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On-Board Kurier

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Ich bin grade auch dabei mich bei einigen Brokern anzumelden, mit dem Ziel nächstes Jahr mir ein paar Statusmeilen dazuzuverdienen.
Ich hatte das Glück letztes Jahr den SEN dank den ganzen Boni zu erfliegen und würde den gerne behalten.
An sich mache ich Privat so 40-50 Flüge im Jahr, jedoch immer in günstigen Buchungsklassen.
Da ich Student bin, bin ich Zeitlich sehr flexibel, jedoch fehlt mir die finanzielle Freiheit irgendwelche Mileage Runs zu machen.
Kann mir jemand sagen, ob das Ziel realistisch ist?
 
Hallo,

Hat jemand Erfahrung bzw weiß ob man als EU Bürger (Wohnsitz Österreich) Aufträge aus Drittländern bekommen bzw annehmen kann/darf? Konkret: Ich arbeite Teilzeit in Österreich, bin dort auch Hauptwohnsitz gemeldet. Für die nächsten Monate bin ich etwa 60-70% des Monats in London UK. Ich bin hier als Tourist, habe einen Ferienwohnsitz und keine Arbeitserlaubnis im Vereinigten Königreich. Kann ich dennoch Aufträge ex LHR bekommen/annehmen?

Kann mir jemand sagen wie die Rechnungslegung bei Airmates/time:matters funktioniert? Wird hier von time:matters direkt bezahlt und die Kunden bzw Auftraggeber zahlen an time:matters? Wird die Rechnung aus einem EU Land heraus ausgestellt ("time:matters Benelux, Frankreich, GB" hat den Sitz in den Niederlanden) wenn Aufträge ex LHR starten?

Danke
 
Die Rechnung stellst du. Einen Ferienwohnsitz gibt es nicht. Entweder wohnst du wo oder nicht.

Wo derjenige sitzt, der die Rechnung bezahlt, ist irrelevant. Verstehe die Frage nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die nette Antwort. Zum Glück haben zwei der drei Kurierdienste die ich kontaktiert habe meine Frage verstanden und eine ausführlichere Antwort gegeben, die durchaus von deiner abweicht. Ich werde dich dann gerne wissen lassen ob ich Aufträge bekommen habe und die Frage wirklich so obsolet war, wie du es in der ersten Version der Antwort auch schon sehr erbauend formuliert hast.
 
Wird die Rechnung aus einem EU Land heraus ausgestellt ("time:matters Benelux, Frankreich, GB" hat den Sitz in den Niederlanden) wenn Aufträge ex LHR starten?

Du bist (offenbar?) Selbstständig, die Rechnung wird demnach von dir an deinen Auftraggeber ausgestellt, demnach bist du ja Herr darüber "wo" die Rechnung ausgestellt wird. Weder Time Matters, noch andere mir bekannte OBC Firmen arbeiten mit dem Prinzip der Gutschrift.
 
Cleverer Kerl:

Die Männer und Frauen sollen per Business Class - gebucht wegen der großzügigeren Handgepäckregelungen - jeweils mehrfach von London nach Dubai geflogen sein.

Gemäß der Anklage ließ sich zwischen den Flüge ein Zusammenhang herstelle.
Alle Tickets wurden über nur einen Kundenaccount gebucht, der dem Bandenchef zugeordnet werden konnte - offenbar, um Meilen zu sammeln. Die soll der Mann für eigene Reisen in der Emirates First Class eingelöst haben.

 
Bisschen ausführlicher hier:


Das wird dann ein My-Family-Konto gewesen sein, oder? Alle Geldboten als Family ("Domestic Helper" sind erlaubt :lol:) angemeldet, nehme ich an :D

Wie sind die Verfallfristen bei Skywards, sind die Meilen noch da, wenn man nach neun Jahren im Kittchen wieder rauskommt? :p
 
Cleverer Kerl:

Die Männer und Frauen sollen per Business Class - gebucht wegen der großzügigeren Handgepäckregelungen - jeweils mehrfach von London nach Dubai geflogen sein.

Gemäß der Anklage ließ sich zwischen den Flüge ein Zusammenhang herstelle.
Alle Tickets wurden über nur einen Kundenaccount gebucht, der dem Bandenchef zugeordnet werden konnte - offenbar, um Meilen zu sammeln. Die soll der Mann für eigene Reisen in der Emirates First Class eingelöst haben.

Geht das bei EK überhaupt? Die statusmeilen bekommt doch immer der Reisende?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Cleverer Kerl:

Die Männer und Frauen sollen per Business Class - gebucht wegen der großzügigeren Handgepäckregelungen - jeweils mehrfach von London nach Dubai geflogen sein.

Gemäß der Anklage ließ sich zwischen den Flüge ein Zusammenhang herstelle.
Alle Tickets wurden über nur einen Kundenaccount gebucht, der dem Bandenchef zugeordnet werden konnte - offenbar, um Meilen zu sammeln. Die soll der Mann für eigene Reisen in der Emirates First Class eingelöst haben.


Die paar Scheine sind doch noch harmlos. Hab gehört die Branche verzeichnet seit 2022 einen signifikanten Anstieg von Anfragen nach GYD, IST oder DXB.
 
Gibt es bei OBC eigentlich ein Maximalalter? Mein Vater (Rentner) würde das gerne machen, aber ich frage mich ob er zu alt ist. Ich finde bisher nur ein Mindestalter (18). Er ist aktuell 68 Jahre alt.
 
Ich habe jetzt einfach mal bei time:matters nachgefragt.
Mein Vater hat über OBC von einer Bekannten gehört, die ist Mitte 30 und macht das für medizinische Sendungen, aber da darf man als Kurier wohl nicht älter das 60 Jahre sein laut der Aussage der Bekannten. Aber ggf. ist das nur bei der einen Firma so.
Ich werde mal abwarten was t:m antwortet.
 
Wenn dir dein Vater am Herzen liegt, redest du ihm das schnellstmöglich aus. Die OBC-Tätigkeit ist selbst für jüngere schon extrem stressig (vieles muss gleichzeitig unter starkem Zeitdruck erledigt werden, dazu kommen Hektik und Schlafmangel und je nach Auftrag sogar totale Schlaflosigkeit in einer Nacht, dazu bei weiter entfernten Zielen Jet-Lag durch die Zeitverschiebung, und die teilweise langen und vielen Flüge bei einem Auftrag schlauchen auch sehr).

Hinzu kommt, dass einige Sendungen durchaus sehr schwer sein können, was gerade bei einem älteren Menschen noch mehr auf die Knochen geht, oder sogar unmöglich ist. Und man muss mit Smartphone und digitalen Tools gut umgehen können, was ebenso für einen Rentner idR. nicht unproblematisch ist.

Wer diese Tätigkeit ausübt, gefährdet seine Gesundheit stark, in vielerlei Hinsicht. Da gibt es nichts schön zu reden, man muss die Realität sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein kleines Update von mir. Ich bin nun seit einigen Jahren als OBC unterwegs und führe ca. 95% "Medical"-Transporte durch. Die restlichen 5% sind AOG-Aufträge ab Hamburg. Und ich muss sagen: Es macht mir mega Spaß und man tut etwas sinnvolles, weil es keine Alternative zum persönlichen Transport von A nach B gibt. Bin inzwischen 90% auf der Langstrecke unterwegs und sehe gelegentlich sogar neue Orte. Daher ein kurzes Zwischenfazit:

- Man fliegt 99% Wirtschaft (andere nennen es Economy)
- Die Transporte können physisch anspruchsvoll sein (innerhalb von 24 Stunden in die USA und zurück sind wahrscheinlich nicht jedermanns Sache (es sei denn, man upgradet oft ins Geschäft (andere nennen es Business) oder sogar ins Erste (andere nennen es First).
- Als einziger Job ist es viel zu schlecht "bezahlt". Man hat vielleicht mal 500 Euro übrig für einen Transport, der 4 oder 5 Tage dauert. Wegen des Geldes sollte man es also nicht mache.
- Man entscheidet selbst, wo es hingehen soll und sucht sich für einen selbst interessante Aufträge raus.
- Ich bin derzeit ausschließlich "medizinisch" mit Time Matters unterwegs. Die arbeiten superprofessionell und freundlich. Von Ontime aus München kann ich nur ausdrücklich abraten. Die habe ich als das genaue Gegenteil von superprofessionell und freundlich erlebt.

Soviel von mir!
 
Habe ich leider als extrem unprofessionell und unfreundlich am Telefon erlebt. Sie gängeln ihre Ehrenamtlichen mit schwachsinnigen Regeln (abgeflogene Bordkarten müssen auf A4–Papier aufgeklebt abgegeben werden. Aufwandsentschädigung ist wesentlich schlechter als bei Time Matters.
 
- Ich bin derzeit ausschließlich "medizinisch" mit Time Matters unterwegs. Die arbeiten superprofessionell und freundlich. Von Ontime aus München kann ich nur ausdrücklich abraten. Die habe ich als das genaue Gegenteil von superprofessionell und freundlich erlebt.
Weißt du, ob Time Matters aktuell Bewerbungen annimmt? Ich habe dieses Jahr wieder etwas mehr Freizeit und schon seit Jahren zu wenig Flugstunden.
 
Weißt du, ob Time Matters aktuell Bewerbungen annimmt? Ich habe dieses Jahr wieder etwas mehr Freizeit und schon seit Jahren zu wenig Flugstunden.

Soweit ich weiß, rekrutieren die aus ihrem Kurierbestand besonders zuverlässige Kuriere für die medizinischen Transporte, und dafür soll wohl auch ein psychologischer Test und eine eintägige Schulung mit Präsenzpflicht erforderlich sein. Und die Hürden für "Standard-OBCs" wurden vor einiger Zeit auch angehoben: man kommt nur noch mit einem Vielfliegerstatus rein.
 
Ein kleines Update von mir. Ich bin nun seit einigen Jahren als OBC unterwegs und führe ca. 95% "Medical"-Transporte durch. Die restlichen 5% sind AOG-Aufträge ab Hamburg. Und ich muss sagen: Es macht mir mega Spaß und man tut etwas sinnvolles, weil es keine Alternative zum persönlichen Transport von A nach B gibt. Bin inzwischen 90% auf der Langstrecke unterwegs und sehe gelegentlich sogar neue Orte. Daher ein kurzes Zwischenfazit:

- Man fliegt 99% Wirtschaft (andere nennen es Economy)
- Die Transporte können physisch anspruchsvoll sein (innerhalb von 24 Stunden in die USA und zurück sind wahrscheinlich nicht jedermanns Sache (es sei denn, man upgradet oft ins Geschäft (andere nennen es Business) oder sogar ins Erste (andere nennen es First).
- Als einziger Job ist es viel zu schlecht "bezahlt". Man hat vielleicht mal 500 Euro übrig für einen Transport, der 4 oder 5 Tage dauert. Wegen des Geldes sollte man es also nicht mache.
- Man entscheidet selbst, wo es hingehen soll und sucht sich für einen selbst interessante Aufträge raus.
- Ich bin derzeit ausschließlich "medizinisch" mit Time Matters unterwegs. Die arbeiten superprofessionell und freundlich. Von Ontime aus München kann ich nur ausdrücklich abraten. Die habe ich als das genaue Gegenteil von superprofessionell und freundlich erlebt.

Soviel von mir!
Wurdest du für die Medicals gesondert angefragt, oder wie kam es dazu?
 
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