Wohin mit der ganzen Kohle? CrowdFunding & CrowdLending.

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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
51
69
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Den Eindruck habe ich bei CrowdFunding eher nicht, das findet doch nicht so ganz im luftleeren Raum statt wie Crypto [nennt man da auch Blase]. Anders als bei Crypto, dessen Wert ja eigentlich nur rein virtuell ist, steht beim CrowdFunding ja ein materieller Gegenwert, zumindest in der Theorie dahinter.
Ist doch Quatsch! Beim Crowdfunding steht i.d.R. nur eine Geschäftsidee dahinter, die halt von Externen mit ziemlich wenig Einblick schwer beurteilt werden können (anders als bei klassischen Equityfinanzierungen von Startups, wo die Equitygeber Managementpositionen innehaben und vertraglich zugesicherte Monitoringfunktionen).

Bei vielen Stablecoins stehen hingegen echte Werte dahinter, z.B. Gold oder US Treasuries. Problem ist aber auch hier die Informationsasymmetrie, da das Ganze darauf angelegt ist, sich umfassender behördlicher Aufsicht und gesetzlicher Regulierung zu entziehen, in dem man tax blocker und/oder Briefkastenfirmen aufzieht, sich in weitgehend unregulierten Ländern gründet etc. Du kannst schwer beurteilen, wie werthaltig die Sicherheiten sind, wie gut dein Zugriff im Fall der Fälle darauf ist, etc.

Beim Crowdfunding ist dieser rechtliche Aspekt natürlich anders gelagert als bei Crypto, hier geht es u.a. darum, das weder Prospekthaftung besteht noch das ein Experte wie ein Venture Capital Fund mit Arms-Length-Relationship über den Geschäftsaufbau wacht.

@TAPulator : Wieso postest Du das nicht in den einschlägigen Finanzforen? Da dürfte mehr Expertise vorhanden sein.
Nicht dein Ernst oder? Man muss halt selbst was auf dem Kasten haben. Bei r/wallstreetbets, r/investing, Bogleheads und co. gibt es auch allerhand Spinner. In Zeiten der sozialen Medien geht es doch nicht um Qualität, sondern darum, die Leute bei der Stange zu halten.
 
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bcs13

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22.11.2010
1.408
2.302
Vielleicht kann das ihm jemand anderes erklären. Ich gebe es auf.
Aufgeben kann man erst, wenn man es versucht hat. Sehe ich bei dir nicht, außer natürlich Pöbeleien.
Aber: ich wäre dennoch sehr daran interessiert zu erfahren, wie du beim Roulette eine Gewinnwahrscheinlickeit von 97,3% erreichst. Vielleicht bist du so gut?
 
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20.10.2020
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4.062
Aber: ich wäre dennoch sehr daran interessiert zu erfahren, wie du beim Roulette eine Gewinnwahrscheinlickeit von 97,3% erreichst. Vielleicht bist du so gut?

O.K., in leichter Sprache bzw. korrekt bezeichnet wäre der genannte Wert „der Prozentsatz des Einsatzes, den der Spieler durchschnittlich zurückbekommt“. 100% würde bedeuten, dass der Spieler weder verliert noch gewinnt. Beim Roulette beträgt der Wert ca. 97,3%.

In der Mathematik werden Wahrscheinlichkeiten mit einem Wert zwischen 0 und 1 (alternativ 0-100%) benannt. Der hier im Thread genannte Wert „50:50“ (50 dividiert durch 50) entspricht einer 1.

Bonus-Info für Dich: Wenn Du 15x hintereinander Roulette spielst, bekommst Du im Durchschnitt ca. 67% Deines Einsatzes zurück. Genau das ist das Problem beim Roulette (die schnelle Abfolge der Spiele).
 
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bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
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O.K., in leichter Sprache bzw. korrekt bezeichnet wäre der genannte Wert „der Prozentsatz des Einsatzes, den der Spieler durchschnittlich zurückbekommt“. 100% würde bedeuten, dass der Spieler weder verliert noch gewinnt. Beim Roulette beträgt der Wert ca. 97,3%.

In der Mathematik werden Wahrscheinlichkeiten mit einem Wert zwischen 0 und 1 (alternativ 0-100%) benannt.
Vielen Dank. Habe selber mal ein bißchen gegoogelt und sehe jetzt, wieso du so falsch liegst. Du verwechselst die allgemeine Gewinnausschüttungsquote mit der individuellen Gewinnwahrscheinlichkeit. Kann jedem mal passieren, der nicht so genau liest und versteht.

"Stiftung Warentest schreibt, dass: „...Roulette immer wieder als ein besonders faires Spiel hingestellt wird, da 97,3 Prozent aller Einsätze als Gewinne ausgeschüttet werden. Das ist mehr als bei jedem anderen Spiel.“

Für mich ist das Thema damit erledigt und ich wünsche dir Erfolg bei deinen Anlagen (und im Casino).
 
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20.10.2020
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Vielen Dank. Habe selber mal ein bißchen gegoogelt und sehe jetzt, wieso du so falsch liegst. Du verwechselst die allgemeine Gewinnausschüttungsquote mit der individuellen Gewinnwahrscheinlichkeit. Kann jedem mal passieren, der nicht so genau liest und versteht.

"Stiftung Warentest schreibt, dass: „...Roulette immer wieder als ein besonders faires Spiel hingestellt wird, da 97,3 Prozent aller Einsätze als Gewinne ausgeschüttet werden. Das ist mehr als bei jedem anderen Spiel.“

Für mich ist das Thema damit erledigt und ich wünsche dir Erfolg bei deinen Anlagen (und im Casino).

Lies doch selbst nach, dass hier im Thread etwas von Wahrscheinlichkeit 50:50 (=1) geschrieben wurde. Ist zwar falsch, aber genau der Wert, den ich in % benannt habe. Da hat der andere ja scheinbar auch verwechselt…

BTT:

Danke für Deine guten Wünsche für meine Anlage, welche ich gern erwidere. Mein auf Vermögenserhalt unter möglichst allen Umständen angelegtes deutsches Depot hat 2025 ca. 8% Gewinn erzielt, was mickrig ist, aber immerhin die Inflationsrate geschlagen hat.

Crowdfundig/ Crowdlending zählt wegen hier von anderen genannten Gründen (@wassup hat das treffend ausgeführt) nicht zu meinen Assets.

Crowdfundig kann man machen, wenn einem die Rendite bzw. der Vermögenserhalt egal sind. Also wenn man z.B. Katzencafes unterstützen möchte.
 
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wassup

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28.12.2025
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Aufgeben kann man erst, wenn man es versucht hat. Sehe ich bei dir nicht, außer natürlich Pöbeleien.
Aber: ich wäre dennoch sehr daran interessiert zu erfahren, wie du beim Roulette eine Gewinnwahrscheinlickeit von 97,3% erreichst. Vielleicht bist du so gut?
Ganz einfach: Setze beim europäischen Roulette jeweils den gleichen Betrag auf 36 der 37 möglichen Zahlen von 0-36, dann hast du eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 97,3%. 😝

(Bevor du jetzt mit der nächsten Spitzfindigkeit kommst: Gewinn hat mehrere Bedeutungen. Die Bedeutung hier ist der Payoff, nicht der ökonomische Gewinn/Profit im Sinne von Payoff minus Wetteinsatz.)
 
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toom

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12.07.2013
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Nicht dein Ernst oder? Man muss halt selbst was auf dem Kasten haben. Bei r/wallstreetbets, r/investing, Bogleheads und co. gibt es auch allerhand Spinner. In Zeiten der sozialen Medien geht es doch nicht um Qualität, sondern darum, die Leute bei der Stange zu halten.
Doch, klar. Auch wenn wir im Lifestyle-Unterforum sind, wundert es mich immer wieder, zu welcher Themen-Resterampe der VFT verkommen ist.

Davon abgesehen: Wenn man einmal in CrowdFunding/CrowdLending drinhängt, ist das nicht einfach wie eine Unternehmensanleihe, nur dass man die nicht handeln kann?
 
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wassup

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28.12.2025
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Doch, klar. Auch wenn wir im Lifestyle-Unterforum sind, wundert es mich immer wieder, zu welcher Themen-Resterampe der VFT verkommen ist.
Ich finde es immer sehr scheinheilig, wenn ein Poster etwas kommentiert, dass angeblich so banal und Zeitverschwendung ist. Ganz offensichtlich hat derjenige Poster selbst nichts Besseres zu tun.
 
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bcs13

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22.11.2010
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Ganz einfach: Setze beim europäischen Roulette jeweils den gleichen Betrag auf 36 der 37 möglichen Zahlen von 0-36, dann hast du eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 97,3%. 😝
Jetzt werde ich reich: ich setze einfach auf 37 von 37 Zahlen und dann habe ich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 100%. Es ist doch wirklich einfach, Geld zu verdienen.
(Bevor du jetzt mit der nächsten Spitzfindigkeit kommst: Gewinn hat mehrere Bedeutungen. Die Bedeutung hier ist der Payoff, nicht der ökonomische Gewinn/Profit im Sinne von Payoff minus Wetteinsatz.)
Danke schön. Du meinst sicherlich Gewinn im Sinne von: ich habe eine schöne Zeit im Casino verbracht.

Und auch hier gilt: für mich ist das jetzt beendet und ich wünsche dir Erfolg im Casino und bei deinen Anlagen.
 

toom

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12.07.2013
2.291
1.327
Ich finde es immer sehr scheinheilig, wenn ein Poster etwas kommentiert, dass angeblich so banal und Zeitverschwendung ist. Ganz offensichtlich hat derjenige Poster selbst nichts Besseres zu tun.
Genauso viel oder wenig scheinheilig, wie erst seit letzten Sonntag angemeldet zu sein und dann schon über 40 Postings abgesetzt zu haben.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
51
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Jetzt werde ich reich: ich setze einfach auf 37 von 37 Zahlen und dann habe ich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 100%. Es ist doch wirklich einfach, Geld zu verdienen.
Sage ich ja: Du verstehst nicht, dass Wörter unterschiedliche Bedeutungen haben je nach Kontext.

So ist nun mal der Alltagsgebrauch. Auch wenn du bei einem Wohltätigkeitsball 250€ für ein Los zahlst und nur einen Trostpreis im Wert von 50€ Guthaben gewinnst, ist es trotzdem sprachlich gebräuchlich und korrekt, den Trostpreis als Gewinn zu bezeichnen.

Und auch wenn Du beim Roulette 37€ einsetzt und am Ende nur deine Wette auf die 25 aufgeht und du dafür 36€ erhältst, bezeichnet man die 36€ im allgemeinen Sprachgebrauch als deinen Gewinn.

Und ich weiß nicht, was das blahblah mit dem Casino soll. War noch nie in meinem Leben in einem Casino. Aber dass das Glücksspiel extrem wichtig für Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik ist, auch heute noch, sollte jedem mit einem Quäntchen Ahnung klar sein. Letztendlich entstand die Wahrscheinlichkeitstheorie aus einem Interesse daran, Glücksspiel zu verstehen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Genauso viel oder wenig scheinheilig, wie erst seit letzten Sonntag angemeldet zu sein und dann schon über 40 Postings abgesetzt zu haben.
Ich empfehle, scheinheilig im Duden nachzuschlagen, du könntest etwas lernen. Ja, Wörter haben unterschiedliche Bedeutung, aber dieses Wörtchen hat nicht die Bedeutung, die Du ihm hier zumisst ;)

Außerdem: Wie viele stereotype Anschuldigungen denn noch? Willst Du unterstellen, meine Posts seien weniger wertvoll, weil ich innerhalb von kurzer Zeit viele abgesetzt habe?
 

Hotel

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20.10.2020
3.643
4.062
Es gab mal irgendwo Crowdfunding für die geniale Geschäftsidee, eine Bar ausschließlich für weibliche Besucher zu öffnen. Damit die Frauen beim Plaudern und feiern unter sich sein können, und toxische Männlichkeit draußen bleibt.

Blöd war halt, dass niemand vorher analysiert hat, wer in Bars die Drinks bezahlt. Nämlich überwiegend Männer.
Wie zu erwarten war, ging der Umsatz in der Bar gegen 0, und die Bar musste schließen.
 

Hotel

Erfahrenes Mitglied
20.10.2020
3.643
4.062
Davon abgesehen: Wenn man einmal in CrowdFunding/CrowdLending drinhängt, ist das nicht einfach wie eine Unternehmensanleihe, nur dass man die nicht handeln kann?

Teilweise kannst Du handeln. Z.B. die von Bergfürst vermittelten Sachen, auf der Bergfürst-Plattform.
 

TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
4.893
2.754
PIX, BER, ZRH
Beim Crowdfunding steht i.d.R. nur eine Geschäftsidee dahinter, die halt von Externen mit ziemlich wenig Einblick schwer beurteilt werden können (anders als bei klassischen Equityfinanzierungen von Startups, wo die Equitygeber Managementpositionen innehaben und vertraglich zugesicherte Monitoringfunktionen).

Zum Beurteilen einer Geschäftsidee braucht es vor allem etwas gesunden Menschenverstand. So würde ich natürlich nie in ein wie oben erwähnt Frauen- oder Katzenrestaurant investieren, wo zwar eine Geschädtsidee dahintersteckt, die aber bereits von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist. Eine gute Geschäftsidee sollte vor allem einmal innovativ sein, nach Möglichkeit ein Alleinstellungsmerkmal und vor allem eine Perspektive und einen Markt mit bestehender oder zu entwickelnder Nachfrage haben. Und nicht zuletzt spielen ja auch die Motivation und der Enthusiasmus, den der potentielle Kreditnehmer zum Gelingen einer Geschäftsidee mitbringt eine Rolle.

Als Kleinkreditgeber bei CrowdFunding oder CrowdLending kann ich die Geschäftsidee gut oder schlecht finden und investieren, wenn die Finanzierung schlüssig erscheint. Dazu brauche ich auch als Klein- oder Kleinstkreditgeber doch keine Management-Funktion, anders als Eigenkapitalgeber bei Beteiligungen, wo ich mich ja mit Unternehmensanteilen in ein Unternehmen einkaufe. Aber das will ich ja bei CrowdFunding oder CrowdLending gar nicht, da geht es nicht um eine Heirat, sondern lediglich um eine Beziehung auf eine limitierte Zeit. Eine Equityfinanzierungen ist beim CrowdFunding allenfalls optional und spielt für mich derzeit keine Rolle. Und was Risikoanalyse und Monitoring angeht, muss ich mich auf die CrowdFunding-Platform verlassen und da gibt es bessere und schlechtere. Ob ich dann das Risiko eines im wort case Totalausfalls trage oder nicht, ist ja am Ende meine Entscheidung und dafür setze ich ja auch nur Spielgeld ein. Und zur Risikostratifizierung braucht es natürlich schon etwas Recherche, die man auch selbst machen sollte ohne blind auf Projektbeschreibung oder die CrowdFunding-Platform zu vertrauen, ich habe versucht, das in den von mir oben beschriebenen Investitionen zu beschreiben, zu welcher Einschätzung ich im Einzelnen gekommen bin und was mich schlussendlich zum Einsteigen bewogen hat.

Ob sich jetzt ein Unternehmen oder ein Verein oder Projekt für eine herkömmliche Kreditfinanzierung durch eine Bank oder CrowdFunding entscheidet, dafür gibt es natürlich unterschiedliche Gründe. Zum einen mag vielleicht eine herkömmliche Bank aus verschiedensten Gründen die Finnazierung eines durchaus vielversprechenden Projektes ablehnen oder aber das Projekt möchte bewusst auf eine herkömmliche Bankenfinanzierung verzichten, sei es nun aufgrund schlechter Konditionen, fehlender Sicherheiten oder zuviel Gängelei durch die Bank. Gehen wir mal für den Normalfall davon aus, dass bei CrowdFunding ein Projekt mit einer guten Geschäftsidee und Marktperspektive eine Anschub-Finanzierung benötigt ohne auf eine Kredit einer herkömmlichen Bank zurückgreifen zu können oder zu wollen.

Brechen wir mal CrowdFunding ganz banal auf einen Privatkredit herunter und vielleicht auch mal aus der Sicht eines Kreditbedürftigen, oder wenn wir mal so plus minus zwei Dekaden in der Zeit zurückgehen, aus meiner eigenen:

Nach kurzer Reise in der Zeitkapsel findet sich TAPulator so gegen Ende seines Studiums und eine effektive Examensvorbereitung scheitert schlicht an der Tatsache, dass sich TAPulator irgendwie mit schlecht bezahlten und daher zeitintensiven Nebenjobs über Wasser halten muss, um seine Miete zu bezahlen und etwas mehr als nur das Licht im Kühlschrank zu haben. Zum Kreditinstitut "Mamma & Papa" gibt es aus verschiedendsten Gründen keine persönliche oder gar geschäftliche Beziehung. Für einen herkömmlichen Bankkredit fehlen Sicherheiten und so verging eine geraume Zeit, ohne dass sich TAPulator um eine effektive Examensvorbereitung kümmern konnte. Wahrscheinlich wäre das auch bis heute so weitergegangen, hätte mich nicht ein mittelweit entfernter Verwandter gefragt, wie es denn mit einem Examen aussieht. Das Probelm war schnell geschildert und auf die Frage, wieviel ich denn nun brauche um mein Studium abzuschliessen antwortete ich mit einer mittleren vierstelligen Summe, welche am übernächsten Tag auf meinem Konto einging [Echtzeit-Überweisungen gabe es damals noch nicht]. Die Zeit der Nebenjobs war vorbei und TAPulator konnte finanziell sorgenfrei sein Studium im nächsten Semester abschliessen und der Privatkredit vom mittelweit entfernten Verwandten konnte nach zwei Monaten beruflicher Tätigkeit in einem regulären Anstellungsverhältnis vollständig zurückgezahlt werden. Soviel zur Frage der Anschubfinanzierung, die ohne den Privatkredit nicht zum Geschäftserfolg geführt hätte.

Ich helfe jedes Jahr Menschen aus meinem unmittelbaren Umfeld, indem ich Dinge schenke oder kostenlos coache/ bewerte/ begutachte.

Hiezu noch ein Beispiel aus der anderen als der obigen Perspektive, TAPulator als Kreditgeber sozusagen. Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass mein Neffe sich dazu entschied, neben seinem sicheren Job bei einer mittelgrossen fränkischen Kreisstadt noch sein eigenes Geschäft im Garten- und Landschaftsbau aufzuziehen. Er hatte sich hierfür einen Transporter mit Anhänger von einem lokalen Autohaus auf Kredit mit den dazugehörigen Zinsen und der erfordelichen Voll-Kasko gekauft. Leider habe ich davon erst nach einem halben Jahr erfahren und ihm gesagt, er solle bei der Bank nachfagen, wie hoch der Betrag sei, um den Kredit sofort und vollständig abzuzahlen. Den Betrag habe ich dann mit einmaliger Zahlung übernommen und mein Neffe zahlt seinen Privatkredit seither mit geringer monatlicher Rate zinslos und zuverlässig bei mir ab. Unterm Strich lag die Ersparnis für ihn aus Zinsen und Versicherung bei einigen Tausend Euro, die er sicher sinnvoller verwenden kann.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.271
1.707
Soll jetzt kein „Hab ich schon immer gewusst“ sein, aber es wundert mich nicht.
Also ich habe in den letzten 5 Jahren mit Nachrang investments nur Verluste gemacht.
Es gibt keine „Nachrang Investments“.

Denn als Nachrangdarlehensgeber bist Du kein Investor/Gesellschafter sondern eben Darlehensgeber (lender) und als solcher auch noch ohne jede Sicherheit.

Nachrangdarlehen machen - genau wegen mangelnden Sicherheit - nur Sinn, wenn man auch kontrollierender Gesellschafter (Investor) ist und die für das Geschäft nötige finanzielle Power hat.

Ich habe auch mal ein Projekt entwickelt, da bin ich persönlich (nicht über Platfform!) sammeln gegangen und war dann zusammen mit 2 anderen Gesellschaftern über Jahre an einer Ein-Schiffs-Gesellschaft (hoher 1stelliger Mio-Betrag Investition) beteiligt, da gibt es dann Schiffshypothek bis 50% Beleihungsgrenze von der Bank (bzw. Konsortium), die sowas noch nie finanziert hat und der Rest ist Nachrang und Eigenkapital. Da kann man sich dann überlegen, ob man das als Eigenkapital (zinsfrei), Kapitalrücklage (zinsfrei) oder als Bürgschaft für Geldmarktdarlehen (Zinsen) darstellt. All das hat aber letztlich mit Kontrolle zu tun, da hatte jede Partei praktisch eine Sperrminorität. Und sowas funktioniert dann auch mit Abzahlungen um 6-stelligen Bereich pro Quartal, selbst wenn man zwischenzeitlich 2 Jahre gar keine Einnahmen hat. Ich hab dann letztlich nach 8 Jahren über den Anteilsverkauf rund 8% pro Jahr realisiert, was nicht überragend, aber auch angesichts des Risikos schon in Ordnung ist - insbesondere wenn die Anteile signifikant genug sind, dass es steuerliche Privilegien sowohl beim Verkauf der Anteile als auch bei der laufenden Versteuerung (Schachtelprivileg) gibt - da ticke ich mit meiner kleinen KMU-Struktur auch nicht anders als ein Konzern.
Aber das ist alles nicht „mal eben so“, also nicht einfach einen Vertrag unterschreiben und dann hoffen das was rausbrät. Sondern da ist man dann als Gesellschafter mindestens auch GF oder Prokurist, kümmert sich um Technik, Kaufmännisches, Vertrieb.

Ein Businessplan ist gerade bei Mieten/Charter schnell geschrieben (natürlich kommen die Einnahmen wie geplant, es gibt keine Schäden etc. :sneaky: ), ich kenne auch die Spielchen mit Stammkapital (3%), Mezzanine (37%) und Fremdkapital (60%). Wenn dann Stammkapital auch noch 5% Provision für den Vertrieb an die „Mezzanine-Investoren“ und ein wenig Gebühren für Konzipierung etc. aufruft gibt es die volle Kontrolle für umsonst und das Risiko ist upfront gegen Null. Deshalb findest Du mich in keinem Schiffsfonds - weder im Mezzanine („Anleger“) noch im FK-Bereich.

Wenn ich mir dagegen die auf den Plattformen befindlichen Firmen anschaue, die Nachrangdarlehen suchen, so ist entweder Cash-Bestand oder Cash-Flow zu gering um Darlehen zu bedienen, die Rendite zu niedrig um dazu überhaupt in der Lage zu sein oder der Eigenkapitalanteil ist unanständig niedrig das man keine Probleme abfedern kann. Und dann werden da Summen aufgerufen, die eher danach schreien, das Ganze besser als Eigenkapital darzustellen und den ganzen Laden zu übernehmen oder gar erst bei der kommenden Insolvenz per Asset-Deal zuzuschlagen.

Dabei waren das alle deutsche Firmen mit wohlklingenden Namen wie Bergfürst, Zinsbaustein, Kapilendo, PlanetHome, YNTO.crowd u.a.
Die letzten beiden Geschäftsführer werden übrigens mit internationalem Haftbefehl gesucht.
Ich bin schon in Gruppen aktiv die wenigstens versuchen eine Verlustbescheinigung einzuklagen.
Das klingt übel…
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.097
5.820
Z´Sdugärd
Es gab mal irgendwo Crowdfunding für die geniale Geschäftsidee, eine Bar ausschließlich für weibliche Besucher zu öffnen. Damit die Frauen beim Plaudern und feiern unter sich sein können, und toxische Männlichkeit draußen bleibt.

Blöd war halt, dass niemand vorher analysiert hat, wer in Bars die Drinks bezahlt. Nämlich überwiegend Männer.
Wie zu erwarten war, ging der Umsatz in der Bar gegen 0, und die Bar musste schließen.
OT, aber darauf MUSS ich einen Schwank erzählen...

Bei uns aufm Dorf gabs mal eine Landesgartenschau. In den Jahre davor wurde mit viel Geld der Ortskern renoviert. Und somit gab es diverse freie Immobilien. Da hatte einer ne SPITZENIDEE: Im ganzen 4000 Einwohner Dorf gibts kein Café. Also fix angemietet und siehe da, mit der Gartenschau gabs genügend Idioten ähhh Kunden die sich für 5,50 n Käffchen gönnt. Nun war eben nach 3 Monaten der Spass vorbei und oh Wunder...es sind keine Leute mehr gekommen. Was passiert? Café zu.

Nach viel Leerstand (die Pacht war abenteuerlich) hat sich noch ein Idiot ähhhh Kenner gefunden, der ein komplett neues Konzept hatte: Ein Café gibts im 4000 Einwohne Kaff noch nicht...Nach 6 Monaten war wieder alles bei Goto Anfang.

Nochmals Leerstand und wieder ein ganz schlauer der der Meinung war das ein Café im 4000 Einwohner Kaff fehlt...Und ja, natürlich gings net lang gut. Nach weiteren 4 Jahren keinen Mieter hat jetzt der Eigentümer (eine VR Bank) da eben ein "Beratungscentre" eingebaut.

Will sagen: Leute die keinerlei Ahnung von Wirtschaft haben, und einfach nur in der Bierlaune ne klasse Idee haben gibts an jeder Strassenecke. Das eine Bank sowas finanziert...faszinierend! Und wenn nicht: Crowdfounding!

Da investier ich lieber in die Full HD Cam der hässlichen Nachbarin. Die macht sich für Only Fands nackig. Da rollt der Rubel, auch bei hässlichen Leuten.
 
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kmak

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12.03.2016
1.499
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Eine gute Geschäftsidee sollte vor allem einmal innovativ sein, nach Möglichkeit ein Alleinstellungsmerkmal und vor allem eine Perspektive und einen Markt mit bestehender oder zu entwickelnder Nachfrage haben.

Hm. Stullen amerikanischer Art, noch dazu in Amerika, sind m.E. nicht besonders innovativ. Dennoch wurde Subway zur größten Schnellrestaurantkette.

Zum Beurteilen einer Geschäftsidee braucht es vor allem etwas gesunden Menschenverstand. So würde ich natürlich nie in ein wie oben erwähnt Frauen- oder Katzenrestaurant investieren, wo zwar eine Geschädtsidee dahintersteckt, die aber bereits von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Grundsätzlich dürften in einer Großstadt auch ungewöhnlichere Gastrobetriebe ihr Stammpublikum finden können. Aber zu glauben das "30 % auf das Investment bei Eröffnung mindestens 62 neuer Filialen" (bei den Katzencafes) irgendwie realistisch sein kann erscheint mir ziemlich abwegig. Und zum Eröffnen einer Gaststätte braucht man normalerweise kein Crowdfunding.
 
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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
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Zum Beurteilen einer Geschäftsidee braucht es vor allem etwas gesunden Menschenverstand.
Verzeih mir, dass ich nicht deinen ganzen Post gelesen habe, aber bereits der erste Satz geht mir in die falsche Richtung.

Du brauchst nicht nur Urteilsvermögen. Du brauchst vertragliche Vereinbarungen, wie investiertes Geld genutzt werden darf/muss, eine wasserdichte Verpflichtung des Unternehmens, laufend Informationen bereit zu stellen, Infos über die Qualifikationen der Mitarbeiter, Zahlen zu vergangenen Projekten, eine Analyse des Marktumfeldes, unabhängige Rechtsgutachten, Infos über aus anderen Quellen eingesammeltes Kapital etc.

Wenn du dich nur eine Präsi auf der Webseite und deinen gesunden Menschenverstand verlässt, ist das naheliegende Ergebnis eine Investition mit ungünstigem Risiko-Rendite-Profil.
 

bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
1.408
2.302
Verzeih mir, dass ich nicht deinen ganzen Post gelesen habe, aber bereits der erste Satz geht mir in die falsche Richtung.

Du brauchst nicht nur Urteilsvermögen. Du brauchst vertragliche Vereinbarungen, wie investiertes Geld genutzt werden darf/muss, eine wasserdichte Verpflichtung des Unternehmens, laufend Informationen bereit zu stellen, Infos über die Qualifikationen der Mitarbeiter, Zahlen zu vergangenen Projekten, eine Analyse des Marktumfeldes, unabhängige Rechtsgutachten, Infos über aus anderen Quellen eingesammeltes Kapital etc.

Wenn du dich nur eine Präsi auf der Webseite und deinen gesunden Menschenverstand verlässt, ist das naheliegende Ergebnis eine Investition mit ungünstigem Risiko-Rendite-Profil.
Verzeihe, daß ich auch hier nicht alles gelesen habe. Aber vielleicht gehst du mal an den Beginn des Threads und realisierst, daß es hier um crowdfunding geht. Das sind meistens Projekte, die eben noch ziemlich am Anfang stehen und bei denen all die Zahlen, die man für eine Bankenfinanzierung benötigt, noch nicht vorhanden sind. Ob man sich da beteiligen möchte, sei jedem selbst überlassen. Aber dabei auf wasserdichten Verpflichtungen und auf endgültig ausgehandelten Verträgen zu bestehen, erscheint mir ziemlich weltfremd zu sein.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
51
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Verzeihe, daß ich auch hier nicht alles gelesen habe. Aber vielleicht gehst du mal an den Beginn des Threads und realisierst, daß es hier um crowdfunding geht. Das sind meistens Projekte, die eben noch ziemlich am Anfang stehen und bei denen all die Zahlen, die man für eine Bankenfinanzierung benötigt, noch nicht vorhanden sind. Ob man sich da beteiligen möchte, sei jedem selbst überlassen. Aber dabei auf wasserdichten Verpflichtungen und auf endgültig ausgehandelten Verträgen zu bestehen, erscheint mir ziemlich weltfremd zu sein.
Müssten ja nicht ausgehandelte Verträge sein, wenn es nur um ein Gadget für 90 000 Euro geht. Könnte ja auch komplett boilerplate sein.

Meine Kritik an Crowdfunding ist, das man gezielt versucht, Finance-Aspekte klein zu halten. Man fängt naive, oft junge Investoren mit einer Idee, die meist Differenzierung in den Vordergrund stellt.

Die gängigen Plattformen sind wenig innovativ, wenn es darum geht, die Transaktionskosten für die Bereitstellung von relevanten Finanzinformationen zu senken. Wenn du denkst, dass bei einem Projektchen von 90 000 € kein Gutachten einer angesehenen Wirtschaftskanzlei drin ist, hast du Recht.

Ich bestreite jedoch weiterhin, dass die Unterstützung solcher Projektchen eine ernsthafte Geldanlage darstellt. Das sind Euros, die du für ein Hobby ausgibst, nicht für eine fundierte Wette auf ein Geschäftsmodell.
Das sind Hobby-Euros, die da ausgegeben werden und die man bei entsprechender Veranlagung auch der Grünen Jugend oder der Jungen Alternative spenden könnte
 
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bcs13

Erfahrenes Mitglied
22.11.2010
1.408
2.302
Müssten ja nicht ausgehandelte Verträge sein, wenn es nur um ein Gadget für 90 000 Euro geht. Könnte ja auch komplett boilerplate sein.

Meine Kritik an Crowdfunding ist, das man gezielt versucht, Finance-Aspekte klein zu halten. Man fängt naive, oft junge Investoren mit einer Idee, die meist Differenzierung in den Vordergrund stellt.

Die gängigen Plattformen sind wenig innovativ, wenn es darum geht, die Transaktionskosten für die Bereitstellung von relevanten Finanzinformationen zu senken. Wenn du denkst, dass bei einem Projektchen von 90 000 € kein Gutachten einer angesehenen Wirtschaftskanzlei drin ist, hast du Recht.

Ich bestreite jedoch weiterhin, dass die Unterstützung solcher Projektchen eine ernsthafte Geldanlage darstellt. Das sind Euros, die du für ein Hobby ausgibst, nicht für eine fundierte Wette auf ein Geschäftsmodell.
Das sind Hobby-Euros, die da ausgegeben werden und die man bei entsprechender Veranlagung auch der Grünen Jugend oder der Jungen Alternative spenden könnte
Abgesehen davon, daß man die Grüne Jugend und die Junge Alternative nicht in einem Atemzug nennen sollte, empfehle ich noch einmal, an den Beginn des Threads zu gehen. Der OP beschreibt darin, daß er hier mit "Spielgeld" am Wirken ist. Wenn was Gutes dabei unterstützt wird und am Ende auch noch eine Rendite erzielt wird: bestens. Wenn das Geld futsch ist: auch ok.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.271
1.707
Verzeihe, daß ich auch hier nicht alles gelesen habe. Aber vielleicht gehst du mal an den Beginn des Threads und realisierst, daß es hier um crowdfunding geht.
Wobei es für Crowdfunding diverse Varianten gibt…

- Spenden-basiertes Crowdfunding bzw. Spenden-Crowdfunding (Crowd Donation oder Donation-Based Crowdfunding):
=> Spende, ohne materielle oder finanzielle Gegenleistung

- Klassisches Crowdfunding bzw. belohnendes Crowdfunding (Reward-Based Crowdfunding oder Crowd Supporting, aufgeteilt in Crowdfunding und Vorverkauf):
=> Unterstützer erhalten ein nicht-finanzielles Dankeschön (z. B. Kopie des Projektergebnisses, Möglichkeit einer Vorbestellung oder einer Namensnennung im Abspann)

- Verleihendes Crowdfunding (Lending-Based Crowdfunding oder Crowd Lending):
=> Crowd verleiht Geld an Projektinitiatoren, welches später zurückgezahlt wird

- Investierendes Crowdfunding (Equity-Based Crowdfunding oder Crowd Investing genannt):
=> Unterstützer erhalten Anteile am Projekt

Die ersten beiden Dinger sind mehr oder weniger Geldausgeben.
Beim Crowd Lending sind es letztlich Nachrangdarlehen ohne Sicherheit.
Und Crowd Investing habe ich bisher nicht in freier Wildbahn gesehen - ich möchte jetzt die Finanzierung eines Projektes durch den Initiator und 2 Partner nicht als Crowd Investing bezeichnen.

Mir fehlt da irgendwie noch eine quantitative Definition von “Was ist eine Crowd“ (quantitativ) und um welche Beträge geht es da pro Crowd-Beteiligter und auch insgesamt.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
51
69
Der OP beschreibt darin, daß er hier mit "Spielgeld" am Wirken ist. Wenn was Gutes dabei unterstützt wird und am Ende auch noch eine Rendite erzielt wird: bestens. Wenn das Geld futsch ist: auch ok.
Gut, dann sind wir uns ja einig! Es geht darum, etwas zu unterstützen, was man gut findet, nicht um ernsthafte Geldanlage. Am Ende soll man sich selbst auf die Schulter klopfen dürfen dafür, dass man dafür ein paar Euronen in den Topf geworfen hat.

Wenn es doch um ernsthafte Geldanlage geht wie beim Crowd Investing (danke @Langstreckenpendler für den Einteilungsvorschlag), sehe ich das Ganze aus o.g. Gründen höchst skeptisch.

So lange es Spielgeld ist, ist es natürlich nur vergleichbar mit einer Spende an eine Partei, an der Förderkreis eines Kulturinstituts oder an den örtlichen Obst- und Gartenbauverein.