte den drink rechtzeitig zu leeren.
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Denn der approach war doch echt sehenswert.
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CUZ liegt auf über 3.400m und in anspruchsvollem Terrain.
Zudem werden Landungen und Starts aus verschiedenen Richtungen durchgeführt und die runway weist eine kleine Steigung im Verlauf auf.
Als wäre das nicht genug liegt der Flughafen mitten in der Stadt. Also echt spannend alles.
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Die Landung etwas vor der Zeit und wenige Minuten später ging es mit nem Uber zum Domizil.
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Das war absolut basic. Ich hatte es für vier Nächte gebucht, obwohl ich am nächsten Tag nach Machu Picchu fahren würde und auch dort nächtigte.
Allerdings war mir das zu umständlich dann nochmal alles zusammenzupacken. Mitnehmen war nämlich keine Option. Und für 15 Euro pro Nacht kann man nix sagen.
Zum Vergleich das Hilton Garden Inn kostet 250 USD pro Nacht. Das ist absolut wild. Mutmaßlich hängt das nicht zuletzt mit den doch sehr vielen Leuten aus den USA zusammen, die egal wo ja einfach alle Preise bezahlen, die aufgerufen werden.

Die Umgebung war aufgrund der zentralen Lage relativ busy
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Das Wetter auch echt brauchbar
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Bevor es dunkel wird wollte ich noch zum Plaza de Armas. Auch weil das Wetter heute echt gut war und man ja nie weiß, ob es in ein paar Tagen nicht anders aussieht. Das ist hier ja auch ziemlich dynamisch. Licht echt super und mir gefiel es bereits echt gut.
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Sobald die Sonne weg war wurde es dann auch ziemlich schnell spürbar kälter. Während es tagsüber gut 24°C sind, fällt es nachts auf teilweise 4°C. Das sollte man bedenken, allerdings gab mein 5,1 Kilo schweres carry on auch eine Jacke her.
Negativ bewerten würde ich den hohen Verkehr. Man sollte vielleicht die umliegende Straße für den KFZ Verkehr sperren, das wäre schon ein großer Mehrwert.
Es sind auch einfach zu viele Leute unterwegs und die Bürgersteige sind dafür einfach zu klein.
In diese Richtung ist das schon passiert und es direkt so viel angenehmer
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Hier noch nicht und das missfällt schon sehr
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Ebenfalls ist Cusco natürlich sehr sehr touristisch, aber das ist ja zu erwarten, zumal man ja auch selbst ein Tell des Problems ist.

In der Nähe wechselte ich noch zum offiziellen Google Kurs Euro in PEN. Am ATM in LIM wären zehn (!) Euro fees angefallen, das ist krass.
Generell habe ich schon öfter die Erfahrung gemacht, dass hier und da cash Raten echt gut sind. In Usbekistan war es sogar besser als die Rate die Google nannte.

In einer Seitenstraße gab es noch die sämtlichen Richtlinien entsprechende Lieferung
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Anschliessend erwarb ich in nem Supermarkt noch ein paar Getränke. Hunger hatte ich nicht, das ist bei mir in den ersten Tagen eh immer so eine Sache.
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Schlafen klappt gut zur neuen Zeitzone, Essen eher weniger.
Am nächsten Morgen stand der Zug von Cusco nach Machu Picchu bzw. Aguas Calientes auf dem Plan.

Bevor es nach einer Nacht vor Ort dann nochmal zwei Nächte Cusco geben wird.
 

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17.09.2026 | Cusco – Machu Picchu | Machu Picchu I

[Prolog Machu Picchu]
Während Cusco selbst auch einiges zu bieten hat, dient es für die meisten wahrscheinlich vor allem als geteway nach Machu Picchu. Im Wesentlichen gibt es die Optionen Zug, Bus + Zug oder Wanderung. Letztere dauert offenbar vier Tage und bei unendlich Zeit würde ich das auch in Betracht ziehen. Zumal der hike auch erst in Cusco Picchu startet, und auch da muss man mit dem Zug hin. Die Zeit habe ich momentan aber nicht, also war komplett Zug das Mittel der Wahl.

Generell muss man Machu Picchu mit etlichen Monaten Vorlauf planen. Drei Monate sind hierbei nicht genug, wie ich lernen musste. Dazu später mehr.
Buchbar ist alles über diverse Agenturen, natürlich mit einem Aufpreis. Aber auch mit etwas Engagement selbst.
Für die Machu Picchu Tickets muss man sich erst registrieren und die Seite gibt es auch nur auf spanisch. Kreditkarte hat nicht geklappt, aber die DKB Visa debit hat dann im zweiten Versuch geklappt. Die Buchung der Zugtickets bei PeruRail ging hingegen problemlos.

Es gibt verschiedene Abfahrten am Tag, oft auch eine Bus und Zug Kombination. In jedem Fall eher teuer, unter ca. 90-100 USD pro Weg isses eher nicht zu machen. Fraglich wo das Geld am Ende landet. Wenn es an der richtigen Stelle ankommt, kann ich damit ja ncoh leben. Das sollte ich mich noch häufiger fragen.

Gepaart mit den vor Ort Kosten ist Machu Picchu generell nicht günstig. Angemessen vielleicht, allerdings für viele wahrscheinlich auch doch eher teuer. Wäre ich zu Unizeiten in Peru gewesen, wäre das für mich auf jeden Fall ne große Hürde gewesen. Um nicht zu sagen wahrscheinlich eine unüberwindbare. Einmal Machu Picchu oder wahrscheinlich zwei Wochen irgendwo in Südostasien. Berichte später zu den Kosten, die man auf jeden Fall hat.

Cusco – Machu Picchu

Die Abfahrt des Zuges war mit 06:40 Uhr angegeben, man solle aber ne halbe Stunde eher da sein.

Vom Bahnhof San Pedro aus fuhr an diesem Morgen ein direkter Zug. Das ist relativ selten, weil der Zug aus Cusco selbst bereits recht lange braucht. Zudem kann von hier nur mit maximal sieben Wagen gefahren werden, während es in der Bus + Zug Kombination neun Wagen sein können. Grund hierfür sind diverse Spitzkehren noch in Cusco, welche zu kurz für weitere Wagen sind.

Zum Bahnhof bin ich gut zehn Minuten gelaufen.
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Das ist schon wesentlich besser als die Bus + Zug Kombination.
Der Zug stand bereit, durfte aber erst zehn Minuten vor Abfahrt erklommen werden.
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Der Sitzplatz wurde mir bei Buchung bei Peru Rail zugeteilt und erweies sich als schlecht. Auf Nachfrage ob Plätze frei bleiben sollten, setzte ich mich um.
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Es dauerte erstmal ewig bis Cusco verlassen wurde. Hierzu ging es mehrfach vor und zurück.
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Bisher war mir nicht klar, dass Züge in einem solchen Manöver Serpentinen bewältigen und ich lernte den Begriff der Spitzkehre in diesem Zusammenhang kennen.
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Es ging zudem durch wirlich krasse Gegenden Cuscos. Die Behausungen waren maximal rudimentär und lagen auch direkt an den Gleisen.
Finde das schon krass wenn man da dann mit nem 100 USD oneway Ticket vorbei fährt. Daher auch mein Interesse wo das Geld am Ende landet und so viel vorweg, hier habe nicht den Eindruck, dass es dort landet, wo es gebraucht wird.
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Es gab schliesslich aber auch gute views auf Cusco.
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Die Fahrt an sich ist maximal wackelig. Es übertrifft meine Zugfahrten in Vietnam bei weitem.
Das war auch der Grund warum ich während der Fahrt kein Spaßgetränk erwarb. Glasflaschen mit Kronkorken sind hier absolut ungeeignet.
Also es war wirklich so als würde man über ne Straße in Pompeji fahren, mit einer Kutsche.

Auf dem Weg gab es zwei Stops. Erst in Poroy, etwa ne Stunde von Cusco entfernt. Hier stiegen zu meiner Überraschung etwa zehn Russen ein.
Der zweite Stop war nach gut zwei Stundern in Ollantaytambo. Das ist auch die Station für den Bimodalservice.
Auch hier steigen noch einige Leute ein. Komplett voll wurde der Wagen aber dennoch nicht.

Von hier sollte es nun nochmal knapp zwei Stunden dauern. Also mit dem direkten Zug von Cusco aus ist man für die etwa 100 Kilometer gut vier oder eher viereinhalb Stunden unterwegs. Diese Referenz ist wichtig für die Rückfahrt, die Bimodal angetreten wird.
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Die Aussicht war gut, das Wetter vielversprechend und ich nutzte die Zeit und parallel den Bericht bereits vorzubereiten.
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Wenige Meter vor dem Ziel
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Als Machu Picchu bzw. der Ort Aguas Calientes, der als gateway dienty erreicht war wurde es direkt wieder maximal touristisch.
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Ich checkte zunächst ins Domizil ein, das direkt im Zentrum lag.
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Eigentlich liegt hier alles mehr oder minder im Zentrum. Den Ort gibt es schließlich nur aufgrund von Machu Picchu und es gibt auch keine Straßenanbindung.
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Man sieht hier auch schon viele wartende für den Bus ...
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Danach sollte es los gehen. Man kann zum Eingang laufen, das dauert aber nochmal so zwei bis drei Stunden offenbar. Die Alternative ist ein Monopol aus Minibussen. Die zum Preis von 12 USD oneway verkehren und rund 20-25 Minuten brauchen. Auch das finde ich schon sehr teuer und ich hege erneut Zweifel, dass das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird.

Es würde sich aber dennoch lohnen und ist ja auch irgendwie alternativlos.
Alte Steine sind ja meistens ganz interessant und ich war gespannt, wie es wohl hier sein würde.
Um meine zuvor genannte Planungsproblematik aufzugreifen: Es gibt hier verschiedene Strecken, die inzwischen wohl zwingend im Voraus gebucht werden müssen. Die Möglichkeit wenige Tickets noch vor Ort zu kaufen, besteht offenbar zwar wieder, aber das ist auch etwas risikoreich. Und wenn muss man das wohl sehr früh morgens erledigen.

Die beliebteste Strecke – A – war mit drei Monaten Vorlauf ausgebucht. Das finde ich wild. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich manchmal drei Monate vorher nichtmal weiß, ob ich irgendwo sein werde.
Naja was willste machen. Machu Picchu war dennoch gesetzt und es gibt ja noch einige Alternativen. Ich entschied mich also heute für 1b und morgen für 3b.

Generell gefällt es mir aber gar nicht, dass man sich vorher festlegen muss. Zumal man auch eine Zeit buchen muss ...
Mein slot heute war 13 Uhr.

Vom touristischen Dorf Aguas Calientes sind es noch etwa 400 Höhenmeter. Mit dem Bus würde das wohl in der Tat besser sein als zu laufen. A
llerdings muss man auch eine Stunde vor seinem slot anstehen, um rechtzeitig oben zu sein. Es ist wirklich in äußerstem Masse touristisch.
Obwohl die tägliche Zahl auf etwa 4500 Personen begrenzt ist.
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Gleichzeitig hatte ich nicht den Eindruck, dass die anderen Leute dieses setting in außerordentlichem Maße stören würden. Andererseits sind es wirklich sehr sehr viele Leute aus den USA gewesen. Dort wartet man ja auch für normale Restaurantbesuche oft länger.
Die Fahrt war auch schon ziemlich sehenswert
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Oben angekommen war das Wetter hervorragend und nach etwas anstehen wurde Ticket und Reisepass geprüft. Ist natürlich alles personalisiert.
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Nach dem Eingang gab es direkt erste views
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Danach ging es links hoch zu 1b
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Route 1b bot gute Aussichten, allerings war ich insgesamt schon eher enttäuscht.
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Im wesentlichen ist diese Art Platz Route 1b
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Die Aussicht ist entsprechend mehr oder weniger der USP von 1b
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Ich dachte ich muss irgendwo etwas verpasst haben und bin die Strecke sogar zweimal gelaufen.
Da ich jetzt noch mehr Zeit als gedacht hatte noch ein seltener Bonus
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Und die Ernüchterung - nein, es ist wirklich so kurz.
Das ist für 40 Euro dann doch etwas schwierig.
Zumal auf der offiziellen Seite steht man soll zwei Stunden kalkuieren.
Wenn die vielleicht die Fahrt nach oben mit kalkuieren dann passt es.
Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich heute 3b easy noch machen können.

Sei es drum, aber das fühlte sich heute einfach nach keiner guten value for money an.
Wenngleich die view natürlich umwerfend ist. Aber nur dafür 40€ ist schon fraglich.

Zu allem Überfluss tat mein LWS Bereich auch relativ weh. Ich war mir noch unsicher, ob es ein erstes Anzeichen der mich immer wieder heimsuchenden leisure sickness (heußt wirklich so und ist ein Ding) ist, oder nicht einfach an der Zugfahrt lag.
Die war ja mitunter so, als würde man mit einer Kutsche über die via Apia brettern.

Ich hatte nun aber zunächst die Rückfahrt vor mir. Am Nachmittag war hier auch einiges los.
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Tatsächlich sollte es auch noch eine gute halbe Stunde dauern bis die Leute vorher alle abtransportiert wurden.
Es gab nun noch einen Schauer, allerdings war es unter den Bäumen relativ trocken.
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Auch unten sollte es nun den restlichen Abend weiter regnen.
Also echt gut, dass mein Slot doch ziemlich sonnig war.
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Am Abend suchte ich eins der Restaurants in Aguas Calientes auf.
Man sollte wohl keine allzu großen Erwartungen haben, aber für eins muss man sich entscheiden.
Mir ist ja immer eher warm, allerdings war ich nun, trotz des Geruchs, über einen Platz unmittelbar nebem dem Feuer dankbar.
Ein weiteres Indiz ggf. krank zu werden.
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Das erste Mal Alpaka. War von der Qualität ganz ok, Kostenpunkt mit Getränk 20 Euro.
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Aguas Calientes fühlte sich ein bisschen wie Niagara Falls an, allerdings nicht ganz so extrem.
Aber auch ein maximal touristischer Ort.
Es gibt viele Bars, Restaurants und Shops.
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18.09.2026 | Machu Picchu II | Machu Picchu – Cusco

Heute Morgen war mein slot 07 Uhr.
Ne Stunde später hätte sicherlich auch geklappt, aber ich war ja eh früh wach.
Wetter sah einigermaßen in Ordnung aus, nachdem es nachts wohl auch regnete.
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Es spielt keine Rolle welchen slot man hat, man muss immer ne Stunde vorher für den Bus anstehen.
Die Fahrt wurde von einem Amerikaner live und lautstark kommentiert, der sich und die Strecke dabei filmte.
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Nachdem nun also erneut 24 USD für den shuttle gelöhnt wurden, traf ich dann am Eingang ein und begab mich zum 3b track.
Eine Person wurde hier um nun ca. 07:30 Uhr nicht mehr rein gelassen, da ihr Slot wohl um 06 Uhr war.

Meine Erwartungshaltung war hoch und diesmal wurde diese auch erfüllt.
Das war echt sehenswert und interessant.
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Denn neben der view konnte man im wesentlichen auch hier duch laufen
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Ob das hier nun sein muss, ich weiß es nicht. Immerhin sah es zumindest erstmal nicht nach Quälerei aus.
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Klar, auch 1b war für die view super. Aber ich sehe nicht warum das genauo teuer ist. Macht halt 1b und 3b für 50 Euro zusammen.
Ich vergleiche nicht gerne, weil ich es oft unfair finde. Ich musste aber immer wieder an Angkor Wat denken.
Dort hat man für 37 USD wirklich den ganzen Tag was zu tun.
Machu Picchu ist da naturgemäß schon deutlich kompakter, was auch nicht das Ding ist.
Und 3b war das Geld auch wesentlich mehr wert
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Der Berg im Hintergrund dürfte Monatana Machu Picchu sein. Dieser ist auch zu erklimmen. Allerdings sollte bzw. muss man hier auch einen der früheren slots buchen, da man nur bis zu einer gewissen Uhrzeit hoch kann. Zudem ist das wohl echt anstrengend.
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Im Vergleich zu 1b ist es aus dieser Perspektive auch umso krasser wie alles errichtet wurde und zumindest mir die umliegende Topographie nicht als SO sehr herausfordernd bekannt war.
Also das ist wirklich extrem.
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Hier sieht man die Straße, die der Bus fährt.
Die Alternative sind Treppen die quasi den direkten Weg entlang führen.
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Am Morgen wollten noch nicht viele wieder nach unten, sodass es fast keine Wartezeit gab.
Wieder unten war es relativ kalt und etwas regnerisch.
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Ich hatte auch noch etwa drei Stunden Zeit bis zur Abfahrt, aber ne andere zeitliche Option bestand nicht. Inzwischen gab es zudem weitere Indizien, dass ich wohl in der Tat von leisure sickness heimgesucht werde. Merz ist über diesen Umstand sicherlich happy, mich nervt es sehr, dass es wenn dann immer im Urlaub passiert und ich sonst null AU Tage habe. Zumal mein mental load seit langem auch schon extrem hoch ist und mir der Zeitpunkt nun wirklich missfällt.


Da man in Aguas Calientes jetzt auch nicht so unendlich viel machen kann beschloss ich eine 40 USD Massage einzubauen.
War in Ordnung, allerdings etwas kalt im Raum.
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Zwischendurch wurde es ganz kurz sonnig, das hielt aber nicht wirklich an
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Mein Zeichen zu gehen?!
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Da ich im Wesentlichen auch noch nicht so wirklich was gegessen hatte ging es noch in ein Cafe. Die Bestellung lies relativ lange auf sich warten, stellte mich aber zufrieden. Mit gut zehn Euro der Erwartung an Aguas Calientes entsprechend.
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Danach beobachtete ich wie der lokale Zug ankam
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Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass der Preis für peruanische Menschen drei USD pro Weg beträgt. Sofern mein Ticket das subventioniert, finde ich das völlig in Ordnung. Sofern drei USD bereits einigermassen kostendeckend sein sollten, finde ich die 100 USD schon scam.
Es gibt von Dortmund HBF einen privaten Bus zum DTM.
Der kostet 10€ pro Weg und meines Wissens nach kann der bereits mit sechs Fahrgästen pro Weg wirtschaftlich betrieben werden. Das nur mal als Referenz.

Die Fahrt nach Cusco sollte nun mangels Alternativen Bimodal erfolgen. Erst Zug, dann Bus. Zeitlich ist es in etwa gleich. Soweit in der Theorie bzw. die Werbung.
Am Bahnhof ist es eingermaßen koordiniert und man wird nach Gruppen aufgerufen, die den jeweiligen Wagen zugeordnet sind
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Der Zug wurde bis auf den letzten Platz gefüllt. Während es bei Start in Cusco maximal sieben Wagen sein können, sind bis zu neun Wagen möglich, wenn Ziel bzw. Start in Ollantaytambo liegen. Es dürfte also auch wirtschaftliche Gründe haben.
Es waren wohl 1-2 Züge am Tag von Cuscco und etwa zehn von Oll.

Mein Wagen hatte 52 Sitze und entsprechend wurden nur damit bereits ca. 5.200 USD umgesetzt.
Neben mir saß eine Japanerin, die sich erfreulicherweise traute englisch zu sprechen. Auch wenn es teilweise schon sehr rudimentär war.
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Die Fahrt war ebenso pittoresk wie die Hinfahrt, wenngleich das Wetter heute schlechter war.
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Ollantaytambo wurde später erreicht als angegeben, aber das sind eh nur grobe Werte.
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Hier wartete schon eine Horde den Zug wieder in die Gegenrichtung erklimmen zu koennen. Ich sag ja, das hat auch wirtschafltiche Gründe.
Bimodal direkt bei PeruRail schienen gar nicht so viele gebucht zu haben, jedenfalls reichten wenige Kleinbusse aus.
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Fokus auf klein - der Zug war da schon deutlich besser
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Um aus Oll. heraus zu kommen wurde schon fast eine Stunde benötigt. Da war mir schon klar, dass Bimodal wohl doch deutlich länger dauern würde.
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Danach ging es immerhin schneller voran.
Die Landschaft erinnerte mich erst sehr stark an Kirgistan.
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Später wurde es dörflich und der primäre Sektor, vielleicht auch Substistenzwirtschaft, dominierte.
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Die Fahrt zog sich dann doch sehr und ist meiner Meinung nach eine erheblich schlechtere Wahl als der dirkete Zug von Cusco.
Wie beschrieben ist es für PeruRail so aber sicherlich wesentlich lukrativer.
Sobald der neue CUZ airport eröffnet sieht das wahrscheinlich anders aus. Der liegt etwa auf halbem Weg zwischen Cusco und Olantaytambol.
Ich kann mir vorstellen, dass einige Cusco dann vielleicht auch komplett skippen, sofern man nur Machu Picchu als Ziel hat.

Hier und da gab es noch interessante Gleisführungen.
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Sechs Stunden nach Abfahrt in Aguas Calientes war das Ziel dann erreicht.
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In Cusco war es nun schon dunkel, ich musste aber noch etwas mit einem Bus Ticket für in ein paar Tagen klären. Da mir eine Änderung des Tickets nun doch sinnvoller erschien. Online ging das natürlich nicht. Das bekam ich auf spanisch hin und war auch überraschend unproblematisch möglich.
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Von hier ging es dann mit nem Uber zum Plaza de Armas.
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An den Straßen sieht man auch hier oft diverse Angebotsschilder für Massagen. Zu meiner Überraschung war der Preis von bis 100 aber nicht PEN, sondern USD. Ich ging in Aguas Calientes noch davon aus, dass die dort aufgerufenen 40 USD einfach der Preis für da sind.
Entsprechend ist das hier preislich höher als das deutsche Niveau. Auch wirklich wild. Ich mutmaße, dass viele Leute aus den USA auch hier das Preisniveau entsprechend nach oben angepasst haben. Das beobachtet man ja seit einiger Zeit nahezu überall, wo die auftauchen.
Das sparte ich mir also und ging stattdessen was essen.

Zwischenfazit Machu Picchu
Direkt hier eine Einschätzung zu Machu Picchu und nicht erst im Epilog.

Machu Picchu ist in jeglicher Hinsicht verblüffend.
Alleine dass man heute für keine 100 Kilometer von Cusco immernoch mindestens gut vier Stunden braucht, zeigt ja wie remote es ist und wie viel krasser es damals gewesen sein muss. Ich finde die Vorstellung einfach so surreal.
Zuletzt erging es mir bei der great wall so. Das fand ich auch so unwirklich.
Also es hat mir schon richtig gut gefallen. Die hohen Kosten sind natürlich das andere.

Zugtickets insgesamt 200 USD, Eintritt Machu Picchu selbst 150 PEN pro Strecke (also 2x 40€ in meinem Fall) und der shuttle 24 USD für den return.
Macht also insgesamt mindestens gut 300 Euro pro Person. Das ist schon nicht günstig.
Hinzu kommen weitere Kosten vor Ort. Die sind natürlich auch eher hoch. Das finde ich aufgrund der Lage aber dann eher in Ordnung.

Wie gesagt, wenn es an richtiger Stelle landet, dann passt es vielleicht. Das bezweifel ich aber.
Die Busse sind ein Monopol, das unter unklaren Bedingungen vergeben wurden.
Unter so unklaren Bedingungen, dass es große Proteste gab.
Wenn 4.000 Leute pro Tag das Shuttle nutzen, sind das alleine schon 96K USD Umsatz.

Klar alles nach Aguas Calientes wird mit dem Zug hingebracht. Auch die Busse auf entsprechenden Wagen. Aber es bleibt halt doch das Gefühl, dass man die Preise einfach nimmt, weil man es kann. Aber so im internationalen Vergleich ist es schon viel.
Dafür habe ich inwzischen mehr als genug Referenzen.
Es wird halt an vielen Stellen doch eher wie Scam.

Ich hab das zur Einordnung auch schon mit mehreren Personen besprochen und möglicherweise fehlt uns der maximal kapitalistische
Gedanke, aber es mindert das Erlebnis ja schon irgendwie.
 

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Erfahrenes Mitglied
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19.09.2026 | Cusco II

Der heutige Tag war für Cusco an sich vorgesehen.
Inzwischen war auch klar: leisure sickness schlägt auf jeden Fall ein. Großartig.
Rainbow mountain wäre eine Option gewesen, das das war mir dann auch wieder zu weit weg bzw. dauerte mir alles zu lange. Anders gesagt, ich hätte dafür um drei Uhr morgens los gemusst. Mein Zustand war dazu auch nicht so richtig in der Lage. Früher hätte ich das ignoriert, aber immerhin das habe ich zwischenzeitlich gelernt.

Erstmal zum Plaza de Armas um was zu essen irgendwo. Wetter wieder umwerfend, UX Index 15, absolut wild.
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Vor einer Bank warteten etliche Leute auf Einlass, die Schlange ging bis weit um die Ecke. Wahnsinn.
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Direkt in Cusco liegt noch ein mini Machu Picchu wenn man es so nennen wollte. Mit der Inka Festung Sacsayhuaman am Stadtrand, die zunächst Erdbeben und dann den Spaniern zum Opfer viel, gab es ein Programm für den Vormittag.
Unklar war wo konkret der Eingang liegt. Bei Maps markiert ist ein Punkt, der allerdings noch etliche Treppenstufen erfordert. Ich bestellte ein Uber zu einem Punkt den ich als geeignet betrachtete und wahrend der Fahrt stellte sich schliesslich heraus wo der zweite Eingang liegt. Mit 17 Euro Eintritt auch wieder eher teuer subjektiv.
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Alte Steine wohin das Auge reicht, allerdings wären hier und da auch ein paar Hinweistafeln nett gewesen
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Exponiert gelegen ergeben sich von hier auch Aussichten auf Cusco.
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Und auch einige tierische Begegnungen
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Zudem gibt es einen Christo Blanco. Das brasilianische Pendant gibt es bei nem kurzen Ostertrip, die vor einigen Wochen aufgekommene IB fare war zu verlockend.
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Der Weg von hier war nicht weit, so richtig lohnend war es nun aber auch nicht
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Schließlich lief ich die etlichen Stufen runter, die den Punkt bei Maps markieren. Hoch laufen ist schon ein ganzes Stück ...
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Etwa hier befindet sich der untere Zugang via Straße
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Es ging dann noch kurz zum mirador, der auch direkt um die Ecke liegt
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bevor ich schliesslich runter nach Cusco lief.
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Mehr oder weniger auf dem Weg lag ein sehr local Restaurant, das folgendes für insgesamt ca. zwei Euro offeriert.
Meinen Geschmack hat das Hauptgericht allerdings nicht getroffen.
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Über sehr belebte Straßen
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Traf ich vor der Markthalle ein, welche sich am Bahnhof befindet
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Es gibt verschiedene Bereiche, die innerhalb dessen dann sehr ähnliche Produkte anbieten
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Auch hier findet sich ein ausgeprägter touristischer Bereich :D
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Auch vor der Halle gab es noch einige Stände
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Wie immer führen alle Wege in Richtung Plaza de Armas
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Viel mehr gab es dann auch nicht mehr.

Am späten Nachmittag lief ich kurz vor Sonnenuntergang für einen finalen Blick nochmal zurück, bevor es dann auch sehr schnell wieder sehr kalt wurde.
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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.732
3.962
Herzlichen Dank. Sehr schön aufgemacht.

Wenn ich hier noch in Erinnerungen schwelgen darf. Ich war vor etwa 20 Jahren auf dem Macchu Picchu, damals fuhren drei Züge (billig, normal, teuer) und die Touristen wurden gebeten, statt den billigen den normalen zu nehmen (aber nicht verpflichtet). Von der Reisezeit her scheint sich nichts verändert zu haben, preislich war es damals nicht überteuert.

2-3 Stunden von Aquas Caliente aus hoch? Kann ich kaum glauben, wobei google sagt ja. Ich bin es damals gelaufen, hoch und runter, klar, ich war sehr fit und Bergwandern gewohnt, aber länger als ne Stunde hat das kaum gedauert. Nun ja, wahrscheinlich ist der durchschnittliche, bergwanderungewohnte Tourist hier der Masstab. Landschaftlich war das wohl keine Perle, hab null Erinnerung daran.

Krass diese Menschenmassen! Tja, offenkundig haben die zu viele Touristen. Und wie reguliere ich das? Offenkundig über den Preis und da sie Kontingente haben, könnten sie theoretisch auch noch mehr heuschen.

Oh ich würde gerne wieder nach Peru. War immer gerne dort. Freue mich auf die Fortsetzung.
 
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rolandditz

Erfahrenes Mitglied
03.12.2012
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2.733
56
Westfalen
Vielen Dank für den spannenden Reisebericht. Das weckt (wie beim Schreiber über meinem Post) Erinnerungen an meine Runde durch Ecuador und Peru in 1994.

Ein guter Schulfreund heiratete in Guayaquil, und so haben wir und mit ein paar Freunden und dem frisch getrauten Ehepaar nach den beinahe einwöchigen Hochzeitsfeierlichkeiten eine Tour in Ecuador mit der Bahnfahrt von Guayaquil über die Teufelsnase und Alausi nach Riobamba, mit Überlandbussen nach Banos, Puerto Francisco de Orellana am Rio Napo und nach Quito gemacht. Von dort sind wir mit SAN B727-100 nach Cuenca geflogen und anschließend per Touristenbus zurück nach Guayaquil.

Dort haben wir das Hochzeitspaar zurückgelassen und sind mit Aeroperu von Guayaquil über Lima nach Cusco geflogen. Nach der Besichtigung von Cusco ging es damals auch mit dem "normalen" Zug nach Agua Calientes und am nächsten Morgen auf der mit Sitzbänken ausgebauten Ladefläche eines Pritschenwagens hoch zu den Ruinen von Machu Picchu, wo wir uns den ganzen Tag aufhielten und uns frei in den Ruinen bewegen konnten. Abends in der Unterkunft in Agua Calientes schmeckte das Pollo nach Fisch, da vermutlich alle peruanischen Hühner mit dem Fischmehl aus der Fabrik in Callao gefüttert wurden, die damals den ganzen Flughafen LIM mit ihrem "Duft" einhüllte. Wenn ich mir die alten Fotos anschaue, was ich aufgrund Deines Reiseberichtes nach längerer Zeit mal wieder getan habe, war alles sehr ursprünglich, schlicht und mit wenig anderen Touristen auf den Bildern. Und für einen damals frisch ausgelernten Steinmetzgesellen wie mich war das Preisniveau damals als recht günstig in Erinnerung geblieben. Die Steine und historischen Gebäude haben sich in den 32 Jahren dann auch kaum verändert, das ganze "Drumherum" ist halt viel überlaufener und touristischer geworden. Wir sind von Cuzco aus natürlich noch nach Sacsayhuaman gefahren, hatten dort die Ruinen fast für uns allein, und für einen Festtag der Kirchenpatronin nach Pisac, was damals in meinem Reiseführer als "Geheimtipp" für ein ursprüngliches Kolonialstädtchen galt. Dort waren wir dann tatsächlich die einzigen Europäer auf dem Fest. Für mich ging es dann von Cuzco aus über Lima wieder zurück nach Europa (mehr als drei Wochen Urlaub waren damals wie heute durch die Arbeit nicht drin), während der studierende Teil der Reisegruppe von Cuzco aus mit Überlandbussen noch weiter zum Titicacasee und nach La Paz gefahren ist.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.314
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DUS
20.09.2026 | CUZ-AQP | Arequipa I

Innerhalb Perus gibt es zum Glück ein paar dezentrale Verbindungen, sodass man nicht immer via LIM fliegen muss. Allerdings oft nur im doppelten Tagesrand. Daher ging es um acht Uhr von CUZ nach AQP. Das Ticket war Teil des LATAM Tickets, da es zusammenhängend überraschenderweise günstiger als separat war.

Zu früher Stunde gingen schon etliche Flüge nach LIM, sodass es doch ziemlich voll war.
Die Siko war zwar relativ chaotisch, ging aber schneller als ich aufgrund der Vielzahl an Personen vermutet hatte.

Im Keller gibt es ne mini Lounge, die mit dem LATAM Ticket an sich aber nicht zugänglich ist. Es bedarf eines PPs. Vor mit hatte ein älteter Herr Probleme sich in die PP App einzuloggen. Kurzerhand nahm ich ihn dann bei mir als Gast mit rein. Ich finde die PP App auch nicht gut, da ich dort sehr sehr häufig ausgeloggt werde und dann manchmal auch nicht rein komme.
Die Lounge an sich könnte die kleinste gewesen sein in der ich jemals war. Dafür war das Angebot war für die Größe sogar noch einigermaßen in Ordnung.
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Viel Zeit blieb jedoch eh nicht, da ich recht knapp am CUZ eintraf.

Der Flug nach AQP wurde von der CC-BFM durchgeführt, die LIM-CUZ-AQP-LIM fliegt und vermutlich daher eine der wenigen Gate Positionen bekam.
Bei meinem Eintreffen hatte das Boarding bereits begonnen und war auch deutlich vor der Zeit abgeschlossen.
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Ebenso erfolgte der push vor der Zeit, allerdings standen wir dann noch etwas auf dem apron und nem taxiway herum.
Das ermöglichte nochmal Perspektiven auf die wirklich direkt an den Flughafen angrenzenden Häuser, echt wild.
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Kurzer backtrack über die runway und schließlich konnte man das Gefälle auch ganz gut sehen.
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Nachfolgend könnte der vielleicht spannendste A320 Flug jemals folgen.
Die Bedingungen waren absolut hervorragend und die Aussichten maximal pittoresk.
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Wirklich ein Highlight.
Dazu dann noch den inzwischen bekannten LATAM Service
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Mein Gesundsheitszustand hingegen war kein Highlight, da seit dem Abend zuvor nun auch Halsschmerzen dazu kamen. It is what it is.
Landung in AQP etwas vor der Zeit und in den Außenbezirken der Stadt waren die Straßen offenbar dust roads
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Ich hatte im Vorfeld gehört, dass Arequipa vielen am Besten gefallen hätte. Mit nem Uber ging es zunächst zum Domizil der Wahl.
Hier erneut ein Hostel, der vibe könnte auch gut sein. Mal schauen.
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Am Ende der Straße befindet sich eine Art Busbahnhof. Auf der Straße. Es kamen unzählige Busse vorbei.
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Danach dann zum hiesigen Plaza de Armas.
Besonders ist hier sicherlich, dass eine Seite quasi komplett durch das Gotteshaus begrenzt wird.
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Selbiges hat wohl auch eine relativ hohe Relevanz, da hier die Flagge des Vatikans gehisst werden darf. Das ist wohl ziemlich besonders.
Die anderen Richtungen waren aber auch sehenswert.
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Bei bestem Wetter und erneut einem wahnsinnigen UV Index war mir eher kalt. Ein absolut schlechtes Zeichen.
Dennoch konnte ich nicht anders als ein Queso Helado zu erwerben. Ein Eis, das wohl u.a. aus Kondensmilch gemacht wird und hier seinen Ursprung hat.
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Müllwagen X KFW
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Um die Ecke gibt es auch hier eine Art Fußgängerzone.
Generell findet in Arequipa statt, was ich in Cusco noch bemängelt habe.
Am hiesigen Plaza de Armas fahren so gut wie keine Autos. Generell scheint es in vielen Straßen Einfahrverbote zu geben.
Das macht die walkability gleich so unendlich viel besser!
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Nicht zu weit entfernt gibt es noch den Mundo Alpaca.
Ich war mir unsicher was genau das ist, würde aber auch keinen Besuch empfehlen.
Es gibt ein bisschen war zur Wollproduktion und einen sehr hochpreisigen Shop.
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Auf dem Rückweg erfreute ich mich abermals über die walkability.
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Während sowas hier nicht nur nicht unterstützt, sondern verboten werden sollte.
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Wieder am Plaza de Armas
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Konnte der Hausberg im Hintergrund erspäht werden, sowas gefällt mir immer richtig gut
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Am Abend geriet ich noch kurzerhand in eine Prozession.
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Ich hab versucht herauszufinden ob das jeden Sonntag ist, oder ob es einen Anlass hat. Nachdem ich zunächst zielsicher peruanische Touristen ansprach konnte ein Kellner, der in der Tür stand Abhilfe schaffen. Natürlich nur auf spansich aber gepaart mit dem Kontext:
Señor de los Milagros (wird heute in Lima gefeiert) ist im Wesentlichen der Anlass. Ein paar Wochen vorher werden hier in Arequipa
ähnliche Festivitäten abgehalten. Allerdings sind es hier zu diesem Zeitpunkt offenbar Jugendliche.

Das war schon auch ein interessanter vibe, auch wenn ich damit sonst nichts zu tun habe. Die Basilika im Hintergrund gepaart mit dem beginnenden Sonnenuntergang waren für das setting natürlich gern gesehene Gäste.
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Auch hier ist es sobald die Sonne weg ist sehr schnell sehr kalt. Das Hotel lag nur wenige Minuten entfernt, allerdings war hier wirklich absolut gar nichts los.
Das ist nicht der Grund warum ich mir das "antue".
Allerdings wäre es für meinen Gesundheitszustand wahrscheinlich eh besser zu schlafen.
 

handballplayer3

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01.10.2015
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21.09.2026 | Arequipa II

Wenn ich den Colca Canyon hätte machen wollen, dann heute. Auch das hätte eine Abfahrt um etwa drei Uhr nachts bedeutet mit Ankunft in Arequipa etwa 14 Stunden später. Ob des Gesundsheitszustands war ich mir erneut unsicher, ob ich das machen sollte.
Ich entschied mich dagegen und ein Blick auf den Schlafwert der Nacht unterstrich diese Entscheidung.
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Latent gehofft den Zenit bereits erreicht zu haben, ging ich nun davon aus dass es wohl noch dauern wird. Es war subjektiv eher schlechter.
So komplett gar nichts machen ist dann auch keine Option und gegen zehn Uhr begab ich mich dann mal nach draussen.
Immerhin war das Wetter wieder umwerfend!
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Die lokalen koffeinhaltigen Spaßgetränke sagten mir bisher nicht zu, sodass ich zu internationalen Marken zurückkehrte.
Als jemand der seit der Schule nebenbei bei Edeka gearbeitet hat ist der sehr akkurat vorgezogene Laden sehr positiv zu erwähnen.
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Ich hatte in Cusco bereits ein peruanisches Medikament erworben, allerdings bedurfte es nun noch einer weiteren Option.
Ein Spray für 17 Euro wurde es schliesslich. Ich sehnte fortan den Geschmack von Inca Kola herbei, weil das Spray wirklich eklig war.
In Deutschland sind vergleichbare Produkte für die Hälfte zu haben.
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Vielleicht hätte ich es doch lieber mit einer Ahyuasca session probieren sollen.
Mich nervt auch dass ich die eigentlich geplante Gym session hier nun natürlich auch nicht einbauen konnte.
Mal schauen ob ich daran arbeiten kann, dass es mir nicht mehr passiert.
Tatsächlich war es die letzten Male fast immer.
Klar alles nicht dramatisch, aber auch einfach zeitlich sehr unpassend.

Immerhin war die Aussicht gut.
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Da ich nur mit 5.1 Kilo Kleidung unterwegs war wurde es Zeit diese waschen zu lassen.
So sah es zumindest auch meine Kalkulation vor, damit es passen würde. Für gut ein Euro pro Kilo wäre es auf Wunsch sogar same day fertig geworden.

In relativer Nähe lag ne weitere der unzähligen Kirchen
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deren Innenhof ich kurz begutachtete.
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Auf den Straßen war auch hier relativ viel los
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Moderne Technik - obwohl die für Südamerika wohl noch relativ lange gebaut wurden. Könnte also auch erst ca. 27 Jahre alt sein.
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Ebenfalls ist die lokale Markthalle nicht allzu weit entfernt.
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Wie auch in Cusco gibt es verschiedene Bereiche
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Ich erwarb einen mix Obst shake
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Am späteren Nachmittag ging es noch mit nem Uber zu mirador
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Ich hatte ein bisschen bessere Aussicht erwartet, aber ich konnte immerhin das erste Mal den Vulkan so richtig erblicken.
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Zurück bin ich gelaufen, da es zeitlich auch nicht so viel länger als Uber sein sollte
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Illegal geparkte Zweiräder werden hier wohl ab und an abgeschleppt.
Sofort stürmten die Besitzer aus den angrenzenden Läden und ließen diese verschwinden.
Fünf Minuten später standen natürlich wieder alle dort :D
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Da ja auch in Arequipa ein Hostel das Domizil der Wahl war, wollte ich erneut den einzigen Grund dafür noch umsetzen. Allerdings war gestern ja gar nichts los und auch heute hielt sich das schon sehr in Grenzen. Heute gab es immerhin ein paar Leute mit denen man ins Gespräch kommen konnte, aber auch nicht so wie „früher“.


22.09.2026 | Arequipa III

Nachdem ich die Wäsche abgeholt hatte, stand für heute auch nicht viel auf dem Programm.

Die Nacht war relativ ok und vielleicht war der Zenit nun doch erreicht.
Da es wissentlich vor fünf Tagen begonnen hatte könnte es so langsam dann auch mal abklingend sein.

Die möglicherweise größte Bekanntheit in Arequipa gilt dem Kloster Santa Catalina.
Das liegt mitten in der Stadt und wird durch eine Art Stadtmauer begrenzt, die einen ganzen Block ein nimmt.
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Mit etwa zwölf Euro finde ich das ebenfalls eher teuer. Allerdings war es wirklich sehr weitläufig und man kann hier bei entsprechendem Interesse sicherlich auch mehr als drei Stunden verbringen.
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Irgendwo führt auch ein Zugang auf das Dach eines Hauses
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Mittags auch hier nochmal eine finale Plaza de Armas Runde
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Das wars für heute auch, da die kommende Nacht wahrscheinlich eher anstrengend würde.

Den Nachtbus von Arequipa nach Ica hatte ich eigentlich für einen Tag später gebucht. Allerdings da noch mit dem Colca Canyon kalkuliert.
Zumal ich mir es von der Sache recht ähnlich zu den Canyons in Kasachstan vorstellte. Das hatte ich bereits in Cusco geändert, da absehbar war, dass
es die bessere Option sein würde.
Und ich habe inzwischen auch gelernt, dass weniger manchmal mehr ist.

Daher ging es heute Abend mit dem Bus nach Ica.
Eher ein notwendiges Übel, aber wahrscheinlich doch die beste Option das nachts zu machen als tagsüber.
Mit nem Uber ging es zum Busbahnhof, der am südlichen Ende Arequipas liegt.
Das dauerte dann allerdings ziemlich lange.
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Auch bei Busfahrten scheint es obligatorisch ziemlich frühzeitig da zu sein. So wird es zumindest kommuniziert.
Das liegt auch daran, dass alles größer als ein personal item aufgegeben werden muss. Das läuft tatsächlich sehr ähnlich zu der Prozedur am Flughafen.
Am Bus Terminal operieren verschiedene Unternehmen, wenngleich die wie an US Flughäfen offenbar eigene „Gates“ haben.
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Darüber hinaus gibt es einige kleine Shops, die jedoch augenscheinlich alle exakt das gleiche verkaufen. Da der Bus hier startet sollte die Fahrt wohl pünktlich starten.
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Hier muss auch noch eine departure tax von etwa zwei Euro entrichtet werden. Warum man die nicht direkt ins Ticket inkludiert - rätselhaft.

Immerhin sollten mich lieflat seats erwarten. Dennoch finde ich Busfahrten wirklich schlimm und es macht mir auch so gar keinen Spass. Wenngleich mir natürlich klar ist, dass für einen Großteil der Weltbevölkerung Busse mehr oder weniger überhaupt das einzig in Frage kommende Transportmittel sind.
Entsprechend wenig Freude auf die kommenden mindestens 13 Stunden hatte ich dennoch.
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Wie dem auch sei, der Sitz sah ja erstmal ganz passabel aus. Auch die Abfahrt war tatsächlich sehr on time.
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Von den insgesamt 18 Sitzen in 2-1 Anordnung blieben ein paar leer.
Das Ticket hat 50€ gekostet und offenbar ist das auch der Preis für die Fahrt von Arequipa via Ica nach Lima. Da fährt der Bus nämlich final hin.
AQP-LIM gibt es ab 40€, mit Gepäck wohl eher 70€. Also den Bus muss man schon wollen. Wenngleich man sich natürlich eine Nacht spart.

Allerdings sollte ich lernen dass diese Art von Bus für die lokale Bevölkerung wohl auch eher die Ausnahme ist.
Ein älteres paar in der Reihe vor mir ließ Fotos von sich machen und startete zwei Videoanrufe um die Sitze zu präsentieren.
Es schien also schon etwas besonderes zu sein.

Entgegen meiner Erwartungshaltung gab es jedoch keine Kissen oder Decken.
In den Nachtbussen in Vietnam, die ich mangels Alternativen auch dort wenige Male nehmen musste, wurden die offeriert. Generell gefielen mir die dort besser.
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Hier gab es jedoch überraschenderweise eine snack Tüte. Bei Abfahrt um 19:00 Uhr hatte ich überlegt ab ca. 21:00 Uhr schlafen zu wollen.
Ich hatte vorher noch Handtuch und Jacke in den Rucksack gepackt, für den Fall dass es keine Decken geben sollte
Diese Entscheidung sollte wegweisend sein. Es war nämlich so kalt, dass ich die Jacke sogar anziehen musste.
Und das obwohl mir grundsätzlich immer eher zu warm ist. Vielleicht auch weil ich nicht so richtig fit war.

Absolute high class – dennoch gelang es überraschenderweise einigermaßen passabel zu schlafen. Natürlich nicht ohne einige Male wach zu werden.
 

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01.10.2015
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DUS
Herzlichen Dank. Sehr schön aufgemacht.

2-3 Stunden von Aquas Caliente aus hoch? Kann ich kaum glauben, wobei google sagt ja. Ich bin es damals gelaufen, hoch und runter, klar, ich war sehr fit und Bergwandern gewohnt, aber länger als ne Stunde hat das kaum gedauert. Nun ja, wahrscheinlich ist der durchschnittliche, bergwanderungewohnte Tourist hier der Masstab. Landschaftlich war das wohl keine Perle, hab null Erinnerung daran.
Retrospektiv denke ich auch, dass die einerseits natürlich damt auch abschrecken wollen, damit man den Bus nimmt.
Ich hatte allerdings auch vor allem englischsprachige Seiten genutzt. Und wenn man jetzt die USA als Referenz nimmt, dann sind es wahrscheinlich
dort auch oft eher drei als eine Stunde :D
Krass diese Menschenmassen! Tja, offenkundig haben die zu viele Touristen.
Und wie reguliere ich das? Offenkundig über den Preis und da sie Kontingente haben, könnten sie theoretisch auch noch mehr heuschen.
Also oben verlief es sich ja schon einigermaßen gut.
Mit hohen Preisen ist es natürlich immer ein Dilemma. Für einmal bezahlen viele wahrscheinlich.
Aber wie zuvor erwähnt hätte mich das zu Unizeiten vor eine sehr große Hürde gestellt. Und ich finde nicht,
dass sowas aus monetären Gründen verwehrt bleiben sollte.

Ich war im August ein paar Tage in Neapel. Pompeji hat 20€ gekostet.
Vielen Dank für den spannenden Reisebericht. Das weckt (wie beim Schreiber über meinem Post) Erinnerungen an meine Runde durch Ecuador und Peru in 1994.

Ein guter Schulfreund heiratete in Guayaquil, und so haben wir und mit ein paar Freunden und dem frisch getrauten Ehepaar nach den beinahe einwöchigen Hochzeitsfeierlichkeiten eine Tour in Ecuador mit der Bahnfahrt von Guayaquil über die Teufelsnase und Alausi nach Riobamba, mit Überlandbussen nach Banos, Puerto Francisco de Orellana am Rio Napo und nach Quito gemacht. Von dort sind wir mit SAN B727-100 nach Cuenca geflogen und anschließend per Touristenbus zurück nach Guayaquil.
Ich frage mich oft, wie das alles wohl "früher" war. Das klingt sehr spannend!
In Ecuador gibt es immerhin noch B735 heute.
Nach der Besichtigung von Cusco ging es damals auch mit dem "normalen" Zug nach Agua Calientes und am nächsten Morgen auf der mit Sitzbänken ausgebauten Ladefläche eines Pritschenwagens hoch zu den Ruinen von Machu Picchu, wo wir uns den ganzen Tag aufhielten und uns frei in den Ruinen bewegen konnten.
Ich glaub das ist auch einfach etwas das es nie wieder so geben wird.
Kirgistan vor zwei Jahren fühlte sich ein bisschen so an. Dafür ist heute wahrscheinlich alles so einfach
wie noch nie zu erreichen bzw. die Informationslage ist ja immerhin mehr als "es steht in einem Reiseführer".
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
Ich hatte vorher noch Handtuch und Jacke in den Rucksack gepackt, für den Fall dass es keine Decken geben sollte
Diese Entscheidung sollte wegweisend sein. Es war nämlich so kalt, dass ich die Jacke sogar anziehen musste.
Und das obwohl mir grundsätzlich immer eher zu warm ist. Vielleicht auch weil ich nicht so richtig fit war.

Absolute high class – dennoch gelang es überraschenderweise einigermaßen passabel zu schlafen. Natürlich nicht ohne einige Male wach zu werden.
Es war wirklich extrem kalt. Schließlich musste neben der Jacke auch das Handtuch herhalten. Prime.
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Zum Sonnenaufgang wurde ich wach und entschied fortan auch wach zu bleiben.
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Ein Blick auf Maps verriet zudem, dass es mit einer pünktlichen Ankunft auch nix werden kann. Ich mutmaße, dass viele LKW ursächlich dafür sind, die teils sehr langsam die Steigungen hinauf fahren und überholen auch oft nicht möglich ist.
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Landschaftlich war es wüstenartig.
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Allerdings sollte bis Ica nun kaum ein Blick aus dem Fenster möglich sein, ohne nicht Müll am Straßenrand liegen zu sehen.
Also wirklich nahezu durchgängig. Für von hier aus noch immer mehr als drei Stunden.

Hier und da wurde es marginal urbaner.
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Wenngleich ich die Zustände schon teilweise erschreckend finde.
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Bevor schließlich Ica um etwa 09:45 lcl erreicht wurde. Die Ankunft also gut zwei Stunden zu spät, nach insgesamt dann fast 15 Stunden.
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Zur Erinnerung, der Bus fährt noch weiter nach Lima. Von hier auch nochmal fünf Stunden. Einige fuhren das auch noch.
Die Station in Ica wird offenbar von Cruz del Sur selbst betrieben.
In der oberen Etage gibt es einen listo in welchem ich noch ein Sandwich und ein Spaßgetränk erwarb und es direkt vor Ort aß.

23.09.2026 | Huacachina I

Danach gab es eine weitere Uber Fahrt nach Huacachina. Das ist eine Oase vor den Toren Icas.
Oder eher war mal eine Oase. Seit vielen Jahren ist es anthropogen und im wesentlichen auch nur eine Ansammlung von touristischen Betrieben.
Das setting an den Dünen ist dennoch echt interessant. Und unique.
Gleichzeitig ist es hier signifikant wärmer – etwas über 30°C.
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Der Plan sah vor hier nicht allzu viel zu machen.
Aus bekannten Gründen hatte sich das jetzt eh erübrigt. Allerdings hatte ich hier ein mutmaßliches Partyhostel gebucht. Mal schauen wie das dazu passt.
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Den Tag über machte ich planmäßig eigentlich gar nichts.
Später begutachtete ich die Oase und kam zum Fazit, dass es in der Tat touristisch war, gleichzeitig aber auch nicht viel los zu sein schien.
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Man könnte auch sagen die besten Zeiten sind wohl schon vorbei
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Da werden KI Plakate wohl nicht die Rettung sein, eher im Gegenteil.
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Nachdem ich in nem KI freien Restaurant etwa drei Kilo Reis vorgesetzt bekam stellte ich fest, dass das Partyhostel auch nicht so richtig die Erwartungen erfüllen konnte.

Es war wenig los. Ein paar Leute waren doch da und ich war sehr negativ überrascht für ein 0,3L Flaschenbier knapp vier Euro bezahlen zu müssen.
Das ist legit ja nahezu ein Preis in Deutschland. Und gerade für ne Hostel Bar auch echt frech, no matter what.
Da hier echt wenig los war ging es noch woanders hin. Aber auch das war eher mäßig. Vielleicht werde ich auch einfach zu alt dafür.
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Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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24.09.2026 | Huacachina II

Mangels Alternativen gab es eine traurige Bowl zum Frühstück.

Viele fahren von hier nach Paracanas. Das kann man sonst auch von Lima aus machen.
Zeitlich ist das auch wieder ewig und so richtig überzeugend waren die Berichte von anderen Leuten jetzt auch nicht. Kann man machen wenn man Zeit hat, gibt aber auch besseres.
Tagsüber blieb ich am Hostel und ich wollte etwas anderes ohnehin lieber machen.

Die Dünen bieten sich für diverse Aktivitäten an. Neben Buggyfahrten kann man hier auch sandboarding bzw. Sandski betreiben.

Das kann man sofern es die Umgebung zulässt an einigen Orten der Welt machen, hier sollte es für mich das erste Mal sein.
Treffpunkt war gegen 14:30 Uhr.

Surreal.
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Anschließend läuft man mit dem Equipment etwa 650m bis zu den Dünen und schließlich bei 33°C die Düne hoch.
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Oben stehen entsprechende Vehikel. Im Vorfeld wurde die Gruppe bereits aufgeteilt. Pro Karre sind etwa acht Leute möglich.
Sinnvollerweise wurde nach skill Level sortiert.
Es gibt hier offenbar auch viele Leute, die noch nie Ski oder Snowboard gefahren sind. Daher wirklich sinnvoll keine Durchmischung zu haben.

Ich selbst bin wirklich wirklich lange nicht mehr gefahren. Bis auf zweimal in der hohen Tatra und einmal in Italien habe ich auch wenig Alpine Erfahrung. Letzteres war zu Schulzeiten als verpflichtende Klassenfahrt. Da ich offenbar sehr talentiert bin wurde ich dort zu der „Profi Gruppe“ zugeordnet und entsprechend habe ich mich hier auch eingeordnet :D

Zunächst wurde mit dem Buggy wild umher gefahren und das Terrain erlebt.
Aus Sicherheitsgründen halten sich die Bilder in Grenzen, da man schon Mühe hatte das Handy nicht zu verlieren.
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Bald war der erste Spot erreicht. Tatsächlich war es steiler als ich gedacht hätte und es gab auch nix zum reinkommen.
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Zudem war es auch sehr windig und ich war mir noch unsicher, ob ich die Cap jemals wieder sehen würde
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Es ist schon anders als auf Schnee, auch wenn meine Referenzen ja wirklich lange zurückliegen.

Der größte Unterschied wird sein, dass man aufgrund der Reibung schon eher zusehen muss unten noch ausreichend schnell zu sein.
Zudem dauert eine Fahrt je nach Düne etwa 35-60 Sekunden.
Klappte aber echt richtig gut und nach dem zweiten Mal wusste man auch wie man ein gutes Mittel zwischen Geschwindigkeit und Kurven findet.
Dennoch wollte ich natürlich auch wissen wie schnell man wohl werden kann – schnell. Der Weltrekord liegt bei etwa 90km/h.
Schnell.

Der Buggy ist als erstes, oft einen weniger steilen Weg, runter gefahren und anschließend ist man nacheinander gefahren.
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Entsprechend dauert eine Abfahrt mit der Gruppe sicherlich etwa 15 Minuten. Anschließend muss das Equipment und man selbst wieder hoch gefahren werden.
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Es gab ein paar verschiedene Spots, die sich subjektiv aber bis auf die Perspektive jetzt auch nicht großartig unterschieden haben.
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Während man oben steht hat man zudem auch noch gute Aussichten auf die Umgebung. Das ist auch alles schon echt unique und
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Sidequest auf jeden Fall erfolgreich abgeschlossen.
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Zum Sonnenuntergang gab es 1+n Pisco sour. Wenngleich ich lieber ein Bier gehabt hätte.
Dazu Snacks wie Chips.
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Hätte das nicht gebraucht, aber ich glaube es ist immer obligatorisch.
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Während der Abfahrten war der Song die ganze Zeit in meinem Kopf

Danach zurück und wieder die Dünen runter. Inwzischen war es nach 19 Uhr und zum ersten Mal in Peru fand ich die value for money hier absolut in Ordnung.
Generell war das wirklich unique und hat sich sehr gelohnt.

Da drei Australier aus meinem Dorm ebenfalls dabei waren sah ich zu zügig zurückzukehren, um als erster duschen zu können :D
Es ist halt doch auch relativ sandig, alleine durch den Sand den man unweigerlich aufwirbelt.

Anschließend gab es ne mäßige Pizza im Hostel und noch zwei Bier.
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Es war erneut nicht allzu viel los, dafür waren primär Typen aus UK anwesend.
Die fallen subjektiv sehr oft sehr negativ auf und ohne das jetzt näher ausführen zu wollen hatte ich sehr schnell auch wirklich gar keine Lust mehr auf die.
Das war aber auch nicht allzu tragisch, da ich am nächsten Morgen auch eher früh los musste.
 

handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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25.09.2026 | Ica – Lima | Lima I

Von Ica nach Lima geht es im Wesentlichen auch nur mit nem Bus.
Die Fahrt dauert etwa vier Stunden, also auch wieder kein allzu grosser Spass. Naturlich ist das erneut mein subjektiver hate. Zudem nun mit 160° Sitzen.

Wie gefordert erreichte ich die Station mit ausreichend Vorlauf. Nur um dann festzustellen wovon ich ohnehin ausging.
Da der konkrete Bus in Cusco startet rechnete ich analog zu meiner Erfahrung von der Fahrt aus Arequipa nicht mit einer pünktlichen Ankunft.
Immerhin sollte der Bus nur etwa eine Stunde später eintreffen als geplant.
Allerdings wird das alles nur auf Spanisch kommuniziert und Anzeigen gibt es auch keine aussagekräftigen.
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Als der Bus schließlich eintraf ging es auch relativ bald los.
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Die Fahrt zog sich schon sehr. Aussichten bestanden primär aus sichtlich wenig entwickelten Gegenden auf der Strecke.
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Anders gesagt war die Bausubstanz und der Ausbauzustand der passierten Gebäude deutlich hinter dem, was ich im Vorfeld aus Peru erwartet hätte.
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Je näher Lima kam, desto desaströser wurde der Verkehr.
Vor allem in Lima ging es nur extrem langsam voran.
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Die Bus Station lag zudem auch noch ziemlich ungünstig, da ich später einen Teil der Strecke wieder zurück musste.
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Wie immer war Uber das Mittel der Wahl. Door to door von Huacachina bis Lima waren es nun sagenhafte sieben Stunden für etwa 300 Kilometer.
Das ist schon verrückt.
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Da es preislich ganz passabel war und mir die Lage brauchbar erschien wurde es hier das Radisson Red.
An sich habe ich damit nix am Hut, aber die sonst präferierten Hilton Alternativen waren erneut signifikant teurer.
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Insgesamt der Erwartungshaltung entsprechend.
Es gibt ne rooftop bar
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Auf der gleichen Ebene ist auch das Gym. Hätte ich es benutzt hätte ich es als nahezu unbrauchbar bewertet. Kurzhandeln bis zehn Kilo sind schon frech.
Zudem ist es wesentlich kleiner als die online Fotos es suggerieren, da hat jemand gute Arbeit gemacht :D
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Da es aufgrund der ewigen Busfahrt inzwischen auch gar nicht mehr so früh war, machte ich mich unmittelbar wieder auf den Weg.
In Miraflores gelegen bot es sich an die hiesige Umgebung zu begutachten.
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Aufgrund der Topographie ist es bis zur Küste ein gewaltiger Höhenunterschied, sodass eine Art Promenade in exponierter Lage entstanden ist.
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Mit bestem Blick auf – eine Straße.
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Wow, Verkehrsplanung eine absolute Katastrophe.
Generell ist der Verkehr in Lima ja wirklich schlimm aber dann in absolut bester Küstennähe sowas hinzuballern kann sonst ja nur die USA.
Sicherlich ist der Höhenunterschied zum Meer eine Sonderstellung, aber da könnte man ja trotzdem was draus machen.

Ich blieb entsprechend aber oben und lief in Richtung Norden.
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Es war schon viel los, zeigt ja dass solche Konzepte funktionieren, und fast unangenehm voll teilweise.
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Gleichzeitig auch nicht allzu spektakulär, da es in der Tat nur ein eher schmales Band war, welches hier und da Parkcharakter hatte.
Dennoch führen halt sowohl unten als auch direkt angrenzend unmittelbar mehrspurige Straßen entlang. Das ist am Ende einfach laut und nicht einladend.
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Schließlich ging die Sonne unter und damit endete der Tag dann auch
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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
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DUS
26.09.2026 | Lima II

Frühstück war inkludiert, aber auch ehr die Erwartungshaltung nicht erfüllend.
Gemäß den Rezensionen muss man wohl vor kurzem von a la carte auf Buffet umgestellt haben.
Während es zuvor auch Eggs Benedict gab, ist das Angebot nur durchschnittlich.

Auch für heute hatte ich mir nicht mehr viel vorgenommen.
Das centro historico ist ein Stück entfernt, konkret zieht das am Samstagmorgen eine Uber Fahrt von 40 Minuten Dauer nach sich.

Es ist wirklich einfach nicht angenehm. Unterwegs gab es auf die Straße verlagerte Werkstätten zu begutachten.
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Ich stieg aufgrund des Verkehrs etwas eher aus
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Und lief dann noch wenige Minuten
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Letzte Stadt Perus, letzter Plaza de Armas. Sicherlich der größte.
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Hier gab es auch Installationen wie man sie so ähnlich hier und da vorfindet
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Ebenso fand hier aktuell sowas wie change of the guards statt
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In Lima ist es oft sehr zugezogen bzw. hazy. So auch heute. Mit etwa 30°C zwar echt warm, aber das Licht war schon sehr diffus.
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Auch hier gibt es in einer der abgehenden Straßen eine Fußgängerzone
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Faire Churro Preise und geschmacklich wars auch super
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Autos in solchen Zuständen sieht man schon relativ häufig, obwohl das schon ein Extrembeispiel ist
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Mit nem weiteren Uber ging es in nun sogar 45 Minuten zurück nach Miraflores.
Am Nachmittag gings dann nochmal etwas durch die Umgebung.
Die kann auch Brutalismus.
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Im hiesigen Park war auch einigermaßen viel los
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Und auch hier gibt es diverse Verkaufsstände
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Es sollte dann aber auch bald wieder zurück gehen
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In einem auf dem Weg liegenden Supermarkt erwarb ich noch etwas Inca Kola.
Nicht für mich, aber ich wollte die Einschätzung von anderen haben. Ich fand es ja wirklich schlimm und war gespannt wie es wohl sonst ankommen würde.
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Das sollte dann auch den letzten Kauf in Peru darstellen. Am nächsten Tag war der Abflug für 11:00 Uhr geplant.
 

Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
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Da kannst du ja in Miraflores gleich noch den Fahrradweg anschauen, den Deutschland mit sehr sehr vielen Millionen finanziert hat und auf dem zumindest ich nie ein Fahrrad sah...

Wenn ich hier noch meine Einschätzung hinzufügen darf: Südamerika ist Autoland, die Städte wurden für die Autos gebaut. Am Strand entlang flanieren? Dafür fehlt ihnen n.m.D. jedes Verständnis, wichtiger ist, dass ich mit dem Auto direkt an den Strand fahren kann -> Es gab und gibt Zeiten, wo es schlicht lebensgefährlich war, zu Fuss unterwegs zu sein oder am Strand zu flanieren, das spielt sicher auch mit. Gefährlich ist in Lima übrigens heute noch die Umgebung der Busbahnhöfe, mögen sie noch so friedlich aussehen. Dort entkam ich einem Überfall nur knapp. Ich persönlich finde Südamerika heute viel sicherer als früher. (Leider gilt das nicht für Venezuela). Hoffentlich bleibt das so.

Das ist eine schöne Reise und weckt in mir viele Erinnerungen an schöne Begegnungen und missglückte Reisepläne. Ich sagte mir immer, dass die Ankunftszeit der Busse nach südamerikanischer Zeit fahren. Rechne mal grundsätzlich 2 Stunden drauf... Mein Bus von Cusco nach Ica (vielleicht 10 Jahren her) wurde irgendwo um Abancay von Demonstranten mit Steinen attackiert, da gingen Scheiben zu Bruch... die Verspätung lag dann irgendwo bei 9 Stunden. In Aguas Calientes wurde alle Touristen im Bahnhof eingeschlossen, während die Polizei versuchte, die Barrikaden zu sprengen und die Demonstranten zu vertreiben.

Es sind eben Länder, die Stabilität nie oder immer nur kurz erlebt haben, das erklärt einiges. Trotzdem sind sie herzlich und fröhlich, das hat mich immer wieder beeindruckt. Ich war lange und oft in Südamerika und habe mich immer unter die Einheimischen gemischt und so sehr ich es auch versuche, voll und ganz werde ich die Südamerikaner nie verstehen, genauso wenig wie sie mich. Darüber haben wir oft gelacht.

Danke fürs mitnehmen, schöne grosse Fotos ermöglichen viel Erinnerung. Danke! Bin gerne mitgereist.
 
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