Airport Berlin - Hauptstadtflughafen BER

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economyflieger

Erfahrenes Mitglied
22.02.2010
4.977
1
Ostsee
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Den Disclaimer übernehme ich. =;

Irgenwann läuft doch aber auch die aktuelle Baugenehmigung ab und dann würde die aktuellen Vorschrifts ebenfalls gelten, oder nicht?
 
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noctarius

Reguläres Mitglied
24.08.2015
88
0
DUS (Remscheid)
Dann muss man das halt tun. Vor allem dürfen nie wieder die gleichen Leute sowas leiten und organisieren. Die müssten alle in den Spreewald und Torf stechen.

Ein anderes Problem hier wäre unser Gesetz, wie solche Aufträge vergeben werden müssen. Möglichst billig, was gerade Billig-Rechner, Nach-Berechner und "Lügner" in die engere Auswahl treibt. Solange diese idiotischen Regeln nicht geändert werden, bringt ein Neubau nichts.
 
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Worldtraveler42

Erfahrenes Mitglied
15.02.2015
3.888
36
MRS
Das Problem ist, dass man selbst bei einem identischen Neubau (also exakt die Pläne noch mal neu, aber besser bauen) ein neues, in 2 Instanzen anfechtbares Planfeststellungsverfahren bräuchte..

Und mit neuen Genehmigungen kommen neue Verfahren: Die Anwohner werden sicherlich nicht aus Respekt an den ersten Fehlschlag auf erneutes Klagen für zusätzliche Flugeinschränkungen verzichten. Diese fürchterliche Inkompetenz spielt direkt in die Hände von Flughafengegnern in Berlin, aber auch im Rest der Republik.
 

usarage

Erfahrenes Mitglied
12.03.2012
3.179
0
FRA
Vielleicht können wir ja in Singapore oder Hong Kong oder so anfragen, ob die einen neuen Flughafen bauen wollen - wir würden dann den alten gerne Stein für Stein abtragen und in Berlin wieder aufbauen. Die Flughäfen funktionieren wenigstens gescheit.
 

mpm

Erfahrenes Mitglied
02.07.2011
1.412
447
Reihe 42a
Ich bin weder Anwalt noch Rechtsexperte. Aber meiner Meinung nach gehören hier einige Leute auf die Anklagebank. Ganz von oben im damals aktiven Aufsichtsrat angefangen.
 

Worldtraveler42

Erfahrenes Mitglied
15.02.2015
3.888
36
MRS
Es sei denn, es tritt vorher eine Art Lex BER in Kraft:

Der Artikel ist vom letzten Mai. Inzwischen dürfte die Unterstützung für BER angesichts neuer Probleme gering sein.

Aber meiner Meinung nach gehören hier einige Leute auf die Anklagebank.

Nur dass das Geld für immer weg ist. Abzahlen können die Schuldigen die Summen nie. Wegsperren würde nur weitere zusätzliche Kosten für den Steuerzahler bedeuten. So oder so: Unser Justizsystem ist nicht für einen derartigen Betrug ausgelegt.

Vielleicht können wir ja in Singapore oder Hong Kong oder so anfragen, ob die einen neuen Flughafen bauen wollen - wir würden dann den alten gerne Stein für Stein abtragen und in Berlin wieder aufbauen. Die Flughäfen funktionieren wenigstens gescheit.

Blöd nur, dass man Kai Tak abgetragen wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.201
757
MUC
Nur dass das Geld für immer weg ist. Abzahlen können die Schuldigen die Summen nie. Wegsperren würde nur weitere zusätzliche Kosten für den Steuerzahler bedeuten. So oder so: Unser Justizsystem ist nicht für einen derartigen Betrug ausgelegt.

Wegsperren hat auch Abschreckung zum Ziel. Hauptursache für Steuergeldverschwendung ist deren weitverbreitete Folgenlosigkeit.
 

Worldtraveler42

Erfahrenes Mitglied
15.02.2015
3.888
36
MRS
Wegsperren hat auch Abschreckung zum Ziel.

Ich stelle die Abschreckung bei einem derartigen Schaden in Frage, da das Strafmass nicht im Verhältnis zum Schaden steht. Man bekommt keine 100 Jahre Knast weil man ganz besonders viel Steuergeld verschleudert hat. Abschreckender wäre automatische Konfiskationen, hohe, persönliche Strafzahlungen und Verbote verschiedenen beruflichen Tätigkeiten nachzugehen.
 
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nevadaman

Erfahrenes Mitglied
20.07.2013
2.230
4
man findet schon einen schönen sehr gut bezahlten Job für die Verantwortlichen ... Brüssel oder ein schöner Aufsichtsratsposten findet sich immer :/
 

concordeuser

Erfahrenes Mitglied
01.11.2011
5.755
1.827
Hamburg
BER wird so kommen wie es mit der Verteidigungsministerin kommt

es wird noch einige Wochen oder Monate hin- und her geeiert und dann tritt sie zurück und BER wird als Ruine abgerissen
 
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snobile

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30.03.2011
681
0
CGN/DUS
Ich bin weder Anwalt noch Rechtsexperte. Aber meiner Meinung nach gehören hier einige Leute auf die Anklagebank. Ganz von oben im damals aktiven Aufsichtsrat angefangen.

Ich frage mich sowieso warum zB der Bund der Steuerzahler oder Ähnliches noch nicht geklagt hat: Irgendeinen strafrechtlichen Grund wird man doch finden können?! Veruntreuung, Steuerbetrug, was weiß ich? :confused:
 

Wolke7

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
3.343
1.398
Irgendeinen strafrechtlichen Grund wird man doch finden können?! Veruntreuung, Steuerbetrug, was weiß ich? :confused:

Wenn man schon nicht strafrechtlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen kann, sollte man sie wenigstens (befristet) von oeffentlichen Aemtern, Ehrenaemtern und sonstigen Posten ausschliessen koennen.
 
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Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Da stecken die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund zu tief mit drin und alle Parteien außer vielleicht den Piraten. Deshalb hat niemand echtes Interesse an Aufklärung. Deshalb vertuscht man seit Jahren und tut so, als seien es jeweils nur noch ein paar kleine Umbauarbeiten bis zu Eröffnung. Komisch, dass der Termin dennoch immer weiter in die Ferne rückt...
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
15.394
8.905
Wenn es nicht sooooo traurig wäre, man könnte ja nicht aufhören zu lachen.

Wer so baut muss sich nicht wundern wenn er zum Schluss wieder abreissen muss.
 

heinz963

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05.05.2014
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HAM
Und genau das sollte man dann vielleicht beherzigen, wenn der Schrei nach "abreißen und neu bauen" ertönt. Als wenn man beim nächsten Mal die Kosten komplett einhalten könnte; mal ganz abgesehen von den Opportunitätskosten. BER ist natürlich ein Extremfall aufgrund der großen Verzögerung; die Kostensteigerung ist für ein öffentliches Projekt (so traurig es auch ist), fast noch normal. Man sollte einfach mal aufhören, zu glauben, dass die ursprünglich anvisierten 1 Mrd. € auch nur ansatzweise realitisch gewesen ist. Und das war auch allen Beteiligten bewusst, inkl. der Öffentlichkeit.

Ach ja, bevor mich hier jemand falsch versteht: Ich befürworte die Lage am BER keineswegs. Man hätte den Flughafen schlicht und ergreifend durch einen privaten Betreiber bauen und betreiben lassen. Dass das beim BER aber nur eingeschränkt geht (v. a. wg. des Regierungsterminals), sollte man auch nicht vergessen.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Der Vorteil beim Abreißen wäre, man könnte den Auftrag nochmal neu an eine kompetente Anlagenbau-Firma geben, die das Ding schlüsselfertig, wie genehmigt und termintreu baut. Bisher fehlte ja offenbar jede Bauleitung und Kontrolle über die Arbeiten. Jetzt hat man einen teuren, fortdauernden Flickenteppich aus improvisierten Reparaturen aber noch immer kein solides Gesamtprojekt.

Noch mutiger wäre es, sich der Realität zu stellen und größer umzuplanen, damit man am Ende einen passenden Flughafen hat. Dauert etwas länger, ist juristisch riskanter, wird etwas teurer aber ist auf Dauer die günstigste Lösung.
 
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noctarius

Reguläres Mitglied
24.08.2015
88
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DUS (Remscheid)
Der Vorteil beim Abreißen wäre, man könnte den Auftrag nochmal neu an eine kompetente Anlagenbau-Firma geben, die das Ding schlüsselfertig, wie genehmigt und termintreu baut. Bisher fehlte ja offenbar jede Bauleitung und Kontrolle über die Arbeiten. Jetzt hat man einen teuren, fortdauernden Flickenteppich aus improvisierten Reparaturen aber noch immer kein solides Gesamtprojekt.

Noch mutiger wäre es, sich der Realität zu stellen und größer umzuplanen, damit man am Ende einen passenden Flughafen hat. Dauert etwas länger, ist juristisch riskanter, wird etwas teurer aber ist auf Dauer die günstigste Lösung.

Hier sind wir wieder bei dem Problem, dass unser Gesetz zur Vergabe dieser Projekte "billige" Unternehmer vorzieht. Ergo fangen wieder alle an alles rauszunehmen was nicht auffällt und den Rest so billig wie möglich zu rechnen. Es sind bei vielen großen Bauunternehmen extra Leute beschäftigt, die diese Art der "Vorbereitung" optimiert haben. Bei Neuvergabe wird sich das Problem so nicht verhindern lassen.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Die Flughafengeselllschaft darf es jedenfalls nicht noch mal selber bauen. Das muss an eine externe Firma vergeben werden. Sowas gibt es doch? Die bauen einem komplette Kraftwerke, Raffinerien oder Autofabriken irgendwo im Dschungel, wenn man will.
 

heinz963

Erfahrenes Mitglied
05.05.2014
962
822
HAM
Die Flughafengeselllschaft darf es jedenfalls nicht noch mal selber bauen. Das muss an eine externe Firma vergeben werden. Sowas gibt es doch? Die bauen einem komplette Kraftwerke, Raffinerien oder Autofabriken irgendwo im Dschungel, wenn man will.
Auch ein Generalunternehmer ist kein Rezept dafür, dass alles problemlos abläuft - wie man schön an der Elbphilharmonie sieht. Dort ist die Kostensteigerung sogar noch höher als beim BER.
 
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Worldtraveler42

Erfahrenes Mitglied
15.02.2015
3.888
36
MRS
Hier sind wir wieder bei dem Problem, dass unser Gesetz zur Vergabe dieser Projekte "billige" Unternehmer vorzieht. Ergo fangen wieder alle an alles rauszunehmen was nicht auffällt und den Rest so billig wie möglich zu rechnen.

Es muss aber gesagt sein, dass das Problem eben nicht nur die Gesetze sind. Es ist nunmal so, dass öffentliche Großprojekte von Menschen gestartet werden deren Arbeitsplatz an die Gunst der Wähler gebunden ist. Wenn man die knapp berechnete Studie 20 Millionen weniger Kosten erwartet, steht man besser in Sachen Popularität da. Schockt man hingegen die Wähler von Anfang an mit einem teueren Preisschild, wird man womöglich abgewählt ehe das Projekt abgeschlossen wurde.