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Treffender als Jens Berger kann man es nicht erklären:
Unser profit- und renditeorientiertes Wirtschaftssystem hat ein Problem, das in der beginnenden KI-Ära, der zweiten digitalen Revolution, nicht geringer geworden ist. Es braucht die jungen Menschen als Konsumenten, aber immer weniger von ihnen als gut bezahlte Arbeitskräfte.
Es ist geradezu grotesk die am Besten versorgten Generation aller Zeiten als Perspektivlos zu bezeichnen. Wir haben eine Jugendarbeitslosigkeit von lächerlichen 5,irgendwas Prozent, bei den weitaus Meisten aufgrund fehlender Sprachkenntnisse durch Zuwanderung.
Bis vor der Automotive Krise hatte ich auf offene Stellen jahrelang keine deutschen Bewerber mehr. Erst seit dem letzten Jahr wieder, einige wollen Abfindungen mit direktem neuen Job kombinieren.
Das durchschnittliche Auszugsalter aus dem Elternhaushalt hat sich die letzten 40 Jahre nahezu gar nicht verändertEs verspricht ihnen unbegrenzte Möglichkeiten, bietet ihnen aber allzu oft nur prekäre Beschäftigung. Es verlangt Flexibilität, Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung, verweigert ihnen jedoch die materielle Grundlage für ein eigenständiges Leben. Sicherheit, Planbarkeit und Zukunft sind abstrakte Visionen einer vergangenen Zeit. Der Gesellschaftsvertrag wird brüchig.
Eine eigene Wohnung? Für viele unbezahlbar.
Eine sichere berufliche Zukunft? Zunehmend ein Privileg. Eine Familie gründen, Kinder bekommen, sich etwas aufbauen? Das alles wird für immer mehr junge Menschen zu einem Wunschtraum.
Falls es dir entgangen ist: die Kinderlosigkeit seit dem Pillenknick kommt von steigendem Wohlstand und viel mehr Perspektiven. Ein weltweites Phänomen. Leider mit mittlerweile dramatischen Ausmaßen.