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Ryanair: Fenster bricht und Passagier wird fast aus Flugzeug gesogen

bild.de (jaja, ich weiss) hat im Headliner betroffene Passagiere auf dem Flug gesucht. Eine Dame hat sich schon gemeldet und berichtet, dass nach der Landung der Pilot geweint haben soll.
 
Wie weit muss man eigentlich runter, damit die Gefahr gebannt ist? Ich meine, abgesehen vom Druck ist das Flugzeug ja mit 800 km/h unterwegs. Hitzewelle hin oder her, da oben wird man wohl eher an eine Eiszeit erinnert.
 
Wie bereits vermutet war es ein Uncontained engine failure.

Ein Fanblade ist gebrochen und durch die Inlet Cowling gekracht und hat dann das Fenster zerstört.

Ist beim CFM56 seit Jahren ein Problem.
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Wie weit muss man eigentlich runter, damit die Gefahr gebannt ist?
Standard sind 10.000ft / 3000m.
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Southwest ist übrigens nach 16:59 Minuten gelandet.
Das Southwest Flugzeug war schwer beschädigt, da die ganze Inlet Cowl weggeflogen ist und Rumpf und Höhenleitwerk getroffen und beschädigt hat.
 
Das Southwest Flugzeug war schwer beschädigt, da die ganze Inlet Cowl weggeflogen ist und Rumpf und Höhenleitwerk getroffen und beschädigt hat.
Okay, aber wie konnte die Crew von FR1879 sicher sein, dass nach dem uncontained engine failure lediglich das Fenster betroffen war und nicht auch noch (zunächst unerkannte Schäden) am Rumpf oder der Tragfläche existierten? Und wie konnte sie den Gesundheitszustand eines Passagiers einschätzen, der gerade bei 300+ Knoten zwangsweise seinen Kopf aus einem Flugzeug gestreckt hat?

Unter den Umständen erst mal mehr als 20 Minuten lang mit einem waidwunden Flugzeug und einem angeschlagenen Passagier Kreise zu fliegen, um Checklisten abzuarbeiten und/oder Kerosin zu verbrennen, anstatt direkt - notfalls auch mit Übergewicht - zu landen, wirft dann doch ein paar Fragen auf. Hoffentlich geht der Untersuchungsbericht hinterher darauf ein.
 
Unter den Umständen erst mal mehr als 20 Minuten lang mit einem waidwunden Flugzeug und einem angeschlagenen Passagier Kreise zu fliegen, um Checklisten abzuarbeiten und/oder Kerosin zu verbrennen, anstatt direkt - notfalls auch mit Übergewicht - zu landen, wirft dann doch ein paar Fragen auf. Hoffentlich geht der Untersuchungsbericht hinterher darauf ein.

Vielleicht auch die Frage, welche anderen und vielleicht noch nicht beseitigten Probleme zum Abbruch des letzten Fluges am Vortag geführt haben.....
 
Und wie konnte sie den Gesundheitszustand eines Passagiers einschätzen, der gerade bei 300+ Knoten zwangsweise seinen Kopf aus einem Flugzeug gestreckt hat?
Da kann man einfach mal nachfragen.

Bei SW waren die Schäden so groß, dass sie zu tun hatten, das Flugzeug überhaupt am Stück zu landen. Das ein Pax schwerst verletzt wurde, haben sie erst später erfahren.
 
Ist so eine zerbrochene Fensterscheibe eigentlich schon der Worst Case? In einem Triebwerk herrscht viel Bewegung mit hohen Fliehkräften, das sollte doch eigentlich genügen um Maschine samt Insassen zu perforieren.

Bei meinen (wenigen) Flügen in einer D328 musste ich auch immer an den Testflug denken, während dem sich alle 6 Propellerblätter verabschiedet hatten.
 
Ist so eine zerbrochene Fensterscheibe eigentlich schon der Worst Case? In einem Triebwerk herrscht viel Bewegung mit hohen Fliehkräften, das sollte doch eigentlich genügen um Maschine samt Insassen zu perforieren.

Bei meinen (wenigen) Flügen in einer D328 musste ich auch immer an den Testflug denken, während dem sich alle 6 Propellerblätter verabschiedet hatten.
Deswegen vermeide ich es im Bereich des Triebwerks, insbesondere im Bereich der Hochdruckturbine mir zu wählen wenn es möglich ist.
 
Deswegen vermeide ich es im Bereich des Triebwerks, insbesondere im Bereich der Hochdruckturbine mir zu wählen wenn es möglich ist.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas kommen würde. Das Leben ist jeden Tag voller Gefahren und endet mit dem Tod. Unvermeidbar, garantiert zu 100% - Die Wahrscheinlichkeit auf dem Sitzplatz am Fenster eines Verkehrsflugzeugs von einem Teil getroffen und verletzt oder gar getötet zu werden, ist geringer, als die Wahrscheinlichkeit von 6 Richtigen im Lotto 6aus49.

Nach dem tödlichen Zwischenfall auf dem Southwest-Airlines-Flug 1380 im April 2018 reichten mehrere Passagiere Klagen wegen Fahrlässigkeit gegen die Fluggesellschaft ein. Die juristischen Auseinandersetzungen konzentrierten sich auf unzureichende Sicherheitsprüfungen der Triebwerksblätter und den Umstand, dass die defekte Turbine bereits in früheren Fällen ähnliche Schäden aufgewiesen hatte. Die juristische Aufarbeitung drehte sich um die Frage, ob Southwest Airlines und der Hersteller den Ausfall hätten vorhersehen und verhindern können. Die Fluggesellschaft und die Betroffenen einigten sich in der Folge auf außergerichtliche Vergleiche.
Ich gehe davon aus, dass der Vorfall von Flug FR1879 auch noch ein juristisches Nachspiel haben könnte.
 
Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas kommen würde. Das Leben ist jeden Tag voller Gefahren und endet mit dem Tod. Unvermeidbar, garantiert zu 100% - Die Wahrscheinlichkeit auf dem Sitzplatz am Fenster eines Verkehrsflugzeugs von einem Teil getroffen und verletzt oder gar getötet zu werden, ist geringer, als die Wahrscheinlichkeit von 6 Richtigen im Lotto 6aus49.
Das dumme ist, es gibt auch Lottogewinner...
Die Wahl eines Platzes vor oder hinter dem Triebwerk kostet weder Aufwand noch Kosten. Das sind Risiken die man im Vorbeigehen reduzieren kann.
 
Deswegen vermeide ich es im Bereich des Triebwerks, insbesondere im Bereich der Hochdruckturbine mir zu wählen wenn es möglich ist.
Wobei in diesem Fall das Fenster deutlich vor dem Triebwerk lag.

Die Hochdruckturbine ist am kritischsten, weil da die höchste Energie ist, aber am Ende ist 20x tot auch nicht so viel anders als 3x tot, und dafür reicht auch eine Fanschaufel. Radial wird die gefangen, aber wenn sie von anderen Fanblättern schräg nach vorne wegkatapultiert wird, hilft das auch nichts.
Kommt aber am Ende doch extrem selten vor, es dürften welweit mehr Leute sterben wenn sie Flugzeugtreppen runterfallen (weil sie in einer Hand das Handgepäck und in der anderen das Handy halten, folglich das Geländer gar nicht benutzen können...) als wenn sie von Triebwerkstrümmern getroffen werden.
 
Die Hochdruckturbine ist am kritischsten, weil da die höchste Energie ist, aber am Ende ist 20x tot auch nicht so viel anders als 3x tot, und dafür reicht auch eine Fanschaufel.
Tatsächlich sind bei den CFM56 die Fanblades der kritische Teil.

Entsprechende Zwischenfälle gab es bisher aber nur bei B737NG, die alle mit CFM56-7B ausgerüstet sind. Bei der A320 Serie hat es das bisher nicht gegeben.

Bei einigen der Zwischenfälle (u.a. SWA 1380, SWA 3472, WP 740) flog dabei die komplette Inlet Cowl davon, was zu entsprechenden Beschädigungen am Flugzeug führte.
 
Laut der Aussage seiner Frau war der Passagier angeschnallt:
Gegenüber dem griechischen öffentlich-rechtlichen Sender ERT schilderte Svetlana, wie nah ihr 61-jähriger Mann dem Tod gewesen sei. „Mein Mann saß direkt am Fenster. Zum Glück war er angeschnallt – der Sicherheitsgurt hat ihm das Leben gerettet“, sagte sie.
 
"Ich weiß, dass Ljubiša mehrmals das Bewusstsein verlor."

Wenn das stimmt, wäre die Entscheidung, noch so lange mit der Landung zu warten, durchaus kritisch zu hinterfragen.
 
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