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Teil 1: Frankfurt - Sofia - Istanbul
Einige Tage Urlaub im Herbst und fehlende Starbucks-Tassen im Regal veranlassten mich zu folgenden Reise nach Bulgarien, die Türkei, Azerbaijan, Georgien und Armenien. Etwas Russisch hatte ich gelernt, aber meine mangelhaften Kenntnisse sollten noch zu lustigen Momenten führen. Ein bisschen inspiriert hatte mich der Kollege rivlinm drüben beim flyertalk: www.flyertalk.com/forum/trip-reports/1728803-soviet-safari-ukraine-armenia-georgia-azerbaijan-ba-j-ps-a9-qr-tk-y.html
Relativ umspannend ging es mit los dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Einige Eintracht Frankfurt Fans öffneten unter lautem Gebrüll ihr Frühstücksbier —vermutlich diese Leitkultur, von der Seehofer immer redet.
Gebucht war Wizz Air, die seit Mai ex FRA nach Sofia fliegen. Zu 20€ ging es nach Sofia, für den größeren Handgepäckkoffer wurden nochmal ein paar Euro fällig, nicht all zu schlecht. Normalerweise bin ich nicht so der LCC-Fan, aber als oneworld-Statuskunde hat man es in Europa ja schon ein wenig schwer, wenn es nicht gerade nach Westeuropa geht. Lufthansa für über 100€ mehr bot praktisch keinen Mehrwert.
Inbound war delayed, aber mit wenigen Minuten Verspätung begann das Boarding dann doch. Das „Priority“-Paket hat scheinbar jeder gebucht. Rest unspannend, Sitzabstand akzeptabel.
Immigration in Sofia zügig. Vom Airport darf anscheinend nur ein Taxiunternehmen offiziell agieren, welches ich dann auch auswählte. Die Ansprache durch anderer Unternehmen erfolgte eher konspirativ flüsternd ins Ohr — kein Vergleich mit anderen Städten oder beispielsweise DPS
Landung in Sofia war gegen 18:00. Als klassischen Weg nach Istanbul hatte ich den Nachtzug gewählt, der um 21:00 Sofia verlässt. Aus Sicherheit hatte ich dann aber doch noch eine Nacht im Novotel eingebaut, man weiß ja nie.
Mit der App „yellowtaxi“ wurde dann ein Taxi zum Bahnhof bestellt, ein Ticket und Bettplatz für den nächsten Tag wollte gekauft werden. Der Taxibetrieb ist in Sofia wie in einigen anderen Städten preislich nicht reguliert, sodass ich das für den sichersten Weg hielt.
Angekommen ging es zum Schalter 21, der für internationale Tickets zuständig ist. Nach dem „for tomorrow“ endete das Gespräch dann aber sehr schnell, „today for today only, for tomorrow buy tomorrow“ hieß es dann. Sea61 spricht von immer genügend Platz, trotzdem verließ ich die Station dann doch mit einem etwas unguten Gefühl.
Am nächsten Tag musste dann erst die Pflicht erfüllt werden. Neben dem Novotel gibt es ein großes Shopping-Center, das auch ein Starbucks beherbergte. Trotz Sonntag hatten die Geschäfte hier alle geöffnet. Zum relativ günstigen Preis wuchs meine Sammlung dann um eine Tasse aus der Icon-Serie. Nach einem kleinen Frühstück ging es dann weiter in die Stadt, auch hier ging es mit „yellowtaxi“ ziemlich problemlos.
Mit etwas Spannung ging es dann wieder zum internationalen Schalter — würden noch Plätze frei sein? Zum Ticketverkauf wurde Name und Ausweisnummer vom Reisepass abgetippt, sie erschienen aber nicht auf dem Ticket. Eventuell werden die im Hintergrund genutzt? Wenige Minuten später hatte ich dann jedenfalls zum Preis von umgerechnet 35€ ein Ticket sowie eine Reservierung im Schlafwagen. Ohne weitere Rückfragen hatte man es für die 2. Klasse im 2er Abteil verkauft, die Wahl eines Einzelabteils in der 1. Klasse wurde nicht angeboten, was mir dann doch ein starkes Indiz für die Auslastung erschien.
Einige Stunden in der Stadt wurden dann mit Sightseeing verbracht (insgesamt eher unspektakulär), nach Burger und einer weitern Latte stand dann noch der Proviant-Kauf für die Zugfahrt an. Glücklicherweise gibt es direkt am Bahnhof eine Billa, wo noch ein Cider gekauft werden konnte.
Die Abfahrt erfolgte pünktlich, zwischendurch schien man teils an jeder Milchkanne zu halten. Zwischendurch mussten wir anscheinend noch auf den anderen Zugteil warten, sodass die Ankunft an der Grenze knapp 1 Stunde verspätet erfolgte. In Svilengrad erfolgte die Ausreisekontrolle innerhalb von knapp 30 Minuten, der Grenzer sammelte die Pässe im Zug ein und kam nach der halben Stunde wieder. An der türkischen Grenze dauerte das Procedere etwas länger, alle Personen mussten den Zug verlassen. Vorm Schalter bildete sich dann eine Schlange, ein Zivilpolizist führte dann bei jedem das entry interview durch. Bei mir wurden dann auch einige Fragen auf deutsch gestellt, aber es ging soweit schnell vorbei. Der Kontrollraum war nicht beheizt und ich hatte nur meine leichte Bomberjacke mitgenommen — mein Zittern wurde glücklicherweise nicht als Nervosität wahrgenommen
Als der Grenzer den Pass zum Stempeln aufschlug viel mir auf, dass die andere Seite bedruckt ist. Er stempelt doch nicht? Dann war es aber schon gesehen, die Einreisestempel gab es auf der Reisepasseite für die amtlichen Vermerke.
Zurück im Zug kamen vor der Abfahrt dann nochmal Kontrolleure vorbei, wohl um zu überprüfen ob auch alle Passagiere wirklich eingereist sind. Die Seiten wurden auf der Suche nach dem Stempel durchgeblättert, dann kam mit vorwurfsvollem Blick die Frage „Where’s the stamp?“. Ließ sich zum Glück schnell aufklären.
Nach 1 Stunde war die Immigration auch dort durch — auf der Fahrt bis nach Istanbul sammelten wir dann noch 1 Stunde Verspätung. Schlaf war nicht überragend gut möglich, aber ging schon ein wenig. Die Verspätung half da ein wenig, da die Reisezeit sonst doch ein wenig zu kurz ist. Die Endstation ist derzeit noch in Bau, deshalb hielten wir in einem Vorort, von dem es dann per Bus knapp 1 Stunde durch den dichten Morgenverkehr von Istanbul ging.
Einige Tage Urlaub im Herbst und fehlende Starbucks-Tassen im Regal veranlassten mich zu folgenden Reise nach Bulgarien, die Türkei, Azerbaijan, Georgien und Armenien. Etwas Russisch hatte ich gelernt, aber meine mangelhaften Kenntnisse sollten noch zu lustigen Momenten führen. Ein bisschen inspiriert hatte mich der Kollege rivlinm drüben beim flyertalk: www.flyertalk.com/forum/trip-reports/1728803-soviet-safari-ukraine-armenia-georgia-azerbaijan-ba-j-ps-a9-qr-tk-y.html
Relativ umspannend ging es mit los dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Einige Eintracht Frankfurt Fans öffneten unter lautem Gebrüll ihr Frühstücksbier —vermutlich diese Leitkultur, von der Seehofer immer redet.
Gebucht war Wizz Air, die seit Mai ex FRA nach Sofia fliegen. Zu 20€ ging es nach Sofia, für den größeren Handgepäckkoffer wurden nochmal ein paar Euro fällig, nicht all zu schlecht. Normalerweise bin ich nicht so der LCC-Fan, aber als oneworld-Statuskunde hat man es in Europa ja schon ein wenig schwer, wenn es nicht gerade nach Westeuropa geht. Lufthansa für über 100€ mehr bot praktisch keinen Mehrwert.
Inbound war delayed, aber mit wenigen Minuten Verspätung begann das Boarding dann doch. Das „Priority“-Paket hat scheinbar jeder gebucht. Rest unspannend, Sitzabstand akzeptabel.
Immigration in Sofia zügig. Vom Airport darf anscheinend nur ein Taxiunternehmen offiziell agieren, welches ich dann auch auswählte. Die Ansprache durch anderer Unternehmen erfolgte eher konspirativ flüsternd ins Ohr — kein Vergleich mit anderen Städten oder beispielsweise DPS
Landung in Sofia war gegen 18:00. Als klassischen Weg nach Istanbul hatte ich den Nachtzug gewählt, der um 21:00 Sofia verlässt. Aus Sicherheit hatte ich dann aber doch noch eine Nacht im Novotel eingebaut, man weiß ja nie.
Mit der App „yellowtaxi“ wurde dann ein Taxi zum Bahnhof bestellt, ein Ticket und Bettplatz für den nächsten Tag wollte gekauft werden. Der Taxibetrieb ist in Sofia wie in einigen anderen Städten preislich nicht reguliert, sodass ich das für den sichersten Weg hielt.
Angekommen ging es zum Schalter 21, der für internationale Tickets zuständig ist. Nach dem „for tomorrow“ endete das Gespräch dann aber sehr schnell, „today for today only, for tomorrow buy tomorrow“ hieß es dann. Sea61 spricht von immer genügend Platz, trotzdem verließ ich die Station dann doch mit einem etwas unguten Gefühl.

Am nächsten Tag musste dann erst die Pflicht erfüllt werden. Neben dem Novotel gibt es ein großes Shopping-Center, das auch ein Starbucks beherbergte. Trotz Sonntag hatten die Geschäfte hier alle geöffnet. Zum relativ günstigen Preis wuchs meine Sammlung dann um eine Tasse aus der Icon-Serie. Nach einem kleinen Frühstück ging es dann weiter in die Stadt, auch hier ging es mit „yellowtaxi“ ziemlich problemlos.
Mit etwas Spannung ging es dann wieder zum internationalen Schalter — würden noch Plätze frei sein? Zum Ticketverkauf wurde Name und Ausweisnummer vom Reisepass abgetippt, sie erschienen aber nicht auf dem Ticket. Eventuell werden die im Hintergrund genutzt? Wenige Minuten später hatte ich dann jedenfalls zum Preis von umgerechnet 35€ ein Ticket sowie eine Reservierung im Schlafwagen. Ohne weitere Rückfragen hatte man es für die 2. Klasse im 2er Abteil verkauft, die Wahl eines Einzelabteils in der 1. Klasse wurde nicht angeboten, was mir dann doch ein starkes Indiz für die Auslastung erschien.

Einige Stunden in der Stadt wurden dann mit Sightseeing verbracht (insgesamt eher unspektakulär), nach Burger und einer weitern Latte stand dann noch der Proviant-Kauf für die Zugfahrt an. Glücklicherweise gibt es direkt am Bahnhof eine Billa, wo noch ein Cider gekauft werden konnte.


Die Abfahrt erfolgte pünktlich, zwischendurch schien man teils an jeder Milchkanne zu halten. Zwischendurch mussten wir anscheinend noch auf den anderen Zugteil warten, sodass die Ankunft an der Grenze knapp 1 Stunde verspätet erfolgte. In Svilengrad erfolgte die Ausreisekontrolle innerhalb von knapp 30 Minuten, der Grenzer sammelte die Pässe im Zug ein und kam nach der halben Stunde wieder. An der türkischen Grenze dauerte das Procedere etwas länger, alle Personen mussten den Zug verlassen. Vorm Schalter bildete sich dann eine Schlange, ein Zivilpolizist führte dann bei jedem das entry interview durch. Bei mir wurden dann auch einige Fragen auf deutsch gestellt, aber es ging soweit schnell vorbei. Der Kontrollraum war nicht beheizt und ich hatte nur meine leichte Bomberjacke mitgenommen — mein Zittern wurde glücklicherweise nicht als Nervosität wahrgenommen



Als der Grenzer den Pass zum Stempeln aufschlug viel mir auf, dass die andere Seite bedruckt ist. Er stempelt doch nicht? Dann war es aber schon gesehen, die Einreisestempel gab es auf der Reisepasseite für die amtlichen Vermerke.
Zurück im Zug kamen vor der Abfahrt dann nochmal Kontrolleure vorbei, wohl um zu überprüfen ob auch alle Passagiere wirklich eingereist sind. Die Seiten wurden auf der Suche nach dem Stempel durchgeblättert, dann kam mit vorwurfsvollem Blick die Frage „Where’s the stamp?“. Ließ sich zum Glück schnell aufklären.
Nach 1 Stunde war die Immigration auch dort durch — auf der Fahrt bis nach Istanbul sammelten wir dann noch 1 Stunde Verspätung. Schlaf war nicht überragend gut möglich, aber ging schon ein wenig. Die Verspätung half da ein wenig, da die Reisezeit sonst doch ein wenig zu kurz ist. Die Endstation ist derzeit noch in Bau, deshalb hielten wir in einem Vorort, von dem es dann per Bus knapp 1 Stunde durch den dichten Morgenverkehr von Istanbul ging.