Prime Air Flight 7598 Vorfall

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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.841
7.384
Es wurde ja auch ein Go-Around relativ weit am Ende der Bahn (etwa 700m vor Ende) initiiert und dann nach 4 Sekunden wurde der Go-Around selber wieder abgebrochen
Hätte man den G/A durchgezogen, wäre das Ganze wahrscheinlich außer einem Tailstrike noch gut gegangen.

Vref waren 120kt, bei Beginn des G/A Versuchs lagen 117kt (GS) an. Vielleicht etwas weniger TAS, da sie wohl etwas Rückenwind hatten. Sie waren aber sehr leicht, da ist natürlich ein sehr deutlicher Leistungsüberschuss da.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.745
12.445
Dahoam
Es ist wirklich wild wie da im Cockpit agiert wurde. Unstabilisierter Anflug, zu hohe Geschwindigkeiten für Klappenstellungen, Ignoranz der Hinweise des Pilot Monitoring, ein Pilot Monitoring der sich scheinbar nichts traut, ein Pilot Flying der nicht kommuniziert, "Sinkrate" und "too low terrain" Warnungen, kurz vor dem Flare werden Klappen ausgefahren, ewig langer Flare und ein abgebrochener G/A. Viel mehr kannst eigentlich nicht falsch machen. Bereits beim ersten Punkt wäre ein G/A angebracht. Ansonsten bei jedem der weiteren Punkte.

Was ich mich auch noch wundere, warum ist da eigentlich keine Slide an der Türe 1L wo einer der Piloten runterspringt? Haben die auch noch das Armen der Slides unterlassen?
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.841
7.384
Was ich mich auch noch wundere, warum ist da eigentlich keine Slide an der Türe 1L wo einer der Piloten runterspringt? Haben die auch noch das Armen der Slides unterlassen?
B767 Frachter haben nur die Tür 1L. An dieser gibt es keine Slide sondern nur so Reibungsgriffe mit Seilen (wie auch direkt aus dem Cockpit vieler Flugzeuge).
 

Loungepotato

Erfahrenes Mitglied
02.12.2016
5.646
8.485
Hätte man den G/A durchgezogen, wäre das Ganze wahrscheinlich außer einem Tailstrike noch gut gegangen.

Vref waren 120kt, bei Beginn des G/A Versuchs lagen 117kt (GS) an. Vielleicht etwas weniger TAS, da sie wohl etwas Rückenwind hatten. Sie waren aber sehr leicht, da ist natürlich ein sehr deutlicher Leistungsüberschuss da.
Sie hatten auch beide Triebwerke zur Verfügung. Ein konsequenter G/A hätte in dem Fall zwar evtl. Schäden (Tailstrike, Lichter/Zaun/etc. am Ende der Landebahn) hervorgerufen, aber das Leben der Leute in den Fahrzeugen gerettet.

Einziger Gewinner sind hier voraussichtlich die Verkäufer von EMAS-Systemen.
 
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