Ist Deutschland noch eine Sportnation?

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thorfdbg

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14.10.2010
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Danke für die Klarstellung. Dass die Bundesjugendspiele weiterhin stattfinden, bestreite ich nicht. Meine Kritik richtet sich vielmehr gegen den Trend, dass viele Schulen den Wettbewerb dem Wettkampf vorziehen
Äh, was? Und was ist das schlechte daran, einen Wettbewerb zu haben? Was hat das alles mit der Förderung von Spitzensport zu tun? Noch mehr Geld ein paar wenigen zu geben erzeugt weswegen eine Verbesserung des Schulsystems?

und der Leistungsgedanke aus meiner Sicht immer weiter in den Hintergrund rückt.
Und was hat das alles mit Spitzensport zu tun?

Ich finde, Wettkampf gehört zum Sport dazu. Sich mit anderen zu messen, Siege und Niederlagen zu erleben und an seinen Leistungen zu arbeiten, ist für viele Kinder eine wichtige Erfahrung.
Und was hat das alles mit Spitzensport zu tun? Brot und Spiele? So etwa? "Macht ja nichts, wenn die Kinder blöde bleiben, gibt ja Unterhaltung durch Spitzensport?"
 

FRAviation

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05.06.2016
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Äh, was? Und was ist das schlechte daran, einen Wettbewerb zu haben? Was hat das alles mit der Förderung von Spitzensport zu tun? Noch mehr Geld ein paar wenigen zu geben erzeugt weswegen eine Verbesserung des Schulsystems?


Und was hat das alles mit Spitzensport zu tun?


Und was hat das alles mit Spitzensport zu tun? Brot und Spiele? So etwa? "Macht ja nichts, wenn die Kinder blöde bleiben, gibt ja Unterhaltung durch Spitzensport?"
Der Zusammenhang ist für mich folgender: Spitzensport beginnt nicht erst im Olympiastützpunkt, sondern mit der Freude am Sport und am Leistungsvergleich. Wer früh erlebt, dass Anstrengung, Training und Leistung anerkannt werden, entwickelt eher Ehrgeiz und bleibt dem Sport eher treu. Natürlich werden Bundesjugendspiele allein keinen Olympiasieger hervorbringen. Aber wenn der Leistungsgedanke insgesamt an Bedeutung verliert, wirkt sich das aus meiner Sicht langfristig auch auf den Nachwuchs im Leistungssport aus. Das ist meine Einschätzung – nicht die Behauptung, dass Bundesjugendspiele allein über den Spitzensport entscheiden.
 
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thorfdbg

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14.10.2010
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Der Zusammenhang ist für mich folgender: Spitzensport beginnt nicht erst im Olympiastützpunkt, sondern mit der Freude am Sport und am Leistungsvergleich.
Dazu braucht's keinen Spitzensport. Dazu braucht es Breitensport. Der dient der Gesunderhaltung, ja. Spitzensport tut da eher das Gegenteil. Die Ehre, noch eine Zehntelsekunde herausgekitzelt zu haben, gehört eher dem Pharmzeuten, ein Dopingmittel gefunden zu haben, dass man noch nicht nachweisen kann, oder dem Sport"arzt", noch eine Verfeinerung der Trainingsmethode gefunden zu haben. Spitzensport ist heute zu einem Sumpf der Korruption und des Betruges verkommen.

Wer früh erlebt, dass Anstrengung, Training und Leistung anerkannt werden, entwickelt eher Ehrgeiz und bleibt dem Sport eher treu. Natürlich werden Bundesjugendspiele allein keinen Olympiasieger hervorbringen.
Dazu braucht's keinen Spitzensport. Der lehrt heute nur noch, wen man bestechen muss, damit die nächsten Spiele in seine Nation kommen. Ich schaue mir FIFA oder das Olympische Komittee nur noch mit Abscheu an. Wenn Du Wettkampf fördern willst, dann ist das genau die falsche Stelle. Leistung kann man auch an anderer Stelle abfragen, und da gibt's durchaus Dinge, die wichtiger sind als noch eine 1/10tel schneller. Da sind solche Dinge wie "Jugend forscht", die etwas bewirken können und die Leistungen belohnt, die uns wirklich weiter bringen könnten, um mal ein Beispiel zu nennen. Initiative und Intelligenz bringen diese Nation voran, und nicht "schneller rennen dank BASF".
 

lance89

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28.01.2014
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Der Zusammenhang ist für mich folgender: Spitzensport beginnt nicht erst im Olympiastützpunkt, sondern mit der Freude am Sport und am Leistungsvergleich. Wer früh erlebt, dass Anstrengung, Training und Leistung anerkannt werden, entwickelt eher Ehrgeiz und bleibt dem Sport eher treu. Natürlich werden Bundesjugendspiele allein keinen Olympiasieger hervorbringen. Aber wenn der Leistungsgedanke insgesamt an Bedeutung verliert, wirkt sich das aus meiner Sicht langfristig auch auf den Nachwuchs im Leistungssport aus. Das ist meine Einschätzung – nicht die Behauptung, dass Bundesjugendspiele allein über den Spitzensport entscheiden.
Nun, deine Einschätzung wiedersprechen jedoch der Praxis. Norwegen hat schon länger im Kinder und Jugendsport, es geht mehr darum den Kinder und Jugendlichen möglichst lange und mit viel Freude Sport betreiben. Und sie sind dabei sehr erfolgreich.
 

robbie120687

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20.08.2025
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Dazu braucht's keinen Spitzensport. Dazu braucht es Breitensport. Der dient der Gesunderhaltung, ja. Spitzensport tut da eher das Gegenteil. Die Ehre, noch eine Zehntelsekunde herausgekitzelt zu haben, gehört eher dem Pharmzeuten, ein Dopingmittel gefunden zu haben, dass man noch nicht nachweisen kann, oder dem Sport"arzt", noch eine Verfeinerung der Trainingsmethode gefunden zu haben. Spitzensport ist heute zu einem Sumpf der Korruption und des Betruges verkommen.


Dazu braucht's keinen Spitzensport. Der lehrt heute nur noch, wen man bestechen muss, damit die nächsten Spiele in seine Nation kommen. Ich schaue mir FIFA oder das Olympische Komittee nur noch mit Abscheu an. Wenn Du Wettkampf fördern willst, dann ist das genau die falsche Stelle. Leistung kann man auch an anderer Stelle abfragen, und da gibt's durchaus Dinge, die wichtiger sind als noch eine 1/10tel schneller. Da sind solche Dinge wie "Jugend forscht", die etwas bewirken können und die Leistungen belohnt, die uns wirklich weiter bringen könnten, um mal ein Beispiel zu nennen. Initiative und Intelligenz bringen diese Nation voran, und nicht "schneller rennen dank BASF".
ganz im Gegenteil
diese unbedingte Gier, die Extra Meile gehen zu wollen, hat das Nachkriegsdeutschland lange Zeit zu dem gemacht, was es wurde
ein 60 Jahre langes Erfolgsmodell

Viele in der Welt haben Deutsche damals gefragt: "habt ihr irgendwas an der Klatsche. Warum beschäftigen sich eure besten Leute monatelang mit dem Tonfall einer zugeworfenen Autotür der S Klasse !?"
weil uns genau das jahrzehntelang unterschieden hat, die Suche nach dem kleinen Extra, dieser Extrameile, die uns von allen anderen auf der Welt unterschieden hat
und selbst wenn es nur der "klacks" einer zufallenden S Klasse Autotür war, Deutschland war voll von diesen kleinen Extras

seitdem D diese unbedingte Gier nach der Extrameile verloren hat, fällt es auch zunehmend ins internationale Mittelmaß zurück
Deutschland ist in allem nur noch Durchschnitt
und so natürlich auch beim Sport

da kann man nochmal 3 Jürgen Klopps holen
ohne einen kompletten Mentalitätswechsel und der unbedingten Gier, die Extrameile wieder gehen zu wollen, kommt kein Erfolg zurück
weder im Sport, noch in der Bildung, in Wirtschaft oder in der Gesellschaft
 
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FRAviation

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ganz im Gegenteil
diese unbedingte Gier, die Extra Meile gehen zu wollen, hat das Nachkriegsdeutschland lange Zeit zu dem gemacht, was es wurde
ein 60 Jahre langes Erfolgsmodell

Viele in der Welt haben Deutsche damals gefragt: "habt ihr irgendwas an der Klatsche. Warum beschäftigen sich eure besten Leute monatelang mit dem Tonfall einer zugeworfenen Autotür der S Klasse !?"
weil uns genau das jahrzehntelang unterschieden hat, die Suche nach dem kleinen Extra, dieser Extrameile, die uns von allen anderen auf der Welt unterschieden hat
und selbst wenn es nur der "klacks" einer zufallenden S Klasse Autotür war, Deutschland war voll von diesen kleinen Extras

seitdem D diese unbedingte Gier nach der Extrameile verloren hat, fällt es auch zunehmend ins internationale Mittelmaß zurück
Deutschland ist in allem nur noch Durchschnitt
und so natürlich auch beim Sport

da kann man nochmal 3 Jürgen Klopps holen
ohne einen kompletten Mentalitätswechsel und der unbedingten Gier, die Extrameile wieder gehen zu wollen, kommt kein Erfolg zurück
weder im Sport, noch in der Bildung, in Wirtschaft oder in der Gesellschaft
Genau, „Made in Germany“ – das war einmal. Einfach nur peinlich, was hier mittlerweile abgeliefert wird – egal, ob sportlich oder wirtschaftlich.

Aber ich wundere mich auch nicht, wenn ich sehe, was für Vollpfosten es in die Politik geschafft haben.

Früher hatten manche Nationen noch richtig Respekt, wenn der „deutsche Panzer“ auf den Platz rollte. Heute muss keine Mannschaft mehr Angst vor der deutschen Elf haben.

2014 wurde offenbar das letzte Pulver verschossen. Und 2015 kam dann die Abrissbirne aus der Uckermark, die für mich den Anfang vom Niedergang Deutschlands markiert.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Ich brauche keinen degenerierten Leistungssport als Aushängeschild meiner vermeintlichen, nationalen Qualitäten. Dann lieber im Breitensport fair play propagieren, dabei sein ist alles und nicht krankhaften Egoismus lehren und dafür Gleichberechtigung und Respekt beibringen und nicht alles auf die Wettmafia und diktatorische Raffke-Verbände ausrichten.
 
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robbie120687

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Genau, „Made in Germany“ – das war einmal. Einfach nur peinlich, was hier mittlerweile abgeliefert wird – egal, ob sportlich oder wirtschaftlich.

Aber ich wundere mich auch nicht, wenn ich sehe, was für Vollpfosten es in die Politik geschafft haben.

Früher hatten manche Nationen noch richtig Respekt, wenn der „deutsche Panzer“ auf den Platz rollte. Heute muss keine Mannschaft mehr Angst vor der deutschen Elf haben.

2014 wurde offenbar das letzte Pulver verschossen. Und 2015 kam dann die Abrissbirne aus der Uckermark, die für mich den Anfang vom Niedergang Deutschlands markiert.
was soll denn auch raus kommen?!

die unfallfreie Teilnahme am Sporttag ist bereits die neue Siegerurkunde
Maßband, Stoppuhr und Anfeuern wurden in den Spint verbannt
beim Jugendtraining werden die Tore abgeschafft
die 4 ist der neue Einser ... "ausreichend" reicht doch, steckt doch schon im Wort, wozu ein Sehr Gut !?

wir haben eine Kultur und eine Mentalität des Durchschnitts entwickelt, bejammern aber gleichzeitig diesen Rückfall in den Welt-Durchschnitt (weil es selbstverständlich auch Rückfall im Wohlstand bedeutet)
das passt doch hinten und vorne nicht zusammen
 

MANAL

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29.05.2010
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Dahoam
seitdem D diese unbedingte Gier nach der Extrameile verloren hat, fällt es auch zunehmend ins internationale Mittelmaß zurück
Deutschland ist in allem nur noch Durchschnitt
und so natürlich auch beim Sport
Das Problem ist eher, hierzulande beschäftigt man sich immer noch mit genau diesen eher unwichtigen Kleinigkeiten und vergisst dass ein größerer Umbruch erfolgt. Wen interessieren die Spaltmaße und der Tür-"Klack" wenn die Antriebstechnologie noch von gestern ist?
Während sich manche hier um die vierte Stelle hinter dem Komma bemühen merken sie nicht, dass man vor dem Komma falsch rechnet.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Der Markt fragt auch nicht nur Riesen-SUV nach, sondern bezahlbare Volkswagen. Einen Polo für 25 k? Kauft keiner. Einen fast baugleichen Skoda Fabia für 16 k kann VW aber bauen und wird den auch los. Die kennen ihren Heimatmarkt nicht mehr richtig und den in China irgendwie auch nicht.
 

Femminello

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08.05.2012
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Meine Güte. Ich dachte die russischen Trollfarmen sind grade down, kommen jetzt die echten Stammtisch-Hetzis raus?

Hier geht's um Sport. Hört auf das mit eurem Geschrubbel vollzuspammen.
 
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tripleseven777

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27.06.2016
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DTM
Ich glaube, seit geraumer Zeit ist „der Tequila“ unter anderem Namen unterwegs 🥃 Alter Account vermutlich gesperrt 🌵☠️⚰️🪦
Moment, die Mods haben alles unter Kontrolle und hier wird ja überhaupt nicht getrollt. Es gibt gar keine Trolle 🧌🧌 im VFT.
Hatte ich doch tatsächlich für 5 Sekunden vergessen, dass alles in bester Ordnung ist 🙂 …und um wenigstens etwas zum Thema Sport zu schreiben. Die Aktion von Manuel Neuer nach 5 Sekunden-Spielzeit gegen den FC Augsburg hat mir sehr gut gefallen 👌🏻👏🏻
 
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robbie120687

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Das Problem ist eher, hierzulande beschäftigt man sich immer noch mit genau diesen eher unwichtigen Kleinigkeiten und vergisst dass ein größerer Umbruch erfolgt. Wen interessieren die Spaltmaße und der Tür-"Klack" wenn die Antriebstechnologie noch von gestern ist?
Während sich manche hier um die vierte Stelle hinter dem Komma bemühen merken sie nicht, dass man vor dem Komma falsch rechnet.
das waren alles nur Symbole
die Extrameile kann man auch im Antriebsstrang gehen oder sonstwo, nicht nur im Türgeräusch

wichtig ist lediglich, dass man sie geht, und vor allem, dass man sie überhaupt gehen will
 

robbie120687

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Na dann frag doch mal bei der Generation Work-Life-Balance gepaart mit 30-Tage-Urlaub-Sind-Mir-Viel-Zu-Wenig nach. Die haben bestimmt zahlreiche Vorschläge wie man die Extrameile angehen kann..., not. :unsure:
ein anderes Symbol/schlechtes Musterbeispiel dieser jungen deutschen Generation, die die Extrameile nicht mehr gehen will, ist Flo Wirtz

steht in Liverpool erneut unter massiver Kritik, weil er sich offensichtlich nicht so zerreißt und die Extrameile geht oder gehen will, wie man sich das dort erwartet
und Flo Wirtz ist ein weiterer Platzhalter für eine ganze deutsche Sportnation, die längst jeden Ehrgeiz und jede Opferbereitschaft nach dem Spitzenerflog verloren hat, und sich zu leicht mit Mittelmaß zufrieden gibt
 

FRAviation

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Na dann frag doch mal bei der Generation Work-Life-Balance gepaart mit 30-Tage-Urlaub-Sind-Mir-Viel-Zu-Wenig nach. Die haben bestimmt zahlreiche Vorschläge wie man die Extrameile angehen kann..., not. :unsure:
Also ich kann mich nicht beschweren, was die Extrameile angeht. Ich habe 2018 innerhalb von vier Monaten 100 Überstunden gemacht, damit ich wieder nach Thailand fliegen konnte, ohne dafür meine regulären Urlaubstage opfern zu müssen.

Man sollte vielleicht nicht pauschal eine ganze Generation verurteilen. Work-Life-Balance bedeutet schließlich nicht, dass man nicht bereit ist, Leistung zu bringen. Es bedeutet nur, dass man auch etwas von seinem Leben haben möchte – und das finde ich durchaus legitim.
 
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robbie120687

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20.08.2025
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Also ich kann mich nicht beschweren, was die Extrameile angeht. Ich habe 2018 innerhalb von vier Monaten 100 Überstunden gemacht, damit ich wieder nach Thailand fliegen konnte, ohne dafür meine regulären Urlaubstage opfern zu müssen.

Man sollte vielleicht nicht pauschal eine ganze Generation verurteilen. Work-Life-Balance bedeutet schließlich nicht, dass man nicht bereit ist, Leistung zu bringen. Es bedeutet nur, dass man auch etwas von seinem Leben haben möchte – und das finde ich durchaus legitim.
vermutlich hast du recht, und alles ist viel zu pauschal

aber es ist auch nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass Deutschland nicht nur im Sport kaum noch wirklichen Erfolgshunger zeigt
der Sport dient auch nur als Spiegel der Leistungsgesellschaft, weil man es im Sport halt so direkt ablesen kann, während das in anderen Bereichen der Leistungsgesellschaft so leicht nicht ablesbar ist, und man sich dort auf andere Indikatoren berufen muss
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
23.060
16.459
FRA/QKL
Also ich kann mich nicht beschweren, was die Extrameile angeht. Ich habe 2018 innerhalb von vier Monaten 100 Überstunden gemacht, damit ich wieder nach Thailand fliegen konnte, ohne dafür meine regulären Urlaubstage opfern zu müssen.

Man sollte vielleicht nicht pauschal eine ganze Generation verurteilen. Work-Life-Balance bedeutet schließlich nicht, dass man nicht bereit ist, Leistung zu bringen. Es bedeutet nur, dass man auch etwas von seinem Leben haben möchte – und das finde ich durchaus legitim.
So wie du es beschreibst ist es aber in vielen Fällen nicht. Da herrscht bei manchen die Vorstellung von möglichst wenig work und möglichst viel life bei vollem Lohnausgleich versteht sich. Außerdem tue ich mich schwer damit "work" pauschal als "non-life" zu bezeichnen. Das mag nicht in allen Fällen gehen, aber Arbeit ist doch auch bereichernd und geleistete Arbeit trägt auch zu einem guten Leben bei.
 

FRAviation

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vermutlich hast du recht, und alles ist viel zu pauschal

aber es ist auch nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass Deutschland nicht nur im Sport kaum noch wirklichen Erfolgshunger zeigt
der Sport dient auch nur als Spiegel der Leistungsgesellschaft, weil man es im Sport halt so direkt ablesen kann, während das in anderen Bereichen der Leistungsgesellschaft so leicht nicht ablesbar ist, und man sich dort auf andere Indikatoren berufen muss
Wir haben einfach schlechte Vorbilder. Unsere Politiker machen es doch vor: Man muss offenbar nicht viel können, um Karriere zu machen.

Robert Habeck war für mich eine wirtschaftspolitische Vollkatastrophe. Und dann lese ich, dass er inzwischen als Professor of Practice an der Copenhagen Business School tätig ist und ab August 2026 auch als Senior Advisor für das dänische Investmentunternehmen Urban Partners arbeitet.

Läuft bei uns!
 
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robbie120687

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Wir haben einfach schlechte Vorbilder. Unsere Politiker machen es doch vor: Man muss offenbar nicht viel können, um Karriere zu machen.

Robert Habeck war für mich eine wirtschaftspolitische Vollkatastrophe. Und dann lese ich, dass er inzwischen als Professor of Practice an der Copenhagen Business School tätig ist und ab August 2026 auch als Senior Advisor für das dänische Investmentunternehmen Urban Partners arbeitet.

Läuft bei uns!
wir beide werden das Problem vermutlich nicht lösen
nimm es als Smalltalk, wo man eben mal drüber redet
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Außerdem tue ich mich schwer damit "work" pauschal als "non-life" zu bezeichnen. Das mag nicht in allen Fällen gehen, aber Arbeit ist doch auch bereichernd und geleistete Arbeit trägt auch zu einem guten Leben bei.
Würde dir sicher jeder Amazon Lager Sklave oder Päckchen Fahrer oder sonstiger Bullshit Jobber genau so unterschreiben. Nicht. 🤣