Dann muss man das halt tun. Vor allem dürfen nie wieder die gleichen Leute sowas leiten und organisieren. Die müssten alle in den Spreewald und Torf stechen.

Das Problem ist, dass man selbst bei einem identischen Neubau (also exakt die Pläne noch mal neu, aber besser bauen) ein neues, in 2 Instanzen anfechtbares Planfeststellungsverfahren bräuchte..
Irgenwann läuft doch aber auch die aktuelle Baugenehmigung ab und dann würde die aktuellen Vorschrifts ebenfalls gelten, oder nicht?
Es sei denn, es tritt vorher eine Art Lex BER in Kraft:
Aber meiner Meinung nach gehören hier einige Leute auf die Anklagebank.
Vielleicht können wir ja in Singapore oder Hong Kong oder so anfragen, ob die einen neuen Flughafen bauen wollen - wir würden dann den alten gerne Stein für Stein abtragen und in Berlin wieder aufbauen. Die Flughäfen funktionieren wenigstens gescheit.
Nur dass das Geld für immer weg ist. Abzahlen können die Schuldigen die Summen nie. Wegsperren würde nur weitere zusätzliche Kosten für den Steuerzahler bedeuten. So oder so: Unser Justizsystem ist nicht für einen derartigen Betrug ausgelegt.
Wegsperren hat auch Abschreckung zum Ziel.
Ich bin weder Anwalt noch Rechtsexperte. Aber meiner Meinung nach gehören hier einige Leute auf die Anklagebank. Ganz von oben im damals aktiven Aufsichtsrat angefangen.
Irgendeinen strafrechtlichen Grund wird man doch finden können?! Veruntreuung, Steuerbetrug, was weiß ich?![]()
Und genau das sollte man dann vielleicht beherzigen, wenn der Schrei nach "abreißen und neu bauen" ertönt. Als wenn man beim nächsten Mal die Kosten komplett einhalten könnte; mal ganz abgesehen von den Opportunitätskosten. BER ist natürlich ein Extremfall aufgrund der großen Verzögerung; die Kostensteigerung ist für ein öffentliches Projekt (so traurig es auch ist), fast noch normal. Man sollte einfach mal aufhören, zu glauben, dass die ursprünglich anvisierten 1 Mrd. € auch nur ansatzweise realitisch gewesen ist. Und das war auch allen Beteiligten bewusst, inkl. der Öffentlichkeit.
Der Vorteil beim Abreißen wäre, man könnte den Auftrag nochmal neu an eine kompetente Anlagenbau-Firma geben, die das Ding schlüsselfertig, wie genehmigt und termintreu baut. Bisher fehlte ja offenbar jede Bauleitung und Kontrolle über die Arbeiten. Jetzt hat man einen teuren, fortdauernden Flickenteppich aus improvisierten Reparaturen aber noch immer kein solides Gesamtprojekt.
Noch mutiger wäre es, sich der Realität zu stellen und größer umzuplanen, damit man am Ende einen passenden Flughafen hat. Dauert etwas länger, ist juristisch riskanter, wird etwas teurer aber ist auf Dauer die günstigste Lösung.
Auch ein Generalunternehmer ist kein Rezept dafür, dass alles problemlos abläuft - wie man schön an der Elbphilharmonie sieht. Dort ist die Kostensteigerung sogar noch höher als beim BER.Die Flughafengeselllschaft darf es jedenfalls nicht noch mal selber bauen. Das muss an eine externe Firma vergeben werden. Sowas gibt es doch? Die bauen einem komplette Kraftwerke, Raffinerien oder Autofabriken irgendwo im Dschungel, wenn man will.
Hier sind wir wieder bei dem Problem, dass unser Gesetz zur Vergabe dieser Projekte "billige" Unternehmer vorzieht. Ergo fangen wieder alle an alles rauszunehmen was nicht auffällt und den Rest so billig wie möglich zu rechnen.