Wohin mit der ganzen Kohle? CrowdFunding & CrowdLending.

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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
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Ich hatte CrowdFunding & CrowdLending ja schon mal bei Zinsen im Keller, Inflation recht hoch - Wie sichert ihr euer Vermögen? angesprochen und wurde da belächelt. Nun ja, mit King Orange und seinen unkonventionellen Zöllen, der wohl bald platzenden Krypto-Blase und dem AI-Hype, den ich nicht mitmachen will, braucht es halt Alternativen. Sicher kann man in 2026 gut in Rüstung investieren und damit guten Erlös erzielen, aber da habe ich ethische Probleme und das deckt sich auch nicht ganz mit meiner Vorstellung einer friedlichen Welt.

Mit meinem hart erarbeitem Geld möchte ich lieber etwas Nachhaltiges schaffen und habe bereits in ein paar Projekte investiert, die Potential zu haben scheinen und die ich auch gerne hier nach und nach vorstellen möchte. Die Risiken von CrowdFunding & CrowdLending sind mir wohl bekannt und ja auch bereits im oben erwähnten Thread hinreichend diskutiert. Aber was solls, no risk - no fun.

Nun ist ja schon im oben erwähnten Jammer-Thread diskutiert worden, wieso wenn die Projekte so vielversprechend scheinen, diese keine konventionellen Bank-Kredite erhalten haben. Nu ja, Banken sind ja auch nicht unbedingt als Horte sozialer, wirtschaftlicher oder ökologischer Verantwortung bekannt oder sind hier etwa Bänker anwesend? Bei CrowdFunding & CrowdLending zwar halt selbst sowas wie ne Bank, halt nur ohne Garantien des Kreditnehmers. Für mich ist es aber stimmig, wenn zwischen Promoter eines Projekts und meinen Interessen eine hinreichende Kongruenz bestehen und ich im worst case auch einen Totalausfall verschmerzen kann.

Als CrowdLending Plattform benutze ich zur Zeit nur Goparity, sowohl WebSite als auch App sind intuitiv zu bedienen, die Projekte swoeit transparent dargestellt und das Top-Up läuft via Sepa-Überweisung an eine französische IBAN. Es gibt auch einen secondary market, wo man von anderen Benutzern Investitionen übernehmen oder eigene verkaufen kann, das alles zu den Konditionen der Restlaufzeit des Projektes.

Aber hier soll es ja nicht primär um die Platform, sondern mehr um interessante Projekte gehen.
 
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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
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Fangen wir doch mal mit etwas Kulinarischem an. Nicht das erste Projekt, in das ich investiert habe, aber das erste, welches ich hier vorstellen möchte, ist Chefs on Fire IV | Boutique multi-award-winning festival of sustainable gastronomy., weil dessen Laufzeit als erstes endet. Chefs on Fire sind Festivals mit gutem Essen, Feuer und natürlich Musik, seit 2019 haben 14 dieser Festivals in Portugal und Spanien stattgefunden und für 2026 ist das Festival in São Paulo, Brasilien geplant.


Richtig, die / der aufmerksame Leser[in] wird die IV erkannt haben, also gibt es wohl schon I bis III und die sind erfolgreich abgeschlossen, was die Entscheidung für eine Investition in IV als ziemlich sicher erscheinen lässt.

Chefs on Fire I [2023: Lisbon]:
EUR 250.000,00 6.8% Settled by the promoter.

Chefs on Fire II [2024: Madrid]:
EUR 250.000,00 7.5% Settled by the promoter.

Chefs on Fire III [2025: Cascais, Vilamoura, Madrid]:
EUR 250.000,00 9.0% Settled by the promoter.

Chefs on Fire IV [2026: São Paulo]:
EUR 500.000,00 9.0% Funded.

Gute Gründe für die Investition sind also die bereits dreifach erfolgreichen Lendings, die kurze Laufzeit von nur einem Jahr und der mit 9.0% abzüglich Steuern zu erwartende recht ordentliche Erlös. Das Minimal-Ziel von EUR 350.000,00 wurde bereits drei Tage nach Kampagnen-Start, der Gesamt-Betrag von EUR 500.000,00 bereits nach fünf Tagen erreicht, wohl dank Schwarm-Intelligenz oder Herden-Trieb von insgesamt 2018 Investoren. Weiter auf der Haben-Seite ist, dass man mit einem bereits etablierten Event nicht so viel falsch machen kann. Als Risiken stehen entgegen, dass man sich dieses Jahr mit Brasilien auf Neuland begibt und dass sich der Finanzbedarf der aktuellen Kampagne gegenüber den drei vorigen verdoppelt hat.

 
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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
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Jetzt kommen wir schon zur aus meiner Sicht spannendsten und innovativsten Investition Sea4Pain II | Portuguese non-opioid for chronic pain., nicht zuletzt, weil ich ja auch selbst beruflich ständig mit chronischen Schmerzen beschäftigt bin. Sea4Us ist ein Portuiesisches Biotech-StartUp, welches unter anderem an bioaktiven Molekülen maritimer Spezies und der Transformation in pharmazeutische Produkte forscht. Bei 1.600.000.000 chronischer Schmerzpatienten weltweit besteht ein immenses Marktpotential, auch weil wir ja nun wissen, dass Tylenol Autismus erzeugt und die westliche Welt ja nicht von venezuelanischem Fentanyl abhängig werden soll. Mittlerweile sei man parat für den Beginn klinicher Phase-I-Studien.


Auch hier handelt es sich bereits um eine Folge-Kampagne, nämlich der von Sea4Pain I.

Sea4Pain I:
EUR 800.000,00 7.85% Settled early by the promoter.

Sea4Pain II:
EUR 900.000,00 7.95% Funded.

Gute Gründe für die Investition sind das nahezu Alleistellungsmerkmal auf dem Markt, zudem wurden die Investments der ersten Kampagne bereits drei Wochen vor Ende der nur halbjährlichen Laufzeit zurückgezahlt. Weitere Lobhudelei kamen bereits von National Geographic Portugal und von der Portugiesischen Agência Nacional de Inovação. Ausserdem war Sea4Us dem European Innovation Council [EIC] bereits eine Förderung von EUR 2.499.035,80 wert. Die aktuelle Kampagne lief laut Portugal Startup News mit 128% Funding bereits 15 Tage vor Ablauf der Invstitionsdauer rekordbrecherisch bei Goparity. Bezüglich Risiken muss man schon von einer high risk - high reward Konstellation ausgehen, tendenzieell rechne ich aber in der Gesamtlaufzeit von 18 Monaten noch nicht mit einem total fail, weil die klinicher Phase-I-Studie sicher über diese Zeit hinausgehen wird, sollten nicht gerade zu Beginn schon serious adverse events eintreten.

Medical Advise: Die antibiotischen Wirkstoffe bei Algen in Sagres, von denen im Video die Rede ist beziehen sich auf Sagres [portugiesische Gemeinde im Westen der Algarve] und nicht auf Sagres [Bier].
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
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4.064
Mit meinem hart erarbeitem Geld möchte ich lieber etwas Nachhaltiges schaffen

Wegen Ausschluss vieler Optionen/ Anlagemöglichkeiten scheisst Du halt auf Deine Rendite.
Mein hart erarbeitetes Geld soll hart und nicht lame arbeiten.

Rein renditemäßig war Crowdfunding fast immer der Looser im Vergleich zur Anlage mit allen Optionen.

Aber klar soll jeder in Katzen-Gaststätten anlegen können:
 
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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.346
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FRA/QKL
Richtig, die / der aufmerksame Leser[in] wird die IV erkannt haben, also gibt es wohl schon I bis III und die sind erfolgreich abgeschlossen, was die Entscheidung für eine Investition in IV als ziemlich sicher erscheinen lässt.

Chefs on Fire I [2023: Lisbon]:
EUR 250.000,00 6.8% Settled by the promoter.

Chefs on Fire II [2024: Madrid]:
EUR 250.000,00 7.5% Settled by the promoter.

Chefs on Fire III [2025: Cascais, Vilamoura, Madrid]:
EUR 250.000,00 9.0% Settled by the promoter.

Chefs on Fire IV [2026: São Paulo]:
EUR 500.000,00 9.0% Funded.
Erste Regel bei Investments: Die Vergangenheit sagt genau NICHTS über den zukünftigen Verlauf aus. ;)

Zweite Regel bei Investments: Je besser es in der Vergangenheit lief, desto TIEFER kann der Fall sein. ;)

MIr ist klar, dass du dir Gedanken machst und diese hier auch beschreibst. Und das ist auch gut so. Ich persönlich investiere grundsätzlich nur in Dinge die ich auch möglichst gut durchschaue. Deshalb wären diese ganzen CrowdThemen nichts für mich.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
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Es gab ja auch mal/ gibt Privatkredite, welche massenhaft über smava, auxmoney etc. vermittelt wurden. Auch für viele „gesellschaftlich wertvolle“ Projekte.

Im Laufe der Zeit hatten sich professionell agierende Kreditgeber die lukrativen Projekte automatisiert gesichert, und die dumme Masse der Privatanleger hat Verluste geschrieben.

Ich helfe jedes Jahr Menschen aus meinem unmittelbaren Umfeld, indem ich Dinge schenke oder kostenlos coache/ bewerte/ begutachte.
Um Gutes zu tun, muss ich keine ausländischen Festivals finanzieren…
 
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red_travels

Reisender
16.09.2016
28.783
20.069
www.red-travels.com
Hast Du Dir mal angeschaut, in welcher Rubrik das hier steht? Und vielleicht solltest Du wirklich mal Deine Impulskontrolle verbessern und nur dann etwas schreiben, wenn Du etwas beizutragen hast.

Technik@home, Mode, Luxusartikel, Haus & Garten: PC, Internet, Autos, Audio & Heimkino, Haushaltsgeräte, Schöner Wohnen - und Dinge, die die Welt nicht braucht


Falsches Forum für Crowdfunding und Co.

Arbeite an deiner eigenen Impulskontrolle ehe Du andere maßregelst.
 
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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
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Spende dein Geld doch einfach

Darauf wird es doch hinauslaufen, wenn was schief geht.

Wegen Ausschluss vieler Optionen / Anlagemöglichkeiten scheisst Du halt auf Deine Rendite.

Das kannst Du so nicht sagen. Ich habe etwas in eigene Immobilien investiert, als das noch interessant war und das war auch gut bei mittlerweile Wertsteigerung auf das vierfache. Jetzt neu kaufen lohnt da nicht mehr.

Rein renditemäßig war Crowdfunding fast immer der Looser im Vergleich zur Anlage mit allen Optionen.

Fast.

Aber klar soll jeder in Katzen-Gaststätten anlegen können:

Was es alles gibt.

Im Laufe der Zeit hatten sich professionell agierende Kreditgeber die lukrativen Projekte automatisiert gesichert, und die dumme Masse der Privatanleger hat Verluste geschrieben.

Im Moment sehe ich die Gefahr nicht, zumindest nicht in Portugal.

Ich helfe jedes Jahr Menschen aus meinem unmittelbaren Umfeld, indem ich Dinge schenke oder kostenlos coache/ bewerte/ begutachte.

Das mach ich ja ohnehin schon. Aber vielleicht könnte ich @red_travels noch etwas in Gross-Schreibung oder Satzzeichen coachen, oops hat ja schon funktioniert.

Um Gutes zu tun, muss ich keine ausländischen Festivals finanzieren…

Welche ausländischen Festivals, als Resident in Portugal ist der Veranstalter der Festivals für mich heimisch, halt diesmal nur zu einem Auswärtspiel. Das ist nicht ausländisch, sondern international.

Mir ist klar, dass du dir Gedanken machst und diese hier auch beschreibst. Und das ist auch gut so. Ich persönlich investiere grundsätzlich nur in Dinge die ich auch möglichst gut durchschaue. Deshalb wären diese ganzen CrowdThemen nichts für mich.

Danke. Ich habe mich mit Sea4Pain als Projekt schon etwas länger beschäftigt. Und sollten sie es mal in Phase III schaffen, würde ich mich auch sehr dafür engagieren, dass wir in meiner Klinik ein Studienzentrum etablieren. Was die Chefs on Fire angeht, war das natürlich eher so ein Bauchgefühl. Und natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass das was in der Vergangenheit war natürlich nicht für die Zukunft gelten muss, aber auf der anderen Seite scheint es da ja mittlerweile mit dem vierten Projekt ein gewisses Mass an Kontinuität zu geben. Und Projekt IV ist ja nicht entstanden, um die Löcher aus III und IV zu stopfen.
 

bugl

Erfahrenes Mitglied
03.09.2018
819
1.128
Erstmal danke für das teilen deiner eigenen Investments. Ich finde es komplett daneben, wie einige Kasper hier nur destruktiv draufhauen.

Meine Schwierigkeit mit dem vorgeschlagenen Modus ist, dass die präsentierten Investments nur Lending sind und kein klassiches Funding. Damit limitiere ich gerade bei Sea4Pain meine Upside auf einstellige Prozentbeträge bei voller Downside.

Da stecke ich mein Spielgeld lieber in Anteile, auch hier gibt es in Portugal durchaus interessante Vehikel. Kürzlich war ich Gast bei einer Präsentation in Santos.
 

TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
4.893
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PIX, BER, ZRH
Erstmal danke für das teilen deiner eigenen Investments. Ich finde es komplett daneben, wie einige Kasper hier nur destruktiv draufhauen.

Danke für die erwärmenden Worte. Die Intention des Threads war natürlich das Teilen der eigenen Erfahrungen und Feedback anderer zu gemachten Erfahrungen und am Ende wird sich zeigen, ob CrowdFunding bzw. CrowdLending mit dem richtigen Portfolio noch was bringt oder zum CrowdF*ching wird. Daher auch der etwas provokative Thread-Titel. Ich habe ja bisher auch nur die aus meiner Sicht relativ sicheren Investitionen gepsotet, das verrücktere Zeug kommt erst noch und dafür werde ich hier wahrscheinlich gesteinigt.

Meine Schwierigkeit mit dem vorgeschlagenen Modus ist, dass die präsentierten Investments nur Lending sind und kein klassiches Funding. Damit limitiere ich gerade bei Sea4Pain meine Upside auf einstellige Prozentbeträge bei voller Downside.

Nun ja, gerade im Falle von Sea4Pain wird in den nächsten Jahren sicher noch nicht das grosse Geld gemacht, die müssen schon erst mal noch viel an Kosten und Arbeit bis zur Marktreife und Zulassung investieren, von daher sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Und ja, wie oben schon erwähnt, nehme ich die Downside in Kauf. Die 7.95% p.a. sind verglichen mit den 0.8% Tagesgeld bei meiner Hausbank ja noch vernünftig. Und bei Obligationen sieht es ja auch recht mau aus. Gut, Benfica, Sporting oder Porto ist immer mal mit zwischen 4% und 5% im Angebot, aber sonst ist auch nicht viel mehr zu holen. In TAP Obligationen hatte ich mal, ich glaube in 2016 was investiert, etwa mit dem ähnlichen Zinssatz und das hat sogar funktioniert.

Da stecke ich mein Spielgeld lieber in Anteile, auch hier gibt es in Portugal durchaus interessante Vehikel. Kürzlich war ich Gast bei einer Präsentation in Santos.

Wenn Du da was Konkretes hast, dann lass es mich doch wissen, gerne auch per PM.
 

bugl

Erfahrenes Mitglied
03.09.2018
819
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Danke für die erwärmenden Worte. Die Intention des Threads war natürlich das Teilen der eigenen Erfahrungen und Feedback anderer zu gemachten Erfahrungen und am Ende wird sich zeigen, ob CrowdFunding bzw. CrowdLending mit dem richtigen Portfolio noch was bringt oder zum CrowdF*ching wird. Daher auch der etwas provokative Thread-Titel. Ich habe ja bisher auch nur die aus meiner Sicht relativ sicheren Investitionen gepsotet, das verrücktere Zeug kommt erst noch und dafür werde ich hier wahrscheinlich gesteinigt.



Nun ja, gerade im Falle von Sea4Pain wird in den nächsten Jahren sicher noch nicht das grosse Geld gemacht, die müssen schon erst mal noch viel an Kosten und Arbeit bis zur Marktreife und Zulassung investieren, von daher sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Und ja, wie oben schon erwähnt, nehme ich die Downside in Kauf. Die 7.95% p.a. sind verglichen mit den 0.8% Tagesgeld bei meiner Hausbank ja noch vernünftig. Und bei Obligationen sieht es ja auch recht mau aus. Gut, Benfica, Sporting oder Porto ist immer mal mit zwischen 4% und 5% im Angebot, aber sonst ist auch nicht viel mehr zu holen. In TAP Obligationen hatte ich mal, ich glaube in 2016 was investiert, etwa mit dem ähnlichen Zinssatz und das hat sogar funktioniert.



Wenn Du da was Konkretes hast, dann lass es mich doch wissen, gerne auch per PM.

Gerne. Bei TAP hattest du Glück, dass du nicht Azul warst, die um über 100 Millionen gebracht wurden und jetzt klagen. Dann bin ich auf die weiteren hochriskanten Investmentideen schon gespannt. Weiter so.
 
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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
66
87
Das perfide an Crowdfunding, wie auch von Crypto, ist, dass man sich die Aura gibt, unabhängig vom Finanzsystem zu sein und daher eine Alternative darzustellen.

Ist natürlich kompletter Unfug. Es geht in Wirklichkeit nur um Regulierungsarbitrage. Verwoben mit dem weltweiten Finanzsystem ist man durchaus. Man ist nur möglichst weit weg von Regulieren, Steuerbehörden und Ländern, in denen die Anleger sitzen und gute Möglichkeiten haben, sich rechtlich zur Wehr zu setzen.

Das geht dann natürlich auf den Kosten der schwächsten Glieder in der Kette, quasi immer die Kleinanleger. Die kriegen mit Crowdfunding ein ganz mieses Risiko-Rendite Profil. Das Ganze ist noch wesentlich unseriöser als so mancher Stablecoin, obwohl bei denen auch sehr viel Schindluder betrieben wird.

Bereichern tun sich andere. Hello SBF, hello Satish Kumbhani, hello Mr. Zhao (gerade von Trump begnadigt), hello World Liberty Financial. Das sind alles Beispiele aus dem Crypto-Bereich. Beim Crowdfunding ist der Missbrauch nicht seltener, allerdings ist die Größe der Projekte meist viel, viel, kleiner, so dass ich Google bemühen müsste, um Beispiele zu nennen.
 
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bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
1.413
2.313
Das perfide an Crowdfunding, wie auch von Crypto, ist, dass man sich die Aura gibt, unabhängig vom Finanzsystem zu sein und daher eine Alternative darzustellen.

Ist natürlich kompletter Unfug. Es geht in Wirklichkeit nur um Regulierungsarbitrage. Verwoben mit dem weltweiten Finanzsystem ist man durchaus. Man ist nur möglichst weit weg von Regulieren, Steuerbehörden und Ländern, in denen die Anleger sitzen und gute Möglichkeiten haben, sich rechtlich zur Wehr zu setzen.

Das geht dann natürlich auf den Kosten der schwächsten Glieder in der Kette, quasi immer die Kleinanleger. Die kriegen mit Crowdfunding ein ganz mieses Risiko-Rendite Profil. Das Ganze ist noch wesentlich unseriöser als so mancher Stablecoin, obwohl bei denen auch sehr viel Schindluder betrieben wird.

Bereichern tun sich andere. Hello SBF, hello Satish Kumbhani, hello Mr. Zhao (gerade von Trump begnadigt), hello World Liberty Financial. Das sind alles Beispiele aus dem Crypto-Bereich. Beim Crowdfunding ist der Missbrauch nicht seltener, allerdings ist die Größe der Projekte meist viel, viel, kleiner, so dass ich Google bemühen müsste, um Beispiele zu nennen.
Das ist natürlich extrem pauschal gesprochen. Es gibt bei crowdfunding durchaus auch seriöse Adressen und auch solche, die z.B. in D ansässig sind, was das spätere Prozessieren erleichtert.
Crypto ist natürlich etwas anderes, da hier etwas verkauft wird, was es nicht gibt. Im Prinzip, z.B. bei manchen, ein Pyramidenspiel, bei dem man, wenn man zum richtigen Zeitpunkt ein- und aussteigt, sehr gut verdienen kann. Ist nichts für mich, aber manche glauben an bitcoin wie an den lieben Gott.
 
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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
4.893
2.754
PIX, BER, ZRH
Das perfide an Crowdfunding, wie auch von Crypto, ist, dass man sich die Aura gibt, unabhängig vom Finanzsystem zu sein und daher eine Alternative darzustellen.

Den Eindruck habe ich bei CrowdFunding eher nicht, das findet doch nicht so ganz im luftleeren Raum statt wie Crypto [nennt man da auch Blase]. Anders als bei Crypto, dessen Wert ja eigentlich nur rein virtuell ist, steht beim CrowdFunding ja ein materieller Gegenwert, zumindest in der Theorie dahinter. Und einige Promoter haben für ihre Kampagnen tatsächlich Sicherheiten hinterlegt, beispielsweise inform von Immobilien, auch wenn das natürlich nicht die Regel ist. Und in den Fällen hinterlegter Sicherheiten unterscheidet sich dann CrowdFunding nicht wesentlich vom konventionellen Privat- oder Firmenkredit-Geschäft der Banken.

Ist natürlich kompletter Unfug. Es geht in Wirklichkeit nur um Regulierungsarbitrage. Verwoben mit dem weltweiten Finanzsystem ist man durchaus. Man ist nur möglichst weit weg von Regulieren, Steuerbehörden und Ländern, in denen die Anleger sitzen und gute Möglichkeiten haben, sich rechtlich zur Wehr zu setzen.

Arbitrage musste ich tatsächlich googeln. Und nein, es geht einfach nur darum, als smarter Anleger vor dem "Markt" da zusein, dass heisst zu investieren, wenn der Einstieg günstig ist und abzuspringen bevor es zu spät ist. Das trifft dann aber auch eher für Aktien oder Crypto zu, beim CrowdFunding liegt das Risiko eher in der default rate.

Das geht dann natürlich auf den Kosten der schwächsten Glieder in der Kette, quasi immer die Kleinanleger. Die kriegen mit Crowdfunding ein ganz mieses Risiko-Rendite Profil. Das Ganze ist noch wesentlich unseriöser als so mancher Stablecoin, obwohl bei denen auch sehr viel Schindluder betrieben wird.

CrowdFunding ist als Idee ja eigentlich nicht schlecht. Das Problem ist natürlich, was daraus geworden ist. Zumindest halte ich den Markt in Portugal oder besser das was ich bei Goparity sehe [noch] nicht ganz so verdorben wie beispielsweise in Deutschland oder Osteuropa. Crypto hingegen war dagegen von Anfang an böse.

Bereichern tun sich andere. Hello SBF, hello Satish Kumbhani, hello Mr. Zhao (gerade von Trump begnadigt), hello World Liberty Financial. Das sind alles Beispiele aus dem Crypto-Bereich. Beim Crowdfunding ist der Missbrauch nicht seltener, allerdings ist die Größe der Projekte meist viel, viel, kleiner, so dass ich Google bemühen müsste, um Beispiele zu nennen.

Nun ja, deshalb mache ich eben meine Crowd-Investitionen halt nur mit Spielgeld, das heisst mit Beträgen, die ich auch noch verschmerzen kann. Die Devise heisst ganz einfach halt nur avoid default. Mal sehen ob das klappt, ich werde gerne weiter berichten.
 
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Turbo-Lenz

Neues Mitglied
31.12.2025
13
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Ich hab mal vor Jahren ein Kraut Fun Ding* bezüglich des Neubaus eines Restaurants auf dem örtlichen Golfplatz mitgemacht.

Leider ist mitten in der Ansparphase der Wirt mit der Frau vom Golfpro durchgebrannt und das Projekt wurde dann beerdigt. Gab das Geld in voller Höhe zurück.

* ich lass das mal so stehen. Spracherkennung leicht gemacht. So wird die ki uns niemals beherrschen!
 
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joubin81

Erfahrenes Mitglied
07.09.2016
3.303
2.583
Also ich habe in den letzten 5 Jahren mit Nachrang investments nur Verluste gemacht.
Dabei waren das alle deutsche Firmen mit wohlklingenden Namen wie Bergfürst, Zinsbaustein, Kapilendo, PlanetHome, YNTO.crowd u.a.

Die letzten beiden Geschäftsführer werden übrigens mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Ich bin schon in Gruppen aktiv die wenigstens versuchen eine Verlustbescheinigung einzuklagen.

Dann spielt man besser Roulette da sind die Chancen immerhin 50/50.
 
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Aladin

Erfahrenes Mitglied
03.03.2020
4.166
4.962
Chersonesus Cimbrica
Hast Du Dir mal angeschaut, in welcher Rubrik das hier steht? Und vielleicht solltest Du wirklich mal Deine Impulskontrolle verbessern und nur dann etwas schreiben, wenn Du etwas beizutragen hast.

Selber angeschaut? Nicht?

Dann hier nochmal - nur für Dich - zum Nachlesen:

Im Forum Besitz & Eigentum sprechen wir über die schönen und praktischen Dinge des Lebens: Technik@home, Mode, Luxusartikel, Haus & Garten. Darunter fallen etwa Themen wie Computer, Internet, Autos, Audio & Heimkino, Haushaltsgeräte, Schöner Wohnen - und Dinge, die die Welt nicht braucht.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.647
4.064
Also ich habe in den letzten 5 Jahren mit Nachrang investments nur Verluste gemacht.


Dann spielt man besser Roulette da sind die Chancen immerhin 50/50.

Jemand wie Du, der nicht einmal die Chancen beim Roulette richtig bewerten kann, sollte nicht selbstständig investieren, sondern nur mit Betreuer.

Richtig ist, dass die Gewinnchance beim Roulette über alle Möglichkeiten 97,3% ist.

Selbst wenn Du lediglich auf Rot oder Schwarz setzt: Es gibt noch die 0, die Dir die 100% vermasselt ;).
 

bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
1.413
2.313
Dann spielt man besser Roulette da sind die Chancen immerhin 50/50.
Nicht ganz, du vergisst die "0"
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Richtig ist, dass die Gewinnchance beim Roulette über alle Möglichkeiten 97,3% ist.

Selbst wenn Du lediglich auf Rot oder Schwarz setzt: Es gibt noch die 0, die Dir die 100% vermasselt ;).
Woher kommen denn die 97,3%? Und die "0" vemasselt nicht die "100%" sondern die "50%", so daß da die Wahrscheinlichkeit bei 48,65% liegt.