Naja, für DM und Real bietet sich momentan halt die wunderbare Möglichkeit, zu prüfen, wie wirksam Mehrfachcoupons als umsatzförderndes Marketing-Instrument sind. REWE haut 5- und 10-fach Coupons raus ohne Ende und die anderen können jetzt mal sehen, ob sich die Umsätze mit Payback-Kunden signifikant verringern. Meine Hypothese: Nein. Der Durchschnittspayback-User, so wie meine +1, kümmert sich grundsätzlich eh nicht so um die Mehrfachcoupons, geht aber trotzdem nur in den DM wenn es um Drogerie-Produkte geht (da gibt es ja schließlich Payback-Punkte....).

Gerade Real dürfte da aktuell sehr genau hinschauen. Ich würde es zumindest tun.
1.Ich stimme zum Teil deinem Gedankengang zu. Ja, es ist in der Tat logisch anzunehmen, dass durch Vorenthaltung der höherwertigen Coupons bei DM 5 und 10 fach die Umsätze zurückgehen werden. Wenn man annimmt, dass nur 2-3% der Bürger Paybackler sind und andere 97-98% einfach den vollen Preis bei DM und Real bezahlen, dann sollte der Rückgang in der Gesamzbetrachtung nicht so ins Gewicht fallen. Allerdings weiss man nicht, wie gut den beiden derzeit geht.
Wenn der Umsatz seit Jahren bei beiden fällt, ist es sicherlich kontraproduktiv. Wenn er dagegen in etwa gleich ist, dann ist es vernachlässigbar.
Trotzdem sollten die beiden an den Coupons nicht sparen. Wofür gaben doch beide märkte kürzlich die Verträge mit Payback um 5 Jahren verlängert ? Um weiterhin die Kunden anzulocken.
Sonst hätten die sofort die Paybackler als unnötigen Kontingent eingestuft, der weniger Umsatz bringen würde, als der Durchschnitt der Nichtpaybacker, die fleissig kaufen, ohne auf die Preise und Vergleiche zu achten.Also Hypothese stimmt. Nur was bringt sie den beiden Märkten langfristig ?.
Meine Gegenhypothese: sinkende Umsätze langfristig. Warum? Weil auch der Durchschnittskäufer irgendwann begreift, dass er zu hohen Preis dafür bezahlt, so, dass auch in diesem Kundensegment Umsätze tendentiell nach unten gehen werden.Zumal die Qualität derselben Produkte in der Drogerie und zum Teil Lebensmittel nach unten gehen, um mehr Gewinn durch Qualitätssenkungen und Rohstoffeinsparungen zu erzielen.
2. Nicht zu verkennen ist auch die Tatsache, dass es Kunden gibt, die mit Drogerieprodukten nicht zufrieden sind, weil sie gefährliche Zutaten und gesundheitsschädliche Substanzen haben. Wofür dann hohen Preis dafür zahlen, wenn man selbst Schampoos und Deos zusammenmischen kann und seine Gesundheit dabei erhalten kann. Mixturen und Anleitungen gibt es genug im Netz. Dieses Argument ist ein starkes Argument gegen die Vorenthaltung der höherwertigen Coupons.
Aus dem Anreiz weniger Rabatte zu vergeben, weil es auch ohne diese "ganz gut" läuft, kann sich langfristig eine selbsttötende Situation mit dem Umsatz entstehen. Besonders unter den Konsumentenschichten, die genau vergleichen und bestimmte Lebensmittel bzw. Drogerieartikel woanders beziehen können. lso muss deine Logik etwas korrigiert werden. Bitte um Entschuldigung, wenn meine %-Angaben ungenau sind. Die Profis können mich korriegieren.
